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Einmaliger Seitensprung und die Zeit danach

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Gast

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Hallo Zusammen,
mein Verlobter und ich sind seit 2 Jahren zusammen und waren immer sehr glücklich. Er wollte eigentlich vor mir nie heiraten und hat mir von einem Jahr einen Antrag gemacht. Bis dato hatten wir auch keine Streitigkeiten oder sonstiges. Es gab nie einen Zweifel daran, dass er mich liebt und das wir den Rest unseres Lebens miteinander verbringen wollen. Er hatte sogar heimlich die standesamtliche Hochzeit für September geplant. Ich muss dazu sagen, dass der Termin für die Kirchliche aber erst nächstes Jahr ist.
Jetzt war es so, dass er einige Monate Zuhause war, weil er auf eine Praktikumsstelle gewartet hat. Er sagt, dass das für ihn sehr schlimm war und es ihm irgendwann sogar zu viel war nur eine Maschine Wäsche zu waschen. Er wusste selber nicht was los war aber anstatt mir zu sagen, dass ihn das sehr belastet hat er das in sich reingefressen. Ich kam in der Zeit auch öfters genervt von der Arbeit Nachhause und habe meine Launen an ihm ausgelassen aber mich ach entschuldigt. Er meinte darauf hin immer das wäre nicht schlimm und er wolle meine starke Schulter sein aber eigentlich hat ihn das auch belastet.

Er fing dann an mit einer alten Bekannten zu schreiben. Das ging 2 Monate und aus Bestätigung oder was auch immer ging es auch mehr als über Small Talk. Er sagt er war nicht verliebt und hätte das auch gar nicht ernst gemeint sonder ihr nur gesagt was sie hören wollte. Er wollte den Kontakt zwischendurch einfach auslaufen lassen aber sie hat sich immer wieder gemeldet. Er wollte es mir auch zwischendurch sagen aber er wusste ich wäre sauer und traute sich nicht.

Irgendwann wollte er das beenden und ist zu ihr hin. Vorher haben die zwei sich nie gesehen. Am ersten Abend war er zu feige und ging wieder. Am abend drauf ist er daher nochmal hin und da passierte es dann. Sie war ja verliebt und näherte sich ihm an tja und was dann passiert brauch ich nicht sagen. Er sagt es war nur sehr kurz, weil er kaum, dass es passierte realisiert hat was er da eigentlich macht. Er brach dann also mittendrin ab und ging und hat den Kontakt danach direikt abgebrochen.

Als er mir dann davon erzählt hat, hat er sich später auch nochmal mit ihr getroffen und sich entschudligt ihr falsche Hoffnungen gemacht zu haben und ihr gesagt, dass er nur mich will.

So jetzt stehen wir da. Wir wollen die Beziehung Beide nicht aufgeben. Ich habe schon einige hinter mir und war eigentlich noch nie so glücklich, weil wir uns auf vielen Ebenen gut ergänzen und auch schon eine Zukunftsperspektive hatten. Die Hochzeit ist erstmal verschoben worden. Er weint viel und tut alles um mir zu zeigen, dass ich ihm ab jetzt vertrauen kann.

Ich währenddessen kämpfe mit so vielen Gefühlen. Ich kann morgens nicht mehr ohne Angstgefühle aufstehen. Mein Herz sagt bleib und meine Kopf will nur weg, weil ich früher immer gesagt habe sowas kann ich nicht verzeihen und das steht mir jetzt förmlich im Weg. Ich würde gerne wissen wie das bei anderen war. Ist das normal, dass man sich so elend fühlt selbst nach einem Monat? Wir haben durchaus schöne Abende gemeinsam aber kaum sitz ich im Büro auf der Arbeit kreisen meine Gedanken und ich werde nervös und man weiss einfach, dass etwas anders ist. Man hat einfach Angst alles zu verlieren und auch wenn man wütend auf den anderen und enttäuscht ist liebt man ihn trotzdem.

Vielleicht kann da Jemand Erfahrungen weitergeben?
Wir gehen auch beide jetzt zu einer christlichen Beratungsstelle um das zu verarbeiten auch wenn das für ihn sehr unangenehm ist. Wir wollen ab jetzt immer ehrlich sein, auch wenn es vielleicht eine unangenehme Wahrheit ist, damit es gar nicht mehr passieren kann, dass es Heimliche Sachen gibt. Ich muss dazu sagen, dass ich auch ein bisschen vorbelastet bin was Angstgefühle und Reinsteigern angeht, daher kann ich manchmal nicht so gut trennen, was ist normale Verarbeitung und steigere ich mich zu sehr rein.

Hat Jemand Tipps wie man damit umgehen kann oder wie das mit der Gefühlsachterbahn ist?
 

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Gast

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Glaube ihm nicht.

Er hat es dir erzählt, weil er keine Wahl hatte.

SIE hätte das sonst getan. Und das wäre schlimmer gewesen.

Ich würde ihn nicht heiraten, ganz ehrlich.

Seine "Argumentation" zur Entschuldigung ist vollkommen fadenscheinig und bar jeder Eigenverantwortung.
 
G

Gast

Gast
Ich verstehe, dass jeder seine Meinung haben kann was so eine Sache betrifft aber ich kann zu 100% sagen, dass er mich liebt, was das Ganze nicht entschuldigt. Das wir jetzt erstmal nicht heiraten hatte ich sowieso schon gesagt. Dafür fehlt einfach die Vertrauensbasis. Ich würde mich über Rückmeldungen von Personen freuen die eine ähnliche Situatuon durchlebt haben, weil ich gerade mit meinem Gefühlschaos nicht klar komme und ich gerne wissen möchte wie es bei anderen war.

Ich bin fest davon überzeugt, dass er das absout bereut ansonsten würde er das ganze Drama jetzt auch nicht mitmachen und mit zur Beratung kommen. Ich habe ihn auch vorher nie weinen gesehen und jetzt ständig. Ich denke wenn wir uns trennen fällt er in ein tiefes Loch. Ich möchte nochmal betonen, dass wir eine absolut harmonisch Beziehung geführt haben.

Er sagt selbst, dass es seine Schuld war, weil er anstatt mit mir zu reden diesen Weg gegangen ist und es dazu kommen konnte. Das hat er aber nun verstanden und versucht auch jetzt viel mehr üb er seine Gefühle und Gedanken zu sprechen.

Mir geht es hier also nicht um eine Wertung. Damit habe ich selber schon genug zu tun sondern Erfahrungen anderer sich dazu entschlossen haben den Weg weiter gemeinsam zu gehen.

Ich hoffe das ist verständlich :)
 

Fadeaway

Aktives Mitglied
Wie willensschwach muss Mann sein, wenn er sie besucht, um den Kontakt abzubrechen und stattdessen mit ihr schlaeft? Mein Vertrauen waere dahin (wahrscheinlich fuer immer), denn es kann jederzeit wieder passieren. Wahrscheinlich wuerde ich ihn ob seiner Willensschwaeche verachten und das waere wahrlich keine Basis fuer eine Ehe.

In Deiner Haut moechte ich auch nicht stecken.

Vielleicht hilft nur reden, reden, reden... Solange bis Du es vielleicht irgendwie nachvollziehen kannst.
 

Cenerentola

Aktives Mitglied
Hallo :)

Ich denke, dass musst du ganz allein fuer dich entscheiden... akzeptiere was passiert ist... oder eben nicht. Ich weiss... in der Theorie ist das gaz einfach... aber im Grunde zaehlt was dich gluecklich macht... dazu kommt, dass wir Menschen Fehler machen... der eine begeht einen Seitensprung... der andere wird seinen Prinzipien untreu... doch wir Menschen sind lernfaehig (meistens zumindest ;))...

Alles Gute.:)
 

1234567ieben

Mitglied
Hallo,

mir liegt es fern, Dir in irgendetwas hereinreden zu wollen, ich möchte Dir aber trotzdem meine Erfahrungen mit Seitensprüngen schildern.
In drei von vier längeren (>2 Jahre) Beziehungen wurde ich betrogen. Jedes einzelne Mal wenn ich es herausfand, war auf Seiten meiner Freundinnen das Geheule und Gesinge groß. Beteuerungen und Schwüre wurden in dramatischster Weise vorgetragen, und massenweise Tränen vergossen, dass sich das Laminat wellte.
Es wurde sich endlos rechtfertigt, Gründe wurden vorgeschoben, Eigenverantwortung negiert, ja sogar ICH sollte in einem Fall mit einer (von der betreffenden Freundin ordentlich zurechtgebogenen) Aussage meinerseits ihr Fremdgehen überhaupt erst verschuldet haben.

In einem der Fälle beendete ich die Beziehung ad hoc, in den zwei Anderen schleppte sich die Beziehung dann noch ein halbes bis ein Jahr hin, in dem mein Vertrauen in die jeweilige Partnerin ungefähr so weit ging, wie ich meinen Kühlschrank werfen kann.
Von einer Freundin weiß ich, dass sie mich trotz aller ihrer Beteuerungen von Reue, Scham und zukünftiger Besserung trotzdem munter weiter betrog, und mich dann noch mit einer Geschlechtskrankheit ansteckte, die sie sich bei ihrem Lover einfing.

Seitdem bin ich sehr skeptisch, was Fremdgehen und dessen Wiederholung betrifft. Zumal es oft so ist, dass wenn ein Partner merkt, dass er relativ konsequenzlos, unter Ausreden, Rechtfertigungen und sogar Schuldzuweisungen an den Anderen mit so einer Sache davonkommt, die Hemmschwelle dementsprechend sinkt.

Dein Partner liest sich zumindest so, als würde er jede Eigenverantwortung von sich schieben, und Dich geschickt in eine Teilschuldposition manövrieren. Ich würde mir ehrlich gesagt an Deiner Stelle sehr sehr gründlich überlegen, ob ich weiterhin mit so jemandem eine Beziehung führen möchte, und mir auch erst einmal eine Auszeit erbitten, um in Ruhe darüber Nachzudenken, ob Du ihm seine Behauptungen, er sei tatsächlich mit der Absicht den Kontakt abzubrechen dort gewesen, glaubst. Zwischen Kontaktabbruch und Sex besteht schon ein nicht unvernachlässigbar großer Unterschied, und selbst wenn seine Aussage so stimmt, verrät sie doch immerhin ein gerüttelt Maß an Charakterschwäche.

Viel Glück.
 

Fadeaway

Aktives Mitglied
Ich bin leider noch nie betrogen worden. Zumindest weiss ich nichts davon.

Mir geht's um die Aussage Deines Zukuenftigen, er wollte den Kontakt abbrechen, aber dann...

Und da haette ich gleich mal eine ziemlich indiskrete Frage: Sexuell alles in Ordnung?
Nein, Du musst nicht antworten. Das ist nur eine Frage, die Du Euch selber stellen solltest. Vorsichtshalber...
Warum liess er sich so leicht verlocken?

Reden. Wenn Eure Beziehung ansonsten so harmonisch ist, ist das selbstverstaendlich.
 

Vitali

Aktives Mitglied
Hallo Gast,
ich muss mich dem Gesagtem anschließen. Betrug würde ich nicht verzeihen. In solchen Fällen benutze ich lieber den Begriff "Verrat" und schon klingt es so wie es sich anfühlt. Er hat dich verraten! Willst du mit einem Verräter eine Familie gründen oder nicht, musst du selbst wissen.
 

Suavi

Aktives Mitglied
Hey....

also ich persönlich glaube deinem Freund, ohne dich oder ihn oder eure Beziehung zu kennen.

Allerdings diesen Part...

Irgendwann wollte er das beenden und ist zu ihr hin. Vorher haben die zwei sich nie gesehen. Am ersten Abend war er zu feige und ging wieder. Am abend drauf ist er daher nochmal hin und da passierte es dann. Sie war ja verliebt und näherte sich ihm an tja und was dann passiert brauch ich nicht sagen. Er sagt es war nur sehr kurz, weil er kaum, dass es passierte realisiert hat was er da eigentlich macht. Er brach dann also mittendrin ab und ging und hat den Kontakt danach direikt abgebrochen.
... würde ich niemals glauben.

Ich zweifel nicht an, dass er dich liebt und es bereut, aber Liebe und Reue sind meistens nicht das Problem. Das Problem ist das zerstörte Vertrauen. So wie du es auch schreibst; du sitzt am Arbeitsplatz und weißt, dass es anders ist.

Ich wurde einmal betrogen (zumindest einmal, von dem ich weiß xD). Wir waren bis dahin 2 Jahre zusammen. Sie gestand es mir. Sie weinte 30 min. lang, bis sie sich etwas beruhigte. Ich verzieh ihr. Wir waren danach noch 1,5 Jahre zusammen. Die ersten 3 Monate haben wir versucht wieder gegenseitig Vertrauen aufzubauen. Dann erfuhr ich irgendwelche Details, die sie nicht gebeichtet hatte und die nicht zu dem passten, was sie mir anfangs erzählte und ich betrog sie, quasi aus Rache oder... ich weiß nicht - vielleicht verletzter Stolz. Ich erzählte ihr allerdings nichts. Irgendwann normalisierte sich wieder alles, auch wenn es jetzt eben anders war. Wie schon gesagt, es hielt noch 1,5 Jahre und es endete, weil sie - Überraschung - mich erneut betrog. Sie weinte wieder bitterlich, sagte mir, wie sehr sie mich liebt, aber dieses Mal stand ich einfach auf und ging.

Die 1,5 Jahre danach waren keine schöne Zeit mehr, zumindestens insgesamt. Zwischendurch gab's natürlich auch wieder gute Momente, schöne Stunden oder Tage, aber das Vertrauen war einfach zu gestört; sowohl meines als auch ihres. Sie liebte mich, keine Frage und ich liebte sie auch. Im Grunde genommen war sie sogar die erste Frau, von der ich sagen konnte, dass ich sie wirklich geliebt habe. Liebe war nicht unser Problem.

Sie redete selten über Probleme. Nachdem sie mich das erste Mal betrogen hatte, erfuhr ich zum ersten Mal, wie es tatsächlich in ihr aussieht. Sie fühlte sich von mir allein gelassen, da ich oft mit Freunden an den Wochenenden feiern war und wie das so ist, gab es auch mal das ein oder andere Gerücht. Sie lag nachts oft wach und weinte, erzählte sie, da ich damals auch niemand war, der groß über seine Gefühle sprach. Sie hatte immer Angst, fühlte sich nicht gewertschätzt, nicht geliebt usw. . Ich sah meine Fehler ein und ich war bereit auch ein Teil der Schuld zu tragen. Ich versuchte in der Zeit danach aufmerksamer zu sein, unternahm viel mit ihr, brachte ihr ab und zu Blumen mit, obwohl ich zu der Zeit echt nicht der Typ für so etwas war, blieb an den Wochenenden öfter Zuhause oder nahm sie mal mit (allerdings mochte sie meine Freunde nicht so wirklich, was auch initial der Grund war, weshalb ich ohne sie unterwegs war). Ich versuchte insgesamt ihr mehr zu zeigen, dass ich sie liebe und mehr über meine Probleme zu reden.

Umso mehr fühlte ich mich verarscht, wenn ich erfuhr, dass sie bei etwas unaufrichtig war. Letzten Endes ändern sich Menschen nicht, auch ich nicht. Immerhin habe ich sie anschließend betrogen ohne es ihr zu sagen. Wir wollten beide ehrlich zueinander sein, aber solche Versprechen sind meiner Erfahrung nach nichts wert. Menschen sind nicht immer ehrlich und das ist auch okay, aber wenn erst einmal das Grundvertrauen erschüttert ist, dann führen auch kleine Unaufrichtigkeiten zu einer Lawine, die schwer zu stoppen ist.

Ich persönlich würde eine Beziehung heute immer beenden, wenn ich betrogen worden wäre, ganz gleich ob ich sie noch liebe oder nicht.

so long...
 
W

Windlicht

Gast
Er hat nicht nur dich, sondern auch die andere Frau über längere Zeit hinweg hintergangen. Ich nehme an, sie wusste gar nicht, dass er in einer Beziehung ist. Er behauptet, er habe ihr nur gesagt, was sie hatte hören wollen. Wozu, wenn er nicht von Anfang an etwas von ihr wollte?
 

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