Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Einfach mal reden ... vielleicht hört wer zu

armondil

Neues Mitglied
Eigentlich wollte ich das hier nicht schreiben, ich hab immer gedacht, dass sich andere Menschen dafür nicht interessieren, was mir auch sehr oft gezeigt wurde, aber vielleicht gibt es ja doch einmal jemanden der mir zuhören kann und dem ich mich öffnen kann ohne schlechtes Gewissen.
Irgendwie ist mein Leben nicht mehr in den richtigen Bahnen...
Zur Information, ich bin jetzt 20 Jahre alt, Single und habe schon mein Studienfach wechseln müssen.
In der Schulzeit wusste ich eigentlich immer wer ich war. Ich war derjenige, der gute Noten hatte (Abitur 1,8), der anderen Menschen helfen konnte, sie auf ihren Wegen begleiten konnte und immer mit Rat zur Seite stand. Ich konnte den Menschen helfen, Dinge erklären oder einfach nur zuhören. Etwas, was mir auch heute noch nachgesagt wird, und was ich auch selbst gerne tue.
Das hat mir auch gefallen und hat mich zufrieden gestellt, auch wenn es in der Liebe noch nie richtig geklappt hat. Aber ich wusste wer ich bin und warum ich das mache ... um anderen zu helfen, und weil ich gerne anderen Menschen zuhöre.
Und dann kam die Uni, ich hab mich in die weitere Welt hinausgewagt, wollte Physik studieren... und dann beginnt der Abstieg auch schon.

Ein kleiner Junge ist nun also in der Uni und hofft, auch weiterhin so gut dastehen zu können und anderen Menschen helfen zu können. Doch schon im Vorkurs merkt er, dass es sehr schwer wird mit Physik und hengt sich rein, will auf jedenfall viel erlernen.
Aber auch zur gleichen Zeit lernt er per Zufall eine nette Dame kennen, in die er sich dann tiefgreifend verliebt. Er will sie kennen lernen und hat eine ganz spontane Idee:
Er sieht, dass sie ihr Notebook an hat und hofft einmal auf das Schicksal: Bluetooth am Handy an, ein Notebook wird gefunden(ihr Notebook) samt Namen, und zack, auch schon darauf angesprochen.
Zuhause im Kursverzeichnis Madame auch schon gefunden und angeschrieben. Damit beginnt eigentlich eine sehr schöne Zeit, man schreibt Nächtelang dann in den darauffolgenden Monaten, verbringt viel Zeit mit einander.

Nebenbei hat man natürlich auch andere Menschen kennen gelernt, dank eines Schulfreundes, der offener ist und schon andere Menschen kannte. Welch ein Glück, dann muss man selbst nicht so viel Kraft auferbringen.
Man ist dann doch sehr Menschenscheu. Woran er das merkt? Nun, wenn er in großen Menschenmassen ist, bekommt er oft wie eine Art ... Glasglocke aufgesetzt, oder seine Arme fühlen sich fremd an in solchen Situationen.

So begann mit Madame eine sehr tiefe Freundschaft (sie ist meine beste Freundin mittlerweile) und die Liebe war nur um so tiefgreifender ... andere waren schon der Meinung, man war ein Paar, aber so war es dann im Endeffekt dann doch nicht... so kam es leider nie.
Eine Frau, für die man echt alles tut, für die man da ist, für die man seine ganze Aufmerksamkeit aufbringt, für die man eine Welt verschieben würde... etwas so besonderes, dass einem alles auf der Welt farblos erscheint.

Doch das Semester schreitet voran und man merkt, Physik ist dermaßen kompliziert. Man versteht die Aufgaben nicht, man weiß nicht, was gefordert ist, man beginnt eher im Internet nach Tips zu suchen, als etwas zu riskieren und es lieber zu verstehen.
Nächtelanges arbeiten beginnt, und man versteht gefühlt die Welt nicht mehr, es macht keinen Sinn was da auf den Zettel steht. Täglich nur 5 Stunden Schlaf sind zur Norm geworden...
Und dann ist auch noch Madame... man will sich hineinknien, es einmal schaffen, sine Beziehung aufzubauen. Man hat sogar in einem Spiel die Charakter heiraten lassen und "zelebriert" es quasi (unser Hochzeitstag)
Also noch mehr Zeit opfern, aber "Worth it!" (so dachte man).
Aber die Wochenzettel werden schwerer und schwerer, man versteht nichts mehr ... am Ende des Semesters: eine Klausur mit 4,0 bestanden, eine durchgefallen. Die letzte kann nicht mehr angetreten werden:
Er ist fast umgekippt, musste zum Arzt: Bluthochdruck und kritische Herzvergrößerung, angeordnete Ruhe, Stress pur.

Das zweite Semester folgt, keine Klausur mehr bestanden, alles läuft nicht mehr. Man weiß wirklich nicht mehr weiter, und überlegt neu anzufangen, aber tut man das wirklich? Etwas, in dem man in der Schule so geglänzt hat? Etwas, wofür man in der Schule sogar eine Auszeihnung bekommen hat?
Doch nach heftigen Streiteren steht es fest, Wechsel zu Bioninformatik, zumindest da läuft es besser, es macht einem mehr Spaß.

Mit Madame tritt ein Alltag ein, sie wird irgendwie anders, schreibt kaum noch Smileys, ist irgendwie anders drauf beim Schreiben, aber wenn man sie trifft, ist es dennoch perfekt, trotzdem hat man zwei mal einen Korb erhalten.

Nun in Bioinformatik immerhin die Klausuren geschafft, aber nur mit 3,3 ... und man fragt sich, was ist bloß los, warum geht nichts mehr.
Dann baut man einen der größten Fehler, hat wen in dem Spiel kennen gelernt, die sich in einen Verliebt und beginnt für 3 Tage eine "Fernbeziehung", um von Madame loszukommen ... redet schlecht über Madame, weil die Spielperson befürchtet, sich zwischen Madame und ihm drängen können. Deshalb das böse hinterhergerde was nicht stimmt.
Plötzlich spricht Madame von einem ganz besonderen Traum mit einem ... man hofft, dass doch der sehnlichste Wunsch in Erfüllung geht, trennt sich von der anderen, auch weil man merkt, dass man für sie eigentlich nichts empfindet, aber auch wegen Madame.

Nun folgen schöne Abende mit Madame, Massagen für sie, Hände halten ... ist es wahr? Vorerst ... aber das war wohl doch zu viel gedacht. Nun der 3. Korb, sie wisse nun endlich, was sie für mich empfinde ... nicht mehr als Freundschaft.
Und dann reißt das Herz komplett auf. Man will nicht mehr.

In der Uni: Bioklausur nummer eins, durchgefallen.

Aber nun noch die andere Seite:
Probleme in der Familie. Ich kann meinene Eltern nicht von schlechten Noten berichten, ich habe einfach Angst, auch wenn sie jetzt anders sind, liebevoll...
Doch die Kindheitserinnerungen bleiben ... ich kam mit einer 3 im Deutschdiktat nach Hause. Lautes Geschrei, wie könne ich solch dämliche Fehler machen. Mein Vater geht in mein Zimmer, schmeißt alle Schränke um, meine Sachen gehen kaputt. Ich muss aufräumen.
Andere Klausuren, evtl. mal eine 3, lauter Geschrei, dann knallt es mal, wenn ich eine 4 (das kam insgesamt 2 mal vor). Ich fange an, arbeiten zu verheimlichen, oder gar Elternsprechtage ... ich verheimliche auch eine 2 ... warum? Aus Angst.
So ging es bis zur 7 Klasse ... dann hat mein Vater eingesehen, dass es so nicht geht (wie nett). Er wird liebevoller, er versteht endlich mal seine Probleme ...
Und et viola: Seit der 7 Klasse imm 1,8 im Zeugnis ... vermutlich aus inneren Beklemmungen und Angst. Ist eine Arbeit trotzdem mal eine 3, wird sie verschwiegen. Warum? Aus Angst...

Heute ist mein Vater ganz anders, aber trotzdem habe ich immer noch angst, Dinge zu sagen ... ich verschweige auch, dass ich mit dem Geld zu knapp bin ... mein Vater verdient gut, er ist Pfarrer, aber ich traue mich nicht zu sagen, dass ich eigentlich mehr bräuchte ...
Für das Essen, Freizeit und Bücher, Geschenke für andere, Reparaturen von Geräten, PC Spielen etc. alles mögliche, was nicht Wohnung und Strom/Internet betrifft, hab ich etwa 120 Euro, und der Kredit wird immer weniger ... meine Eltern bezahlen mir nur die Studienkosten.

Dann das Problem mit der Familie: Familie mütterlicher Seits und Väterlicher seits hassen sich, man könnte quasi von "Oberschicht" und "Unterschicht" sprechen (ich hasse diese Worte, aber es passt leider).
Noch dazu ... ich hab nur Halbgeschwister, jeweils auf der Seite ... und stehe damit im Kreuzfeuer, ich bin ja auch das verbindende Glied. Sie wollen sich gegenseitig nicht sehen, und nicht mehr eingeladen werden, wenn die anderen da sind ... was für eine Familie
Meine Familie ist wie eine zusammenstellung von Mafiabanden... bitter, dass andere mir da zustimmen.

Überall ist Hass, oder die Dinge laufen nicht, ich hab Angst ...
Und dann die Freunde, ich höre ihnen gerne zu, nur schlimm ist, wenn ich etwas sage, und darauf nicth eingegangen wird ... wer hört mir zu? Das ist nicth bei allen so, aber bei manchen ... oder manchen bin ich einfach egal ... die wissen eigentlich nichts über mich, wollen es nicht, und fragen nur nach Hilfe.
Dann kann ich mich aber auch keinem Öffnen ... es ist ... so unmöglich... oft genug gehört wenn ich sage, was mich bedrückt "Stell dich nicth so an". Und damit ist es angeblich gegessen. Dann kommen ihre Probleme, und ich höre ihnen zu... ich nehme sie ernst, ich will da auch helfen.
Ich will zeigen, dass einem mitmenschen wichtig sind.

Ich kann das auch, ich merke auch, wenn zwischen Menschen spannungen sind ... ich rieche das quasi bzw. fühle es, wenn es noch kein anderer sieht. Ich leide oft mit anderen Menschen mit.... doch wer hört mir zu?

Witziger Weise kenne ich das auch aus meiner Familie, andere wünschen einem viel Glück, die Familie sagt streng dich an ... sei Stolz auf das, was du geleistet hast.

Es geht immer darum, was ich leiste ... wie meine Arbeitskraft ist ... aber wer denkt an mich?

Wer hilft mir, wenn es mir mal wirklich nicht gut geht? Wer schaut darauf, ob ich auch mal glücklich bin? Niemand denkt daran was mich glücklich macht, es kommt ja immer nur auf den Stolz an ... aber wer schaut mal auf den Menschen, in den Menschen, der Hinter dieser Leistung steht?

Vorallem jetzt, da scheinbar diese Leistung nicht mehr wirklich da ist... wo sind seine glorreichen Tage, seine herausragenden Taten... hinter ihm.

Und dann noch dieser letzte Korb von Madame, die trotzdem mit zu den wichtigsten Menschen gehört, die einem so viel bedeuten, mit den man so schönene Zeiten hatte...

Es zerreißt einen, es führt einen in Abgründe ... wo ist mein weg? Ich weiß es nicht ... ich bin oft nur noch antriebslos und weiß gar nicht mehr, warum ich überhaupt aufstehe ... früher wusste ich das ... doch jetzt? Was sind meine Hobbies? ich weiß es nicht ...
Ich fliehe in meine Tagträume, in denen alles besser ist. Wo ich mit Madame zusammen wohne und alt werde, in denen ich doch etwas mal kann. Es geht sehr schnell. Mal ein Gedanke und schon bin ich in einer fernen Welt.

Ich weiß einfach langsam nicht mehr weiter, und lebe nur noch in den Tag hinein. Ja, natürlich gibt es mal wieder nette Momente, aber ich habe quasi eine Maske auf. Ich zeige diese Maske der gesammten Welt ... und wenn ich dann alleine bin, ganz alleine in meiner Wohnung, nur noch mit meinem Hamster...
Dann sitze ich da, weine leise vor mir her und versuche Händeringend etwas zu finden, das mir quasi einen Sinn gibt ... aber das will ich eigentlich niemandem zeigen, das wäre Peinlich und ... wer will sowas schon sehen. Und doch bleiben die Fragen:
Wo ... und vorallem ... wer bin ich?

P.S.: Ich hoffe, es ist irgendwie lesbar und verständlich, halbwegs strukturiert ... ich bin geistig chaotisch, ich hoffe auch, die Rechtschreibfehler halten sich in grenzen -.-
Kommentare wären nett und ob es Menschen dadraußen gibt, die auch soetwas erleben .. und weiter wissen.
 
hallo, lieber Armondil,
Du bist voll dabei, die Welt und Dich selbst zu entdecken. Die aufregendste Reise ist immer die Reise in das eigene Ich. Und es scheint so, dass Du gerade erst die Reise angetreten hast. Es wird Dir noch öfters passieren, dass Du Dich mit Gefühlen und Gedanken selbst überraschst. Die tolle Idee von gestern ist heute gestorben … und auf geht es zu einem neuen Ziel. Dein aktuelles Leben erscheint Dir verwirrend zu sein. Das ist verständlich, denn Du erlebst viel Neues.
Du bist nicht mehr der kleine Schuljunge, der gerne lernt, damit der Papa ihn lobt. Heute kannst Du wissen, dass Du lernst, weil Du das willst. Erfolg macht glücklich. Um wieder guten Erfolg haben zu können, musst auch Du Regeln einhalten, die für einen erfolgreichen Weg einzuhalten sind.


  1. Kompetenz: Durch ständiges Hinzulernen richtig gut im eigenen Spezialgebiet werden
    Finde heraus, wo deine Stärken und Interessen sind. Konzentriere Dich auf Dein Studienfach – und dann heisst es „ohne Fleiss keinen Preis“. Solltest Du einen Beruf wählen, der ohne Studium zu erlernen ist, auch gut. Das Studium ist kein Muß. Aber wenn Du Dein Studienfach gefunden hast, dann eben loslegen…
    Erfolgreiche Menschen setzen sich Ziele und überschaubare Zwischenziele. Und Deine Ziele darfst Du nie aus den Augen verlieren.

    Frauen: Es gibt nichts Schöneres und Herrlicheres, als sich in eine Frau zu verlieben, die es wert ist. Aber fast alle Frauen ziehen einen Mann, der zu seinen Zielen steht und diese verfolgt, dadurch Erfolg hat, jemandem vor, der ziellos und erfolglos ist. Dabei geht es nicht um Geld. Die meisten Frauen wollen einfach einen starken Partner, eine Persönlichkeit. Jemand, der nur lieb und nett ist, könnte gut sein für kurze Zeit. Aber wenn Du eine Frau haben möchtest, die langfristig oder sogar für immer an Deiner Seite ist, dann schaffst Du mit Deinem Fleiss die Basis für Eure Existenz. Dein Studium hat sozusagen eine höhere Aufgabe.
    Solltest Du die Richtige schon während des Studiums kennenlernen, dann wird sie Verständnis haben, dass Du die Zeit mit ihr so limitierst, dass Du Deinem Ziel, guter Studienabschluss, nicht verpasst. Sei Deiner Freundin dankbar für die gute Zeit mit ihr. Liebeskummer tut weh. Aber Du kannst daraus Kraft schöpfen für Dein Studium, wenn Du sie mit dankbarem Herzen für die schöne Zeit loslässt und lediglich als gute Freundin behältst.

  2. Klarheit: Wissen, wer man ist, die eigenen Stärken nutzen und die nächsten Schritte kennen
    Du solltest für Dich lernen, für Deine schöne Zukunft. Das Lob des Papas ist schön, aber nicht mehr zwangsläufig erforderlich. Werde erwachsen.

  3. Mut: Risiken eingehen, etwas wagen, selbst wenn man droht an seine Grenzen zu stoßen

  4. Verbindlichkeit: Sich nicht abbringen lassen, verlässlich seinen Weg gehen, Hindernisse überwinden
  5. Organisationstalent: Die wichtigsten Dinge geregelt bekommen, Zeit gut zu planen, sich selbst schonen, auf Nachhaltigkeit angelegt sein

  6. Ambiguitätstoleranz: Veränderung lieben und kreativ gestalten, Veränderungs-Stress gering halten

  7. Mitgefühl: Andere fördern, gut behandeln, für sie sorgen

  8. Verbundenheit: Pflegen der mitmenschlichen Beziehungen; Intimität, Geduld, Vergeben, Gegenseitigkeit und Spaß kultivieren

  9. Aufrichtigkeit: Ehrlich, integer und bescheiden; seine eigenen Grenzen kennen


  1. Sorge für Deine Gesundheit. Von Ausnahmen abgesehen, sind guter und ausreichender Schlaf ebenso wichtig wie gesunde Ernährung. Wasser, in Maßen genossen, soll nicht schädlich sein. Mit Alkohol wäre ich vorsichtiger. Etwas Sport kann auch nicht schaden.

  2. Berufung: Einen höheren Zweck finden, anstatt nur für die materiellen Dinge leben
    Wenn Dein Vater Pfarrer ist, dann ist Dir evt. der Glaube an Jesus Christus bzw. an Gott nicht fremd, evt. glaubst Du selbst an Gott. Das tue ich auch. Ich denke, dass Gott für jeden einen Platz hat, eine Aufgabe. Sei offen dafür, dass Gott Dich begleitet und Dir den Platz zeigt, an dem Du glücklich bist und die Frau zeigt, mit der Du glücklich wirst.

    Schreibe zurück, wenn Du möchtest. Alles Sinnvolle, was man zu Deiner Situation schreiben kann, lässt sich in diese erste Antwort nicht reinpacken. Du hast evt. Fragen – dann stelle sie.
    Liebe Grüße, Nordrheiner
 
Nachtrag: Als Mensch bist Du mit Sicherheit sehr liebenswert. Du wirst liebenswert bleiben, auch wenn gewünschte Studienerfolge ausbleiben. Möglicherweise bist Du emotional so gestrickt, dass persönliche Zuwendung und Anerkennung sehr wichtig sind. Und wenn Du zuwenig Zuwendung und Anerkennung erhältst, macht Dich das unruhig oder lenkt Dich ab von dem, was Deine Aufgaben sind. Das Leben hat solche Phasen. Sie erscheinen uns wie die Wüste Gobi. Wenn ich mich in einer Wüste befinde, dann gehe ich weiter meinen Weg, denn nur so komme ich hindurch. Stehenbleiben wäre kontraproduktiv. Also geh!

 
Oh was für ein schöner Text,trotz der unschönen Geschichte die dahinter steckt.Aber was du geschrieben hast,erinnert mich genau an meine Situation🙁Bei mir ist es genauso,dass ich für alle Menschen nur funktionieren soll und wer ist mal für mich da? Niemand!Ich war immer mein ganzes Leben für alle da und jetzt wo ich mal jemanden brauche ist niemand,wirklich niemand da.Von meiner Familie her bekomm ich auch nur Vorwürfe,anstatt die Unterstützung,die ich eher bräuchte.Ich fühle mich trotz der ganzen Menschen auf der Welt einsam und das ist weiß Gott kein schönes Gefühl,wenn man zwar Leute zum lachen,aber keine zum weinen hat.Es ist bei mir genau wie du es auch beschrieben hast mit dem Hamster.Nach außenhin setzt man seine Maske auf,was eh alle von einem erwarten und kaum ist man zu Hause könnte man nur noch weinen.Es ist so schrecklich und ich finde auch keine Menschen die anders sind,sondern irgendwie wird man immer wieder aufs neue enttäuscht🙁
 
Vielen lieben Dank an Nordrheiner,
aber woher weiß man, was seine Stärken sind, was für einen das "richtige" ist? Wird man es jemals wissen? Es ist so ... unverständlich das man schon jetzt Entscheidungen für sein gesamtes Leben treffen muss ... woher weiß man, ob sie die richtigen Entscheidungen sind?
Und vorallem wie behält man seine Ziele im Auge? Ich setze mir ja auch Ziele ... aber ich verliere einfach über alles den Überblick, ich weiß nicht wo man anfangen soll, es gibt so vieles ...

Und was ist, wenn einen die Arbeit überrennt, wenn man einfach nur noch mit sorgen einschläft und gar nicht weiß, ob man überhaupt schlafen sollte, da noch so viel arbeit zu erledigen ist.

Und wie erkennt man seinen Weg? Ich würde ja gehen, wenn ich wüsste wohin... anchmal hab ich das Gefühl, ich habe keine Karte und stapfe vor mir her, irre herum, ohne zu wissen wo lang..

An Gast,

Danke zu hören, dass es noch andere Menschen gibt, die soetwas erleben...
manchmal kommt man sich so wertlos vor.
Zu schade, dass du nur ein Gast bist.
 
Lieber Armondil,
am liebsten würde ich neben Dir sitzen, zumindest täglich in greifbarer Nähe sein, um bei jeder Frage über eine Antwort nachdenken zu können. Aber das geht ja nicht. Manchmal, so kommt es mir vor, wäre ein Lebenstutor nicht schlecht.
Deine Fragen sind schon gut. Aber keine Sorge. Auf manche Deiner Fragen findest Du sehr schnell eine Antwort – und bei anderen Fragen kann es unter Umständen Jahre dauern. Das ist einfach so.
Ich gehe solche Fragen ganz praktisch an. Was ich heute kann erledigen, tue ich – und zwar möglichst gut. Der Rest ist für morgen. Für den heutigen Tag mache ich mir einen Zeitplan für meine Aufgaben. Dieser Zeitplan betrifft nur meine Pflichten und umfasst an „normalen“ Tagen 50% meiner Zeit. Nicht mehr –denn Störungen aller Art können jeden guten Zeitplan kaputt machen und man fühlt sich am Ende des Tages „erfolglos“. Wenn ich den 50%-Plan erfülle oder sogar ungeplant mehr, war ich erfolgreich und erlaube mir eine Belohnung, z.B. Fernsehen oder Sport oder …. Bonbon essen….etc.
Als ich studierte gab es noch Blockprüfungen für das Vordiplom/Diplom. Du konntest alle Klausuren mit 1,0 bestehen – aber wenn nur eine Klausur daneben ging, war der Kandidat komplett durchgefallen. Bei meinem Vordiplom meldeten sich von 269 Studenten nur 39 an. Davon fielen 26 durch. Von den 13 Studenten, die bestanden hatten, hatten 8 eine 4. Du kannst Dir kaum vorstellen, wie überrascht ich war, dass ich unter die ersten 5 landete. Ich war selten der Beste, aber immer gab ich mein Bestes. Für die Vordiplom-/Diplomprüfungen musste ich meinen Zeitplan ändern. Da war jede Minute eines bestimmten 10-Stundentages (solange traute ich mir zu zu lernen) streng nach Fächern eingeteilt und wenn ich z.B. nach gesetzten 1,5 Stunden für X nicht fertig war, dann war es ebenso und ich ging zum nächsten Fach über. Stichwort Disziplin! Zur Disziplin gehört es, dass wenn ich lernte – ich keine Störung zulies. Anrufer bat ich um Geduld … bis ich abends oder morgen wieder Zeit zum Telefonieren haben würde, bat um Verständnis und legte höflich und freundlich auf etc. Ich hatte eine Vermieterin, die aus lauter Langeweile ständig gerne stundenlange Gespräche führen wollte. Ich bog das ab mit Worten: „Das Thema ist interessant – aber ich habe jetzt leider keine Zeit. Ich bin etwas unter Druck und möchte jetzt lernen. Ist das für Sie ok?“ Dann machte ich meine Türe einfach zu. (Das kostete etwas Kraft und erforderte Mut, schließlich war sie meine Vermieterin)
Mein Nachbar, ebenfalls Student, kam öfters ca. 2 Stunden früher als ich aus der Uni. Nicht selten stand er noch auf der Treppe wenn ich kam und war in ein Gespräch mit der Vermieterin verwickelt. Ich sah seine flehentlichen Blicke. Ich ging dann schnurstracks nach oben und rief: „Günter, ich brauch Dich hier mal. Kannst Du bitte mal sofort kommen?“

Als Lebenstutor können Bücher aushelfen.
Meine Buchempfehlungen:
Bill und Pam Farrel: die 10 besten Entscheidungen, die ein Single treffen kann

Geri Scazzero: Jetzt ist Schluß! Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben

Dann gibt es noch die sehr zu empfehlende Schriftstellerin Joyce Meier, die sich hauptsächlich an Frauen wendet, aber Männer dürfen diese Bücher auch lesen. www.Joyce-Meyer.de und unter dem Link fand ich das Stichwort „Restposten“. Wenn Du den Link anklickst (www.star-buy.de) findest Du eine große Auswahl an Büchern von Joyce Meier.
Z.B:

