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Einsamkeit

  • Starter*in Starter*in Noname18
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N

Noname18

Gast
Hallo zusammen

Aus lauter Verzweiflung um Hilfe habe ich hierher gefunden.

Vielleicht kann mir jemand helfen der meine Gefühle nachvollziehen kann.


Es ist jetzt viertel ab elf und ich sollte eigentlich schlafen da ich morgen viele Prüfungen habe. lol ich habe immer viele Prüfungen, ich muss immer viel Leisten! Oh ja, mein Ehrgeiz bringt mich eines Tages noch um.

Seit ich ein Azubi bin wird es immer schlimmer. Ich will immer mehr und mehr erreichen, ich mach mich noch völlig fertig! Ich lerne nächtelang durch für einen zufrieden stellenden aber nicht sehr sehr guten Durchschnitt. Aber auch wenn ich nicht lernen will habe ich es immer im Hinterkopf, ich habe keine freie Minute mehr und wenn ich mir auch nur eine gönne, bereue ichs im Nachhinein. Ich hatte erst gerade zwei Wochen Schulferien. In der einten musste ich arbeiten und habe nichts für die Schule gemacht und in der anderen ging ich ins Ausland. Es war meine zweite Ferienwoche seit August und ich werde krank. Toll. Aber das grössere Problem, ich habe es so bereut, immer noch, dass ich in der ersten nichts gelernt habe. Ich hab mir solche Vorwürfe gemacht. Mir tat alles weh. Ich hatte ein schlechtes Gefühl. Ja mir wurde schlecht. Es hört nicht auf. Es ist so unfair. Ich kann das einfach nicht steuern. Ich hab nicht einmal mehr Freunde, immer mehr verlassen mich weil ich keine Zeit habe. Nicht einmal meine beste Freundin hilft mir, obwohl sie weis dass es mir im Moment mieser geht als je zuvor.

Ich hab so viel durchgemacht. Ich wurde ausgeschlossen weil ich etwas leisten wollte. Zwei lange harte Jahre. Es war so eine scheiss Zeit. Und jetzt? Es wurde doch alles besser? Aber? Diese scheiss Ausbildung. Es ist wieder alles weg. Die ganze Hoffnung doch einwenig Glück zu haben.
Ich verlier bald meinen Verstand. Ich versteh mich selber nicht mehr. Ich kann nicht ich selbst sein. Ich fürchte mich vor allem.

Ich fühle mich so einsam. Das ist unbeschreiblich. Ich verlier alle meine Freunde. Ich hab keine Freunde mehr! Mir ist so schlecht, mein Bauch tut weh, aber keine richtigen Schmerzen, sondern so ein merkwürdiges Gefühl, ich weine jede Nacht und kann nicht schlafen, meine Tränen brennen auf meinem Gesicht, ich komme in Versuchung mir etwas anzutun. Das war nie so.. Ich war doch vor diesen zwei (oder drei?) Jahren ein so fröhlicher und glücklicher Mensch. Und jetzt kann ich mich nicht einmal mehr im Spiegel anschauen.

Ich weis nicht was ich machen soll. Diese Einsamkeit bringt mich noch um. Ich hab das nie gefühlt. Ich bin manchmal wirklich gern alleine. Während andere rausgehen bin ich manchmal lieber für mich alleine in meinem Zimmer. Lese vielleicht etwas oder gehe meinen Hobbys nach. (Für die ich jetzt nicht einmal mehr Zeit habe) Aber ich habe immer ab und zu etwas unternommen, hatte meinen Spass, ich fühlte mich nie einsam. Aber jetzt... ich habe niemanden. Niemanden der mit mir redet, und wenn ich reden sage meine ich auch wirklich reden. Nicht dieses "wie gehts dir" "danke gut und dir?". Ich vermisse das richtige reden, das richtige Spass haben, nicht gekünstelt.

Oder hatte ich es noch nie und will es endlich?

Oh bitte, helft mir doch irgendwie.

Ich mag meine Charakterzüge, wenn ich mich nicht gerade (eigentlich immer ausserhalb meiner Familie) verstelle/verstecke. Ich kann so unsicher sein, ich habe überhaupt kein Selbstvertrauen, und hier in meinem Zimmer, oder bei meiner Familie bin ich so wie ich bin.

Danke für alle dies gelesen haben.
Die Wahrscheinlichkeit dass jetzt irgendjemand aus meinem Leben schlau wird (ich meine jetzt meine halbpatzige Erzählung) schätze ich gering. Das soll jetzt nicht beleidigend sein, überhaupt nicht. Denn wenn jemand weis was ich meine wäre das toll. Denn wenn ich alles genau erzählen müsste, was ich schon mal probiert habe aufzuschreiben, würde das eine Buchfassung geben.

Und zu dem bin ich jetzt endlich müde geworden. Ich starte noch einmal einen Versuch zu schlafen.

Danke nochmals und für alle die um diese späte Zeit noch auf meinen Thread stossen gute Nacht.
 

Hallo Noname18,

schau mal hier: Einsamkeit. Hier findest du vielleicht was du suchst.

habe grad nur kurz zeit, aber ja: ich kenne das auch. ich hatte das anderthalb jahre, mit denselben und anderen symptomen.
auch wenn deine geschichte ein ganzes buch fassen könnte, genau darum geht es: klarheit. du brauchst mehr klarheit und musst endlich aussortieren. was dir wirklich wichtig ist und was nicht (in deinen gedanken, deinen gefühlen, deinem realen leben).

du brauchst grenzen. du darfst dich nicht von allem beeinflussen lassen. du musst deine innere stimme wieder wahrnehmen, indem du mit dir selbst freundschaft schließt.

bei alldem: ich lege dir ganz dringend eine psychotherapie ans herz. ich habe sehr gute erfahrungen damit gemacht und endlich wieder zu mir selbst gefunden. es gibt noch viele andere möglichkeiten- die ich dir aber später rumschicken werde!

sofortplan:
1. zimmer aufräumen, ausmisten, lüften. 2. ausgiebige körperpflege, baden, eincremen, ein wenig gymnastik. 3. ein langer spaziergang in der natur, allein und ungestört. lösungsideen sammeln. 4. zuhause ganz ordentlich aufschreiben (das wichtigste) 5. adressen von psychoTHERAPETINNEN (ich empfehle für frauen ganz dringend weibliche therapeutinnen) sammeln und anrufen.

dies ist natürlich sehr pragmatisch, und auch ganz bewusst. die metaphysischen lebenssinnfragen etc. müssen auch geklärt werden, aber -und jetzt ganz wichtig- IMMER IN HINSICHT AUF DEIN SEELISCHES GEISTIGES UND KÖRPERLICHES WOHLBEFINDEN!!
du machst zuviel sachen, die dir nicht gut tun. du überforderst dich und hörst die warnsignale kaum noch.

schön dass du dich gemeldet hast, hier bist du mit deinen fragen gut aufgehoben.
meld dich bald!
gwyn 🙂=
==> zur ruhe kommen.
 
Hi gwyn

Danke erstmal für deine Antwort. Du glaubst mir gar nicht wie mir ein Stein vom Herzen viel als ich gesehen hab dass jemand geantwortet hat.

Ich gehe bereits zu einer Psychotherapeutin. Nur hab ich ihr von all dem noch nichts erzählt. Hab erst ein paar Andeutungen gemacht. (Wir mussten aber vorerst ein paar andere Probleme aus dem Weg räumen.)
Ich bekomm einfach nicht den Mut auf mit jemandem "vor mir" darüber zu reden. Und sie scheint nichts zu merken. Vielleicht liegts daran weil ich mich so verstelle. Ich hab mich einfach nicht im Griff. Oder besser gesagt ich bin ein Angsthase.

Damit dass ich mich überfordere hast du recht. Hab ich mir endlich auch eingestanden.
Ich überlege mir auch ob ich ein Freifach schmeissen soll. Aber ich spiel auch mit dem Gedanken meine Lehre zu schmeissen. Obwohl ich genau weis dass ich das nie machen werde. Obwohl ich auch nie gedacht hätte dass ich mir weh tun würde.
Mir steht es sogar offen meine Ausbildung zu erhöhen, wegen den guten Noten. = alle befürworten es, aber mir wäre es einfach zu viel...

Deinen Rat werde ich versuchen zu befolgen. Aber was meinst du genau mit den Grenzen und was sind die metaphysischen lebenssinnfragen?

Was ich mir heute auch überlegt habe ist ob ich vielleicht einfach eine Einzelgängerin bin.
Wäre das möglich? Gibt es das überhaupt? Dass Menschen besser aufgehoben sind wenn sie alleine sind? Sich nur dann wohl fühlen, sich aber zuerst auf dem Weg zu dieser Erkenntnis erst richtig daran gewöhnen müssen? Dass es anders gar keinen Sinn ergibt?
Vielleicht muss ich mich nur damit abfinden.

Danke nochmals für deine Antwort.
 
Noname18 meinte:
Was ich mir heute auch überlegt habe ist ob ich vielleicht einfach eine Einzelgängerin bin.
Wäre das möglich? Gibt es das überhaupt? Dass Menschen besser aufgehoben sind wenn sie alleine sind? Sich nur dann wohl fühlen, sich aber zuerst auf dem Weg zu dieser Erkenntnis erst richtig daran gewöhnen müssen? Dass es anders gar keinen Sinn ergibt?
Vielleicht muss ich mich nur damit abfinden.

Hallo Noname18,

Ja, das gibt es ganz sicher. Und wenn man Mal gemerkt hat, dass 'alleine sein' nicht gleich 'einsam sein' ist, dann sieht die Welt gleich ganz anders aus.
Ich persönlich habe über das Messieforum hierher gefunden. War nie ein Müllmessie - eher Typ sehr chaotische Hausfrau. Da fühlt man sich schnell einsam, unfähig, kann ja niemanden in die Wohnung lassen, weil es so unaufgeräumt ist etc.

Mein Chaos konnte ich erst loslassen, als ich begriffen hatte, dass ich eine aufgeräumte Wohnung haben kann und trotzdem niemanden reinlassen muss, wenn ich nicht will. Ich hab begriffen, dass das Chaos ein Schutzwall war.
Und da wären wir bei dem was Gwyn geschrieben hat: Klarheit! und aussortieren. Bei mir waren es die vielen Dinge, die man doch noch brauchen könnte und die 'Bausteine für meinen Wall' waren.

Und ähnlich könnte ich es mir mit deinem Ehrgeiz vorstellen. Du beschäftigst dich immer mit irgendetwas um keine Zeit für andere haben zu müssen. Das geht aber nach hinten los, weil du dich damit ständig überforderst und letztendlich keine Kraft mehr für dich selbst hast.

Du könntest Pausen einbauen, in denen du dich ganz betont zurückziehst und Kraft aus der Ruhe schöpfst. Das könnte bei einem Waldspaziergang sein, oder ein Museumsbesuch, Meditation oder Yoga. Oder auch nur einfach in totaler Ruhe mit warmen Socken (warme Socken sind enorm wichtig im Leben ;-)) eine Tasse Yogitee genießen und aus dem Fenster sehen und dabei das Alleinsein genießen.

LG
Brigitte
 
hey du,
es freut mich, dass ich dir ein bisschen helfen konnte!
also mit grenzen mein ich, dass du alles nur so weit an dich ranlässt, wie du dich wohlfühlst. d.h. zum beispiel kritik von anderen leuten nicht zu deiner selbstsicht werden zu lassen./lieber nein als ja zu sagen, wenn irgendwer was von dir will./lieber erst gründlich nachzudenken, dann entscheiden und erst danach handeln./die erwartungen anderer (siehe deine ausbildung)nicht überbewerten, deinen eigenen weg gehen./und ganz wichtig: eine distanz aufbauen zu bücher/fernseh/film-inhalten, menschen und anderes, was dich beeindruckt- also grenzen schaffen gegen zu leichte beeinflussung, sprich manipulation (auch gewollte manipulation von mitmenschen abwehren).
letztlich läufts darauf hinaus, immer nur mit DIR SELBST zu verhandeln, DIR SELBST als erstes vertrauen usw.
zur einsamkeit ganz kurz: ich denke bevor du das für dich entscheidest, solltest du sehen, wieviel angst hinter dem weg zur "einsamkeit"/alleinsein steckt. wenn du merkst, da ist potential für anderes und diese erklärung wäre einfach nur eine passende rechtfertigung, dann flüchte besser nicht in diese einstellung. du brauchst unbedingt menschen, mit denen du reden kannst und denen du dich öffnen kannst. es ist ein gleichgewicht, was du finden musst.
muss leider los,
alles liebe,
gwyn
 
Hallo ihr zwei

Danke für eure Antworten. Ich habe mir das lange durch den Kopf gehen lassen, bevor ich euch antworten wollte.

Brigitte ich glaube du könntest recht haben mit deiner Theorie. Aber ganz so sicher bin ich mir noch nicht. Aber nach längerem Überlegung bin ich darauf gestossen dass ich wirklich lieber anderen mit "tut mir leid ich muss noch lernen" anstatt "tut mir leid aber ich will nicht" geantwortet habe.
Kann also gut sein dass das meine Schutzmauer ist, aber ich mich dadurch überfordere.
Aber wiederum gibt es Situationen in denen ich lieber, erst gerade, mit meiner besten Freundin etwas unternehmen will aber noch lernen muss...

Gwyn das mit den Grenzen versuche ich einzuhalten. Aber mit "die erwartungen anderer (siehe deine ausbildung)nicht überbewerten, deinen eigenen weg gehen" werde ich am meisten Mühe haben. Mein Hauptproblem könnte sein, dass ich nicht weis was ich will... Ich kann mir so oft darüber Gedanken machen, ich weis es einfach nicht.
Manchmal weis ich nicht einmal, was ich nicht will.

Ich habe heute mit meiner besten Freundin darüber geredet. Also darüber geredet ist einwenig hochgestochen. Ich habe es kurz angeschnitten. Und auch sie meint, dass sie sich nicht besonders wohl fühlt wenn zu viele Menschen um sie sind. Ich glaube auch das könnte der Grund sein warum wir uns so gut verstehen.
Beide brauchen wir irgendwie Kontakt zu Menschen, aber wollen hauptsächlich auch unsere Ruhe. Wir/ich brauche/n einfach diese Zeit in der man sich im Zimmer verschanzen kann und einfach nur das tun was man halt tun will. Die Ruhe geniesen, den Hobbys nachgehen, usw.

Nur wenn dieser Kontakt brechen würde, weis ich jetzt schon, dass ich vereinsamen würde. Dann hätte ich wirklich niemanden mehr. Diese Angst macht mich krank...
Es ist so schwer Menschen zu finden die fast seelenverwandt sein könnten.

Seit ich mir Gedanken darüber gemacht habe eine Einzelgängerin zu sein, geht es mir etwas besser. Ich verstehe zwar langsam dass es mir nicht so wichtig sein muss mit vielen anderen Menschen zusammen zu sein, weil ich mich ja sowieso dabei unwohl fühle. Ich würde ja anderen nur weh tun wenn ich sie dauernd versetze. Aber meine gewissen Kontaktpersonen brauche auch ich.
Nur sind sie schwer zu finden.

Danke nochmals.

Liebe Grüsse
 
ich hab auch heute mit meiner mutter drüber gesprochen und oftmals ist dieses im-zimmer-verschanzen, für sich sein, eigenen hobbys nachgehen, total verpönt, weil spaß- und leistungsgesellschaft und immer action und man muss sooo viele freunde haben und alles schon mal gesehen und erlebt haben. das ist doch furchtbar! was die angst vor einsamkeit anbetrifft: das wird nicht passieren. solange du nicht:angst==> verkrampfung==>zweifel, ewartungen, übertriebene hoffnungen..==> zwischenmenschliche blockade.
und wenn du nicht weißt, was du willst und was nicht, kann ich dich beruhigen: ich wusste es auch oft nicht! also pack immer ein "noch" vor das "nicht". sowas muss man lernen! aber nach und nach, schritt für schritt, in RUHE 🙂= ich z.b. wäre gerne viel ruhiger und ausgeglichener und würde gerne wie du einfach öfter mit mir rumchillen. ich lerne das auch grade seit einem halben jahr und es ist sehr, sehr schwierig für mich- aber: es tut mir sowas von gut! also: sich selbst kennenlernen und alles entwickelt sich schon so wie es soll___auch die freunde...hab ein bisschen mehr vertrauen in die welt!
wie ich immer sage : wenn man das leben als einen heilungsprozess betrachtet, macht man jeden tag eine kleine verhaltenstherapie...
ich wünsch dir viel glück und hoffe auf antwort..
gwyn
 
Hallo noname18,

Ja, das geht vielen einsamen Menschen so. Sie denken sie wären unsäglich allein und niemand ersteht sie. Dachte ich auch. Aber komischerweise verbindet alle das ungewollte Gefühl. Wie die Menschen damit umgehen sieht zwar grundverschieden aus: Von Ehrgeiz bis zur Lethargie, von Gewalt gegen andere oder sich selbst.... Aber alles ist nur Verdrängung. Verdrängung hilft dir im Jetzt, damit du es später verarbeiten/bewältigen kannst.

@ziele
-Vielleicht hilft es, wenn du dir klar wirst, was du nicht (mehr) willst.
Und dann überlege dir wie du das erreichen kannst.
-Oder suche dir einen Menschen, den du für ihr(e)/sein(e) Leben(art) bewunderst, und frage ihn wie er/sie das erreichen konnte.

Und übernimm/überhaste dich nicht. Ein Fundament braucht solide Arbeit.

Liebe Grüsse
Karsten
 
Ich glaube Du machst dir wegen deiner Ausbildung selbst wahnsinnigen Druck, bist ein ehrgeiziger Mensch.
Wenn das ganze vorbei ist, gehts dir auch wieder besser und der Erfolgsdruck ist weg. Aber ist dass das richtige für Dich, wenn man für ein zufriedenstellendes Ergebnis sowiel Energie aufwenden muss?
Etwas abgemildert kenne ich das auch derzeit, da Existenzgründer und ich "es" auch schaffen will, die Bekannten/Verwandten stehen da momentan auch an zweiter Stelle, weil meine Gedanken wenig zeit für normal Alltag und Sorgen/Probs von anderen haben. Und wenn ich mich entspanne, dann eben mit meinen Hobbys und nicht mit Zwangsterminverpflichtungen im Privatumfeld, wo du auch mit Sorgen anderer zugemüllt wirst. Sowas verstehen viele nicht. Jeder, der was schaffen will, konzentriert seine energie gebündelt auf die Sache,ist total normal für mich.
 
Hallo ihr drei

Danke erstmal wieder für eure Antworten. Es ist so lieb von euch dass ihr mir helfen wollt.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie froh ich bin dass dieses Forum existiert...
Es ist wie eine Art Zufluchtsort für mich geworden. Seit ich das erste mal hier war hab ich immer mehr und mehr Beiträge anderer durchgelesen. Ja ich glaube ich konnte einigen sogar auch einwenig helfen 🙂
(Aber nicht immer unter dem gleichen Namen.)

Ich mache jetzt am besten @'ts für jeden von euren Beiträgen, sind aber eigentlich an alle gerichtet. Aber so ist es für mich einfacher zu antworten ohne etwas zu vergessen.


@gwyn

Ich werde es mit dem "noch" versuchen.
Hört sich ganz okay an = machbar, eben halt einfach nur schritt für schritt, wie du gesagt hast.
Obwohl wahrscheinlich bei mir immer die Angst im Hinterkopf bestehen bleibt doch nicht das zu machen was ich eigentlich machen will. Das dass ich mir ganz tief in meinem Innern wünsche, aber mich nicht traue es zu tun. Ach ich weis nicht.. Mag sein wegen Erwartungen anderer oder was auch sonst...
Wenn einfach diese fiesen Gedankenzüge "wäre die andere Möglichkeit nicht doch besser für mich gewesen?" nicht da wären...
Aber gibt es das überhaupt dass man wirklich ganz zufrieden sein kann mit dem Weg den man eingeschlagen hat?

@Karsten

"@ziele
-Vielleicht hilft es, wenn du dir klar wirst, was du nicht (mehr) willst.
Und dann überlege dir wie du das erreichen kannst."

Ich glaube genau das ist momentan der springende Punkt. Langsam wird mir immer bewusster dass ich diese Ausbildung nicht mehr will. Sie macht mich einfach nur fertig/krank/energielos/einsam.. Man muss so pingelig genau sein und darf nie einen Fehler machen, dabei bin ich doch erst im 1. Lehrjahr..
Ich werde behandelt als wäre ich bereits ausgebildet. Als wüsste ich schon alles... Und dann geben Sie einem das Gefühl als wäre man zu dumm für diesen Beruf.
Die vielen unbezahlten Überstunden kann ich nicht einmal mehr zählen die ich für dieses "wasauchimmer" geschufftet habe. Sie merken nicht dass wir alle drei Azubis (zwei, inkl. mich, in Therapie) dort nur noch um haaresbreite von einem Nervenzusammenbruch entfernt sind.
Aber wenn ich das jetzt alles schmeissen würde... Was soll ich dann machen?
Ich habe das Gefühl dann würden nur noch schlimmere Probleme auftauchen.
z.b. ob ich überhaupt wieder eine lehrstelle finden würde.
Ich denke am vernünftigsten ist es wenn ich diese drei Jahre einfach mache und so lange in Therapie bleibe.
Fragt sich nur ob ich das auch mit Therapie aushalten werde.

@lolek

Früher war ich mir so sicher dass es das richtige für mich ist. Dass all dieser Aufwand sich auf alle Fälle lohnt. Egal was kommen würde. Na ja, woher sollte ich auch wissen was wirklich kommt. Dass ich fast keine Freunde mehr haben werde, ein nervliches Frack werde, und dass auch mich diese elenden selbstverletzenden Gedanken verfolgen werden.
Ich weis auch nicht wieso ich solchen Druck auf mich ausübe. Es wünschte ich könnt es einwenig lockerer nehmen.



Irgendwie werde ich aus mir selber nicht schlau. Manchmal reisse ich mir den ***** auf um etwas zu erreichen. Arbeite nächtelang durch und spüre kaum Erschöpfung, fühl mich sogar irgendwie wohl dabei. Von der Angst zu versagen und masslosem Ehrgeiz angetrieben.
Aber schlagartig passiert plötzlich das Gegenteil. Ich möchte alles aufgeben dass ich mir so mühsam aufgebaut habe, fühl mich schlecht/krank und dann natürlich das Frustessen... Die vielen Kilos die ich in meiner Lehre zugelegt und wieder versucht habe abzunehmen kann ich gar nicht mehr zählen. Aber auch hier, in dieser Phase, besteht die Angst zu versagen und dieser schei** Ehrgeiz der mich nächtelang quält.


Das wechselt sich so oft ab. Ich werd aus mir selber nicht mehr schlau.
Früher war das nie so. Erst seit dieser elenden Ausbildung.
Wieso musste ich mich nur so verändern...

Das ist doch alles nicht normal


Danke fürs lesen.

Liebe Grüsse
 

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