Ja, die haben für alles eine Ausrede. Aber wer weiß, ob DAS nun wieder stimmt.
Aber vielleicht hat er sich das ja so vorgestellt: Zwei Frauen, zwei Kinder und bei einer muss er finanziell vielleicht nicht mal was leisten, weil er ja schon jetzt nur knapp über die Runden kommt. Wenn er sich die Scheidung (angeblich!) nicht leisten kann, dann kann man sich schon überlegen, wieviel ihm dann noch für die Zweitfamilie oder die nächste Familie bleibt. Du hättest ihn erhalten müssen.
Weißt du, es gibt da auch so ein Prinzip in der Psychologie, dass die Leute eher Beziehungen fortsetzen, die sie bereits viel gekostet haben oder wo sie lange um Selbstverständliches kämpfen mussten. Man denkt, eigentlich müsste das Fass jetzt wirklich voll sein. Sowas kann sich doch keiner so lange gefallen lassen und da müsste sich jede Frau nun getrennt haben. Tatsächlich ist es aber so, dass sich viele umso schwerer trennen, umso mehr Mühen hinter ihnen liegen. Man hat quasi schon so viel investiert, so lange gewartet, dass ein Aufgeben noch schlimmer erscheint. Man müsste sich eingestehen, dass man sich die ganze Zeit hat verarschen lassen. Das ist schwer. Vielleicht spielt das bei dir mit. Es ist einfach schon so absurd, dass dir der Schlussstrich schwer fällt, obwohl du genau weißt, dass es sein muss. Ähnlich einem Spieler, der schon extrem viel in den einarmigen Banditen gesteckt hat und wartet, dass es sich endlich auszahlt. Leider zahlt es sich nicht aus...