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Emetophobie macht mir das Leben schwer

Hallo, das tut mir leid zu hören. Hast Du mal eine Therapie gemacht oder bist in Therapie?

Ich kenne mich nicht aus, was Deine Erkrankung betrifft aber laut internet soll sie ganz gut mit Therapie heilbar sein.

Austausch über Krankheiten sollte erlaubt sein. Wir dürfen nur keine medizinischen Ratschläge geben oder Medikamente vorschlagen. Es geht ja darum, so verstehe ich es, wie man mit so einer Erkrankung umgehen kann bzw. den Alltag bewältigen kann.

Hey,
ich habe bis dato leider keinen Therapieplatz gefunden, konnte immer nur auf Wartelisten gesetzt werden und da hat sich dann nie wieder jemand gemeldet. Selbst zahlen könnte ich sowas als Studentin leider nicht, sonst hätte ich das aus Not heraus auch schon probiert...
Ich wollte schon immer gerne eine Therapie starten, weil ich sowieso einige Themen habe, die ich gerne aufarbeiten würde, auch unabhängig von der Phobie.

Genau. Ich brauche gar keine medizinischen Ratschläge und erst recht keine Medikamentenempfehlungen. Ich weiß ja, was ich habe... Ich weiß nur nicht, wie ich das mit meinem aktuellen Alltag unter einen Hut bekommen kann.
 
Guten Morgen,

es tut mir leid, dass es dir so geht. Gern möchte ich dir meine Gedanken dazu mitteilen.

Vor vielen Jahren hat meine Schwester gemeint, dass Sie diese Krankheit hat. Es hat sie sehr belastet und sie ist ganz dünn geworden, weil sie angst hatte zu essen. Es könnte ihr ja schlecht werden oder so. Du kennst es ja.

Wahrscheinlich ist es gerade nicht optimal, wie du lebst. Ein Fahrweg von 2 Stunden ist auch für gesunde Menschen eine Belastung. Kannst du näher zur Uni ziehen? Wenn du schreibst, du arbeitest auf deinen Traumjob hin, wäre aufgeben wahrscheinlich kontraproduktiv.

Trotz allem steht die Gesundheit an erster Stelle. Du könntest eine Zeit lang in stationäre Behandlung gehen oder in eine Tagesklinik. Dann kümmerst du dich erstmal um dich und kommst zur Ruhe. Ggf. findest du dann auch Lösungen das Studium weiter zu führen.

Ist es möglich, das Semester nachzuholen, wenn man wg Krankheit zu viel verpasst hat? Das würde ich als Chance sehen, nicht als versagen.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Selbstfürsorge und alles Weitere!
Liebe Grüße Kiwi

Hey, danke erstmal für die Antwort!

Ich hatte tatsächlich eine Wohnung in der Unistadt, die ich für dieses Semester wieder gekündigt habe. Es hat mich zu sehr belastet, immer von Montag bis Freitag Abend komplett weg von Zuhause zu sein: Ich wohne seit 2 Jahren mit meinem Partner und unseren Haustieren in einer gemeinsamen Wohnung und habe damit einen ganz anderen Alltag (und Verantwortungen) als Student/innen, die z.B. noch bei den Eltern wohnen und in der Unistadt ein eigenes Leben aufbauen können. Freunde habe ich in der Unistadt auch nicht und saß dann nach der Uni alleine in der Studentenwohnung, habe stundenlang nur gegrübelt und mich in Ängste reingesteigert.

Ich habe schon Kontakt zur Studiengangsleitung gesucht und da die Nachricht erhalten, dass ich erst ab über 50% Fehlzeiten das Semester nachholen müsste. Generell gilt aber die Regel, dass man in 3 Monaten Theorieblock pro Modul maximal 2 Mal fehlen darf und es kommt bei den Dozierenden einfach nicht gut an, wenn man ständig fehlt.
Dann kommt noch dazu, dass ich dual studiere und von meiner Praxisstelle bezahlt werde, deshalb ist alles so streng bei uns.

Ist ein Aufenthalt in einer Tagesklinik auch ohne feststehende Diagnose möglich?

Grüße
 
Ich kenne das auch. Geholfen hat mir, diesen Leuten den Mittelfinger zu zeigen. Denn dass ich mich "anstelle" habe ich von Kindesbeinen gehört. Ich habe das irgendwann soweit selbst verinnerlicht, dass ich oft weit über meine Belastungsgrenze hinaus ging. Das passiert mir heute eher selten. Ich studiere auch wieder, habe nebenbei einen Gerichtsprozess geführt, Therapie gemacht, etc. Ich habe mir gesagt: alles in meiner Zeit und fahre erstaunlich gut damit. Ich bin inzwischen auch schon wieder im 4. Semester offiziell und obwohl ich mir immer Auszeiten genommen habe, nur eine Klausur im Rückstand zu meinen Kommilitonen. Und das ist sowas von okay.
Ich weiß nicht, wie sich das bei dir mit der Anwesenheitspflicht auswirkt. Im Grunde gibt es eine solche ja nicht mehr. Hast du schon Mal offen mit deinen DozentInnen gesprochen? Es gibt bestimmt Vereinbarungen und Lösungen. Du kannst dir auch einen Nachteilsausgleich beantragen, wenn du dich um eine Diagnosestellung kümmerst oder ein Urlaubssemester einreichen und dich erstmal um deine Gesundheit kümmern. Nur ins Handeln kommen, das musst du selbst.

Sprich doch erstmal nochmal ganz offen mit deinem Hausarzt und schaue mit ihm/ihr, wie es weiter gehen kann.

Alles Gute!

Hey, danke für die Antwort!

ich studiere dual, das heißt, dass ich von meiner Praxisstelle für das Studium bezahlt werde. Deshalb sind (leider) alle Veranstaltungen Pflicht und in Präsenz und ich kann keine Klausuren schieben, Urlaubssemester beantragen o.ä. Ich MUSS in Regelzeit studieren. Die Vorlesungszeiten sind auch so, dass ich beinahe täglich von 8:30 bis 16:30 zur Hochschule muss, was alles noch schwieriger macht. Ich sitze dann halt morgens da und wäge ab, ob ich die 12h "unterwegs" an dem Tag aushalte oder eben nicht. Manchmal habe ich bessere Phasen und schaffe die ganze Woche irgendwie, oft brauche ich aber mindestens einen Tag Pause dazwischen, an dem ich zur Ruhe kommen und mich neu sortieren kann. Am schwierigsten sind die Tage, an denen die Vorlesungen total unnötig sind, zum Beispiel wenn die Dozierenden nur von ihren Folien ablesen, die ich mir auch von Zuhause aus stressfrei angucken könnte- warum sollte ich so lange hinfahren und leiden, wenn ich davon keinerlei Nutzen habe.

Dir auch alles Gute!
 
Dir kann nur ein guter Therapeut helfen.

Versuche deine Kindheit und Elternbeziehung zu bearbeiten.

Hilfreich sind Familienaufstellungen und Genogrammarbeit.
 
Meines Wissens nach reicht es nicht, sich auf Wartelisten setzen zu lassen. Man muss in der Regel immer wieder anrufen und bekunden, dass man auf der Warteliste bleiben will und nachfragen, auf welcher Stelle man nun ist. Leider bekommen oft nur die Hartnäckigen einen Platz.
 

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