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Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

Lieber TE,

das ist ja wirklich alles katastrophal und tut mir sehr leid!

Ich schildere mal eine ähnliche Situation aus der Perspektive eines Trennungskindes.
Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 12 Jahre alt war. In der ersten Zeit wollte ich auch kaum Kontakt zu meinem Vater. Ich sah ihn alle zwei Wochen, auf meinen Wunsch hin schließlich nur noch alle drei Wochen. Telefoniert haben wir dazwischen überhaupt nicht. Grund: Man ist in dem Alter mit sich selbst beschäftigt! Schule, Freunde, erste Verliebtheit, körperliche Veränderungen, Abnabelungsversuche von den Eltern, sich steigernde Selbstständigkeit, Selbstfindung, eigene Verarbeitung der Trennung etc. Nimm‘ es Dir nicht so zu Herzen! Das ist auch dem Alter geschuldet und ganz natürlich. Ich liebe meinen Vater über alles und kein Mensch hätte ihn ersetzen können.

Geld spielt dabei keine Rolle. Mein Vater ist als Schwabe von Natur aus geizig. Wir sind zusammen spazieren gegangen, haben mal ein Eis gegessen, eine Fahrradtour gemacht, haben einen gemeinsamen Fernsehabend mit Knabbereien veranstaltet, waren auf dem Weihnachtsmarkt, gingen Döner essen usw. Kostet teilweise auch Geld, aber nicht die Welt. Einfache Aktivitäten sind nicht immer die schlechteren.

Wichtig ist, dass Deine Töchter merken, Du interessierst Dich für sie und bist für sie da. Aber bedränge sie nicht!!! Keine täglichen Anrufe mehr!!! Du bist einsam, das verstehe ich. Aber für Deine (fast) pubertierenden Töchter ist das ätzend. Schreibe ihnen lieber alle 2-3 Tage eine Whatsapp-Nachricht, in der Du fragst, wie es ihnen geht, was sie so machen und in denen Du erzählst, was Du so machst (möglichst locker, nicht so problembehaftet). Mein Vater hat mir ab und zu witzige Bilder und Witze geschickt und auch ab und zu sehr humorvolle Briefe. Ich habe mich immer sehr darüber gefreut, aber das auch nicht immer adäquat gezeigt. Denk‘ Dir auch da nicht viel dabei. Früher oder später werden sie sich besinnen und dankbar sein für einen Vater, der sie liebt und für sie da ist. Das ist die Hauptsache! Als ich 17 war, bekam ich mich mit meiner Mutter sogar derart in die Wolle, dass ich zu meinem Vater zog. Auch eine solche Entwicklung ist denkbar!

Und zur 7-jährigen Tochter: Kinder in dem Alter sind noch sehr beeinflussbar. Wenn die großen Töchter (und vllt. sogar die Mutter) genervt stöhnen, weil der Vater wieder anruft und „nervt“, wird die jüngste Tochter diese Einstellung (sogar gesteigert) übernehmen. Wenn die älteren Töchter hingegen einen Draht zu Dir finden, wird der Kontakt mit Dir „cool“ und erstrebenswert. An der (noch unverblümten) Reaktion der jüngsten Tochter kannst Du also die Grundstimmung ganz gut ablesen.

Ggf. ist nun nach dem Jobverlust doch ein Umzug möglich? Ansonsten gibt es von der Bahn immer mal wieder Sparangebote (Sommerticket, Lidlticket), für die man dann nur ca. 25 Euro pro Fahrt zahlt. Blablacar kann ich auch empfehlen. Ebenso Flixbus (dauert halt ne Weile) oder Flixtrain. Über airbnb findet man Unterkünfte für ca. 20 Euro die Nacht. Vielleicht gibt es ja noch Sparpotential.

Ich wünsche Dir alles Gute!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was du beschreibst kenne ich aus Sicht eines Scheidungskindes, als heute erwachsener Mensch habe ich erst spät verstanden wie schlimm es für meinen Vater gewesen sein muss, da mein Vater bereits verstorben ist bricht mir das echt das Herz.
Du hast schon viele gute Ratschläge hier bekommen. Man muss auch verstehen, dass die Kinder nun dort ihren Lebensmittelpunkt haben - natürlich ist das sehr traurig und blöd für dich.
Kannst du nicht näher zu ihnen ziehen?
Ruf sie nicht so oft an, versuch doch mal ihnen Briefe zu schreiben, ganz altmodisch, die können sie nicht "löschen" und können sie auch später noch mal lesen.
So traurig es auch für dich ist, du darfst nicht so viel von den Kindern erwarten.
Sag ihnen immer wieder deutlich dass du sie liebst und immer für sie da bist, das ist wichtig. Sei ehrlich zu ihnen aber lass ihnen auch ihren Raum, belaste sie nicht zu sehr mit deinen Problemen.
Vielleicht hilft dir ja wirklich eine Beratungsstelle für Väter oder sowas.
 
Hallo,

suche Dir eine Selbsthilfegruppe für Väter - das ist sehr wichtig (wurde hier ja auch von vielen schon empfohlen, ich wiederhole es trotzdem nochmal)

z.B. www.vafk.de

Du bist bedürftig?

Dann hast Du eine Chance, Dir die Umgangskosten der 250km Entfernung bezahlen zu lassen.
Die Ämter verweiger/verzögern das zwar gerne. Hier musst Du hartnäckig bleiben und fleißig beantragen!
Unterkunft würde dann auch bezahlt bzw. besser wäre, wenn Du die Kinder in der Zeit bei Dir hättest. Das nennt sich: "Umgang in der natürlichen Umgebung des Vaters" und hat den Vorteil Entfremdung/Ablehnung vorzubeugen, weil so ein Hotelzimmer ohne Spielzeug/Kleidung etc. einfach Mist für Kinder sind.

Versuche wegen der Entfernung ggf. auf längeren Zeitraum und geringe Frequenz hinzuarbeiten. Dafür aber holt Du die Kinder zu Dir. Diesen längeren (aber selteneren) Zeitraum gestaltest Du sehr cool bei Dir, also bist richtig für sie da (Spielen, Sport, Spaß, Kino).

Ggf. kannst Du die Kinder auch einzeln holen, die 11 und 14-Jährigen können schon alleine fahren (Begleitung zum Bahnhof, Smartphone an, Abholen vom Bahnhof durch anderen Elternteil).

Das häufige Telefonieren wäre dann eher nicht nötig.

Wie lebst Du?
Kannst Du ein nettes Zimmer einrichten?
Welche Aktivitäten könnte Ihnen gefallen und machen Dich als Vater erlebnisreich?
Hast Du bei Dir Freunde mit Kindern im gleichen Alter?

Versuche ein möglichst authentisches Erleben mit Deinen Kindern zu erreichen (Hotel, Auflagen durch die Mutter, etc. wirken der Authentizität entgegen)!
Auch Telefonieren kann der Authentizität und Bindung entgegen wirken, dann Du weißt nicht, welches Gesicht die Mutter zieht, wenn Du anrufst.

Eine Selbsthilfegruppe kann Dir viele Tipps geben.
Besonders wertvoll sind Tipps, die in dieser Schwarz-Weiß-Situation, Graufelder finden und ermöglichen. Mit kleinen Erfolgen, gewinnst Du Stück für Stück Deine Souveränität zurück.
 
Hallo Donar,
Ich weiß nicht wie deine Kinder zu dir sind, oder ob du dir das nur so denkst....

Ich weiß nur meine Kinder haben es sehr gemocht zu ihrem Vater zu gehen, als sie älter waren. Und auch meine beiden letzten finden es gut. Sind leider nur 4 Stunden, möglich vielleicht deshalb, aber vielleicht fänden sie es auch cool mal länger zu bleiben, aber der Vater will das nicht.
Ja so Väter gibt es auch.

Ich jedenfalls hätte es so genial gefunden bei meinem Vater zu übernachten. Endlich mehr Zeit mit ihm zu haben, aber er wollte das nicht.

Mach dich einfach mal ein bischen schmackhafter, soiel Spiele mit Ihnen, geh auf nen Spielplatz, les was vor, glotz mit ihnen Fernsehen und erfreut euch daran. Lacht und kitzelt euch, habt Spaß.
Du kennst ja ihre Vorlieben.
Den wenigsten Kindern geht es um Platz oder teure Unternehmungen. Obwohl so ein Tag im Kletterpark oder Funpark sicher auch Spaß macht.
Aber Kastanien sammeln und mit Zahnstochern Männchen basteln vielleicht anmalen...das macht Kindern auch Spaß und ist ein kleines Weihnachtsgeschenk für Omi.
Einen Bilderrahmen basteln aus Pappe, geht auch, oder anderes.

Liebe Grüße Pecky
 
Hallo Donar,
das hört sich nicht gut an.

Man lässt Dir soviel, dass Du nicht ertrinkst....aber so wenig, dass Du weder Dir noch Deinen Kindern etwas gönnen kannst.

Ist Dir das Stichwort "Aufstocker" ein Begriff?
Möglicherweise wäre das die Lösung.

Du brauchst unbedingt eine Selbsthilfegruppe!

In solcher Gruppe sind viele Väter, die ähnlich wie Du über Umgangskosten und Unterhalstitel ausgepresst wurden und ihren Kindern überhaupt nicht mehr bieten konnten....
Man findet dort Lösungen, wie man hier und da doch noch Hilfe beantragen kann und seine persönliche Lebenssituation und das seiner Kinder verbessern kann. In jeder Gruppe sind Menschen mit Erfahrung.

Dem Staat ist nur wichtig, dass der Titel bedient wird. Um alles andere musst Du kämpfen.
 
Die Agentur möchte natürlich ihre Statistik gut halten, das machen sie mit allen und die Mitarbeiter stehen auch Intern unter enormem Druck dies zu tun.

Könntest du Wohngeld beantragen?

Wenn dich am alten Ort nichts hält, könntest du nicht wirklich in die Nähe (gleicher Ort oder Nachbarort) deiner Kinder ziehen? So könntet ihr euch einfach mal auf ein Stündchen treffen, zum quatschen oder auf ein Eis oder so oder mal zusammen in den Park gehen, gemeinsam was spielen, einen neuen Film gemeinsam in Kino sehen oder ne DVD ausleihen... ich denke das wäre sicher viel einfacher, es muss ja keine Übernachtung sein, und so könnten auch deine Kinder besser Zeit mit dir einplanen oder auch mal spontan.
So wäre alles viel lockerer und entspannter, das wäre sicher nicht nur für dich, sondern auch deine Kinder gut.

Ist denn in absehbarer Zeit davon auszugehen dass die (alten) Schulden abbezahlt sein werden?
Wenn sie aus der Ehe stammen, zahlt deine Frau davon auch was ab? Wenn sie sich ne Kreuzfahrt leisten kann, dann könnte sie ja Schulden die auch ihre sind (wenn das so ist) auch mit begleichen.
Würde ich denken.
Warst du bei einer Schuldnerberatung?

Was dir hier immer wieder empfohlen wurde, dir Hilfe zu suchen (z.B. Selbsthilfegruppe), das solltest du unbedingt machen, dort kennen sich manche viel besser mit dem Problem aus, könnten dir vielleicht noch viel bessere Ratschläge geben, was du noch tun könntest, welche Möglichkeiten du hast (finanziell, Umzug...).
Ich denke das ist super wichtig für dich. Das du auch Unterstützung hast.
 
Ich gehe eigentlich, seitdem ich meinem Job verloren habe, kaum noch vor die Tür. Kontakte habe ich so gut wie keine.

Grade dann wäre doch eine Selbsthilfegruppe gut, das du wieder raus kommst, unter Leute.
Nur daheim sitzen macht ja leider nix besser.
Hast du schon mal geschaut welche passenden Gruppen es in deiner Nähe sind? Wann sind die Termine dort? Hast du mal mit jemandem Kontakt aufgenommen, warst mal da?
Nimm dir das doch für das Wochenende oder die nächte Woche mal vor, das rauszufinden.

Kinder sind leider käuflich.

Finde ich irgendwie krass das du das sagst. Muss gestehen die Aussage ärgert mich.
Ich denke nicht das es so ist.
Eine Trennung/Scheidung ist vor allem für Kinder schwierig, sie versuchen sich in einer neuen Situation zurechtzu finden für die sie nichts können, sich anzupassen. Was bleibt ihnen anderes übrig?!
Materielle Sachen sind für Kinder nicht das wichtigste, so denken echt nur Erwachsene, mich ärgert so eine Einstellung und Aussage. Ja, ich bin zwar auch erwachsen, weis aber noch gut wie es war.

Meinen Kindern fehlt es an nichts.

Naja, ihr Vater fehlt.
Was erwartest du denn, dass sie heulend allein in ihrem Zimmer hocken und nichts mehr machen wollen?
Ist doch nicht ihre Schuld das es zur Trennung kam.
Deine Ex und ihr Neuer versuchen offenbar ihnen die Trennung, den Umzug und die neue Partnerschaft und den ganzen Übergang so angenehm wie möglich zu gestalten. Sei doch froh!!
Wäre dir lieber sie würden den Neuen hassen und dass sie ihm egal wären? Wäre es dir lieber deine Kinder würden traumatisiert von der Trennung, dem Umzug und allem und ohne neue Freunde etc. allein nur zu Haus bleiben, nicht mehr raus gehen wollen?
Das wäre nämlich die Alternative, überleg dir das mal.
Sei froh dass es ihnen offenbar gut zu gehen scheint, das man sich offenbar um sie bemüht und versucht ihnen möglichst alle Möglichkeiten zu geben.

Klar ist das schwer für dich, aber mit der Einstellung die du dir grade zulegst treibst du deine Kinder nur noch weiter von dir weg.
Such dir Hilfe und versuch weiterhin ein Teil ihres Lebens zu sein, hör ihnen zu, zeig Interesse an dem wofür sie sich interessieren.

Wenn nichts fehlt, komme ich mir überflüssig vor.

Du bist ihr Vater - das bleibst du auch!

Kannst du garnicht wissen ob ihnen was fehlt.
Wenn du jetzt schon die Meinung vertrittst sie wären "käuflich" dann werden sie dir wohl auch kaum sagen falls ihnen wirklich mal was fehlt.

Kinder merken wie du dich verhältst und auch die Sachen die du nicht aussprichst.
Ein Kind kann auch nicht die Verantwortung dafür tragen das es alles ist was du hast - sowas erdrückt einen. Wenn du dich immer so schlecht fühlst, dann ziehst du deine Kinder mit runter, dann ist es kein Wunder wenn sie nicht mehr zu dir wollen, denn dann fühlen auch sie sich schlecht, und überfordert.
 
Für "Aufstocken" ist mein ALG1 noch zu hoch, wenn ich in die Grundsicherung oder Hartz 4 falle, sähe das vielleicht anders aus. Mit dem Jugendamt habe ich schon gesprochen, die meinten, ich solle mir halt eine billigere Wohnung suchen.
Ich gehe eigentlich, seitdem ich meinem Job verloren habe, kaum noch vor die Tür. Kontakte habe ich so gut wie keine. Wie gesagt, ich habe nur noch meine Kinder, und die liebe ich.
Kinder sind leider käuflich. Das ist ihnen nicht vorzuwerfen. Meinen Kindern fehlt es an nichts. Urlaube, Sportvereine, Tanzen, Kunstschule etc., etc. Das kommt halt alles von meiner Ex und deren neuem Partner.
Wenn nichts fehlt, komme ich mir überflüssig vor.
Wenn ich so etwas höre, packt mich das reine Entsetzen und Wut auf solche "Sachbearbeiter", fein abgesichert im öffentlichen Dienst.

Die Kinder haben ein Recht auf Fürsorge und kindliche Umgebung - auch beim Vater!
Dazu gehört bei drei (!) Kindern in jedem Fall wenigstens ein Kinderzimmer beim Vater. Anstatt sich einmal ernste Gedanken zu machen, wie Du in Deiner Situation eine 2-Zimmer Wohnung bekommen könntest, empfiehlt dieser "Sachbearbeiter" auch noch ein "downgrading" Deiner 1-Zimmer Bude.
Gem. Artikel 6 GG hat die "staatliche Gemeinschaft" darüber zu wachen, dass auch Väter die Erziehung ihrer Kinder wahrnehmen können.

Das Jugendamt vernachlässigt in Deinem Fall nicht nur ihr Wachen (GG!) darüber, die Sachbearbeiter treiben Dich sogar weg von der Wahrnehmung der Erziehung Deiner Kinder.

Du brauchst dringend eine Selbsthilfegruppe, die Dir hilft, entsprechende Schriftsätze zu formulieren.

Kinder sind leider käuflich.
Finde ich irgendwie krass das du das sagst. Muss gestehen die Aussage ärgert mich.
Ich denke nicht das es so ist.
Leider ist es so, wie Donar sagt. Es ist aber nicht gegen die Kinder gemeint (wie Du es vielleicht verstanden hast).
Auch viele Erwachsene sind käuflich, aber Erwachsene kennen das "Spiel" des Kaufens und checken die Hintergründe. Kinder sind naiv, checken die Hintergründe nicht und halten es im schlimmsten Fall für Liebe.
 

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