  • Lass Dich nicht entmutigen
  • Gib niemals auf
  • Du darfst Du selbst sein: Habe den Mut und erfülle deine Bestimmung
  • Das Schlachtfeld der Gedanken
  • Freiheit trotz Ablehnung
  • Mach Dir keine Sorgen: Die Kunst, seine Lebensängste Gott zu überlassen
  • Sag ihnen, dass ich sie liebe: Erkenne Gottes Liebe für Dich
    Und auch gibt es CD’s von Joyce Meier. Die obigen Bücher kosten im Restposten so zwischen 2-14 € / Stück.
    Zu Deinen Fragen – von mir erste Antworten:
    Schwere Fragen und Aufgaben erfordern Kraft = genügend Schlaf! Achte darauf und wälze keine Fragen wenn Du müde bist.
    Unsere Stärken werden deutlich, wenn wir uns vor Augen halten, was wir schon alles gut geschafft haben. Darüber hinaus gibt es diverse Eignungstests, die in einfacher Form (eher untauglich) und in qualifizierterer Form (z.B. vom Arbeitsamt) angeboten werden.
    Was für Dich „das Richtige“ ist, ist eine philosophische Frage. Die Antwort liegt in der Erkenntnis, die Du im Moment der Fragestellung hast. „Jetzt“ ist es richtig, für das Fach X zu lernen und Dir einen Plan über die weiteren Aufgaben und zu den folgenden Tage zu machen. Danach ist es richtig, Bücher zu bestellen oder Essen zu gehen. „Morgen“ kann es richtig sein, das Studium zu beenden und einen Ausbildungsplatz zu suchen. Einen Tag später – bevor Du Dich exmatrikuliert hast, hast Du die Erkenntnis, dass es noch besser ist, eine angefangene Sache so gut wie möglich zu beenden und Du das Studium so gut wie möglich durchziehst und erst danach einen Ausbildungsplatz suchst oder ein Zweitstudium beginnst.
    Es sind alles Entscheidungen unter Unsicherheit. Dafür gibt es auch mathematische Vorgehensweisen…. Theorien über das Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit. Es gilt aber immer die Regel: Hinterher sind wir immer schlauer. Also keine Angst vor möglichen Fehlentscheidungen. Mal haben wir uns richtig entschieden – mal falsch. Ggf. hadere nicht zulange mit Dir – sondern fange jeden Tag neu an mit dem Gedanken: Heute wird es ein schöner Tag und ich gebe wieder mein Bestes. Die fröhlichen und mutigen Menschen erobern die Welt. Die fröhlichen Menschen erobern Menschen, die mutigen das Land. Rückschläge und Fehlentscheidungen kommen immer vor dem nächsten Erfolg. Nach dem Sieg ist immer vor dem (nächsten) Sieg.
 
Oh was für ein schöner Text,trotz der unschönen Geschichte die dahinter steckt.Aber was du geschrieben hast,erinnert mich genau an meine Situation🙁Bei mir ist es genauso,dass ich für alle Menschen nur funktionieren soll und wer ist mal für mich da? Niemand!Ich war immer mein ganzes Leben für alle da und jetzt wo ich mal jemanden brauche ist niemand,wirklich niemand da.Von meiner Familie her bekomm ich auch nur Vorwürfe,anstatt die Unterstützung,die ich eher bräuchte.Ich fühle mich trotz der ganzen Menschen auf der Welt einsam und das ist weiß Gott kein schönes Gefühl,wenn man zwar Leute zum lachen,aber keine zum weinen hat.Es ist bei mir genau wie du es auch beschrieben hast mit dem Hamster.Nach außenhin setzt man seine Maske auf,was eh alle von einem erwarten und kaum ist man zu Hause könnte man nur noch weinen.Es ist so schrecklich und ich finde auch keine Menschen die anders sind,sondern irgendwie wird man immer wieder aufs neue enttäuscht🙁

Hallo, lieber Gast,
für andere funktionieren und für andere „da sein“, sind zwei verschiedene Dinge.
Also wenn ich auch für andere Aufgaben erledige, funktioniere ich nie. Damit meine ich, dass ich gerne anderen helfe. Aber 1. Lasse ich mich nicht ausnutzen. 2. erledige ich keine Aufgaben, die der Andere auch selbst erledigen kann. Bin ich denn sein Sklave?
In einer häuslichen Gemeinschaft, z.B. Familie, ist es selbstverständlich, dass ich nicht nur an meine persönlichen Aufgaben denke, sondern auch an die Aufgaben, die für die Gemeinschaft nötig sind. Also übernehme ich gerne oder nicht – auch Aufgaben wie für alle Einkaufen, Müll runtertragen etc etc.. Da funktioniere ich nicht – sondern nehme meine Mitverantwortung ernst.
Für andere da sein, heisst für mich: Zuhören können und helfen, wenn ich für die benötigte Hilfe kompetent bin. (kompetent sein = Zeit haben und wissen, wie geholfen werden muß.) In Notfällen nehme ich mir die Zeit zu helfen, auch wenn ich eigentlich keine Zeit habe. Das aber nur in echt dringenden Fällen, die keinen Aufschub ermöglichen. Wenn ich mich von meinen Aufgaben habe abhalten lassen, weil der Anderen es so dringend darstellte, dass man mit der Hilfe auf keinen Fall, nicht eine Minute, warten kann und es stellt sich hinterher heraus, dass es doch nicht so wichtig bzw. dringend war, dann hat er mich das erste und das letzte Mal verarscht.

Deine Aussage „Ich war mein ganzes Leben für andere da“ klingt krass. Streng genommen bedeutet das, dass Du noch nicht einmal – nie – für Dich Zeit hattest. Dann ist es doch auch verständlich, wenn Du von Deiner Umwelt so gesehen wirst als ein Mensch ohne eigene Bedürfnisse, ohne eigene Aufgaben und Wünsche. Sicher macht es sich Deine Umwelt dann etwas einfach, zu einfach. Aber Du hast mitgewirkt bei ihrer „Blindheit“. Nur Mensch die reden, kann geholfen werden. Also sprich z.B. mit Deiner Familie auch über Deine Aufgaben, die nur Dich betreffen, über Deine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse. Und umgekehrt solltest Du – genauso wie man Dir zuhören soll – auch anderen zuhören. Könnte es evt. sein, dass man Dir nicht zuhört, Dir hilft, weil Du zwar anwesend warst und irgendwelche Aufgaben für die anderen erledigt hast, aber nicht wirklich Dich für die Anderen interessiert hast, ihn nicht aufmerksam zugehört hast, Dich nicht nach ihren Zielen, Wünschen, Aufgaben und Bedürfnissen gefragt hast? Evt. hast Du dir oft gedacht, zu wissen, was für den Anderen wichtig ist – aber gefragt hast Du ihn nie. So nach dem Motto: Ich weiß ja was ihm wichtig ist – warum sollte ich ihn dann noch fragen? Könnte das zutreffen? Übel…
Solltest Du tatsächlich von Menschen umgeben sein, die z.B. immer nur wollen, dass Du zuhörst, aber selbst Dir nie zuhören wollen, dann suche Dir „neue“ Menschen, denen Du zuhörst und die auch im gleichen Maße Dir zuhören wollen. Stelle an andere Menschen immer nur die Ansprüche, die Du selbst auch bereit bist zu erfüllen. Jammern hilft nie! Stelle an Dich selbst die Fragen: Habe ich mich richtig verhalten? Was kann ich von mir aus tun, um das Verhältnis mit XY zu verbessern? Bei welchen Menschen fühle ich mich wohl?
Wenn ich auf negative Menschen treffe, dann suche ich schnellstmöglich das Weite. Den anderen Menschen kann ich informieren –aber nicht ändern. Die Menschen, bei denen ich mich wohl fühle, muß ich schonmal suchen. Das erfordert Bewegung – nicht jammern.
Du schreibst: …dass Du keine anderen Menschen findest.
Meine Frage: Wo und wie lange suchst Du denn?

Und last but not least: Evt .magst Du mal Deine Probleme hier schildern? Ich „höre“ zu.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F Ich will einfach aussteigen Ich 10
M Kann mein Misstrauen einfach nicht überwinden Ich 19
E Ich weiß einfach nicht mehr weiter!!! Ich 47

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben