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Ein toller neuer Mitbewohner!

Ich denke, Lynx wollte mit seinem Beitrag nicht dazu aufrufen, dass ich die Katzen aussetze oder unter falschen Tatsachen ins Tierheim gebe, sondern darauf hinweisen, dass es schlichtweg solche Leute gibt. Und dass manche von diesen Leuten so verzweifelt oder überfordert sind mit der Situation, dass sie keinen anderen Ausweg sehen - weil man ja zum Teil ziemlich hängen gelassen wird von Vereinen und Tierheimen, wenn man dort offiziell nach Hilfe sucht, aber eben auch zugibt, dass man seine Tiere nicht behalten kann und überfordert mit ihnen ist. Natürlich gibt es auch die, die einfach nur mies sind oder Tiere nicht als Lebewesen ansehen, aber es gibt auch die, die so überfordert und verzweifelt sind, dass sie dann als einzige mögliche Lösung sehen, die Tiere auszusetzen oder unter falschen Tatsachen ans Tierheim zu geben.

Und ja, es ist nicht gut oder nicht richtig, seine Tiere als angebliche Fundtiere ins Tierheim abzuschieben oder in einem Tragekorb davor abzustellen, oder sie sogar irgendwo auszusetzen. Aber, seit ich diesen Marathon mitmache, kann ich es nun auch zum Teil verstehen, wenn man so überfordert und nervlich fertig ist. Das soll absolut keine Rechtfertigung dafür sein und auch nicht, dass ich es gutheiße, nur dass ich es mehr als früher nachvollziehen kann, dass bestimmte Menschen sowas tun.

Mir wurde nämlich von allen Tierheimen gesagt, dass sie nur verpflichtet sind, Fundtiere aufzunehmen. Und für diese muss dann auch keine Gebühr bezahlt werden. Wenn man aber mit offenen Karten spielt und nach einem Platz für seine Tiere sucht, wird man immer weiter vertröstet und hingehalten oder als schlechter Mensch hingestellt.

Mir ist klar, dass es natürlich besser ist, man nimmt vorgespielte, angebliche "Fundtiere" als solche auf, als dass sie auf der Straße landen und ihnen dort dann etwas passiert oder sie verhungern müssen oder krank werden. Auch ist mir klar, dass es meistens besser ist, die Tiere von solchen Menschen wegzunehmen, die schon bereit sind, dafür zu lügen, dass sie wegkommen, als diese Leute zu zwingen, die Tiere zu behalten ... Aber ich würde mir irgendwie trotzdem in irgendeiner Art und Weise etwas mehr Hilfe erhoffen, als ein "Wir sind total voll, Tschüss." oder "Da machen Sie es sich aber sehr leicht. Die armen Tiere! Einfach abschieben."

Und ja, ich komme mir verarscht vor. Ich bin frustriert und ausgelaugt. Die Katzen haben mir heute wieder total viel abgefordert. Ich bin jeden Tag unter der Woche damit beschäftigt zu telefonieren, Anzeigen zu posten, Aufrufe zu starten und rumzumailen. Und im Moment muss ich fast meinen ganzen Alltag auf die Katzen ausrichten, anders geht es nicht. Ich habe dieses Level, von dem komme ich nicht mehr runter und es macht mich langsam aber sicher fertig.

Wenn wenigstens ein "Happy End" in Sicht wäre, nämlich dass ich die beiden in X Tagen/Wochen in ein schönes Zuhause oder zu einem tollen Pflegeplatz geben kann. Allein ein Pflegeplatz würde mir so viel Druck rausnehmen und ich könnte etwas entspannter nach einem Zuhause für die beiden suchen.

Sie haben es nicht verdient, sie auszusetzen und das werde ich nicht tun. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Und tja, trotzdem gibt es diese Momente, wo sie mich so fertig machen und mir den letzten Nerv rauben, dass ich mir denke "Tja, schön blöd, deine Gutmütigkeit, Findefuchs. Jetzt bleibst du vorerst auf denen sitzen, darfst für das Tierheim noch ca. 200 Euro abdrücken und die Vorbesitzer, die reiben sich die Hände und sind fein raus und lachen vermutlich noch über deine Naivität und Gutmütigkeit. Und andere spazieren einfach ins Tierheim, sagen es sind angebliche Fundtiere, obwohl es ihre eigenen sind und bezahlen keinen Cent dafür und bekommen sofort, ohne Umschweife einen Platz."

