Eigentlich wollte ich das hier nicht schreiben, ich hab immer gedacht, dass sich andere Menschen dafür nicht interessieren, was mir auch sehr oft gezeigt wurde, aber vielleicht gibt es ja doch einmal jemanden der mir zuhören kann und dem ich mich öffnen kann ohne schlechtes Gewissen.
Irgendwie ist mein Leben nicht mehr in den richtigen Bahnen...
Zur Information, ich bin jetzt 20 Jahre alt, Single und habe schon mein Studienfach wechseln müssen.
In der Schulzeit wusste ich eigentlich immer wer ich war. Ich war derjenige, der gute Noten hatte (Abitur 1,8), der anderen Menschen helfen konnte, sie auf ihren Wegen begleiten konnte und immer mit Rat zur Seite stand. Ich konnte den Menschen helfen, Dinge erklären oder einfach nur zuhören. Etwas, was mir auch heute noch nachgesagt wird, und was ich auch selbst gerne tue.
Das hat mir auch gefallen und hat mich zufrieden gestellt, auch wenn es in der Liebe noch nie richtig geklappt hat. Aber ich wusste wer ich bin und warum ich das mache ... um anderen zu helfen, und weil ich gerne anderen Menschen zuhöre.
Und dann kam die Uni, ich hab mich in die weitere Welt hinausgewagt, wollte Physik studieren... und dann beginnt der Abstieg auch schon.
Ein kleiner Junge ist nun also in der Uni und hofft, auch weiterhin so gut dastehen zu können und anderen Menschen helfen zu können. Doch schon im Vorkurs merkt er, dass es sehr schwer wird mit Physik und hengt sich rein, will auf jedenfall viel erlernen.
Aber auch zur gleichen Zeit lernt er per Zufall eine nette Dame kennen, in die er sich dann tiefgreifend verliebt. Er will sie kennen lernen und hat eine ganz spontane Idee:
Er sieht, dass sie ihr Notebook an hat und hofft einmal auf das Schicksal: Bluetooth am Handy an, ein Notebook wird gefunden(ihr Notebook) samt Namen, und zack, auch schon darauf angesprochen.
Zuhause im Kursverzeichnis Madame auch schon gefunden und angeschrieben. Damit beginnt eigentlich eine sehr schöne Zeit, man schreibt Nächtelang dann in den darauffolgenden Monaten, verbringt viel Zeit mit einander.
Nebenbei hat man natürlich auch andere Menschen kennen gelernt, dank eines Schulfreundes, der offener ist und schon andere Menschen kannte. Welch ein Glück, dann muss man selbst nicht so viel Kraft auferbringen.
Man ist dann doch sehr Menschenscheu. Woran er das merkt? Nun, wenn er in großen Menschenmassen ist, bekommt er oft wie eine Art ... Glasglocke aufgesetzt, oder seine Arme fühlen sich fremd an in solchen Situationen.
So begann mit Madame eine sehr tiefe Freundschaft (sie ist meine beste Freundin mittlerweile) und die Liebe war nur um so tiefgreifender ... andere waren schon der Meinung, man war ein Paar, aber so war es dann im Endeffekt dann doch nicht... so kam es leider nie.
Eine Frau, für die man echt alles tut, für die man da ist, für die man seine ganze Aufmerksamkeit aufbringt, für die man eine Welt verschieben würde... etwas so besonderes, dass einem alles auf der Welt farblos erscheint.
Doch das Semester schreitet voran und man merkt, Physik ist dermaßen kompliziert. Man versteht die Aufgaben nicht, man weiß nicht, was gefordert ist, man beginnt eher im Internet nach Tips zu suchen, als etwas zu riskieren und es lieber zu verstehen.
Nächtelanges arbeiten beginnt, und man versteht gefühlt die Welt nicht mehr, es macht keinen Sinn was da auf den Zettel steht. Täglich nur 5 Stunden Schlaf sind zur Norm geworden...
Und dann ist auch noch Madame... man will sich hineinknien, es einmal schaffen, sine Beziehung aufzubauen. Man hat sogar in einem Spiel die Charakter heiraten lassen und "zelebriert" es quasi (unser Hochzeitstag)
Also noch mehr Zeit opfern, aber "Worth it!" (so dachte man).
Aber die Wochenzettel werden schwerer und schwerer, man versteht nichts mehr ... am Ende des Semesters: eine Klausur mit 4,0 bestanden, eine durchgefallen. Die letzte kann nicht mehr angetreten werden:
Er ist fast umgekippt, musste zum Arzt: Bluthochdruck und kritische Herzvergrößerung, angeordnete Ruhe, Stress pur.
Das zweite Semester folgt, keine Klausur mehr bestanden, alles läuft nicht mehr. Man weiß wirklich nicht mehr weiter, und überlegt neu anzufangen, aber tut man das wirklich? Etwas, in dem man in der Schule so geglänzt hat? Etwas, wofür man in der Schule sogar eine Auszeihnung bekommen hat?
Doch nach heftigen Streiteren steht es fest, Wechsel zu Bioninformatik, zumindest da läuft es besser, es macht einem mehr Spaß.
Mit Madame tritt ein Alltag ein, sie wird irgendwie anders, schreibt kaum noch Smileys, ist irgendwie anders drauf beim Schreiben, aber wenn man sie trifft, ist es dennoch perfekt, trotzdem hat man zwei mal einen Korb erhalten.
Nun in Bioinformatik immerhin die Klausuren geschafft, aber nur mit 3,3 ... und man fragt sich, was ist bloß los, warum geht nichts mehr.
Dann baut man einen der größten Fehler, hat wen in dem Spiel kennen gelernt, die sich in einen Verliebt und beginnt für 3 Tage eine "Fernbeziehung", um von Madame loszukommen ... redet schlecht über Madame, weil die Spielperson befürchtet, sich zwischen Madame und ihm drängen können. Deshalb das böse hinterhergerde was nicht stimmt.
Plötzlich spricht Madame von einem ganz besonderen Traum mit einem ... man hofft, dass doch der sehnlichste Wunsch in Erfüllung geht, trennt sich von der anderen, auch weil man merkt, dass man für sie eigentlich nichts empfindet, aber auch wegen Madame.
Nun folgen schöne Abende mit Madame, Massagen für sie, Hände halten ... ist es wahr? Vorerst ... aber das war wohl doch zu viel gedacht. Nun der 3. Korb, sie wisse nun endlich, was sie für mich empfinde ... nicht mehr als Freundschaft.
Und dann reißt das Herz komplett auf. Man will nicht mehr.
In der Uni: Bioklausur nummer eins, durchgefallen.
Aber nun noch die andere Seite:
Probleme in der Familie. Ich kann meinene Eltern nicht von schlechten Noten berichten, ich habe einfach Angst, auch wenn sie jetzt anders sind, liebevoll...
Doch die Kindheitserinnerungen bleiben ... ich kam mit einer 3 im Deutschdiktat nach Hause. Lautes Geschrei, wie könne ich solch dämliche Fehler machen. Mein Vater geht in mein Zimmer, schmeißt alle Schränke um, meine Sachen gehen kaputt. Ich muss aufräumen.
Andere Klausuren, evtl. mal eine 3, lauter Geschrei, dann knallt es mal, wenn ich eine 4 (das kam insgesamt 2 mal vor). Ich fange an, arbeiten zu verheimlichen, oder gar Elternsprechtage ... ich verheimliche auch eine 2 ... warum? Aus Angst.
So ging es bis zur 7 Klasse ... dann hat mein Vater eingesehen, dass es so nicht geht (wie nett). Er wird liebevoller, er versteht endlich mal seine Probleme ...
Und et viola: Seit der 7 Klasse imm 1,8 im Zeugnis ... vermutlich aus inneren Beklemmungen und Angst. Ist eine Arbeit trotzdem mal eine 3, wird sie verschwiegen. Warum? Aus Angst...
Heute ist mein Vater ganz anders, aber trotzdem habe ich immer noch angst, Dinge zu sagen ... ich verschweige auch, dass ich mit dem Geld zu knapp bin ... mein Vater verdient gut, er ist Pfarrer, aber ich traue mich nicht zu sagen, dass ich eigentlich mehr bräuchte ...
Für das Essen, Freizeit und Bücher, Geschenke für andere, Reparaturen von Geräten, PC Spielen etc. alles mögliche, was nicht Wohnung und Strom/Internet betrifft, hab ich etwa 120 Euro, und der Kredit wird immer weniger ... meine Eltern bezahlen mir nur die Studienkosten.
Dann das Problem mit der Familie: Familie mütterlicher Seits und Väterlicher seits hassen sich, man könnte quasi von "Oberschicht" und "Unterschicht" sprechen (ich hasse diese Worte, aber es passt leider).
Noch dazu ... ich hab nur Halbgeschwister, jeweils auf der Seite ... und stehe damit im Kreuzfeuer, ich bin ja auch das verbindende Glied. Sie wollen sich gegenseitig nicht sehen, und nicht mehr eingeladen werden, wenn die anderen da sind ... was für eine Familie
Meine Familie ist wie eine zusammenstellung von Mafiabanden... bitter, dass andere mir da zustimmen.
Überall ist Hass, oder die Dinge laufen nicht, ich hab Angst ...
Und dann die Freunde, ich höre ihnen gerne zu, nur schlimm ist, wenn ich etwas sage, und darauf nicth eingegangen wird ... wer hört mir zu? Das ist nicth bei allen so, aber bei manchen ... oder manchen bin ich einfach egal ... die wissen eigentlich nichts über mich, wollen es nicht, und fragen nur nach Hilfe.
Dann kann ich mich aber auch keinem Öffnen ... es ist ... so unmöglich... oft genug gehört wenn ich sage, was mich bedrückt "Stell dich nicth so an". Und damit ist es angeblich gegessen. Dann kommen ihre Probleme, und ich höre ihnen zu... ich nehme sie ernst, ich will da auch helfen.
Ich will zeigen, dass einem mitmenschen wichtig sind.
Ich kann das auch, ich merke auch, wenn zwischen Menschen spannungen sind ... ich rieche das quasi bzw. fühle es, wenn es noch kein anderer sieht. Ich leide oft mit anderen Menschen mit.... doch wer hört mir zu?
Witziger Weise kenne ich das auch aus meiner Familie, andere wünschen einem viel Glück, die Familie sagt streng dich an ... sei Stolz auf das, was du geleistet hast.
Es geht immer darum, was ich leiste ... wie meine Arbeitskraft ist ... aber wer denkt an mich?
Wer hilft mir, wenn es mir mal wirklich nicht gut geht? Wer schaut darauf, ob ich auch mal glücklich bin? Niemand denkt daran was mich glücklich macht, es kommt ja immer nur auf den Stolz an ... aber wer schaut mal auf den Menschen, in den Menschen, der Hinter dieser Leistung steht?
Vorallem jetzt, da scheinbar diese Leistung nicht mehr wirklich da ist... wo sind seine glorreichen Tage, seine herausragenden Taten... hinter ihm.
Und dann noch dieser letzte Korb von Madame, die trotzdem mit zu den wichtigsten Menschen gehört, die einem so viel bedeuten, mit den man so schönene Zeiten hatte...
Es zerreißt einen, es führt einen in Abgründe ... wo ist mein weg? Ich weiß es nicht ... ich bin oft nur noch antriebslos und weiß gar nicht mehr, warum ich überhaupt aufstehe ... früher wusste ich das ... doch jetzt? Was sind meine Hobbies? ich weiß es nicht ...
Ich fliehe in meine Tagträume, in denen alles besser ist. Wo ich mit Madame zusammen wohne und alt werde, in denen ich doch etwas mal kann. Es geht sehr schnell. Mal ein Gedanke und schon bin ich in einer fernen Welt.
Ich weiß einfach langsam nicht mehr weiter, und lebe nur noch in den Tag hinein. Ja, natürlich gibt es mal wieder nette Momente, aber ich habe quasi eine Maske auf. Ich zeige diese Maske der gesammten Welt ... und wenn ich dann alleine bin, ganz alleine in meiner Wohnung, nur noch mit meinem Hamster...
Dann sitze ich da, weine leise vor mir her und versuche Händeringend etwas zu finden, das mir quasi einen Sinn gibt ... aber das will ich eigentlich niemandem zeigen, das wäre Peinlich und ... wer will sowas schon sehen. Und doch bleiben die Fragen:
Wo ... und vorallem ... wer bin ich?
P.S.: Ich hoffe, es ist irgendwie lesbar und verständlich, halbwegs strukturiert ... ich bin geistig chaotisch, ich hoffe auch, die Rechtschreibfehler halten sich in grenzen -.-
Kommentare wären nett und ob es Menschen dadraußen gibt, die auch soetwas erleben .. und weiter wissen.
Irgendwie ist mein Leben nicht mehr in den richtigen Bahnen...
Zur Information, ich bin jetzt 20 Jahre alt, Single und habe schon mein Studienfach wechseln müssen.
In der Schulzeit wusste ich eigentlich immer wer ich war. Ich war derjenige, der gute Noten hatte (Abitur 1,8), der anderen Menschen helfen konnte, sie auf ihren Wegen begleiten konnte und immer mit Rat zur Seite stand. Ich konnte den Menschen helfen, Dinge erklären oder einfach nur zuhören. Etwas, was mir auch heute noch nachgesagt wird, und was ich auch selbst gerne tue.
Das hat mir auch gefallen und hat mich zufrieden gestellt, auch wenn es in der Liebe noch nie richtig geklappt hat. Aber ich wusste wer ich bin und warum ich das mache ... um anderen zu helfen, und weil ich gerne anderen Menschen zuhöre.
Und dann kam die Uni, ich hab mich in die weitere Welt hinausgewagt, wollte Physik studieren... und dann beginnt der Abstieg auch schon.
Ein kleiner Junge ist nun also in der Uni und hofft, auch weiterhin so gut dastehen zu können und anderen Menschen helfen zu können. Doch schon im Vorkurs merkt er, dass es sehr schwer wird mit Physik und hengt sich rein, will auf jedenfall viel erlernen.
Aber auch zur gleichen Zeit lernt er per Zufall eine nette Dame kennen, in die er sich dann tiefgreifend verliebt. Er will sie kennen lernen und hat eine ganz spontane Idee:
Er sieht, dass sie ihr Notebook an hat und hofft einmal auf das Schicksal: Bluetooth am Handy an, ein Notebook wird gefunden(ihr Notebook) samt Namen, und zack, auch schon darauf angesprochen.
Zuhause im Kursverzeichnis Madame auch schon gefunden und angeschrieben. Damit beginnt eigentlich eine sehr schöne Zeit, man schreibt Nächtelang dann in den darauffolgenden Monaten, verbringt viel Zeit mit einander.
Nebenbei hat man natürlich auch andere Menschen kennen gelernt, dank eines Schulfreundes, der offener ist und schon andere Menschen kannte. Welch ein Glück, dann muss man selbst nicht so viel Kraft auferbringen.
Man ist dann doch sehr Menschenscheu. Woran er das merkt? Nun, wenn er in großen Menschenmassen ist, bekommt er oft wie eine Art ... Glasglocke aufgesetzt, oder seine Arme fühlen sich fremd an in solchen Situationen.
So begann mit Madame eine sehr tiefe Freundschaft (sie ist meine beste Freundin mittlerweile) und die Liebe war nur um so tiefgreifender ... andere waren schon der Meinung, man war ein Paar, aber so war es dann im Endeffekt dann doch nicht... so kam es leider nie.
Eine Frau, für die man echt alles tut, für die man da ist, für die man seine ganze Aufmerksamkeit aufbringt, für die man eine Welt verschieben würde... etwas so besonderes, dass einem alles auf der Welt farblos erscheint.
Doch das Semester schreitet voran und man merkt, Physik ist dermaßen kompliziert. Man versteht die Aufgaben nicht, man weiß nicht, was gefordert ist, man beginnt eher im Internet nach Tips zu suchen, als etwas zu riskieren und es lieber zu verstehen.
Nächtelanges arbeiten beginnt, und man versteht gefühlt die Welt nicht mehr, es macht keinen Sinn was da auf den Zettel steht. Täglich nur 5 Stunden Schlaf sind zur Norm geworden...
Und dann ist auch noch Madame... man will sich hineinknien, es einmal schaffen, sine Beziehung aufzubauen. Man hat sogar in einem Spiel die Charakter heiraten lassen und "zelebriert" es quasi (unser Hochzeitstag)
Also noch mehr Zeit opfern, aber "Worth it!" (so dachte man).
Aber die Wochenzettel werden schwerer und schwerer, man versteht nichts mehr ... am Ende des Semesters: eine Klausur mit 4,0 bestanden, eine durchgefallen. Die letzte kann nicht mehr angetreten werden:
Er ist fast umgekippt, musste zum Arzt: Bluthochdruck und kritische Herzvergrößerung, angeordnete Ruhe, Stress pur.
Das zweite Semester folgt, keine Klausur mehr bestanden, alles läuft nicht mehr. Man weiß wirklich nicht mehr weiter, und überlegt neu anzufangen, aber tut man das wirklich? Etwas, in dem man in der Schule so geglänzt hat? Etwas, wofür man in der Schule sogar eine Auszeihnung bekommen hat?
Doch nach heftigen Streiteren steht es fest, Wechsel zu Bioninformatik, zumindest da läuft es besser, es macht einem mehr Spaß.
Mit Madame tritt ein Alltag ein, sie wird irgendwie anders, schreibt kaum noch Smileys, ist irgendwie anders drauf beim Schreiben, aber wenn man sie trifft, ist es dennoch perfekt, trotzdem hat man zwei mal einen Korb erhalten.
Nun in Bioinformatik immerhin die Klausuren geschafft, aber nur mit 3,3 ... und man fragt sich, was ist bloß los, warum geht nichts mehr.
Dann baut man einen der größten Fehler, hat wen in dem Spiel kennen gelernt, die sich in einen Verliebt und beginnt für 3 Tage eine "Fernbeziehung", um von Madame loszukommen ... redet schlecht über Madame, weil die Spielperson befürchtet, sich zwischen Madame und ihm drängen können. Deshalb das böse hinterhergerde was nicht stimmt.
Plötzlich spricht Madame von einem ganz besonderen Traum mit einem ... man hofft, dass doch der sehnlichste Wunsch in Erfüllung geht, trennt sich von der anderen, auch weil man merkt, dass man für sie eigentlich nichts empfindet, aber auch wegen Madame.
Nun folgen schöne Abende mit Madame, Massagen für sie, Hände halten ... ist es wahr? Vorerst ... aber das war wohl doch zu viel gedacht. Nun der 3. Korb, sie wisse nun endlich, was sie für mich empfinde ... nicht mehr als Freundschaft.
Und dann reißt das Herz komplett auf. Man will nicht mehr.
In der Uni: Bioklausur nummer eins, durchgefallen.
Aber nun noch die andere Seite:
Probleme in der Familie. Ich kann meinene Eltern nicht von schlechten Noten berichten, ich habe einfach Angst, auch wenn sie jetzt anders sind, liebevoll...
Doch die Kindheitserinnerungen bleiben ... ich kam mit einer 3 im Deutschdiktat nach Hause. Lautes Geschrei, wie könne ich solch dämliche Fehler machen. Mein Vater geht in mein Zimmer, schmeißt alle Schränke um, meine Sachen gehen kaputt. Ich muss aufräumen.
Andere Klausuren, evtl. mal eine 3, lauter Geschrei, dann knallt es mal, wenn ich eine 4 (das kam insgesamt 2 mal vor). Ich fange an, arbeiten zu verheimlichen, oder gar Elternsprechtage ... ich verheimliche auch eine 2 ... warum? Aus Angst.
So ging es bis zur 7 Klasse ... dann hat mein Vater eingesehen, dass es so nicht geht (wie nett). Er wird liebevoller, er versteht endlich mal seine Probleme ...
Und et viola: Seit der 7 Klasse imm 1,8 im Zeugnis ... vermutlich aus inneren Beklemmungen und Angst. Ist eine Arbeit trotzdem mal eine 3, wird sie verschwiegen. Warum? Aus Angst...
Heute ist mein Vater ganz anders, aber trotzdem habe ich immer noch angst, Dinge zu sagen ... ich verschweige auch, dass ich mit dem Geld zu knapp bin ... mein Vater verdient gut, er ist Pfarrer, aber ich traue mich nicht zu sagen, dass ich eigentlich mehr bräuchte ...
Für das Essen, Freizeit und Bücher, Geschenke für andere, Reparaturen von Geräten, PC Spielen etc. alles mögliche, was nicht Wohnung und Strom/Internet betrifft, hab ich etwa 120 Euro, und der Kredit wird immer weniger ... meine Eltern bezahlen mir nur die Studienkosten.
Dann das Problem mit der Familie: Familie mütterlicher Seits und Väterlicher seits hassen sich, man könnte quasi von "Oberschicht" und "Unterschicht" sprechen (ich hasse diese Worte, aber es passt leider).
Noch dazu ... ich hab nur Halbgeschwister, jeweils auf der Seite ... und stehe damit im Kreuzfeuer, ich bin ja auch das verbindende Glied. Sie wollen sich gegenseitig nicht sehen, und nicht mehr eingeladen werden, wenn die anderen da sind ... was für eine Familie
Meine Familie ist wie eine zusammenstellung von Mafiabanden... bitter, dass andere mir da zustimmen.
Überall ist Hass, oder die Dinge laufen nicht, ich hab Angst ...
Und dann die Freunde, ich höre ihnen gerne zu, nur schlimm ist, wenn ich etwas sage, und darauf nicth eingegangen wird ... wer hört mir zu? Das ist nicth bei allen so, aber bei manchen ... oder manchen bin ich einfach egal ... die wissen eigentlich nichts über mich, wollen es nicht, und fragen nur nach Hilfe.
Dann kann ich mich aber auch keinem Öffnen ... es ist ... so unmöglich... oft genug gehört wenn ich sage, was mich bedrückt "Stell dich nicth so an". Und damit ist es angeblich gegessen. Dann kommen ihre Probleme, und ich höre ihnen zu... ich nehme sie ernst, ich will da auch helfen.
Ich will zeigen, dass einem mitmenschen wichtig sind.
Ich kann das auch, ich merke auch, wenn zwischen Menschen spannungen sind ... ich rieche das quasi bzw. fühle es, wenn es noch kein anderer sieht. Ich leide oft mit anderen Menschen mit.... doch wer hört mir zu?
Witziger Weise kenne ich das auch aus meiner Familie, andere wünschen einem viel Glück, die Familie sagt streng dich an ... sei Stolz auf das, was du geleistet hast.
Es geht immer darum, was ich leiste ... wie meine Arbeitskraft ist ... aber wer denkt an mich?
Wer hilft mir, wenn es mir mal wirklich nicht gut geht? Wer schaut darauf, ob ich auch mal glücklich bin? Niemand denkt daran was mich glücklich macht, es kommt ja immer nur auf den Stolz an ... aber wer schaut mal auf den Menschen, in den Menschen, der Hinter dieser Leistung steht?
Vorallem jetzt, da scheinbar diese Leistung nicht mehr wirklich da ist... wo sind seine glorreichen Tage, seine herausragenden Taten... hinter ihm.
Und dann noch dieser letzte Korb von Madame, die trotzdem mit zu den wichtigsten Menschen gehört, die einem so viel bedeuten, mit den man so schönene Zeiten hatte...
Es zerreißt einen, es führt einen in Abgründe ... wo ist mein weg? Ich weiß es nicht ... ich bin oft nur noch antriebslos und weiß gar nicht mehr, warum ich überhaupt aufstehe ... früher wusste ich das ... doch jetzt? Was sind meine Hobbies? ich weiß es nicht ...
Ich fliehe in meine Tagträume, in denen alles besser ist. Wo ich mit Madame zusammen wohne und alt werde, in denen ich doch etwas mal kann. Es geht sehr schnell. Mal ein Gedanke und schon bin ich in einer fernen Welt.
Ich weiß einfach langsam nicht mehr weiter, und lebe nur noch in den Tag hinein. Ja, natürlich gibt es mal wieder nette Momente, aber ich habe quasi eine Maske auf. Ich zeige diese Maske der gesammten Welt ... und wenn ich dann alleine bin, ganz alleine in meiner Wohnung, nur noch mit meinem Hamster...
Dann sitze ich da, weine leise vor mir her und versuche Händeringend etwas zu finden, das mir quasi einen Sinn gibt ... aber das will ich eigentlich niemandem zeigen, das wäre Peinlich und ... wer will sowas schon sehen. Und doch bleiben die Fragen:
Wo ... und vorallem ... wer bin ich?
P.S.: Ich hoffe, es ist irgendwie lesbar und verständlich, halbwegs strukturiert ... ich bin geistig chaotisch, ich hoffe auch, die Rechtschreibfehler halten sich in grenzen -.-
Kommentare wären nett und ob es Menschen dadraußen gibt, die auch soetwas erleben .. und weiter wissen.