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Einverständnisgesetz

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Re: Einverständnisgesetz
Ich frage nochmal: Wie unterscheidet man eine (wie auch immer) abgenötigten Unterschrift von einem echten Einverständnis? Gerade bei Vergewaltigungen fallen die Opfer doch in der Regel in einen Schutzmodus um zu überleben und realisieren erst im Nachinein was passiert ist. Mmn ist das als ob man vor dem Betreten einer Bank immer erst angeben muss, dass man kein Bankräuber ist.
 
Jedenfalls halte ich dieses Gesetz für Unsinnig und möchte es nicht haben.

In dem Punkt kann ich dich nicht verstehen. Ich finde per Gesetz proklamiert ein eindeutiges JA besser als NEIN heißt NEIN. Schriftlich, hmm, ist das dann wohl ein Lustkiller. Deshalb fände ich das auch nicht so gut, aber grundsätzlich heißt es ja, dass die jeweiligen Sexualpartner eindeutig zugestimmt haben müssen und das finde ich besser, als ein NEIN, was vielleicht aufgrund von Schockstarre gar nicht mehr ausgesprochen werden kann.

Ich frage nochmal: Wie unterscheidet man eine (wie auch immer) abgenötigten Unterschrift von einem echten Einverständnis? Gerade bei Vergewaltigungen fallen die Opfer doch in der Regel in einen Schutzmodus um zu überleben und realisieren erst im Nachinein was passiert ist. Mmn ist das als ob man vor dem Betreten einer Bank immer erst angeben muss, dass man kein Bankräuber ist.

Da wo zwei Menschen nur unter sich sind, gibt es halt keine Beweise, außer dem schriftlichen und der kann, wie weiter vorne schon ausgeführt auch erzwungen werden. Ich finde die Signalwirkung, die von einem solchen Gesetz ausgeht wichtig. Deshalb finde ich es gut.
 
Wie das in der Praxis aussehen soll, bleibt wie gesagt abzuwarten.

Ja, viele sehen sicher auch einen Lustkiller darin. Bedanken müsst ihr euch halt bei den vielen Menschen, die es nicht für nötig halten die Grenzen anderer Menschen zu respektieren. Da ist das Leben manchmal hart und auch die Anständigen kriegen eines auf den Deckel, wie in der Schule früher. Man kann jetzt auch nicht den Opfern einen Vorwurf machen, von wegen das ganze #metoo-Geheule, wie es ja oft so "schön" tönt, wenn man sich mal durch's Netz liest. Verantwortlich für solche drastischen Verschärfungen sind ganz allein die vielen, die sich einfach weigern selbstverständliche Dinge wie Selbstbestimmungsrechte an den eigenen Körper und der Sexualität und ein "Nein" zu respektieren.
Und es bleibt nicht aus, dass manch einer sich durch harte Gesetzesänderungen dann auf den Schlipps getreten fühlt, aber es gibt wohl keine Möglichkeit diesen Grausamkeiten endlich Herr zu werden außer solche wo dann halt allesamt von der Suppe löffeln, die uns diese niederträchtigen Taten beschert hat.

Im Grunde wäre es ja so einfach. Eigentlich. Dass solche drastischen Maßnahmen für nötig befunden werden, sollte allen zu denken geben und auch den letzten mal erkennen lassen, dass ein riesiges Problem besteht und wo dieses liegt.
 
Im Übrigen sind solche Gesetze ja zugunsten von Opfern gedacht. Nicht eines Geschlechtes. Es hieß ja auch bei "Nein heißt Nein" damals von vielen das wäre ein Gesetz für Frauen und Feministenquark. Ja, Frauen sind Männern überlegen in der Anzahl in Sachen Opfer von Sexualverbrechen, aber männliche Opfer provitieren auch von Schutz und Gesetzen für Opfer solcher Taten. Nicht vergessen. 🙂
 
Für alle die noch so richtig verstanden haben:


Schweden will per Gesetz festlegen, dass man künftig aktiv um Erlaubnis für Geschlechtsverkehr bitten muss. Sonst droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung, auch ohne erkennbare Auseinandersetzung oder Gewalt. Das neue "Einverständnis-Gesetz" soll im Juli in Kraft treten.

Man müsse aber vorsichtig sein, dass ein solcher Vorschlag nicht lächerlich gemacht werde, sagte die justizpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten der Nachrichtenagentur Ritzau. "Gegner werden behaupten, dass man jetzt eine Unterschrift von seiner Geliebten braucht, bevor man das Licht ausknipst."

Gesetz: Schweden müssen künftig um Erlaubnis für Sex bitten
 
In den Köpfen vieler ist eine Vergewaltigung ja auch noch so definiert, dass Gewalt und Gegenwehr gegeben sein müssen, ansonsten ist es keine Vergewaltigung. Wenn sie (in Schockstarre) regungslos da lag, dann war's ja nicht so schlimm und sie wollte ja im Grunde - so wird argumentiert um sich von jeder Schuld zu befreien und das eigene Handeln als nicht verkehrt zu rechtfertigen.
Von dieser Denke muss auch endlich endgültig weggekommen werden. Auch ohne Gewalt und Gegenwehr muss Sex absolut nicht automatisch einvernehmlich sein. Beim Missbrauch fallen diese Kriterien ja auch zu meist weg, da es dort viel mehr der geistige Zustand / geistige Reife / die Zurechnungsfährigkeit ist, die ausgenutzt wird. Genauso wird auch auf eine Art ohne körperliche Gewalt Sex erzwungen (durch Nötigung, Erpressung,...).

Man sollte sich wirklich eindringlich klar machen, WO sexuelle Übergriffe bereits anfangen und sich von falschen Vorstellungen endgültig lösen. Selbst wenn mich jemand an intimen Stellen begrabscht und ich das nicht möchte, ist das schon sexuell übergriffiges Verhalten.
 
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