11-14 Stunden Fremdbetreuung ist unrealistisch: finde sowas mal (wenn grad keine Oma greifbar ist).
Aber genau das ist doch die Frage...
Wenn eine Gesellschaft sich entsolidarisiert und nur dem Staat alles aufbürdet... Die familiäre Bindung leidet, wenn Generationen nicht mehr bereit sind, sich gegenseitig zu stützen... Dann ist die Oma eben nicht da, und später die Oma im Heim und nicht im Familienverbund!
Man muss einfach erkennen wo die wahren Probleme liegen, nicht im Jugendamt sondern in den Entscheidungen der Menschen selbst. Ob sie sich der Wirtschaft unterordnen, ob sie alles dem Konsum opfern...
Ob sie bereit sind den Preis zu zahlen... Denn die Wirtschaft braucht keine Kinder und Omas und Kranke, sie braucht nur arbeitsfähige Billiglöhner, die sich allem unterordnen und gleichzeitig das Kunststück fertig bringen, für später vorzusorgen, möglichst viele Kinder zu zeugen (damit man Löhne drücken kann) und dabei noch konsumieren...!
Zudem sprach ich über mich, was ich leistete (musste), was ich niemanden abverlangen würde. Ich sprach nicht über Fremdbetreuung.
Ich kenne keinen Fall wo das vom Amt abverlangt wird.
Mit normalen Betreuungseinrichtungen ist das niemals machbar. Selbst wenn es das wäre: Ob das gut für ein Kind wäre wage ich zu bezweifeln.
Also das könnte das Arbeitsamt schon als Grund dafür dass man den Job ablehnt, akzeptieren.
Wie gesagt, ich kenne keinen Fall wo das vom Amt abverlangt wird.
Das wird aber so kommen...!
Im Moment laufen Versuche, wo auch eine Nachtschicht möglich ist.
Und ich bin gegen Fremdbetreuung als Regeleinrichtung, ich bin gegen frühe Krippenplätze und gegen Co-Kinderarbeit.
Ich bin gegen Faschismus der Erziehung!
Ich denke, dass wir eine Vielfalt an Werten in einer Erziehung vermitteln müssen. Doch das setzt für Eltern voraus ihre Bedürfnisse zu reduzieren zu Gunsten der Kinder.
Wenn man für alles nach dem Staat ruft, dann wird dieser sich auch kümmern, allerdings nicht so wie manch einer das mag.
Aber die Weichen sind gestellt, die Arbeitnehmer, Religionen und die Gesellschaft, haben versagt.
Es gab keinen nennenswerten Protest gegen die Agenda 2010.
Diese hat zum Ziel den Menschen der Wirtschaft anzupassen und untertan zu machen.
Zu verlockend war das Gift der Unabhängigkeit, jedem seine Wohnung, raus aus dem Elternhaus, Kinder bekommen auch ohne partnerschaftliche und soziale feste Bindung.
Umziehen ist auch nicht immer möglich: Such Du mal als alleinerziehende und arbeitslose (oder zumindes bis vor kurzem Arbeitslose) Mutter eine halbwegs bezahlbare Wohnung in einem Ballungsraum, wie zB München. Da hast Du absolut garkeine Chance! 0,0%
Nun, nicht jeder wohnt in München, es gibt durchaus andere schöne Wohngegenden in Deutschland... 🙂
Und Sozialwohnungen wirst du auf dem Land auch weitgehend vergeblich suchen.
Viele Menschen machen das doch auch, Köln wächst jährlich um 40.000 Einwohner. Und Meck-Pomm ist regional entvölkert wie nach dem letzten Goldrausch.
Wer also nicht arbeiten will, der ziehe dahin, denn da gibt erst kaum eine Verkehrsanbindung... 🙂
Dafür viel Land und die Möglichkeit seine Nahrung selbst zu erzeugen... 😉
Es ist also eine Frage der Verkehrsverbindung.
Also sollte man in die Nähe eines Bahnhofes ziehen.
Normale Verbindungen sind heute (reine Fahrzeit) mit 1 Minute pro Km anzusetzen.
Bei einem Abstand von 42 Km wäre das 36 Minuten Fahrzeit... Von Bahnhof zu Bahnhof.
Un das andere Elternteil kann ja dann erstrecht nicht mehr einspringen, wenn Du umgezogen bist, außerdem muss der ja höchstwahrscheinlich auch arbeiten, also wie soll das gehen?
Der Alltag als alleinerziehender ist komplizierter, als der eines Managers. Es wäre wünschenswert, wenn die Sozialämter dafür Verständnis hätten.