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Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt

Was ich so gar nicht nachempfinden kann:

Mal angenommen, sie würden in ein paar Jahren schwer pflegebedürftig werden.
Würden Sie tatsächlich erwarten, dass du ggf. deinen Job aufgeben würdest?

Du musst noch jahrzehntelang arbeiten gehen - den 'Luxus" ggf. ein paar Jahre für sie zu pausieren, wirst du dir vermutlich gar nicht leisten können(?)

Dein Wohlergehen scheint für deine Eltern keine große Rolle zu spielen.

Sind die beiden eigentlich noch berufstätig?
 
Huhu,

mein erster Gedanke war: das ist ein Aprilscherz. Blick auf den Kalender wir haben März.
Mein zweiter Gedanke: das sind deine Stiefeltern - also nochmal den Beitrag lesen.
Mein dritter Gedanke - was sind das für Eltern.

Welche Berechnungsgrundlage wurde da verwendet? Dann hätten die sich den Ausgabenfaktor Kind vorher überlegen müssen.

Solchen Personen bist Du nichts schuldig. Jeder Anwalt, jedes Gericht wird da nur den Kopf schütteln. Geh deinen Weg. Du hast keine Eltern.
 
Es ist doch vollkommen klar, dass man nicht gezwungen werden kann, die Eltern bis zu ihrem Tode zu pflegen. Viele wollen das nicht und viele können das auch nicht. Ich würde es auch nicht machen. Mein Mutter (85) ist im Pflegeheim. Da ist sie gut versorgt und meine Eltern können sich das locker leisten.

Und ob und wie oft man die Eltern besucht usw. hängt davon ab, ob man am Ort wohnt, was bei mir auch nicht der Fall ist und ob man das zeitlich hinbekommt.

Hier stimmt doch von Anfang an was nicht. Die Ungleichbehandlung der Kinder. Das geht gar nicht. Die Eltern können sich was wünschen, aber erwarten kann man das nicht. Und dann die Aufrechnung, was sie in der Kindheit alles für die jetzt erwachsene Tochter ausgegeben haben, ist absurd. Sie waren unterhaltspflichtig, aber die Tochter ist es nicht.
 
Jetzt hast du so ein schönes Date gehabt und dann sowas.
Nein, dich kann man zu nichts zwingen oder dich verpflichten.
Mich wundert, dass du als Führungskraft so schlecht informiert bist?
Einmal googeln und schon hast du die Info.

Die Rechnung beiseite legen und Kontakt einstellen, sooooo gut kann der ja zu allen Beteiligten nicht sein? Du hast ja eh kaum Zeit.
 
Meine Eltern sind etwas über 60 und regeln aktuell alles, was man so für später regeln sollte. Patientenverfügung, Testament usw. Das ist ja soweit auch sehr gut. Es war mir aber auch klar, dass es eskalieren wird.
Schade, dass du gleich mit dieser Einstellung in den Prozess hineingegangen bist. Ich vermute, da gibt es eine lange Vorgeschichte? In der Konsequenz würde ich die Sache nicht juristisch, sondern auf der Beziehungsebene betrachten.

Was manchmal hilft, ist ein Perspektivwechsel: Wie sieht die andere Seite die Situation? Stell' dir vor, du hättest selbst ein Kind und hast Jahre deines Lebens dafür geopfert. Nicht rausgegangen, nicht gefeiert, sondern nur betreut. Dann hast du über die Jahre eine Menge Geld ausgegeben. Für Kleidung, Essen, Schulbücher, etc. Man rechnet hier grob mit 150.000 bis 190.000 Euro, das ein Kind die Eltern bis zum 18. Lebensjahr kostet. Fallen dir vielleicht Sachen ein, die du dir mit 150.000 Euro leisten könntest? Weltreisen? Ein Luxusauto? Ein großes Haus? Und jetzt stell dir vor, du hast darauf verzichtet, einfach weil dir dein Kind wichtiger war. Du hast gesagt: "Ich brauche kein großes Haus und der Mazda fährt uns auch in den Urlaub an die Nordsee!" Du verzichtest, einfach weil dieses Kind dir so wichtig ist. Und jetzt kommst du in eine Notsituation und dieses Kind lehnt rundheraus jede Hilfe ab. Du merkst, dass du diesem Kind gar nicht so wichtig bist. Es würde nämlich auf nichts verzichten, um dir zu helfen. Wärst du nicht enttäuscht und verletzt? Daher kommt vermutlich die Sache mit der Rechnung.

Meine Frage wäre, warum du kategorisch jede Unterstützung ausschließt?
 
Deine Eltern können sich noch so sehr aufregen, vollständig enterben können sie dich nicht so einfach. Sorg lieber für ein gutes Verhältnis zu deinen Brüdern, mit denen musst du dich im Erbfall nämlich auseinandersetzen.
 
Jetzt hast du so ein schönes Date gehabt und dann sowas.
Nein, dich kann man zu nichts zwingen oder dich verpflichten.
Mich wundert, dass du als Führungskraft so schlecht informiert bist?
Einmal googeln und schon hast du die Info.

Die Rechnung beiseite legen und Kontakt einstellen, sooooo gut kann der ja zu allen Beteiligten nicht sein? Du hast ja eh kaum Zeit.
Ich glaube hier geht es auch um etwas anderes, als nur um die fachlich juristische Frage.
Es geht auch um die Suche nach Beistand und um Rückmeldung von Außenstehenden zu dieser sehr großen Verletzung durch das Elternhaus.
Ich kann mir vorstellen, dass die TE verletzt, enttäuscht, ärgerlich und auch traurig ist. Vielleicht auch etwas verunsichert. Denn mit einem einfachen „Du bist zu gar nichts verpflichtet und kannst den Brief ad acta legen“ ist es nicht getan. Es handelt sich um einen handfesten Konflikt mit Menschen, mit denen eine sehr lange Beziehung besteht.
 
Sorry, auf solche Eltern könnte ich verzichten.

Du wirst Deine Gründe für Dein Verhalten haben, die werden nicht in schönen Erinnerungen liegen.
Lass sie Dich enterben, verzichte dann schriftlich (mit stichhaltiger Begründung) auf den Pflichtteil.
Danach bist Du komplett aus jeder Verantwortung raus.
 

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