Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Emozionale Angst vor Krieg

Kann ich mich auch erinnern, an die Manöver, wo dann die Panzer und sonstigen Gefährte teilweise unter Tarnnetzen in den Gärten der Anwohner standen (Dorf bzw. Vorortgegend) oder durch die Straßen preschten, damals habe ich zum erstenmal gesehen wie groß diese Apparate in Lebensgröße sind. Und wie der Boden bebt wenn sie in Bewegung sind, da spürt man das Gewicht von so einem Panzer, die kleinen alten gingen ja noch, aber es waren auch die modernen Riesendinger dabei, bis 70 Tonnen glaub ich, die machen ein halbes Erdbeben aus.
Bei uns in der Nähe waren die Pershings stationiert und darum war dauernd Übung und Manöver angesagt und jeden Tag hat es x-mal gescheppert, wenn die Überschall-Flieger übers Haus geflogen sind.
 
Bei uns in der Nähe waren die Pershings stationiert und darum war dauernd Übung und Manöver angesagt und jeden Tag hat es x-mal gescheppert, wenn die Überschall-Flieger übers Haus geflogen sind.
Bei uns (Franken) war auch Überflugzone für die Übungsflüge, daher kenne ich dieses "Vergnügen" gut. Ihr müßt heilfroh gewesen sein, als die Pershings schließlich (nicht zuletzt wegen massiver Proteste der Bevölkerung, "Wir wollen Sonne statt Reagan!") abgezogen wurden.
 
Vielleicht geht es auch um die Wirkung - was man als gruselig empfand, bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.
So ist es wohl, wenn das Signal noch an ein Ereignis geknüpft wird, bündelt sich die Angst.
Hier war mal Hochwasser, Das machte sich bei mir als erstes bemerkbar durch den Feuerwehr Großeinsatz bzw. als dessen Martins-Horne aus allen Ecken klangen,
Das weil gebündelt Leute gleichzeitig die Feuerwehr wegen Wasser im Keller riefen.

Danach war das immer noch einige Wochen oder auch Monate so eine Signalwirkung, wenn ein Feuerwehrwagen mit dem Signal ertönte. Die Gedanken gingen dann sofort in Richtung Hochwasser.
So funktioniert das auch wohl beim Krieg.
Meine Mutter erzählte auch von den Sirenen beim Krieg. Das hieß damals ja, im Keller oder Bunker gehen, weil Bombengefahr drohte.
Es geht dabei wohl um die Verknüpfung dieser Gedanken bei der Angst vor Krieg oder Katastrophen.

Andere haben wieder Angst vor dem Postkaten, wegen Erfahrung mit bösen Briefen, usw.

Das Phänomen der Angst wird allerdings auch wieder für die psychologische Kriegsführung genutzt.
 
Das Phänomen der Angst wird allerdings auch wieder für die psychologische Kriegsführung genutzt.
Das funktioniert aber nur bei denen die sich nicht kundig machen bzw. den Grund für ihre Angst nicht kennen. Ich höre auf der Arbeit öfter mal Sirenen, weil ein Autobahnkreuz in der Nähe ist wo es öfter mal scheppert und in den Außenbezirken Nürnbergs die Hilfskräfte immer noch zusätzlich per altmodischer Feuersirene zusammengerufen werden, nicht nur lautlos per Handy-App.
 
Das funktioniert aber nur bei denen die sich nicht kundig machen bzw. den Grund für ihre Angst nicht kennen. Ich höre auf der Arbeit öfter mal Sirenen, weil ein Autobahnkreuz in der Nähe ist wo es öfter mal scheppert und in den Außenbezirken Nürnbergs die Hilfskräfte immer noch zusätzlich per altmodischer Feuersirene zusammengerufen werden, nicht nur lautlos per Handy-App.
Ich habe hier schon vorher immer das Martinshorn der Feuerwehr gehört, war alles kein Problem.
Wenn aber ein Ereignis sich mit dem Signal verknüpft (wie damals das Hochwasser), dann entwickelt sich daraus ein Angst- oder zumindest Verunsicherungsgefühl.
Das ist wahrscheinlich ein Überbleibsel der Urahnen, die mussten ja auch Signale z. B. unterschiedliche Tierlaute mit Gefahren und auch den Erfahrungen damit, gedanklich koppeln um zu überleben.
 
