Oft sitze ich Abends da und heule einfach wie ein kleines Kind. Als "gestandener" Mann.
Du bist nicht alleine. Ich kenne genug Väter, die in ihrem stillen Kämmerlein weinen.
Wer beim Gespräch mit dem Jugendamt weint, läuft Gefahr als unbeherrscht abgestempelt zu werden.
"Männer sind Indianer. Und ein Indianer kennt keinen Schmerz.", ist eine immer noch gültige und gängige Erwartungshaltung der Gesellschaft an Väter und Männer.
Donar, hast du einen Rechtsvertreter? ...
Suche Dir ernsthaft eine Selbsthilfegruppe. Wer dort regelmäßig teilnimmt, brauch auch keinen Anwalt mehr. Ohne Anwalt sind Anträge an das Gericht sehr preiswert (ca. 80-200€). Die Kosten werden im Regelfall geteilt und den Anwalt zahlt jeder für sich.
Jedes Gericht hat auch eine
Rechtsantragstelle. Hier trägst Du vor welchen Antrag Du stellen willst und ein Sachbearbeiter schreibt dies nieder. Dann liegst Du formal richtig.
Eine Selbsthilfegruppe dient erstmal vorrangig dazu, Dich zu
"erden". Du wirst Vätern begegnen, die in einer ähnlichen oder sogar gleichen Situation sind. Das ist für Dein psychisches Wohlbefinden sehr wichtig.
In zweiter Linie, wirst Du in einer
Selbsthilfegruppe Erfahrung sammeln, welche Methoden Erfolg und welche Misserfolg bringen. Du wirst dadurch selbstsicherer werden.
Es ist ein großer Vorteil, wenn man in der Sache einen Schritt voraus ist.