Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Entlassung aus der Psychiatrie gegen den Wunsch des Patienten?

Mein Jüngster hatte mal einen Tag, mir fiel etwas auf, ein bestimmtes Signal veranlasste mich, nachzubohren- furchtbar, welche Nöte sich da zeigten. Das wusste ich nicht, wie sehr er in Bedrängnis war wegen seiner Ausbildung damals. Aber das ist doch egal, du kannst jederzeit aufhören, du musst dort nicht bleiben!!!! Komm wieder heim, ich melde dich ab- er war damals dort auch in Quartier.
Wie wenn eine Tonne von ihm abgefallen wäre, er war so erleichtert. Nach ein paar Tagen meinte er, Mama, ich bleib... vielleicht half alleine schon die Option, er kann jederzeit abbrechen, es gibt kein Muss.
Vielleicht kommt ihr drauf, in welchen Konflikten eure Tochter steckt. Reden kann die Zunge lösen- manchmal dauerts, bis man zum Kern vordringen kann. Man kann viel nebenher heraushören, wenn man wie beiläufig quasselt, also nicht wie die Schlange und das Kaninchen in Augenkontakt ist.
Das hat ein Schulpsychologe empfohlen bei einem Vortrag: "schlimme und faule Kinder gibt es nicht, hieß das Thema". Kinder umschreiben gern, sie wollen zuerst herausfinden, wie tolerant man ist, die Eltern keinesfalls erschrecken- daher wäre wichtig, wenigstens so zu tun, als wäre jede Information verkraftbar, keine so schlimm, dass man lieber aufhört zu reden...weil man schockiert, oder traurig macht, oder entsetzt ist etc... red nur, ich hör dir zu, sag nur alles, bei mir brauchst du nicht fürchten, dass ich was in den falschen Hals kriege... dazu gehört auch Kummer zeigen.
Vielleicht bist du als Mama die richtige Ansprechperson.
 
Sie sieht das ganz anders, sie fühlt sich schrecklich und will nicht allein und ohne irgendein Sicherheitsnetz nach Hause.
Hat sie das auch den Ärzten genau so gesagt? Von wem wurde ihr das mitgeteilt?
Wie hier schon gesagt wurde, sollte sie auf jeden Fall mit dem zuständigen Oberarzt sprechen, falls noch nicht geschehen. Letzten Endes muss der die Entlassung auch absegnen.
 
Wenn sie der Meinung ist, sie braucht ein Medikament für zu Hause, dann muss sie das ansprechen. Allerdings wird oft nicht gerne kurz vor Entlassung etwas Neues verschrieben, da dies auch gefährlich sein kann. Dazu müsste man alle Umstände kennen. Ist es möglich, dass die Tochter die Not vor den Ärzten nicht deutlich artikuliert? Viele schämen sich zu sagen, dass sie es zu Hause nicht schaffen.
 
Verstehe ich, sehe ich ein. Ich finde die Tagesklinik als Plan auch gar nicht schlimm. Mich macht nur dieses " geht schon, und wenn nicht, dann nicht" fertig. Ich kann nicht da sein und mit Ärzten reden, ich wünschte das ginge. Telefonisch gibt man mir keine Auskunft. Tochter hat jetzt eine Freundin für das Wochenende als Gesellschaft, immerhin. Die wesentlichen Telefonnummern hat sie auch. Aber wäre ein: wir sind für dich da, wenn's schlimm wird oder ein angstlösendes oder beruhigendes Medikament zumindest für ein paar Tage echt nicht möglich gewesen?
Hey Du, ich kann mir das gut vorstellen, wie Du Dich dabei fühlst, und wie es auch Deiner Tochter geht. Vielleicht hilft das ein wenig, es einzuordnen.
Das ist medizinische Versorgung, schulmedizin. ,,Die sind so" und ,,die haben mitunter keine Vorstellung, wie sich der Mensch als Patient oder als Angehöriger eines Patienten dabei fühlt. Vor allem nicht in der Psychiatrie.
Es wäre schön, wenn es anders wäre. Und es gibt natürlich auch Menschen, die in der medizinischen Versorgung arbeiten, und etwas mehr Feingefühl haben, als andere. Aber wie sie ausgebildet sind, und wie die dort arbeitenden Menschen mitunter wirklich denken, das wollen wir als Patienten oder deren Angehörige auch vielleicht lieber nicht so genau wissen.

Ich habe viel Therapie gemacht. Wenn Du noch Fragen hast, es einzuordnen, vielleicht fällt mir noch was ein.

Ach ja, als Angehörige ist es eine gute Idee, dass Du nach einer Möglichkeit suchst wie hier, Deine Sorgen raus zu lassen und nach Austausch. Es gibt auch für Angehörige Selbsthilfegruppen.
 
P.S. noch eine Sache fällt mir ein.
Mir hat psychotherapie, ambulant oder stationär, sehr viel mehr geholfen, als mein einmaliger Aufenthalt in der Psychiatrie.
Also wäre das vielleicht ein Ansatz für Deine Tochter, nach Therapie zu suchen.
 
P.S. noch eine Sache fällt mir ein.
Mir hat psychotherapie, ambulant oder stationär, sehr viel mehr geholfen, als mein einmaliger Aufenthalt in der Psychiatrie.
Also wäre das vielleicht ein Ansatz für Deine Tochter, nach Therapie zu suchen.
Das kann ich mir auch gut vorstellen. Meint ihr, dass sie dabei vielleicht Unterstützung von der Klinik bekommen könnte?
 
Das kann ich mir auch gut vorstellen. Meint ihr, dass sie dabei vielleicht Unterstützung von der Klinik bekommen könnte?
Mit Klinik meinst du die Tagesklinik, oder ist sie noch stationär?

Ab wann hat sie einen Platz in der Tagesklinik?

Es macht sicherlich Sinn, nach "Unterstützung" zu fragen.

Wichtig ist - spätestens, wenn es ihr etwas besser geht - dass auch was von ihr aus eigenem Antrieb kommt.

Wie geht es dir aktuell?
 
Hallo zusammen,
meine Tochter (18) hat sich nach einem Nervenzusammenbruch vor 10 Tagen in die geschlossene Psychiatrie einweisen lassen, ein Suizidversuch war da ein paar Tage her. Nun ist der Plan, sie noch diese Woche zu entlassen und Diagnostik und Therapie in der Tagesklinik zu machen. Es gibt also beides noch nicht wirklich. Jedoch sind die Ärzte der Meinung, ihre Krise sei vorbei und für einen weiteren stationären Aufenthalt gäbe es keine Veranlassung.

Sie sieht das ganz anders, sie fühlt sich schrecklich und will nicht allein und ohne irgendein Sicherheitsnetz nach Hause.

Mir ist bewusst, dass die Ärzte diese Entscheidung treffen, aber was können wir jetzt tun? Was, wenn was passiert und niemand hat sie ernst genommen?
Was heißt Nervenzusammenbruch, sie ernst nehmen, wenn sie es selbst entscheiden könnte, warum hat sie sich selbst eingewiesen?
Du kannst nichts tun, sie ist Erwachsen und Volljährig.
Ein klarer Fall von Eigengefährdung ist nach einem Suizidversuch gegeben.
Nur auf richterliche Einweisung hin müssen Personen, die als akute Gefahr für sich oder andere eingestuft werden, für die Dauer der richterlichen Anordnung in der geschlossenen Psychiatrie verbleiben.
Denkbar ist es dann, dass der Betroffene von der geschlossenen Psychiatrie auf eine offene oder halboffene Station verlegt wird.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
kaela Erfahrungen mit der Psychiatrie bei Suizidalität gesucht Therapie 27

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben