Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt

Ich habe zu meiner Mutter genau das gleiche gesagt und ich hatte dafür meine Gründe. Ein Kind, was sich von den Eltern geliebt und wertgeschätzt fühlt, reagiert nicht so.

Aber selbst wenn man ein ganz tolles Verhältnis hat, kann man die Pflege trotzdem verweigern. Nicht ohne Grund ist Altenpflege ein Beruf. Nicht jeder Angehörige kann oder will das leisten und das muss auch respektiert werden. Man hat seinen eigenen Beruf, Familie, Kinder und wohnt am Ende auch gar nicht in der Nähe. Oder man kann es gesundheitlich nicht.

Allein an der Reaktion der Eltern der TE kann ich mir perfekt vorstellen, wieso so eine Ansage kam und vor allem kann ich es auch voll verstehen. Allein die Aussage mit dem nicht vorhandenen Ehemann ist unter aller Sau. Das sind keine liebenden Eltern, sondern sie sehen die Tochter als ihre Leibeigene, die ihr Leben gefälligst nach ihren eigenen Vorstellungen leben soll und ihnen gegenüber verpflichtet ist bis ans Ende ihrer Tage. Und wenn sie nicht spurt, wird auch nicht vor Drohungen und emotionaler Erpressung zurückgescheut. Wenn es jetzt schon so losgeht mit der Erwartungshaltung und den absurden Einstellungen, was wäre erst dann, wenn Pflege tatsächlich ansteht? Wahrscheinlich würde die TE keine ruhige Minute mehr haben und von morgens bis abends schikaniert.
 
Tue das was dir gut tut und sei keinem Dankkbar dafür daas sie dich erzogen gekleidet und beköstigt haben. Du bist ihr Kind, ein Kind das sie wollten. Wer ein Kind zeugt bzw. bekommt ist in der klogischen Folge auch für dessen Wohklergehen zuständig und das sogar per Gesetz.
Auch wenn es verwerflich erscheint was ich dir hier rate aber sei egoistisch denn auch du hast nur dieses eine Leben.
Da stimme ich dir zu.
Nur eine kleine Anmerkung noch:
Ich hätte nie zu meinen Eltern gesagt, das ich gar keine Hilfe leiste.
Also mich überhaupt nicht kümmere.
Das ist bei dir schon etwas krass....
Nur eben Pflege, in dem Sinne, ständig dasein, Waschen, Windeln anlegen etc. nein.
Würde ich weder psychisch noch körperlich schaffen.
 
Ich würde jedenfalls cool bleiben, egal, wie sie nun drohen und sich aufregen, es ist ein kläglicher Versuch, dich zu strafen für deine "Aufmüpfigkeit". Du hast nichts weiter getan, als aufrichtig zu sagen, wie du darüber denkst. Ziemlich undiplomatisch, aber andererseits wird dir dieser Streit helfen auszusteigen aus einer Abhängigkeit.

Ich glaub nicht, dass du viel verlierst, wenn du sie verlierst, weil ihr euch sowieso verachtet und nicht leiden könnt.

Niemand kann etwas dafür, wenn die Eltern nicht verhütet haben und dann hohe Kosten auf sie zukommen.
 
Nur eben Pflege, in dem Sinne, ständig dasein, Waschen, Windeln anlegen etc. nein.
Würde ich weder psychisch noch körperlich schaffen.
Ich denke aber, den Eltern würde ein bloßes kümmern nicht reichen, die meinen schon handfeste Pflege bis zum bitteren Ende würde ich sagen.

TE: du musst das nicht leisten, wenn du nicht willst und so eine Rechnung ist einfach absurd und von annodazumal-

Man bekommt ja schließlich keine Kinder um zu verhindern dass man von fremden Leuten gepflegt wird und man erwirbt sich durch seine Ausgaben auch keinen Anspruch, den man dann einfordern kann.