@ Trampelzwerg

Also, der mögliche Pflegeplatz meinte, dass die Katze erstmal gepäppelt werden muss. Sie ist in einem schlimmen Zustand. Und dann bleibt sie dort, bis sie vermittelt ist. Und ja, ich mache mir keine Illusionen ... alles ist voll mit Inseraten und Katzen, Katzen, Katzen ... mir wurde zwar angeboten, dass die beiden zu der Pflegestelle können, wenn die Katze vermittelt worden ist, aber ich denke, die nächsten Monate wird das auf keinen Fall was.

Und sicher, ich bin froh, dass es solche Leute gibt, die sich Notfällen annehmen und die Katze hat es sich mehr als verdient, dass man sich um sie kümmert - aber trotzdem musste ich schlucken, weil es ein großer Rückschlag für mich war.

Die anderen Tierschutzvereine haben keine freien Stellen. Keine Pflegeplätze oder sonstiges. Die zwei Vereine, die mich wirklich unterstützen und mich nicht verurteilen oder bequatschen, haben selbst keine freien Pflegeplätze oder vermitteln Katzen nur aus dem Ausland. Und trotzdem helfen sie mir sehr, weil sie sich umhören und immer wieder nachfragen, wie es mir geht.

Habe gerade noch in ein paar Facebook-Gruppen Inserate geschaltet und mir Adressen aus dem Internet besorgt von weiteren Tierheimen und Tierschutzvereinen in der Umgebung. Die sind zwar weiter weg, aber gut, das muss ich in Kauf nehmen.

Ich werde die Katzen auf gar keinen Fall an die nächstbesten Leute abgeben und auch nur unter der Bedingung, in Kontakt zu bleiben und regelmäßig benachrichtigt zu werden, wie es ihnen geht ... aber ich fände es einfach erleichternd und wichtig, dass irgendeine Perspektive mal entsteht oder sich mehrere Interessenten auftun, die ein Herz für die beiden hätten.
 
Nachdem einige immer wieder fragen, wie es mit den Katzen läuft, schreibe ich mal den Stand der letzten Tage rein:

Seit drei Tagen haben die Katzen eine neue Eigenart für sich entdeckt: alle zwei Stunden (oder so) wecken sie mich auf. Entweder mit lautem Geschrei, oder indem sie mit voller Wucht und dem ganzen Gewicht gegen die Verglasung meiner Tür donnern (meine Zimmertüre ist zum Teil verglast). Das knallt sehr laut. Meine Mitbewohnerin und Nachbarn freuen sich! Wenn ich sie reinlasse, machen sie in meinem Zimmer weiter mit miauen oder indem sie Sachen rausräumen, kaputt machen oder durchwühlen. Nur zwei Tage haben sie einfach nur ruhig bei mir geschlafen, ohne was zu machen. Nur zwei Tage.

Ich versucne sie unter Tags zu beschäftigen, sie haben Spielzeuge, sie haben einen guten Kratzbaum, bevor ich ins Bett gehe, kümmere ich mich nochmal darum, dass die Katzenklos sauber sind und genug Streu drin haben und stelle etwas Trockenfutter mit viel frischem Wasser hin.

Die Katze frisst immer noch so gierig, dass sie nicht mal kaut. Heute ist es dann passiert: Um 03:30 Uhr Morgens hat sie alles vollgekotzt und schön verteilt. Durfte dann erstmal eine Stunde saubermachen und rumwischen und suchen, wo noch Kotze rumliegt. Ja, ich weiß, die Kotzerei und dass alles verteilt wird ist eine Eigenart von Katzen und schon okay 😉, aber sie schlingt weiterhin und direkt nach dem Kotzen hat sie gleich nochmal nach Fressen gebettelt und versucht mich wach zu halten, damit ich sie füttere. Habe ich nicht gemacht, weil ich das nicht gut fand, wenn sie kotzt ihr direkt danach wieder Futter zu geben.

Eine weitere neue Eigenart ist, dass sie das Katzenstreu in der Wohnung verteilen. Ich kaufe sehr gutes, feines Streu, das super saugt, Gerüche bindet und auch nicht kleben bleibt. Und ja, sie könnten eigentlich anders, weil sie dazwischen Tage haben, da verteilen sie nicht das Katzenstreu überall und manchmal ist es so viel, als würden sie es mit offenen Pfoten rumwerfen ... die Klos sind überdacht, dass was beim Schaufeln rausfällt, daran kann es weniger liegen und sie wollen auch nur überdachte Klos. Ich reinige mindestens viermal am Tag alles, mache frisches Streu rein und achte darauf, dass genug drin ist etc. Es ist wirklich nervig. Vor allem, weil sie es nicht immer machen, aber immer häufiger.

Ich hatte heute einen wichtigen geschäftlichen Termin. Nach drei Stunden Schlaf (mit Unterbrechungen natürlich von den Katzen und der Kotzerei). Davor habe ich sie gefüttert, alles sauber gemacht und frisches Wasser hingestellt. Als ich zurückkam, haben sie das komplette Wasser umgeworfen und auf den ganzen Boden verteilt (fragt mich nicht, wie die das hinbekommen haben), alles lag wieder mit ganz viel Streu voll, was super war, da es sich mit dem Wasser vollgesaugt hat. Durfte also wieder putzen und alles sauber machen. Dann wurde auch gleich wieder hysterisch um Essen gebettelt. Ein paar Tage war es wirklich okay, das Fressverhalten ging sogar Richtung "normal" und jetzt scheint wieder alles einzubrechen.

Der Kater hat den Vorratsschrank, den man nicht wegstellen kann, weil er nunmal auf dem Gang ist, aufgebrochen und ausgeräumt. Und an den Verpackungen rumgebissen und versucht, die zu fressen.

Ich muss beim Füttern beide strikt trennen, die Katze ist so neidisch auf ihn, dass sie ihm sein ganzes Fressen wegfressen würde. Aber bis ich die beiden mal getrennt habe, vergeht viel Zeit ... sie wissen genau, dass dann Futterzeit ist und gerade die Katze will so viel wie möglich haben. Und ehe ich mich versehe, entwischt sie mir wieder oder rennt blitzschnell durch die Beine hindurch.

Der Freund meiner Mitbewohnerin hat sich gerade Pizza gemacht. Jetzt drehen sie wieder am Rad, nur allein vom Geruch, obwohl ich sie vorher gefüttert habe. 🙄

Ich bin nervlich total durch. Und übermüdet und gestresst. Seit drei Tagen schlafe ich ca. zwei Stunden, dann wecken sie mich wieder, dann schlafe ich wieder ca. zwei Stunden, dann wecken sie mich wieder ...

Habe alle möglichen weiteren Adressen durchtelefoniert. Eine Stelle verweist auf die andere und betont, dass nichts frei ist, auch nicht in nächster Zeit und sie können mir nicht helfen. Alle Tierheime sind nach eigenen Angaben total überfüllt, ich soll doch bei anderen Tierheimen anrufen, die dann wiederum auf andere Tierheime verweisen. Wenn ich sage, dass ich total überfordert bin und langsam aber sicher am Ende meiner Kräfte bin, heißt es, dass sie mir trotzdem nicht helfen können und ich soll doch noch ein paar Monate warten.

Per Mail bekomme ich immer wieder superschlaue Anfeindungen, ich würde mich anstellen, was nun genau mein Problem sei, dass doch alles SUPER sein müsste, da ich von Zuhause aus arbeite oder dass ich es mir schlichtweg einfach mache und arme Katzen abschieben möchte und zu empfindlich bin. Anstatt die Klappe zu halten und zu helfen (sorry) bekomme ich immer wieder unaufgefordert fiese Sprüche und Interpretationen reingedrückt. Und natürlich immer wieder die glorreiche Anmerkung, dass ich einfach kein Katzenmensch bin und nicht für Katzen geeignet bin. Gut, ist vielleicht so, aber dann sollte man bitte anerkennen, dass ich mich trotzdem bemühe und die beiden Katzen nicht einfach so abschieben will und jeden Tag mindestens eine Stunde rumtelefoniere oder rummaile, damit die beiden einen schönen Platz finden. Ich schiebe sie also nicht leichtfertig ab, obwohl es nicht wenige Leute mittlerweile getan hätten ...

Dann gibt es viele sensationslustige, die per Mail nachfragen, ob ich noch einen Pflegeplatz für die beiden Katzen suche und sonst nichts weiter und ich denke mir immer hoffnungsvoll, dass es jemand sein könnte, der helfen will ... im Endeffekt ist es aber dann nur eine Nachfrage aus Interesse (können die das nicht dazuschreiben?!) oder es kommt gar nichts mehr zurück.

