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Einsamkeit überwinden

Fili_86

Mitglied
Hallo Leute,

habe mich gerade eben mal hier registriert, da ich hier schon das ein oder andere mal durch manche Beitrage geholfen wurde. :)

Kurz zu mir, bin 33 und seit Jahren immer noch Single, habe ADHS und leide schon mein ganzes Leben an Depressionen. Habe bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen, aktuell studiere ich und denke das ich gegen Ende des Jahres fertig sein werde, zwar nicht mit Bestnote aber immerhin in Regelstudienzeit.

Naja, ich habe Probleme... Also wie erkläre ich das... meine körperliche Gesundheit ist Top, mache regelmäßig Sport und habe einigermaßen eine gesunde Ernährung, dennoch machen mir die Depressionen und meine teilweise Unfähigkeit für Beziehungen zu Freunden oder Frauen große Schwierigkeiten. Ich denke nicht das ich schlecht aussehe, aber vor allem diese Pandemie Zeit macht mir unter anderem große Schwierigkeiten neue Leute kennenzulernen, ich weiß da könnt ihr mir vermutlich auch nicht sehr viel weiter helfen aber dennoch will ich das hier jetzt nicht unversucht lassen.

Ja, ich nehme regelmäßig Drogen, bekomme auch Ritalin verschrieben, ganz legal, anders wäre ich aber nicht in der Lage, nur ansatzweise in der Arbeitswelt oder Hochschulwelt zu überleben oder zu funktionieren. Ich arbeite neben dem Studium ein wenig um mir noch was dazu zu verdienen.

Vor dieser ganzen Pandemie hatte ich teilweise auch schon extreme Schwierigkeiten, mit Frauen zusammen zu kommen, hin und wieder ist das gelungen aber von Beziehungen will ich hier jetzt gar nicht erst anfangen, damit ich das in den Griff bekomme, würde ich gerne eine Therapie bei einem Spezialisten machen, diesbezüglich werde ich mich bei meinem Neurologen auch noch mal informieren, ob mir dieser dann einen geeigneten Therapeuten empfehlen kann, die bisherigen Therapien haben nur teilweise geholfen.

Jedenfalls, lange Rede kurzer Sinn, was kann ich tun, um jetzt eine Frau kennenzulernen, geht mir nicht darum Frauen zu verarschen um nur mal Druck abzubauen, wie vor her schon beschrieben waren trotz meiner Behinderung auch hin und wieder kleinere Erotische Abenteuer drinnen, welche auch von der Frau als angenehm empfunden wurden. Aktuell fällt es mir so unheimlich schwer mit Fremden zu sprechen, weil wenn drinnen zum Beispiel Maske getragen werden muss und ich ohne die Mimik meines Gegenüber schon gar keine besondere Lust habe zu kommunizieren. Also zum Beispiel im Supermarkt oder im Wartezimmer bei Arztpraxen usw. hat für mich keinen Sinn.

Dann draußen lerne ich auch keine Leute kennen, fahre mit dem Rad aber hier im ländlichen Raum treffe ich niemanden... ach ja da ich vor kurzem auch umgezogen bin, habe ich hier niemanden direkt vor der Haustür oder im Umkreis von 50 Km... ich bin einfach nur da, ganz allein, an manchen Tage leide ich sehr darunter. Auch ist mir klar, das es da draußen Leute gibt, die größere Probleme haben, ich weiß aber dennoch muss ich das hier ein mal mir von der Seele reden, ich hoffe hier treffe ich auf Verständnis.

Ich hoffe die wichtigsten Dinge habe ich erwähnt und das mir jemand einen Sinnvollen Tipp geben kann, alleine der Austausch hier könnte mir wieder etwas Hoffnung geben, vielen Dank fürs Lesen!

Edit: Was ich vielleicht noch dazu schreiben sollte ist, dass ich an manchen Tagen wirklich sehr depressiv bin und an anderen Tagen geht es mir relativ bis sehr gut. Diese Stimmungsschwankungen sind schon wirklich heftig, mal euphorisch und mal depressiv bis Suizid-Gedanken.

Beste Grüße
 
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Schokoschnute

Aktives Mitglied
Hallo Fili;

Erstmal ein herzliches Willkommen,schön das du da bist.
Du hörst dich schon sehr Sympatisch an ..und ich kann mir Vorstellen das es nicht einfach für dich ist und du darunter leidest.Schön aber wenn du mit dem Rad unterwegs bist, gerade nun wo der Frühling los geht, das Licht und die Sonne werden dir Gut tun und wer weiß schon, wehn du noch alles begegnen wirst.
Geb die Hoffnung und dein freundliches Gemüt nicht auf.
In ländlicher Region gibt es noch Bauernhöfe ?
In der Regel freuen Sie sich über Kontakte oder vllt sogar über eine helfende Hand für einen Gut gekochten Mittagstisch in Runde. Ich hatte eine Bauersfreundin, von daher weiß ich das, es gibt immer was zu tun und die Menschen kommen und gehen da jeden Tag aus und ein.
Antidepressiva, hast mal versucht richtung Sertralin ?.,frage doch mal deinen Neurologen,das hebt die Grundstimmung an, es wäre wirklich Wichtig dorthin zu gehen und über deine Depressionen und deine Isolation zu sprechen.
Vllt gibt es auch eine ambulante Betreuung oder ein sozialverein in deiner Region.
Dann fällt mir noch zum thema Frauen ein, das es so "Dating für Menschen mit Behinderung" gibt,ob nun Seelisch-Geistig oder Körperlich, größere und kleinere Behinderungen, das geht quer Beet und es ist dort alles an Mensch anzutreffen, vllt ist erstmal eine kleine Möglichkeit Kontakte/Frauen oder vllt Freundschaften zu finden.
Man sagt Menschen mit Depressionen leben geistig zu sehr im Außen.
Manchmal braucht man eine Zeit für sich um wesentliches an sich zu erkennen und schätzen zu lernen, und auch um wieder an Wunder zu glauben.^^
Oft manövriert ein das Leben genau in solche eine Lage,wenn es von himmlicher Bedeutung ist.^^
Alles kann sich wieder ändern und ich hoffe, das es dir bald wieder besser geht.
 

Zitronentorte

Aktives Mitglied
Hallo Fili,
mit deiner Frauengeschichte kann ich dir leider nicht helfen.
Nur mal so ein paar Gedanken zu deinen Themen:
Ist es möglich, dass du vom Ritalin Depressionen bekommst? Bei meinem Sohn war es so, das war wirklich beängstigend. Jetzt bekommt er ein anderes Medikament für sein ADS.
Wenn du gern Rad fährst, könntest du versuchen, eine Radfahrgruppe zu gründen. Hab ich mal gemacht, war super, wir sind dann 1x die Woche gefahren, haben danach meist noch bei jemandem aus der Gruppe gegrillt. Ist im ländlichen Raum sicher nicht ganz so einfach, aber andere einsame Menschen gibt es überall, da bin ich mir ganz sicher. Man muss sie nur finden. (nebenan.de, ebay Kleinanzeigen, Facebook-Gruppen).
Vielleicht kannst du dich auch irgendwo engagieren, ehrenamtlich oder für kleines Geld. Tierheim Jugendclub, Die Tafel, Sportgruppe (z.B. als Jugendtrainer). Da wirst du nicht gleicht dicke Freunde finden, aber du kommst einfach in Kontakt mit Leuten, übst ein bißchen und vielleicht kommt man sich über die Zeit näher.
Auf jeden Fall alle Achtung, dass du gut durch Schule, Berufsausbildung und Studium kommst. Das kann nicht jeder AD(H)S-ler von sich sagen. Um meinen Sohn hab ich da große Angst, er wird jetzt 14 und kommt mit der Schule gar nicht mehr klar :-(
Worin liegen denn eigentlich deine Probleme mit Freunden/Freundinnen? Ich meine, welche konkreten Schwierigkeiten gibt es? Vielleicht kann man dir da konkreter was raten...
 

Fili_86

Mitglied
Hallo Fili;

Erstmal ein herzliches Willkommen,schön das du da bist.
Du hörst dich schon sehr Sympatisch an ..und ich kann mir Vorstellen das es nicht einfach für dich ist und du darunter leidest.Schön aber wenn du mit dem Rad unterwegs bist, gerade nun wo der Frühling los geht, das Licht und die Sonne werden dir Gut tun und wer weiß schon, wehn du noch alles begegnen wirst.
Geb die Hoffnung und dein freundliches Gemüt nicht auf.
In ländlicher Region gibt es noch Bauernhöfe ?
In der Regel freuen Sie sich über Kontakte oder vllt sogar über eine helfende Hand für einen Gut gekochten Mittagstisch in Runde. Ich hatte eine Bauersfreundin, von daher weiß ich das, es gibt immer was zu tun und die Menschen kommen und gehen da jeden Tag aus und ein.
Antidepressiva, hast mal versucht richtung Sertralin ?.,frage doch mal deinen Neurologen,das hebt die Grundstimmung an, es wäre wirklich Wichtig dorthin zu gehen und über deine Depressionen und deine Isolation zu sprechen.
Vllt gibt es auch eine ambulante Betreuung oder ein sozialverein in deiner Region.
Dann fällt mir noch zum thema Frauen ein, das es so "Dating für Menschen mit Behinderung" gibt,ob nun Seelisch-Geistig oder Körperlich, größere und kleinere Behinderungen, das geht quer Beet und es ist dort alles an Mensch anzutreffen, vllt ist erstmal eine kleine Möglichkeit Kontakte/Frauen oder vllt Freundschaften zu finden.
Man sagt Menschen mit Depressionen leben geistig zu sehr im Außen.
Manchmal braucht man eine Zeit für sich um wesentliches an sich zu erkennen und schätzen zu lernen, und auch um wieder an Wunder zu glauben.^^
Oft manövriert ein das Leben genau in solche eine Lage,wenn es von himmlicher Bedeutung ist.^^
Alles kann sich wieder ändern und ich hoffe, das es dir bald wieder besser geht.
Hi Schokoschnute,
danke für deine optimistische und freundliche Antwort, die Idee mit der Bauersfreundin finde erstmal gut.

Bisher habe ich Sertralin nicht verschrieben bekommen, das ist denke ich bei ADHS nicht so gut geeignet, weil hier eher eine Störung des Dopaminspiegel vorliegt und Sertralin ein SSRI ist, dennoch danke für den Tipp, evtl. rede ich bei der nächsten Gelegenheit dennoch mit meinem Arzt darüber.

Das mit der Behinderung ist so eine Sache, es fällt mir manchmal immer noch schwer diese so richtig zu akzeptieren, obwohl ich natürlich weiß, das es so ist, je mehr ich es akzeptiere, desto besser geht es mir aber damit umzugehen. Gesellschaftlich fühle ich mich nur so halbwegs intrigiert, unter diesem Aspekt habe ich große Angst noch mehr stigmatisiert zu werden, ihr wisst ja, Leistungsgesellschaft usw. ohne jetzt hier eine weitere Baustelle aufmachen zu wollen...

Ich werde mir über deinen Dating Tipp, noch mal in Ruhe Gedanken machen.


Hallo Fili,
mit deiner Frauengeschichte kann ich dir leider nicht helfen.
Nur mal so ein paar Gedanken zu deinen Themen:
Ist es möglich, dass du vom Ritalin Depressionen bekommst? Bei meinem Sohn war es so, das war wirklich beängstigend. Jetzt bekommt er ein anderes Medikament für sein ADS.
Wenn du gern Rad fährst, könntest du versuchen, eine Radfahrgruppe zu gründen. Hab ich mal gemacht, war super, wir sind dann 1x die Woche gefahren, haben danach meist noch bei jemandem aus der Gruppe gegrillt. Ist im ländlichen Raum sicher nicht ganz so einfach, aber andere einsame Menschen gibt es überall, da bin ich mir ganz sicher. Man muss sie nur finden. (nebenan.de, ebay Kleinanzeigen, Facebook-Gruppen).
Vielleicht kannst du dich auch irgendwo engagieren, ehrenamtlich oder für kleines Geld. Tierheim Jugendclub, Die Tafel, Sportgruppe (z.B. als Jugendtrainer). Da wirst du nicht gleicht dicke Freunde finden, aber du kommst einfach in Kontakt mit Leuten, übst ein bißchen und vielleicht kommt man sich über die Zeit näher.
Auf jeden Fall alle Achtung, dass du gut durch Schule, Berufsausbildung und Studium kommst. Das kann nicht jeder AD(H)S-ler von sich sagen. Um meinen Sohn hab ich da große Angst, er wird jetzt 14 und kommt mit der Schule gar nicht mehr klar :-(
Worin liegen denn eigentlich deine Probleme mit Freunden/Freundinnen? Ich meine, welche konkreten Schwierigkeiten gibt es? Vielleicht kann man dir da konkreter was raten...
Auch dir Zitronentorte vielen Dank, mach dir noch nicht so viele Sorgen, ich war ebenfalls ein Spätzünder und das ist bei ADHS'lern häufiger so, wichtig ist meiner Meinung nach, das du einen guten Neurologen und ggf. auch einen guten Psychotherapeuten hast, die Depressiven Verstimmungen haben mich sehr limitiert und von vielen Dingen abgehalten, die ich evtl. noch viel besser machen hätte können, es war für mich ein sehr steiniger Weg mit vielen Hürden und Zweifel. Darüber hinaus gibt es bei ADHS auch noch weitere spezifische Symptome, wie zB. die Prokrastination und Motivatinsproblematik, welche ein Vorankommen in Schule und Beruf deutlich erschweren. Das ist nur meine subjektive Erfahrung, in wie weit man das auf andere projizieren kann, weiß ich nicht, bin kein Arzt und kenne deinen Sohn nicht.

Danke auch für den Tipp mit der Fahrradgruppe, dies bezüglich werde ich meine Augen auf jeden Fall offen halten!

Das meine Depressionen auch mit Ritalin zusammen hängen ist sehr wahrscheinlich, wenn die Wirkung nachlässt, bekomme ich meisten schlechte Laune, deswegen nehme ich das Zeug auch nicht jeden Tag, sondern nur wenn ich wirklich mehr Leistung erbringen möchte, ansonsten bzw. oder greife ich auch auf alternativen zurück... Beruhigungsmittel wie Benzos nehme ich auch hin und wieder, hilft um mal durchzuatmen und etwas zu entspannen und besser zu schlafen. Ach ja, die Depressionen waren auch schon vor meinem Konsum stark ausgeprägt, mit dem Konsum lindere ich die Depressionen und habe dazu noch eine bessere Arbeitsmoral bzw. mehr Konzentration... das ist ein schwieriges Kapitel... ;)

Nichts desto trotz ist es im Moment sehr schwer mit den Leuten zu sprechen und in Kontakt zu kommen, das war vor Corona auch schon nicht immer ganz einfach. Und klar gibt es ausnahmen bei den Leuten aber viele haben denke ich einfach Angst und sind vielleicht auch selber deprimiert. Ich war heute seit langem auch mal wieder in der Stadt und so wirklich viele Frauen hab ich da nicht gesehen... und es war eher von der Atmosphäre her nicht so entspannt... naja vielleicht versuche ich das demnächst an einem anderen Tag noch mal. Über weiter Tipps und ein bisschen Konversation würde ich mich weiterhin freuen.
 
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