Das einzige was sie tun können ist dich enterben bis auf den Pflichtanteil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur eben Pflege, in dem Sinne, ständig dasein, Waschen, Windeln anlegen etc. nein.
Würde ich weder psychisch noch körperlich schaffen.
Mir wäre das nicht schlimm vorgekommen, ich habe das einkalkuliert bei der Mutter meines Lebensgefährten. Sie hat das aber vereitelt, indem sie sehr mürrisch zu mir war. Selber schuld.
Das war wie ein Hinweis, mach es dir leicht, erschwere dein Leben nicht.
Mir hat das eigentlich geholfen, diesen Weg nicht zu gehen. Eine Entscheidungshilfe.
Hier ist es ebenso.
Mir scheint, das ist alles richtig, wie es hier zugeht.
Man versteht sich nicht, man kann sich nicht leiden, also brauchts vielleicht diesen klaren Cut.
Es hat sich so ergeben- wie von selber. Also gehts so lang, okay, dann wissen wir Bescheid. "Gottes Wille geschehe".
Es kann krank machen, mit Leuten zu tun zu haben, die so sind. Lieber abhaken und loslassen.
 
Wozu du verpflichtet bist und was du wann leisten musst (oder eher nicht) weißt du ja jetzt. Ich würde die Diskussion zu dem Thema auch konsequent verweigern - es ist alles gesagt, die Fakten geklärt. Nun können sie für den Bedarfsfall nach einer Lösung suchen. Rechnen können sie doch bis sie grün werden; auf das Zahlenwerk würde ich gar nicht eingehen. Eskalieren könnte es nur noch, indem sie dich a) enterben und/oder b) dich "verstoßen", indem sie ihrerseits beleidigt den Kontakt zu dir kappen. Das sind die einzigen Hebel, die sie noch haben.
Kämst du damit klar?

Nur interessehalber: Hättest du dich eigentlich kompromissbereiter gezeigt, wenn deine Brüder zugesagt hätten, sie zu gleichen Teilen mitzupflegen und sich mitzukümmern oder ist das Nein eine Grundsatzentscheidung?
 
Guten Abend,

Meine Eltern sind etwas über 60 und regeln aktuell alles, was man so für später regeln sollte. Patientenverfügung, Testament usw. Das ist ja soweit auch sehr gut. Es war mir aber auch klar, dass es eskalieren wird.

Ich habe ihnen von Anfang an gesagt, dass sie da nicht auf mich zählen sollen. Ich werde sie nicht pflegen oder generell im Alltag nicht unterstützen. Es wird nicht passieren, dass ich täglich oder jeden zweiten Tag dort vorbeikommen kann. Sie müssen es dann entweder mit meinen Brüdern klären oder sich für andere Möglichkeiten entscheiden.

Das haben sie dann erst mal so hingenommen und gar nichts gesagt. Sie haben es aber meinen Brüdern erzählt und dabei wohl wenig erfreulich berichtet. Es eskaliert nämlich seitdem, und ich bekomme Vorwürfe von allen Seiten.

Sie haben mir zuerst "nur" vorgeworfen, dass ich eine schlechte, undankbare Tochter bin. Ich werde enterbt usw. Ich habe nicht darauf reagiert.

Ihr müsst wissen, dass meine Eltern gedanklich im Jahr 1900 leben. Die Frau ist für Kinder, Haushalt und dann auch pflege zuständig. Der Mann geht arbeiten. Die Rollenverteilung hat früher schon oft für Streit gesorgt, und deswegen bin ich dann auch mit 18 schon direkt ausgezogen.

Sie haben mir dann gesagt, dass ich als Tochter dazu verpflichtet bin, sie zu pflegen und mich zu kümmern. Sie verlangen das von meinen Brüdern nicht, weil die ja Männer sind. Außerdem haben sie Familie. Ich nicht. Ich bin deswegen in ihren Augen sowieso zuständig. Und dann muss man halt mal sein Leben dafür aufgeben. Die Eltern haben ja viel für ein getan, und dann muss man sich ja auch dankbar zeigen. Sie wollen nicht ins Heim oder von anderen gepflegt werden. Ich bin selber Schuld, dass ich keinen Mann habe, der arbeiten geht. Ich muss dann Vollzeit arbeiten und zusätzlich pflegen. Ich habe auch darauf nicht reagiert.

Das hat ihnen wohl alles nicht so gefallen, und aus Trotz oder Wut haben sie mir eine Rechnung für mein Leben geschickt. Sie haben sich wirklich die Mühe gemacht und eine Rechnung erstellt mit allen Positionen, die von meiner Geburt bis zum Auszug angefallen sind. Ich weiß nicht, woher sie diese Zahlen nehmen.

Es ist auf jeden Fall alles sehr absurd. Es wundert mich aber ehrlich gesagt auch nicht. Es ist ja aber auch noch gar nichts passiert. Es weiß ja niemand, ob überhaupt irgendwann Pflege nötig wird.

Ich habe daher wenig Lust, jetzt Geld für einen Anwalt auszugeben, nur um mich zu informieren, weil es ja noch nicht so weit ist. Das werde ich dann ggf. machen. Ich bin nur gerne informiert und vorbereitet. Und das ist auch der Grund, wieso ich das Thema hier eröffne. Es gibt hier viele mit sehr viel verschiedenem Wissen, und sicherlich kennen sich einige auch mit dem Thema aus.

Ich habe recherchiert, dass ich eigentlich gar nichts muss. Ich müsste ggf. Unterhalt zahlen, wenn sie bedürftig werden würden. Das aber auch nur, wenn mein Einkommen eine gewisse Grenze überschreitet. Die Grenze ist aber so hoch, dass das nicht passieren wird.

Stimmt das so? Habe ich irgendwas nicht auf dem Schirm? Bin ich zu irgendetwas verpflichtet? Können sie mich zu irgendetwas zwingen?

Unsinn. Niemand ist verpflichtet, die Eltern zu pflegen und das eigene Leben aufzugeben.

Natürlich ist dieser Anspruch, du musst das alleine machen, weil du ja die Tochter bist und daher deine Brüder aussen vor wären, komplett absurd und ich verstehe auch nicht, warum du da irgendwas ernst nimmst, was deine Eltern sagen.

Sie wollen dich enterben? Hattest du mit riesigem Erbe gerechnet? Glaubst du ernsthaft, es kann dich jemand zwingen, dich um deine Eltern zu kümmern und sie zu pflegen?

Wenn dich deine Eltern offiziell enterben, hast du sowieso nichts mehr damit zu tun.

Entweder kapieren deine Eltern, dass wenn überhaupt alle Kinder sich um sie kümmern sollen, oder sie kapieren, dass du dein eigenes Leben hast.

Dass sie dir eine Rechnung erstellt haben, ist ja lustig. Sie sind als Eltern verpflichtet, sich um dich zu kümmmern.

Lass dir kein schlechtes Gewissen machen.

Und sorry, wenn man hier die Kinder so ungleich behandelt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Tochter eine Ansage macht, die Eltern keinesfalls pflegen zu wollen. Ich gehe mal davon aus, dass die Brüder auch in der Kindheit anders behandelt wurden, weil sie ja Jungs waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Meinung, Eltern, die ihre Kinder lieben, würden ihnen eine solch Last nicht aufbürden.

Entweder entscheiden sich die Kinder aus Liebe ihre Eltern zu versorgen oder sie entscheiden sich, es nicht zu tun und werden ihre Gründe dafür haben.

Ich, mit jetzt 68, als Vater von 3 Kindern, würde meinen Kindern diese Last nicht aufbürden. So lange es nur um "mal einkaufen" und "mal putzen in der Wohnung" "Fahrt/Begleitung zum Arzt/Amt" geht, ist das für mich ok. und würde mich freuen. Und fände ich auch noch normal.

Aber tägliches hier erscheinen würde ich von meinen Kindern niemals erwarten. Denn die Zeit, die sie für mich aufwenden müssten, ist Zeit, die meinen Enkelkindern verloren geht.

Wenn sie es aus eigener Entscheidung, aus Liebe tun, würd ich es annehmen, aber niemals erwarten.
 
Also das empört mich jetzt....
Wie kann man seinem Kind eine Rechnung zeigen, was es einem gekostet hat? 🙁 😢
Sowas habe ich noch nie gehört.
Doch, ich habe so einen Fall tatsächlich auch in meiner Firma gehabt.
Ihm wurde hochgerechnet was er seit der Geburt alles gekostet hätte, also wenn mal etwas kaputt ging weil er als Kleinkind z.b. ein Glas vom Tisch fallen ließ, etc.
Wurde hochgerechnet bis zu seinem Auszug, weil der Vater nicht wollte das er auszieht da er auch dann keinen Mietkostenanteil mehr von seinem Sohn bekam. Schrecklich.
 
Die Heimkosten übernimmt die Krankenkasse.
Die Eltern oder Kinder müssen den sehr hohen Eigenanteil bezahlen.

Haben die Eltern und Kinder nicht genügend Bargeld zahlt das Sozialamt den hohen Eigenanteil.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben