Hallo Community..
Hab mich jetzt mal hier angemeldet, weil ich einfach mal alles niederschreiben muss, ich weiß nicht, was ich mir davon erhoffe, aber es muss einfach grad alles mal raus, weil mir mal wieder alles zu viel ist...
Ich habe nie gelernt, wie soziale Kontakte funktionieren. Wie Freundschaft geht. Meine letzten "Freunde" hatte ich im Sandkasten im Kindergarten. In der Grundschule wendeten sich dann nach und nach alle, mit denen ich mich zuvor gut verstand, von mir ab. Seitdem hatte ich niemanden mehr. In meiner ganzen Kindheit und Jugend nicht. Ich war einsam und wurde dazu noch jahrelang meine gesamte Schulzeit lang massiv gemobbt. Ich lernte nie, wie zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren.
Das alles hat sich so in mein Hirn eingebrannt, dass mir heute jegliche soziale Kontakte schwer fallen. Ich bin einfach alleine und hab niemanden außer meinem Mann zum reden. Ich kenne einen Haufen Leute, aber ausnahmslos jeder von denen, die ich über die letzten Jahre so kennengelernt hab, ist nix als eine oberflächliche Bekanntschaft.
Hi wie geht's. Mir geht's gut und dir? Auch gut. Was machste schönes? Ach aktuell dies und das. Und du? Ja auch dies und das. Gespräch beendet. Über mehr geht's mit den meisten nicht hinaus, trotz Interesse von meiner Seite aus, denn ich versuche Gespräche am Laufen zu halten, stelle Fragen, usw. Von der Gegenseite kommt allerdings kein wirkliches Interesse. Und wenn sich überhaupt mal jemand meldet, dann nur, weil ich den ersten Schritt gemacht habe. Ich will Gespräche führen, aber irgendwann kommt einfach nix mir zurück.
Finde ich dann doch endlich mal jemanden, bei dem ich das Gefühl hab, er hört mir zu, fange ich an zu klammern... Wer sein Leben lang einsam ist, der hält sich an jedem Strohhalm fest und will diesen nicht mehr loslassen. Aus Verlustangst. Weil ich weiß, wie furchtbar diese Einsamkeit sich all die Jahre angefühlt hat und wie sehr es mir gefehlt hat, mich einfach mal über diesen ganzen Smalltalk hinaus mit jemandem auszutauschen und auch mal mein Herz auszuschütten, wenns mir nicht gut geht.
Ja, ich hab meinen Mann, aber meine allergrößte Angst, die mich ständig begleitet ist ihn zu verlieren. Durch einen Unfall, eine Krankheit... Und dann? Dann steh ich komplett alleine da. Umso mehr hänge ich mich an jedem Kontakt fest, bei dem ich denke, dass dieser mich mirklich mag, dass ich endlich mal einen Freund gefunden hab, dem ich vertrauen kann. Aus Verlustangst mach ich den Fehler, wegen Kleinigkeiten zu denken, irgendwas stimmt nicht. Interpretiere etwas in Verhalten rein, das überhaupt nix zu bedeuten hat. Denke jemand will nix mehr von mir wissen, wenn er paar Tage zum antworten braucht. Und reagiere völlig emotional über, wenn ich das Gefühl habe, ich werd falsch verstanden und nicht mehr gemocht... Und das führt am Ende wieder dazu, dass jede Freundschaft kaputt geht.
Ich hatte in meinem ganzen Leben nun bisher erst eine einzige Person, bei der ich das Gefühl hatte, ich kann mit ihr über alles reden und das wird was mit einer Freundschaft. Und die hab ich mit meinem dummen, überemotionalen und vereinnahmenden Verhalten wieder vergrault. Und nun steh ich wieder da, bin mittlerweile Mitte 30 und hab wie all die Jahre zuvor keinen einzigen Freund.
Ich hoffe jeden Tag inständig, dass meinem Mann niemals etwas zustößt, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sonst tun sollte. Ich würde vermutlich nur noch isoliert daheim hocken, den ganzen Tag am Handy scrollen und komplett versumpfen in meiner Einsamkeit. Dabei versuche ich es so oft mit neuen Kontakten, lerne neue Leute kennen, aber am Ende wird daraus nie mehr als eine Smalltalk Bekanntschaft. Ich höre immer zu, wenn was ist, ich biete meine Hilfe an, ich bin zur Stelle wenn mal jemand gebraucht wird... Das wird gerne genutzt. Aber sobald ich dann mal jemanden brauche, keiner mehr da.
So zieht es sich durch mein ganzes verdammtes scheiß Leben. 10 Jahre gemobbt in der Schule. Weitere Jahre in der Ausbildung und auf Arbeit... Irgendwann Ruhe gehabt, irgendwann ließen mich die Menschen in Frieden, ich war ihnen gleichgültig. Doch die Einsamkeit blieb. Ich war und bin der Außenseiter, schon immer gewesen und werde es vermutlich auch den Rest meines Lebens bleiben. Ein Mensch, der nie irgendwo dazugehört, obwohl er sich nix sehnlicher als das wünschen würde.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage warum? Ich will mich nicht auf der Vergangenheit ausruhen, aber diese hat mein damals noch kindliches Gehirn so dermaßen Ge****, dass es sich nie normal entwickeln konnte. Noch heute träum ich von den seelischen Qualen, die mir in der Schule angetan worden. Von den Menschen, die mir Tag für Tag das Gefühl gegeben haben nix wert zu sein. Ich wache schweißgebadet auf von solchen Träumen und breche dann nur noch heulend zusammen...
Ich habe schon sämtliche Therapiearten durch, verschiedene Therapeuten. Geändert hat es nix... Also es ist nicht so, dass ich noch nicht versucht hätte, mir professionelle Hilfe zu holen.
Fast kein Abend vor dem einschlafen vergeht, der nicht in Tränen endet, weil dieses Einsamkeitsgefühl mich einfach kaputt macht. Dieses Wissen, wenn ich meinen Mann nicht hätte, dass da einfach niemand wäre. Nicht mal meine Eltern interessieren sich für mich, sie melden sich nie von allein, es geht ausschließlich von mir aus.
Wenn mein Mann also nicht mehr wäre würde nicht mal irgendjemand mitbekommen, dass ich noch existiere. Und auch nicht, wenn ich einfach von der Bildfläche verschwinden würde... Es macht mich kaputt. Ich bin sozialer Krüppel geworden, man hat mich dazu gemacht und egal wie sehr ich versuche mich zu bemühen, Freundschaften zu schließen, es will einfach keiner dauerhaft was mit mir zu tun haben.
Ich bin zur Einsamkeit verdammt und das ist eines der beschissensten Gefühle überhaupt. Zu wissen dass wenn dein Mann irgendwann tot ist du komplett alleine dastehst und nur noch ein isoliertes, einsames Leben führen wirst.....
Hab mich jetzt mal hier angemeldet, weil ich einfach mal alles niederschreiben muss, ich weiß nicht, was ich mir davon erhoffe, aber es muss einfach grad alles mal raus, weil mir mal wieder alles zu viel ist...
Ich habe nie gelernt, wie soziale Kontakte funktionieren. Wie Freundschaft geht. Meine letzten "Freunde" hatte ich im Sandkasten im Kindergarten. In der Grundschule wendeten sich dann nach und nach alle, mit denen ich mich zuvor gut verstand, von mir ab. Seitdem hatte ich niemanden mehr. In meiner ganzen Kindheit und Jugend nicht. Ich war einsam und wurde dazu noch jahrelang meine gesamte Schulzeit lang massiv gemobbt. Ich lernte nie, wie zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren.
Das alles hat sich so in mein Hirn eingebrannt, dass mir heute jegliche soziale Kontakte schwer fallen. Ich bin einfach alleine und hab niemanden außer meinem Mann zum reden. Ich kenne einen Haufen Leute, aber ausnahmslos jeder von denen, die ich über die letzten Jahre so kennengelernt hab, ist nix als eine oberflächliche Bekanntschaft.
Hi wie geht's. Mir geht's gut und dir? Auch gut. Was machste schönes? Ach aktuell dies und das. Und du? Ja auch dies und das. Gespräch beendet. Über mehr geht's mit den meisten nicht hinaus, trotz Interesse von meiner Seite aus, denn ich versuche Gespräche am Laufen zu halten, stelle Fragen, usw. Von der Gegenseite kommt allerdings kein wirkliches Interesse. Und wenn sich überhaupt mal jemand meldet, dann nur, weil ich den ersten Schritt gemacht habe. Ich will Gespräche führen, aber irgendwann kommt einfach nix mir zurück.
Finde ich dann doch endlich mal jemanden, bei dem ich das Gefühl hab, er hört mir zu, fange ich an zu klammern... Wer sein Leben lang einsam ist, der hält sich an jedem Strohhalm fest und will diesen nicht mehr loslassen. Aus Verlustangst. Weil ich weiß, wie furchtbar diese Einsamkeit sich all die Jahre angefühlt hat und wie sehr es mir gefehlt hat, mich einfach mal über diesen ganzen Smalltalk hinaus mit jemandem auszutauschen und auch mal mein Herz auszuschütten, wenns mir nicht gut geht.
Ja, ich hab meinen Mann, aber meine allergrößte Angst, die mich ständig begleitet ist ihn zu verlieren. Durch einen Unfall, eine Krankheit... Und dann? Dann steh ich komplett alleine da. Umso mehr hänge ich mich an jedem Kontakt fest, bei dem ich denke, dass dieser mich mirklich mag, dass ich endlich mal einen Freund gefunden hab, dem ich vertrauen kann. Aus Verlustangst mach ich den Fehler, wegen Kleinigkeiten zu denken, irgendwas stimmt nicht. Interpretiere etwas in Verhalten rein, das überhaupt nix zu bedeuten hat. Denke jemand will nix mehr von mir wissen, wenn er paar Tage zum antworten braucht. Und reagiere völlig emotional über, wenn ich das Gefühl habe, ich werd falsch verstanden und nicht mehr gemocht... Und das führt am Ende wieder dazu, dass jede Freundschaft kaputt geht.
Ich hatte in meinem ganzen Leben nun bisher erst eine einzige Person, bei der ich das Gefühl hatte, ich kann mit ihr über alles reden und das wird was mit einer Freundschaft. Und die hab ich mit meinem dummen, überemotionalen und vereinnahmenden Verhalten wieder vergrault. Und nun steh ich wieder da, bin mittlerweile Mitte 30 und hab wie all die Jahre zuvor keinen einzigen Freund.
Ich hoffe jeden Tag inständig, dass meinem Mann niemals etwas zustößt, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sonst tun sollte. Ich würde vermutlich nur noch isoliert daheim hocken, den ganzen Tag am Handy scrollen und komplett versumpfen in meiner Einsamkeit. Dabei versuche ich es so oft mit neuen Kontakten, lerne neue Leute kennen, aber am Ende wird daraus nie mehr als eine Smalltalk Bekanntschaft. Ich höre immer zu, wenn was ist, ich biete meine Hilfe an, ich bin zur Stelle wenn mal jemand gebraucht wird... Das wird gerne genutzt. Aber sobald ich dann mal jemanden brauche, keiner mehr da.
So zieht es sich durch mein ganzes verdammtes scheiß Leben. 10 Jahre gemobbt in der Schule. Weitere Jahre in der Ausbildung und auf Arbeit... Irgendwann Ruhe gehabt, irgendwann ließen mich die Menschen in Frieden, ich war ihnen gleichgültig. Doch die Einsamkeit blieb. Ich war und bin der Außenseiter, schon immer gewesen und werde es vermutlich auch den Rest meines Lebens bleiben. Ein Mensch, der nie irgendwo dazugehört, obwohl er sich nix sehnlicher als das wünschen würde.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage warum? Ich will mich nicht auf der Vergangenheit ausruhen, aber diese hat mein damals noch kindliches Gehirn so dermaßen Ge****, dass es sich nie normal entwickeln konnte. Noch heute träum ich von den seelischen Qualen, die mir in der Schule angetan worden. Von den Menschen, die mir Tag für Tag das Gefühl gegeben haben nix wert zu sein. Ich wache schweißgebadet auf von solchen Träumen und breche dann nur noch heulend zusammen...
Ich habe schon sämtliche Therapiearten durch, verschiedene Therapeuten. Geändert hat es nix... Also es ist nicht so, dass ich noch nicht versucht hätte, mir professionelle Hilfe zu holen.
Fast kein Abend vor dem einschlafen vergeht, der nicht in Tränen endet, weil dieses Einsamkeitsgefühl mich einfach kaputt macht. Dieses Wissen, wenn ich meinen Mann nicht hätte, dass da einfach niemand wäre. Nicht mal meine Eltern interessieren sich für mich, sie melden sich nie von allein, es geht ausschließlich von mir aus.
Wenn mein Mann also nicht mehr wäre würde nicht mal irgendjemand mitbekommen, dass ich noch existiere. Und auch nicht, wenn ich einfach von der Bildfläche verschwinden würde... Es macht mich kaputt. Ich bin sozialer Krüppel geworden, man hat mich dazu gemacht und egal wie sehr ich versuche mich zu bemühen, Freundschaften zu schließen, es will einfach keiner dauerhaft was mit mir zu tun haben.
Ich bin zur Einsamkeit verdammt und das ist eines der beschissensten Gefühle überhaupt. Zu wissen dass wenn dein Mann irgendwann tot ist du komplett alleine dastehst und nur noch ein isoliertes, einsames Leben führen wirst.....