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Einsamkeit macht mich kaputt

Alle schreien immer nach Therapie, wenn sie sowas lesen. Dabei krankt unsere Gesellschaft schlichtweg daran, dass sich keiner mehr für den anderen interessiert.

Wer sollte sich für mich interessieren? Das werde ich selber in die Wege leiten müssen, zufällig hilft keiner dem anderen, oder setzt sich für jemanden ein, oder ist interessiert an einer näheren Hingabe- das lösen wir aus, oder wir verhindern das, durch was auch immer.

Gestern zb war ich wandern, mir begegnete eine Frau aus dem Dorf, sie war einmal sehr daran interessiert, dass wir beide Freunde werden. Das war echt auch für mich verlockend- bis zu dem Tag, wo sie sich so verhielt und benahm, dass ich von ihr zurückschreckte und ihr auswich und bekennen musste, nein, das ist zu heavy für mich. Das habe ich ihr auch gesagt- das passt nicht in meine Vorstellung, ich brauch mehr Rückzug, Symbiose schreckt mich ab. Nun hat sie ihre Wunschfreundin gefunden, genau, wie sie es braucht- täglich fünfzehn Nachrichten, rund um die Uhr melden können, alles, wirklich alles absprechen können stets- das ist mir echt zuviel. NICHT aber dieser anderen neuen Freundin. Die mag das.
 
Egal, wonach uns ist, WIR müssen uns das alles erschaffen. Alleine sein will ich nicht, kann ich nicht? Dann muss ich mir jemanden anlachen, jemanden einladen, jemanden dazu bringen, dass sich dieser wohlfühlt bei mir.
 
Dabei krankt unsere Gesellschaft schlichtweg daran, dass sich keiner mehr für den anderen interessiert.
Findet du?
Ich finde ganz im Gegenteil, dass die Gesellschaft aktuell voll ist mit Menschen, die ihren Rüssel mit Vergnügen in die Leben der anderen stecken und "helfen" wollen.
Wenn man unter Menschen will, kann man sich zudem jeder Zeit einer Gruppe anschließen, in der Kirchengemeinde mittun, im Chor singen etc.
 
Findet du?
Ich finde ganz im Gegenteil, dass die Gesellschaft aktuell voll ist mit Menschen, die ihren Rüssel mit Vergnügen in die Leben der anderen stecken und "helfen" wollen.
Wenn man unter Menschen will, kann man sich zudem jeder Zeit einer Gruppe anschließen, in der Kirchengemeinde mittun, im Chor singen etc.
Es besteht aber schon ein Unterschied zwischen einem Verein oder Chor wo man mit macht und echten Freunden, die sich für das Leben des anderen wirklich interessieren.
 
Du klingst wie jemand der sehr wohl sozial kompetent ist. Aber du redest sehr hart und schlecht über den Menschen, der der wichtigste in deinem Leben ist: Du.

Du bist 30, hast noch sehr viel vom Leben, wenn alles gut geht. Du kannst dich bis zum letzten Tag neu erfinden, neue Dinge ausprobieren - so wie das hier, um zufriedener mit deiner Situation zu werden.

Dass du so offen darüber sprichst ist goldwert, damit kannst du viel erreichen. Wenn du das Menschen erzählst, rennen sie auch nicht gleich weg wenn du mal wieder Panik kriegst, aus unterschiedlichen Gründen. Vorausgesetzt es sind die richtigen Menschen - es liegt ja nicht unbedingt an dir, wenn Leute sich abwenden. Man passt auch einfach zu den meisten Menschen nicht gut.

Finde weiter zu dir, probiere dich aus und du wirst für dich passende Menschen finden.

Alles Liebe dir!
 

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