Gestern auch wieder. Kam eine Mail von jemand, der gefragt hat, ob das Gesuch für ein Zuhause oder einen Pflegeplatz noch aktuell ist. Sonst nichts. Ich mich natürlich gefreut und gedacht, dass jemand Interesse hätte oder helfen möchte ... Nö. Nachdem ewig lang nichts zurückkam, meinte die Person nur, dass sie einfach nachfragen wollte und sowieso zu weit weg wohnt und nicht helfen kann. Ich habe es so gefressen, wirklich.

Das ist so gerade der aktuelle Stand. Ich könnte nur heulen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, also ganz ehrlich: Ich wüsste, was ich JETZT tun würde!
Auch wenn ich tierlieb bin, aber es kann nicht angehen, dass Katzen einen so nerven, Lärm machen ohne Ende und einem auch noch den Schlaf rauben.
Wenn keine Pflegestelle bereit ist, die Tiere zu nehmen, dann würde ich sie an deiner Stelle nur noch loswerden wollen.
Katzen können sich, anders als Hunde, wenigstens für ein paar Tage in der Natur durchschlagen.
 
Ich bin total verzweifelt und fertig. Einfach nur fertig. Es ist der Wahnsinn, wie diese beiden Tiere mich fordern und meinen Alltag einnehmen.

Und trotzdem könnte ich es nie mit meinem Gewissen vereinbaren, sie auszusetzen. Bei den Temperaturen hätten sie nie eine Chance, sie würden erfrieren. Und sie haben jahrelang nur in Wohnungen gelebt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie überfahren werden, weil sie verwirrt vor ein Auto springen oder auf die Straße rennen, wäre viel zu groß.

Ich weiß aber allgemein nicht, was ich tun soll. Ich bin total überfordert. Keiner hat einen Platz für sie frei und verweist auf eine andere Stelle. Es ist der totale Horror. Mehr als inserieren und Aufrufe starten oder rumtelefonieren kann ich nicht. Was soll ich noch machen?

Wenn ich mir vorstelle, die Katzen noch MONATE hier zu haben, breche ich zusammen. Aber darauf läuft es irgendwie hinaus. Und die Vorbesitzer sind fein raus, das ist das ärgerlichste.

Ich habe bisher die ganze Zeit versucht, ehrlich zu sein und mit offenen Karten zu spielen. Und bekomme trotzdem die ganze Zeit immer wieder eins drauf, weil ich hängen gelassen werde und nun zwei traumatisierte, komplizierte Tiere hier habe, die mir total viel abfordern und meinen Alltag so sehr einnehmen, dass das echt hart ist.

Aber das ist anscheinend wieder okay für die meisten Vereine, Tierheime und selbsternannten ätzenden Tierschützer, die mich per Mail nerven - dass die Katzen hier Terror machen und ich meinen Alltag nach ihnen ausrichte und sie mich total auslaugen. Sobald ich aber die Katzen an erfahrenere Stellen geben möchte, die mit ihren Ängsten und Problemen umgehen können, bin ich ein schlechter Mensch oder jemand, der es sich einfach macht oder sich einfach nur anstellt. :mad:

Ich würde diese ganzen Leute mal sehen wollen, was die tun würden, wenn sie die zwei Katzen hier hätten, die ihnen unter Lügen aufgeschwätzt wurden. Und ob die dann immer noch zum Teil so verständnislos und Ignorant reagieren würden. Die verstehen gar nicht, dass ich sage, ich SCHAFFE DAS EINFACH NICHT, die noch MONATE hier zu haben und ich kann einfach nicht mehr. Nee, ernsthaft, allein beim Gedanken, dass die noch Monate hier mein Leben so dermaßen einnehmen und mich fertig machen mit ihrem Verhalten, drehe ich durch.
 
Ich war hier eben auch noch unterwegs und habe für Deine Katzen nachgefragt. Leider ohne Erfolg.
Dein Problem wird schon verstanden, aber .... .
Ein erfahrener Katzenhalter fragte, ob Du nicht doch noch Geduld aufbringen könntest, vielleicht in Zusammenarbeit mit einer Katzentherapeutin. Er selber (hat eine Tierfutterhandlung) kann Dir sonst nur anbieten, ein Plakat auszuhängen.

Im Moment weiss ich auch nicht mehr zu tun. Über Internetportale?


Ach, einfach irgendwo würde ich die Katzen ja auch nicht hingeben wollen.


Nachdenkliche Grüsse!
Landkaffee
 
Danke Landkaffee, dass du dich auch bemüht hast 🙂.

Nein, ganz ehrlich, im Moment will ich gar nicht noch mit einem Katzentherapeuten zusätzlich an den Tieren arbeiten ... es hört sich wahnsinnig gemein an, aber ich habe einfach nicht mehr die Perspektive, die beiden Katzen langfristig zu behalten und Monate lang mit einem Therapeuten gemeinsam an ihnen zu arbeiten und weiterhin Monate meinen ganzen Alltag ihnen anzupassen. Wenn ich nicht arbeiten müsste, wäre das ja okay - aber ich habe nunmal auch geschäftliche Termine und muss Geld verdienen, heißt ich KANN gar nicht auf Dauer mich den Katzen fast den ganzen Tag über so widmen, wie ich es gerade tue. Ich habe mir schlichtweg frei genommen für die beiden, weil es nicht anders geht. Aber Monate kann ich das nicht durchziehen, jeden Tag fast komplett zur Verfügung zu stehen. Ich habe mich auch schon informiert, was so Therapeuten kosten und das ist so viel Geld, das kann ich nicht jeden Monat aufbringen. Ich habe sehr viele Ersparnisse in meine Unternehmung gesteckt, habe mit einkalkuliert, dass die Katzen Futter und Tierarzt brauchen - aber Therapiekosten habe ich nicht einkalkuliert.

Mir ist auch klar, dass jede Katze Zeit und Beschäftigung und Zuwendung braucht. Auch das habe ich bedacht. Aber im Moment nehmen die beiden locker 80% meines Alltages ein. Ich komme zu kaum was anderem. Ständig ist irgendwas. Wenn ich mal für ein paar Stunden zu einem Geschäftstermin muss, den ich einfach nicht absagen kann, weil es um Geld geht, dann habe ich immer ein banges Gefühl. Heute war es ja auch wieder so: 3 Stunden auf den Termin, als ich wieder zurückgekommen bin ein Chaos. Nachdem sie mich die Nacht über wach gehalten haben und ich heute fast nur damit beschäftigt war, Kotze aufzuputzen oder das herumgeworfene Katzenstreu, das sich schön mit Wasser vollgesaugt hat.

Ich weiß ja nicht mal WANN dieser nächtliche Terror sich ändert oder verbessert. Die lassen mich nicht durchschlafen. Darunter leidet mein Leben gerade echt. Davor haben sie mich ja schon wach gehalten, jetzt tun sie es seit drei Nächten mit noch mehr Nachdruck.
 
Ich kann Dich ja verstehen.... . Nur im Moment fällt mir nichts weiter ein als was ich eben schrieb.
Das Angebot mit dem Plakat steht weiterhin.

Mit den Katzen ist das so wie mit Deiner Wohnungssuche: am Ball bleiben.


Meinst Du wirklich, mit einer Tiertrainerin würde das monatelang dauern?
Hast Du da Erfahrung oder jemand anders hier im Forum? - Ich nicht.



LG
Landkaffee
 
Ich habe mich schon diesbezüglich von zwei Tierschutzvereinen beraten lassen, die sich wirklich auskennen und kompetent sind und beide haben unabhängig voneinander gesagt, dass ich viel Zeit und Geduld brauchen werde, damit die beiden wieder werden, auch mit fachlicher Hilfe. Natürlich kann man es niemals zu 100% genau sagen, wie sich das entwickelt und auch Katzen, die als sehr schwierig galten, können innerhalb von einigen Monaten wieder "normal" werden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es sehr viel Zeit und Geduld braucht, ist höher. Was mich nicht wundert, die beiden wurden ja vermutlich lange schlecht bei einer demenzkranken Frau gehalten, dann rumgeschoben, dann schlecht bei den entfernten Verwandten gehalten und vernachlässigt, die sie auch wieder nicht wollten ... und wie die mit ihnen umgegangen sind, weiß man auch nicht so genau. Der Kater hat panische Angst vor meiner Haarbürste. Wenn ich die nur in die Hand nehme, flippt er aus. Das spricht Bände für mich.

Ich habe auch beiden Tierschutzvereinen ganz genau alle Probleme und jedes Ereignis geschildert, noch sehr viel ausführlicher als hier und die meinten auch, dass ihnen auch die aktuelle Umgebung wahrscheinlich nicht gut tut und sie eine ganz stark strukturierte Umgebung brauchen, mit mehr Ruhe. Und ja, dass sie Freigänger sein könnten, steht auch noch im Raum und ist gar nicht so abwegig.

Was habe ich bisher gemacht:

- Frei genommen und locker 80% meines Alltags auf die beiden ausgerichtet.
- Futter umgestellt auf hochwertige Nahrung
- Ich füttere sie viel und regelmäßig
- So viel Struktur reingebracht, wie mir möglich war
- Habe in Katzenforen viel gelesen, katzenerfahrene Halter und besagte Tierschutzvereine um Rat gefragt, von ihnen die Gesamtsituation ansehen lassen und so gut es ging alle Tipps versucht umzusetzen
- Mit Baldrian behandelt, bald auch mit Rescue-Tropfen und so "Beruhigungs-Stecker" für Katzen
- War beim Tierarzt zum Durchchecken
- Ich bin sehr konsequent und lasse ihnen gerade kein Fehlverhalten durchgehen
- Ich schenke ihnen so viel Aufmerksamkeit und Zuwendung wie möglich
- Ich versuche sie so gut es geht zu beschäftigen und sie auszulasten - was schwierig ist, alles dreht sich ja um Futter und die Suche nach Futter

Ich bin irgendwo am Ende. Natürlich muss ich jetzt wahrscheinlich noch Monate mit diesen Tieren verbringen, aber allein bei dem Gedanken daran breche ich zusammen. Weil ich beruflich nicht 80% meines Tages auf sie ausrichten kann, irgendwann muss ich auch mal wieder arbeiten und Geld verdienen und es sollte klappen, dass ich immer mal wieder für ein paar Stunden aus dem Haus gehe, ohne mir Sorgen machen zu müssen. Tut es aber nicht und ich fühle mich total ausgelaugt. Ich putze und räume hinter ihnen her und ständig machen sie neuen Unsinn oder machen was kaputt und man muss extrem aufpassen, dass man alles wegsperrt und absichert. Und es ist auch kein Ende in Sicht mit dem nächtlichen Terror. Ohrstöpsel rein kann ich nicht, denn sie machen trotzdem Lärm und es ist verständlich, dass meine Mitbewohnerin und meine Nachbarn das jetzt nicht so super finden, was die Katzen veranstalten. Aber laut der Aussage mancher muss man das tolerieren und einfach akzeptieren, dass sie einen nicht schlafen lassen und dabei extrem laut und störend sind. Mir wurde sogar empfohlen von einer Stelle, mal mehrere Nächte wach zu bleiben für sie, damit sie sehen, es ist jemand da. Und nichts dagegen zu unternehmen, dass sie Dinge zerstören, sondern das hinzunehmen. Das kann es doch nicht sein? :mad:

Ja, ich bleibe jetzt sowieso Monate noch auf den Katzen sitzen und muss schauen, wo ich bleibe. Wenn es Monate sind ... vielleicht haben die Vereine und Tierheime einfach keinen Bock und denken sich, solange es jemand Dummen wie mich gibt, kann man das "Behalten Sie die doch noch" ausreizen ohne Ende.
 
Das kann leider niemand sagen. Es kann Wochen oder Monate dauern.

Schade, dass es immer noch keine greifbare Lösung gibt und noch bedauerlicher, dass hier gewisse Leute nicht erkennen, dass es schwer traumatisierte Tiere sind. Wer weiß, was die schon alles erlebt haben.
Wie gut, dass die Tiere jetzt bei Findefuchs sind und nicht bei denen, die schon wüßten, was sie jetzt täten.
Ich wüßte auch, was ich mit solchen Leuten gerne täte.....:mad:

Ich drücke weiterhin die Daumen!
 
Sorry,


ich bin keine Katzenkennerin.
Mit einem meiner Hunde (hatte sie nicht gleichzeitig sondern hintereinander), da habe ich auch so einiges durch. Ja, u.a. auch viele durchwachte Nächte. Ich war aber auch nicht immer allein und ich hatte den Nerv dazu.

Bloss nützt Dir und Deinen Katzen das jetzt nichts.
Oder doch: Kann Dich jemand im Alltag entlasten?

Der Tierfreund mit dem ich eben sprach, der schaut z.B. nach Katzen, die nicht alleine sein sollen, wenn der Katzenhalter mal einen Tag oder einige Stunden etwas für sich selber erledigen möchte. - Nur der Ansatz einer Idee. Denke da weiter und schaue zu, was Ihr Drei da braucht. Manch ein Gedankenumweg führte schon zu einer vorher eben ungedachten Lösung. 😉
Nicht aufgeben!


LG
Landkaffee
 

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