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Ich habs schon mal gesagt: Technologischer Fortschritt hebt die angeblichen Grenzen des Wachstums auf.
Joah, das weiss ich schon, dass du das schon mal gesagt hast. 🙂😉
Ne, im Ernst. Ohne dich zu kennen, hab ich den Eindruck, dass du vielseitig interessiert bist. Und da man nie auslernt, dachte ich halt, es wäre was für dich.
Kann sein, dass ich mich geirrt hab - aber es sollte jedenfalls kein Angriff gegen dich sein.
 
Die Grenzen des Wachstums?

Hast du dir mal den Wiki Artikel durchgelesen? Vor allem den Kritik-Teil?
Ich habs schon mal gesagt: Technologischer Fortschritt hebt die angeblichen Grenzen des Wachstums auf.

Das sehe ich etwas anders. Auch da gibt es ein Ende und das wahrscheinlich schneller als Mensch lieb ist.
der Che.G😎
 
Zum anderen Teil denke ich, liegt die fehlende Lebensfreude einfach daran, daß viele heute kein Ziel im Leben, keine Ideale mehr haben, für die es sich für sie zu leben lohnt. Manche haben materiell echt alles und sind trotzdem tieftraurig; weil Ihnen halt der Lebensinhalt fehlt. Wieso aber ist das heute so häufig? Eine schwere Frage! Ich weiß auch nicht, ob es früher anders war. Habe ja nicht letztes Jahrhundert gelebt, da kann ich nix zu sagen.
So sehe ich es auch. Wenn man unseren Lebensstandard mit anderen Regionen auf unserm Globus vergleich, leben wir materiell im puren Luxus - aber gut geht es uns darum nicht.
Ich denke aber auch, dass Vergleiche mit ärmeren Regionen unsere Probleme nicht lösen - wie Che.G schon ganz richtig gesagt hat.

Auf der einen Seite sind Bildung und Forschung natürlich sehr wichtig, auf der anderen Seite, darf das nicht auf die Kosten der Grundversorgung der Bürder gehen.
Ja, ich glaube auch, dass Bildung und Forschung Investitionen in die Zukunft sind, an denen man nicht sparen sollte. Aber das darf nicht auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit gehen - sonst wären die Zukunft diese Investitionen nicht mehr wert!

Nur so ein Gedanke: Vieleicht kann man durch Bildung auch etwas an unserer Lebensfreude ändern. Ich denke, man kann auch mit sehr wenig zufrieden sein - je nachdem worauf man Wert legt.
Ein Bekannter von mir hat einen Onkel im höheren Staatsdienst, der gut verdient. Der Onkel spendet den größten Teil seinen Einkommens für humanitäre Zwecke, weil er es nicht ertragen könnte selbst im Luxus zu leben, während es anderen schlecht geht. Selbst lebt er dafür äußerst bescheiden - und ist ausgegleichen und glücklich damit. Er hat irgendwie sein Ideal gefunden.

Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber ich glaub, was wir für wichtig halten, liegt auch an der Bildung, die wir bekommen. Wenn man in der Grundschule schon lernt, dass Markenklamotten wichtig sind, dann wird man später darauf auch eher Wert legen. Nur ist es fraglich, ob man mit diesen Werten auch zufrieden wird. Nur so ein Gedanke.
 
Ein Bauer im Jahr 1900 konnte 10 Menschen ernähren. Und das auch nur knapp und ohne ausreichende Vitamine usw.
Ein heutiger Bauer kann mehr als 100 Menschen ernähren - und zwar gut ernähren.

All das geschieht durch technologischen Fortschritt. Und er geht weiter.....
Pflanzen schaffen, die gen-technisch verändert sind und so eine größere Ernte ermöglichen. Tiere gen-technisch verändern, so dass man die Effizienz auch bei ihnen erhöhen kann. usw.

Ein Bauer um 1900, hatte auch mehr Menschen beschäftigt.

Gentechnik? Klar, immer weiter so! Obst,Gemüse und Tiere sind dann bald unbekannt, dann gibt es den Einheitsbrei.

Warum sollen wir dann noch raus an die Luft bzw. Natur, gibt es ja dann alles per Bildschirm.
Ich sehe z.B. in der Gentechnik nur gefahren! Mein Handicap ist ein Beispiel, das nicht alles machbar ist, und so wird es immer sein, selbst im Amiland, denn das dürfte für Dich ja Vorbild sein.

Technik an sich ist gut aber bitte in Grenzen.
der Che.G
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir würden ganz spontan zahlreiche Dinge einfallen, für der Staat sein Geld vermehrt ausgeben sollte:

1. Förderung junger Menschen durch Bildung, Ausbildung, Berufsfindung, Bildungskredite, BaFöG...hab ich ja alles bereits genannt.
Das wäre der nachhaltigste und damit auch wichtigste Punkt, in den es zu investieren gilt. Deutschland ist immer weniger ein Produktionsstandort. Das wichtigste Kapital dieses Staates sind nicht seine natürlichen Ressourcen, denn davon gibt es viel zu wenig. Es sind seine Humanressourcen, die Menschen, die hier leben und ihren Geist sowie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Dafür brauchen die Menschen eine vernünftige Ausbildung. Dann werden Dinge wie ALG2 hoffentlich immer weniger nötig, weil mehr Menschen in Lohn und Brot stehn.

2. Senkung der Lohnnebenkosten.
Zum einen lohnen sich dann auch gering bezahlte Jobs für den Einzelnen wieder mehr und die Motivation steigt. Zweitens können sich dann wieder mehr kleine Betriebe mehr Arbeitnehmer leisten, da die Personalkosten sinken.
Und die Menschen, die arbeiten gehen und damit dieses Staat tragen, werden entlastet.

3. Mehr sinnvolle Wiedereingleiderungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für ALG2-Empfänger und ältere Arbeitslose.
Wichtig ist dabei, dass das ganze auch zielführend ist und keine Beschäftigungstherapie. Wie wärs denn mal mit vermittelten Praktika? Mich wundert es immer wieder, dass Menschen eine Umschulung machen, ohne währenddessen Praktische Erfahrungen zu sammeln. Ist doch klar, dass die dann niemand einstellt...

4. Ein realistischer Inflationsausgleich für ALG2-Empfänger
Wo die Kosten steigen, muss mehr Geld her. Ganz klar. Das Existenzminimum sollte jedes Jahr erneut ermittelt werden.


Noch jemand Vorschläge? 🙂 Wir können ja mal sammeln.
 
Wenn ihr tatsächlich glaubt, dass das Wachstum mal ein Ende haben wird, dann erzählt mir doch mal, wie ihr euch dieses Ende vorstellt?
🙂Ich wollt ja eigentlich nix mehr dazu schreiben, weils wir das Thema schon mal hatten und es hier auch OT ist - aber eben das was du fragst wird in diesen Studien des Club of Rome behandelt.

Es geht dabei auch nicht gegen Technologie oder für Luditten oder so - sondern um das was du ja fördern willst: Bildung und Forschung.
 
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