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Er hat mir seine Schulden jahrelang verschwiegen

Man haftet NIEMALS für die Schulden eines anderen es sei denn man hat den Vertrag unterschrieben.

Auch bei einer Heirat hat man mit der Insolvenz des Partners nichts zu tun.
Das stimmt theoretisch. Die Frage könnte ein Anwalt zur Situation beantworten. Ich hoffe aber, wir könnten das alles mit meinem Partner zuerst selber klären. Bis jetzt habe ich nichts diesbezüglich unterschrieben.

Ähm, ich würde mal sagen, er hat sich bei dir eingenistet.
Ich bekomme langsam den Eindruck auch. Andererseits er organisiert viele Ausflüge, wir gehen ins Kino oder Theater, wir besuchen Museen und so weiter. Das hält mich von den Gedanken ganz stark ab, dass er ein Schmarotzer sei. "Die klaren Worte" fehlen mir manchmal wirklich, das stimmt 🙂 Ich möchte meinen Freund nicht verletzen.
Bei einer räumlichen Trennung kannst du dann sehen ob er seine Schulden und seine Wutanfälle in den Griff bekommt.
Das wäre eine "Therapie", die unter Umständen helfen könnte. Wir haben darüber schon geredet. Reaktion: "Da ich Schwierigkeiten habe, willst du mich hinschmeißen. Du liebst mich nicht". Und so weiter… Ich möchte nicht beschreiben, wie ich mich dabei fühle.

Wie ein Spieler, der hofft, wenigstens seinen Einsatz zurückzugewinnen, ohne anzunehmen, dass der größte Gewinn das dauerhafte Beenden des Glücksspiels ist.
Ja, das dauerhafte Beenden fordert Leistung, Zeit und Nerven. Wenn man etwas "schnappweise" gewinnen möchte, könnte das alles ruinieren. Ich denke, da liegt das Problem.
Du nimmst Dir vor, vieles an ihm zu biegen / zu ändern. Stabil ändern kann er sich nur gewollt und von sich aus. Das heißt, umgekehrt zu Deiner zurzeitigen Handhabung wird ein Schuh draus: Ändere Du Deine Gewohnheiten, verändere bei Dir, dann werden sich auch die Umstände ändern!
Ich überlege mir ständig, ob ich was falsch gemacht hätte. Ich habe vielleicht zu viel die Mutterrolle übernommen. Dabei sind wir irgendwie zusammengewachsen aber diese "Symbiose" tut (vielleicht uns beiden) nicht mehr gut.
 
Das wäre eine "Therapie", die unter Umständen helfen könnte. Wir haben darüber schon geredet. Reaktion: "Da ich Schwierigkeiten habe, willst du mich hinschmeißen. Du liebst mich nicht". Und so weiter… Ich möchte nicht beschreiben, wie ich mich dabei fühle.
Meine Liebe, ich bezweifle, ob jemand wirklich liebt, der selber sagt: "Du liebst mich nicht". Das klingt wie ... Erpressung, der ganze Satz davor. Du aber fühlst dich wohl eher schuldig, ihn allein zu lassen, was?
Ich denke, das Probem ist, dass er das so lange verschwiegen hat und nicht ehrlich gewesen ist. Auch wenn ich versuche, mich in seine Situation hineinzudenken, fehlt eine für mich sehr wichtige Sache: das Teilen. Dazu gehört auch das Negative. "Geteiltes Leid = halbes Leid". Fehlende Information ist für mich das größte Übel in einer Partnerschaft und führt zu fast allen Trennungen.
Wie soll sich Vertrauen aufbauen und bestehen bleiben?
Ich habe vielleicht zu viel die Mutterrolle übernommen. Dabei sind wir irgendwie zusammengewachsen aber diese "Symbiose" tut (vielleicht uns beiden) nicht mehr gut.
Wir verändern uns - das ist sehr wichtig. Und dass der Partner mitzieht. Ist wie ein Schachspiel: der eine zieht, und der andere muss nachziehen, sonst verliert er an Boden... Seid ihr noch beide willig, nochmals zu kitten und noch fester zusammenzuschweißen, auf einer neuen Basis von Offenheit, Vertrauen, wachsender Liebe?
Oder tut ihr euch noch weh, bis ihr euch trennt?
 
Gast: "Man haftet NIEMALS für die Schulden eines anderen es sei denn man hat den Vertrag unterschrieben.

Auch bei einer Heirat hat man mit der Insolvenz des Partners nichts zu tun."

Das stimmt theoretisch. Die Frage könnte ein Anwalt zur Situation beantworten. Ich hoffe aber, wir könnten das alles mit meinem Partner zuerst selber klären. Bis jetzt habe ich nichts diesbezüglich unterschrieben.

Ganz sicher bist Du trotzdem nicht, wenn es zu einer Pfändung kommen sollte... ich bin kein Jurist und würde wahrscheinlich bei dem Versuch, das zu erklären, dutzende kleine Formulierungsfehler einbauen, also setze ich einfach mal einen Link:

Sachpfändung bei Ehefrau/Schuldner ist Ehemann Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung

Wichtig: Besitz ist nicht gleich Eigentum.

Ich würd den Mann nicht in meiner Wohnung haben wollen, solang er in der Igelstellung verharrt und nur unabsehbare Kosten verursacht. "Alles klären" kann man auch in getrennten Wohnungen, sogar besser, weil man sich dann wohl eher traut, ungeschönt seine Meinung zu sagen und Forderungen zu stellen.
 

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