Eine solche Verknüpfung bedeutet, man wird aufmerksam - und das ist der Sinn der Sache, denn man könnte ja direkt betroffen sein, oder sollte wenigstens nicht im Weg stehen wenn Rettungskräfte unterwegs sind. Sirenen werden nicht zum Spaß angeschaltet.
 
Panzer auf der Straße und Düsenjets im Tiefflug waren für mich als Kind normal. Wir wohnten nicht weit von einer Kaserne mit Militärflughafen und da war sowas völlig normal. Eine ganze Weile wurden dort auch regelmäßig Fallschirmsprungübungen abgehalten. Da wurde einfach ein Feldweg gesperrt, dann kamen im Viertelstundentakt große Flugzeuge, aus denen mal eben rund 50 Fallschirmspringer raussprangen. Die wurden dann mit Bussen zurück zum Flughafen gebracht und so ging das dann mehrere Tage. Mit Krieg habe ich sowas nie in Verbindung gebracht.
 
Bei uns (Franken) war auch Überflugzone für die Übungsflüge, daher kenne ich dieses "Vergnügen" gut. Ihr müßt heilfroh gewesen sein, als die Pershings schließlich (nicht zuletzt wegen massiver Proteste der Bevölkerung, "Wir wollen Sonne statt Reagan!") abgezogen wurden.
Irgendwann ging danach ja auch die amerikanische Armee und die ewigen Manöver und das Geschepper jeden Tag war vorbei.
Die Jüngeren , die das nicht kennen, erschrecken sich zu Tode, wenn es ein mal im halben ja so laut knallt und die Fenster wackeln.
Bis auf die vielen Armeeangehörigen, die auch reichlich Drogen mitgebracht haben, und den Manövern und Überflügen haben wir hier wo wir wohnen nicht so irrsinnig viel mitbekommen.
Die Proteste und so waren halt in der Zeitung und der Schule Thema.
 
Eine solche Verknüpfung bedeutet, man wird aufmerksam - und das ist der Sinn der Sache, denn man könnte ja direkt betroffen sein, oder sollte wenigstens nicht im Weg stehen wenn Rettungskräfte unterwegs sind. Sirenen werden nicht zum Spaß angeschaltet.
Doch wenn immer Alarm ist , wie "die Sirenen werden getestet". Dann ist das nur noch nervig für Ohren.
Wenn dann echt mal Alarm ist wegen eine Gefahrensituation, denkt fast jeder "es ist Probealarm".
Ich meine, noch mehr Probe-Sirenen-Geheule, brauchen wir nicht.
 
Doch wenn immer Alarm ist , wie "die Sirenen werden getestet". Dann ist das nur noch nervig für Ohren.
Wenn dann echt mal Alarm ist wegen eine Gefahrensituation, denkt fast jeder "es ist Probealarm".
Ich meine, noch mehr Probe-Sirenen-Geheule, brauchen wir nicht.
Probealarme werden erstens im voraus mitgeteilt, die kommen nie ohne Vorwarnung, und zweitens finden die auch zu ganz bestimmten Zeiten statt, bei uns meistens Samstags um 11 Uhr. Oder der allgemeine Tag des Probealarms wo in ganz Deutschland gleichzeitig die Sirenen losgehen. Da ist die Wahrscheinlichkeit größer daß irgendwann Samstags um 11 Uhr tatsächlich was passiert, und die Leute denken sich nur, heute ist wieder Sirenentest.
Regelmäßige Tests sind insbesondere da nötig wo die Sirenen nicht häufig benutzt werden, weil es nicht viele Brände und andere Katastrophen gibt, damit die Dinger zuverlässig funktionieren wenn man sie wirklich mal braucht.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben