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Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt

Ähnlich, ich toppe es nur um ein Vielfaches. Irre Geschichte, die sehe unglaubwürdig klingen kann.
Wollte damit sagen, er hat mir noch über seinen Tod hinaus geschadet. Abgesehen vom Geld, der ganze administrative Scheiss, der mich fast meinen Verstand gekostet hat. Was da abgegangen ist, würde mir wahrscheinlich im Forum auch niemand glauben.
Ist aber OT hier, sorry @Eloo
 
Es wäre vielleicht konsequent auf das Erbe zu verzichten. Ich will dabei aber nicht konsequent sein. Und ja vielleicht ist es ein bisschen trotzig. Will ich nicht abstreiten. Meine Brüder sollen nur nicht noch mehr dafür "belohnt" werden, dass sie Männer sind.
Für Außenstehende mag es berechnend aussehen, das Erbe oder zumindest den Pflichtteil nicht abzulehnen. Wenn ich dann allerdings das hier lese
Ich habe mittlerweile meine Schulden abbezahlt, die ich machen musste, um mein Studium zu finanzieren.
dann erübrigt sich ja auch (wahrscheinlich) die Frage, ob deine Eltern dir die erste Ausbildung finanziert haben. Dazu wären sie ja gesetzlich verpflichtet gewesen, so dass man es auch so sehen könnte, dass du dir später das holst, was sie dir zu eigentlich passender Zeit eben nicht gewährt haben.

@Loretta Lynn: Warum so gehässig bzgl. des Geldes? Bist du selber Geschädigte? Ich wundere mich... 🤔
 
Sie haben mir dann gesagt, dass ich als Tochter dazu verpflichtet bin, sie zu pflegen und mich zu kümmern. Sie verlangen das von meinen Brüdern nicht, weil die ja Männer sind.
Menschen mit mittelalterlicher Denke halten je nach Geschlecht, diverse Aufgaben parat.
Welche dies bei deinen Brüdern ist, hast du überhaupt nicht erfahren weil du nicht in der Nähe wohnst und es auch keinen Grund gibt, dich darüber in Kenntnis zu setzen.

Das du zu irgendetwas verpflichtet bist, ist natürlich Unsinn.
Aber das nur du Aufgaben ans Herz gelegt bekommst und deine Brüder nicht, halte ich definitiv für einen Irrtum.

Wenn deine Brüder in der Nähe wohnen und du hingegen 7.000 Kilometer weit weg, werden deine Brüder sicherlich schon einiges gemacht haben was an dir dann eben vor rübergegangen ist.

Das man nur Forderungen dir gegenüber hat ist ein Gedanke, von welchem ich mich trennen würde.
 
Damit hat sie sich selber disqualifiziert
Ich finde diese Haltung völlig legitim und den Sachverhalt üblich.
Nur weil man nicht am Hungertuch nagt, steht einem ein Erbe ja dennoch zu.
Gibt es einen Grund das abzulehnen?

Erinnert mich so ein bißchen an die damalige Kindergeld-Affaire um Michael Schumacher.
Da waren auch viele empört, das ein mehrfacher Millionär das Kindergeld der Stadt annimmt.
 
Dass du aus den USA, wo dein Lebensmittelpunkt zu sein scheint, antanzen sollst, um sie vielleicht einmal zu pflegen, ist natürlich vollkommener Irrsinn. Ich halte es aber auch für Irrsinn Zeit und Nerven zu investieren, wenn nicht viel dabei herausschauen kann. Das Geld kann zu einem großen Teil schon vor deren Tod völlig rechtskonform verschwinden.
 
Damit hat sie sich selber disqualifiziert
Du verzichtest also auch auf die Rückerstattung deiner Steuern und würdest auch keine staatliche Förderung deines Eigenheimes annehmen. Denn schliesslich hast du das ja nicht nötig.

Und von wem das Geld kommt spielt hier keine Rolle- den Toten fehlt dieses Geld noch weniger als dem Staat, wenn er dir was gibt.
 
Der aus meiner Sicht wertvollste Beitrag hier:



@Eloo , deine Eltern können noch viele Jahre leben.
Überleg mal, wieviel unbeschwerte Lebenszeit sie dir schon nahmen.
Wieviel davon willst du dir noch vermiesen lassen? Für Geld?
Ist es das wirklich wert?

Nimmt dir das den erlittenen Schmerz, macht das die Spuren rückgängig, die bei dir hinterlassen wurden?

Hast du dich mit der Vergangenheit, dem Verhältnis zu deinen Eltern und dem zu deinem Brüdern mal intensiv auseinandergesetzt, versucht das aufzuarbeiten?

Wie möchtest du die nächsten 10, 20 Jahre leben?
Was tut dir gut?
Was tut dir nicht gut?
Was ist gut im Leben zu haben?
Was wäre besser nicht im Leben zu haben?

Du kannst nur deinen eigenen Weg gehen. Und hoffentlich später nicht zuviel bereuen.

Ich habe mich schon mal mit dem Verhältnis zu meiner Familie beschäftigt. Ich konnte mich nur noch nicht ganz zwischen Ablehnung und Hass entscheiden. Ich werde den auch niemals etwas verzeihen. Nicht mal auf dem Sterbebett.

Der Plan für mein Leben in den nächsten Jahren steht klar fest. Karriere. Mein Job und meine Karriere sind mein Lebensinhalt. Ich gehe ja meinen eigenen Weg.

Für Außenstehende mag es berechnend aussehen, das Erbe oder zumindest den Pflichtteil nicht abzulehnen. Wenn ich dann allerdings das hier lese

dann erübrigt sich ja auch (wahrscheinlich) die Frage, ob deine Eltern dir die erste Ausbildung finanziert haben. Dazu wären sie ja gesetzlich verpflichtet gewesen, so dass man es auch so sehen könnte, dass du dir später das holst, was sie dir zu eigentlich passender Zeit eben nicht gewährt haben.

@Loretta Lynn: Warum so gehässig bzgl. des Geldes? Bist du selber Geschädigte? Ich wundere mich... 🤔

Meine Eltern hätten zahlen müssen, aber haben es nicht getan. Ich hatte nur Anspruch auf Bafög in Höhe von knapp 50€ im Monat, aufgrund des Einkommens meines Vaters. Ich wusste damals nicht so wirklich, wie ich es erzwingen kann oder an wen ich mich wenden kann. Das würde mir jetzt nicht mehr passieren. Ich war nur damals bei vielen Dingen sehr unbeholfen, weil ich es zuhause nie gelernt habe. Ich musste zunächst vieles alltägliches erst mal lernen und hatte gar nicht auf dem Schirm, dass es Möglichkeiten gibt, Geld zu erzwingen.

Das war richtig dumm von mir, weil meine Eltern mir theoretisch sogar noch das Studium in den USA hätten zählen müssen. Ich habe für alles Schulden gemacht und mich fast bis zum Burn Out gearbeitet. Ich hatte nie genug Geld, ich konnte mir zeitweise kaum Essen kaufen, ich habe jahrelang nur maximal 3 Stunden pro Nacht geschlafen, weil ich dafür keine Zeit hatte. Es war eine Katastrophe, die man hätte verhindern können.

Man kann nichts ablehnen, was einem gar nicht angeboten wird.

Vielleicht verschenken sie vor ihrem Ableben alles an ihre Söhne, diese verweigern dann das nicht mehr vorhandene Erbe und zeigen sich der Schwester gegenüber grosszügig, im Sinne von: "Wir haben verstanden, dass du immer den Kürzeren gezogen hast und haben beschlossen, dir entgegenzukommen. Du darfst alles haben, musst aber im Gegenzug für die Begräbniskosten aufkommen." 😁

Meine Eltern müssen mir nichts anbieten, was mir zusteht!

Und wenn sie auf die Idee kommen das Haus zu verschenken, dann müssen sie aufpassen. Es gilt bei Schenkungen ja diese 10 Jahres Frist und danach zählt es nicht mehr zu Erbe. Kompliziert wird es nur, wenn man ein Haus verschenkt und darin wohnen bleibt. Das würde ich dann ggf. mal genauer prüfen lassen.
 

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