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Er hat mir seine Schulden jahrelang verschwiegen

Danke für alle Antworte, sie unterstutzen mich ganz toll!
Ich denke, wir sollen nicht heiraten, mindestens so lange bis er aufhört, neue Schulden zu machen. Wir haben über seine Situation gesprochen. Zuerst hat er gesagt "nö, das stimmt nicht". Aber ich weiß genau, dass es stimmt. Ich habe ihm nichts mehr gesagt, weil es sowieso zu nichts außer Streit bringen würde. Ich möchte, dass zwischen uns Ruhe und Harmonie herrscht. Deshalb das Ausflippen darf einfach nicht sein. Und mit dem Kind schimpft genau in diese Momente, wenn er schlechte Nachrichten – zum Beispiel – kriegt. Sonst unternehmen wir schon ganz viel und das Kind hat zu meinem Partner eine feste Bindung. Ich versuche das plötzliche Ausflippen zu unterbrechen. Wir reden beide viel darüber. Zum Beispiel die Wörter wie "aus dir wird nichts" halte ich auch als Erniedrigung. Mein Freund ist anderer Meinung. Deshalb versuche ich ihn mit konkreten Beispielen zu überzeugen und, und, und… Das könnte funktionieren, wenn er mit mir ehrlicher wäre und wenn er einverstanden wäre, zusammen an den Problemen zu arbeiten. . Ich muss ihn noch hier überzeugen. Ein Selbstgerechtigkeitsgefühl hat er wirklich ab und zu. Ich habe ganz viel auf unsere Beziehung gesetzt und wir unterstutzten uns in guten und schlechten Zeiten. Ich war natürlich überrascht, dass der Mann an meiner Seite ein bisschen anderes ist, als ich gedacht hatte. Es würde aber mir schwer fallen, die Beziehung zu beenden. Wie gesagt, er kann wirklich perfekt sein, zu mir und zum Kind.
In seine Schulden will ich natürlich nicht reinfallen. Jemandem zu helfen ist ganz anderes, als jemanden mit runterzuziehen. Er hat mir über die letzten Schwierigkeiten erzählt (von früheren Zeiten allerdings noch nicht) und er möchte alles wieder gut machen. Schauen wir mal, ob es klappt… Aber, wenn er wirklich "ein Fass ohne Boden" ist, dann weiß ich nicht. Das könnte natürlich sein.
 
Also hältst du jetzt den Mund, damit der Choleriker nicht ausflippt und zahlst stillschweigend Miete, Nebenkosten und sonstiges? Bei seiner Überschuldung wird er laufend schlechte Nachrichten bekommen und du sowie deine Tochter dienen als Blitzableiter.
Wo ist denn bei euch die gegenseitige Unterstützung zu erkennen? Die liegt doch nur bei dir, indem du für alle Kosten aufkommst und auch noch bei ihm Überzeugungsarbeit leisten willst. Ich denke mal, du setzt auf den falschen Mann.

Aber da es dir ja so schwer fällt die Beziehung zu beenden, wirst du weiter deine schützende Hand über ihn halten und der Wüterich hat freie Bahn.
 
Ich habe ihm nichts mehr gesagt, weil es sowieso zu nichts außer Streit bringen würde. Ich möchte, dass zwischen uns Ruhe und Harmonie herrscht.
Das könnte funktionieren, wenn er mit mir ehrlicher wäre und wenn er einverstanden wäre, zusammen an den Problemen zu arbeiten...
Schau mal, in JEDER Beziehung ist Vertrauen eigentlich eine Grundvoraussetzung. Aber es ist auch wichtig, zu vestehen, was da passiert, bevor man einen Strich zieht, den man später bereut.
Ich kann auch deinen Freund gut verstehen: er hat eine eigene Firma aufgebaut - und es fällt verdammt schwer, sich einzugestehen, das es nicht hinhaut. Und man ist manchmal so verbissen, die Sache nicht aufzugeben, dass man die richtige Einschätzung verlieren kann und weiter und wieder Zeit und Geld hineinpowert...
Und wenn er im Stress ist - und das ist er wohl seit Jahren, zumindest immer wieder, dann kann es vorkommen, dass er nicht anders kann, als den Frust an anderen auszulassen. Ist absolut unfair und nicht richtig, aber es ist vielleicht sein einziges "Abflussrohr", um nicht ganz zu verzweifeln. Ist ja gut, dass es nur selten passiert, wenn ich richtig verstanden hab.
Aber auch das ist zuviel, und es trifft wie so oft die schwächsten Glieder. So wie du es beschreibst hängt alles zusammen.
Ich finde es also wichtig, dass es eine absolute Trennung gibt - in seinem Kopf! - zwischen seiner Arbeit und dem Frust von dort, - und dem Leben zu Hause mit dir und dem Kind. Der Dampf darf nicht zu Hause am Kind abgelassen werden.

So würde ich dir raten, mal mit ihm offene Karten zu spielen. Setzt euch zusammen und fordere ihn auf, ALLES über seine Firma und die Schwierigkeiten zu erzählen - auch wenn es ihm schwer fällt, sich eine solche Blöße zu geben. Da spielt Vertrauen zu seiner liebsten Person eine wichtige Rolle.
Es kann kein Frieden und Harmonie geben, wenn es Probleme gibt, mach dir nichts vor.
Besteh darauf und lass dich nicht breit schlagen. Erzähl von dem, was die Bekannten alles gesagt haben. Spiel all dein Wissen aus. Und sei auch mal nicht nachgiebig, steh zu dir und zu deiner Überzeugung.
Es ist wichtig, keine Vorwürfe zu machen, denn diese bringen nur Unfrieden und Trennung. Sprich von deinen Gefühlen und deiner Betroffenheit. Von deinem Unverständnis über sein fehlendes Vertrauen. Im Ernstfall würde ich sogar eine Konsequenz ziehen, um ihm klar zu machen, dass du sein Verhalten nicht akzeptierst - mag er noch so viel toben...
Überleg dir also genau, was du bereit bist auch zu tun im Falle des Falles. Wenn du klar bist dann wird er es auch werden.
Willst du Klarheit zwischen euch? Was ist sie dir wert?
Zum Beispiel die Wörter wie "aus dir wird nichts" halte ich auch als Erniedrigung.
Das ist wie eine falsche Programmierung! Schau, wenn jemand widerholt: "aus dir wird nichts", dann nimmt die Person - und das Kind am allermeisten, weil es noch keine so guten Abwehrreaktionen ausgebildet hat - dies wie einen Befehl auf, wie eine Suggestion. Und es wird das so tun, um des Friedens und der Akzeptanz willen - der "Vater" hat es ja bestätigt. Insofern sind solche negativen Suggestionen absolut zu unterlassen. Kinder müssen ganz besonders positiv programmiert werden, müssen unterstützt und GELOBT werden. Auch die Hunde werden ja in der Hundeschule mit Leckerchen - also mit positiver Unterstützung - gelehrt, nicht mit Stock und Befehl, oder?
Sollte das Kind schlechter erzogen werden als ein Hund?
Ich muss ihn noch hier überzeugen.
Du kannst niemand überzeugen, wenn die Person nicht dazu willig ist. Das wäre auch nicht richtig, auf ihn so lange einzureden, bis er einwilligt, nur um dich los zu werden...
Du kannst aber deine Meinung klar und deutlich sagen und darauf bestehen, dass sie akzeptiert wird.
 
Danke, Eranos. Alles stimmt.
Das ist eine klassische Situation, wo man sich fragt: "Sein oder nicht sein?". Wir müssen wirklich noch viel besprechen. Wenn die Gespräche ein Ergebnis bringen, kann man noch eine Hoffnung für die gemeinsame Zukunft haben. Ich habe das Gefühl, dass ich einen Mann liebe, den ich gar nicht kenne. Er hat keinen Zweifel, er ist stark und geht weiter. Ich sehe aber, man muss das Leben - gemeinsam oder nicht - sowieso neu anfangen.
 
Wir haben miteinander vieles geklärt. Die Situation ist wirklich sehr schwierig. Ich habe Angst, dass meine Sachen, Möbel und so weiter einmal für seine Schulden gepfändet werden können: Ich habe alles gekauft bevor mein Freund bei mir eingezogen ist und manche Belege habe ich natürlich nicht. Das war auch nicht nötig. Zuerst hat er Seine Sachen mitgebracht, dann blieb er bei mir immer länger, dann hat er von sich selbst – aus Liebe zu mir – seine Wohnung gekündigt… Das war irgendwie ein "schleichender" Umzug. Ich hatte auch nichts dagegen und war schließlich zufrieden. Doch ein Besorgnis hatte ich immer: das war nicht ganz natürlich, nicht wie bei den anderen Paaren, die zusammenziehen, weil ihre Beziehung reif dafür ist und weil sie immer zusammen bleiben wollen. So war das nicht. Wir haben schon früher mehrmals darüber gesprochen, dass wir beide nicht ganz sicher sind, ob und wie wir unser Leben zusammen verbringen wollen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn jeder von uns eigene Wohnung hätte. Doch das kommt nicht mehr in Frage. Mein Freund denkt, das wäre ein Weg zur Trennung. Für mich hat das natürlich mit Trennung nichts zu tun.
Es gibt auch was Positives natürlich: in der Beziehung mit dem Kind hat er zurzeit keine Probleme. Es scheint, sie mögen einender gerne. Trotzdem könnte eine Pause uns ganz gut tun, weil wir beide – ich und mein Freund – sehr erschöpft sind. Ich finde nur keine passenden Wörter dazu, dass er mich richtig versteht.
 
Man haftet NIEMALS für die Schulden eines anderen es sei denn man hat den Vertrag unterschrieben.

Auch bei einer Heirat hat man mit der Insolvenz des Partners nichts zu tun.

Das was Dir gehört kann niemals für seine Schulden weggenommen werden...

Schon beängstigend welche Falschinformationen hier kommen und auch noch durchgelassen werden...

Du kannst heiraten und alles und hast mit seinen Schulden 0 zu tun..
 
"...dann blieb er bei mir immer länger, dann hat er von sich selbst – aus Liebe zu mir – seine Wohnung gekündigt…"

Ähm, ich würde mal sagen, er hat sich bei dir eingenistet.
Du zahlst alles.
Er hat es warm und trocken.
Wenn du Angst vor "klaren Worten" hast, bleibt er dir ewig am Hacken.
Ein unaufrichtiger Schmarotzer.
 
Zuerst hat er Seine Sachen mitgebracht, dann blieb er bei mir immer länger, dann hat er von sich selbst – aus Liebe zu mir – seine Wohnung gekündigt… Das war irgendwie ein "schleichender" Umzug. Ich hatte auch nichts dagegen und war schließlich zufrieden.

Das hat er ja schlau hinbekommen.

Jetzt sitzt er im gemachten Nest und du zahlst. Als Gegenleistung ist er lieb und nett zu deinem Kind und hält vorerst den Ball flach.
Wenn du getrennte Wohnungen und eine Auszeit willst, dann sag es ihm klipp und klar.
Bei einer räumlichen Trennung kannst du dann sehen ob er seine Schulden und seine Wutanfälle in den Griff bekommt.
 
Danke für alle Antworte, sie unterstutzen mich ganz toll!
Ich denke, wir sollen nicht heiraten, mindestens so lange bis er aufhört, neue Schulden zu machen. Wir haben über seine Situation gesprochen. Zuerst hat er gesagt "nö, das stimmt nicht". Aber ich weiß genau, dass es stimmt. Ich habe ihm nichts mehr gesagt, weil es sowieso zu nichts außer Streit bringen würde. Ich möchte, dass zwischen uns Ruhe und Harmonie herrscht Deshalb das Ausflippen darf einfach nicht sein. Und mit dem Kind schimpft genau in diese Momente, wenn er schlechte Nachrichten – zum Beispiel – kriegt. Sonst unternehmen wir schon ganz viel und das Kind hat zu meinem Partner eine feste Bindung. Ich versuche das plötzliche Ausflippen zu unterbrechen. Wir reden beide viel darüber. Zum Beispiel die Wörter wie "aus dir wird nichts" halte ich auch als Erniedrigung. Mein Freund ist anderer Meinung.
Er schließt anscheinend von sich auf andere...

Deshalb versuche ich ihn mit konkreten Beispielen zu überzeugen und, und, und… Das könnte funktionieren, wenn er mit mir ehrlicher wäre und wenn er einverstanden wäre, zusammen an den Problemen zu arbeiten. . Ich muss ihn noch hier überzeugen. Ein Selbstgerechtigkeitsgefühl hat er wirklich ab und zu. Ich habe ganz viel auf unsere Beziehung gesetzt
Wie ein Spieler, der hofft, wenigstens seinen Einsatz zurückzugewinnen, ohne anzunehmen, dass der größte Gewinn das dauerhafte Beenden des Glücksspiels ist.

Du nimmst Dir vor, vieles an ihm zu biegen / zu ändern. Stabil ändern kann er sich nur gewollt und von sich aus. Das heißt, umgekehrt zu Deiner zurzeitigen Handhabung wird ein Schuh draus: Ändere Du Deine Gewohnheiten, verändere bei Dir, dann werden sich auch die Umstände ändern!
und wir unterstutzten uns in guten und schlechten Zeiten. Ich war natürlich überrascht, dass der Mann an meiner Seite ein bisschen anderes ist, als ich gedacht hatte. Es würde aber mir schwer fallen, die Beziehung zu beenden. Wie gesagt, er kann wirklich perfekt sein, zu mir und zum Kind.
In seine Schulden will ich natürlich nicht reinfallen. Jemandem zu helfen ist ganz anderes, als jemanden mit runterzuziehen. Er hat mir über die letzten Schwierigkeiten erzählt (von früheren Zeiten allerdings noch nicht) und er möchte alles wieder gut machen. Schauen wir mal, ob es klappt… Aber, wenn er wirklich "ein Fass ohne Boden" ist, dann weiß ich nicht. Das könnte natürlich sein.
 
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