Findefuchs
Sehr aktives Mitglied
Ich denke, Lynx wollte mit seinem Beitrag nicht dazu aufrufen, dass ich die Katzen aussetze oder unter falschen Tatsachen ins Tierheim gebe, sondern darauf hinweisen, dass es schlichtweg solche Leute gibt. Und dass manche von diesen Leuten so verzweifelt oder überfordert sind mit der Situation, dass sie keinen anderen Ausweg sehen - weil man ja zum Teil ziemlich hängen gelassen wird von Vereinen und Tierheimen, wenn man dort offiziell nach Hilfe sucht, aber eben auch zugibt, dass man seine Tiere nicht behalten kann und überfordert mit ihnen ist. Natürlich gibt es auch die, die einfach nur mies sind oder Tiere nicht als Lebewesen ansehen, aber es gibt auch die, die so überfordert und verzweifelt sind, dass sie dann als einzige mögliche Lösung sehen, die Tiere auszusetzen oder unter falschen Tatsachen ans Tierheim zu geben.
Und ja, es ist nicht gut oder nicht richtig, seine Tiere als angebliche Fundtiere ins Tierheim abzuschieben oder in einem Tragekorb davor abzustellen, oder sie sogar irgendwo auszusetzen. Aber, seit ich diesen Marathon mitmache, kann ich es nun auch zum Teil verstehen, wenn man so überfordert und nervlich fertig ist. Das soll absolut keine Rechtfertigung dafür sein und auch nicht, dass ich es gutheiße, nur dass ich es mehr als früher nachvollziehen kann, dass bestimmte Menschen sowas tun.
Mir wurde nämlich von allen Tierheimen gesagt, dass sie nur verpflichtet sind, Fundtiere aufzunehmen. Und für diese muss dann auch keine Gebühr bezahlt werden. Wenn man aber mit offenen Karten spielt und nach einem Platz für seine Tiere sucht, wird man immer weiter vertröstet und hingehalten oder als schlechter Mensch hingestellt.
Mir ist klar, dass es natürlich besser ist, man nimmt vorgespielte, angebliche "Fundtiere" als solche auf, als dass sie auf der Straße landen und ihnen dort dann etwas passiert oder sie verhungern müssen oder krank werden. Auch ist mir klar, dass es meistens besser ist, die Tiere von solchen Menschen wegzunehmen, die schon bereit sind, dafür zu lügen, dass sie wegkommen, als diese Leute zu zwingen, die Tiere zu behalten ... Aber ich würde mir irgendwie trotzdem in irgendeiner Art und Weise etwas mehr Hilfe erhoffen, als ein "Wir sind total voll, Tschüss." oder "Da machen Sie es sich aber sehr leicht. Die armen Tiere! Einfach abschieben."
Und ja, ich komme mir verarscht vor. Ich bin frustriert und ausgelaugt. Die Katzen haben mir heute wieder total viel abgefordert. Ich bin jeden Tag unter der Woche damit beschäftigt zu telefonieren, Anzeigen zu posten, Aufrufe zu starten und rumzumailen. Und im Moment muss ich fast meinen ganzen Alltag auf die Katzen ausrichten, anders geht es nicht. Ich habe dieses Level, von dem komme ich nicht mehr runter und es macht mich langsam aber sicher fertig.
Wenn wenigstens ein "Happy End" in Sicht wäre, nämlich dass ich die beiden in X Tagen/Wochen in ein schönes Zuhause oder zu einem tollen Pflegeplatz geben kann. Allein ein Pflegeplatz würde mir so viel Druck rausnehmen und ich könnte etwas entspannter nach einem Zuhause für die beiden suchen.
Sie haben es nicht verdient, sie auszusetzen und das werde ich nicht tun. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Und tja, trotzdem gibt es diese Momente, wo sie mich so fertig machen und mir den letzten Nerv rauben, dass ich mir denke "Tja, schön blöd, deine Gutmütigkeit, Findefuchs. Jetzt bleibst du vorerst auf denen sitzen, darfst für das Tierheim noch ca. 200 Euro abdrücken und die Vorbesitzer, die reiben sich die Hände und sind fein raus und lachen vermutlich noch über deine Naivität und Gutmütigkeit. Und andere spazieren einfach ins Tierheim, sagen es sind angebliche Fundtiere, obwohl es ihre eigenen sind und bezahlen keinen Cent dafür und bekommen sofort, ohne Umschweife einen Platz."
@ Trampelzwerg
Also, der mögliche Pflegeplatz meinte, dass die Katze erstmal gepäppelt werden muss. Sie ist in einem schlimmen Zustand. Und dann bleibt sie dort, bis sie vermittelt ist. Und ja, ich mache mir keine Illusionen ... alles ist voll mit Inseraten und Katzen, Katzen, Katzen ... mir wurde zwar angeboten, dass die beiden zu der Pflegestelle können, wenn die Katze vermittelt worden ist, aber ich denke, die nächsten Monate wird das auf keinen Fall was.
Und sicher, ich bin froh, dass es solche Leute gibt, die sich Notfällen annehmen und die Katze hat es sich mehr als verdient, dass man sich um sie kümmert - aber trotzdem musste ich schlucken, weil es ein großer Rückschlag für mich war.
Die anderen Tierschutzvereine haben keine freien Stellen. Keine Pflegeplätze oder sonstiges. Die zwei Vereine, die mich wirklich unterstützen und mich nicht verurteilen oder bequatschen, haben selbst keine freien Pflegeplätze oder vermitteln Katzen nur aus dem Ausland. Und trotzdem helfen sie mir sehr, weil sie sich umhören und immer wieder nachfragen, wie es mir geht.
Habe gerade noch in ein paar Facebook-Gruppen Inserate geschaltet und mir Adressen aus dem Internet besorgt von weiteren Tierheimen und Tierschutzvereinen in der Umgebung. Die sind zwar weiter weg, aber gut, das muss ich in Kauf nehmen.
Ich werde die Katzen auf gar keinen Fall an die nächstbesten Leute abgeben und auch nur unter der Bedingung, in Kontakt zu bleiben und regelmäßig benachrichtigt zu werden, wie es ihnen geht ... aber ich fände es einfach erleichternd und wichtig, dass irgendeine Perspektive mal entsteht oder sich mehrere Interessenten auftun, die ein Herz für die beiden hätten.
Und ja, es ist nicht gut oder nicht richtig, seine Tiere als angebliche Fundtiere ins Tierheim abzuschieben oder in einem Tragekorb davor abzustellen, oder sie sogar irgendwo auszusetzen. Aber, seit ich diesen Marathon mitmache, kann ich es nun auch zum Teil verstehen, wenn man so überfordert und nervlich fertig ist. Das soll absolut keine Rechtfertigung dafür sein und auch nicht, dass ich es gutheiße, nur dass ich es mehr als früher nachvollziehen kann, dass bestimmte Menschen sowas tun.
Mir wurde nämlich von allen Tierheimen gesagt, dass sie nur verpflichtet sind, Fundtiere aufzunehmen. Und für diese muss dann auch keine Gebühr bezahlt werden. Wenn man aber mit offenen Karten spielt und nach einem Platz für seine Tiere sucht, wird man immer weiter vertröstet und hingehalten oder als schlechter Mensch hingestellt.
Mir ist klar, dass es natürlich besser ist, man nimmt vorgespielte, angebliche "Fundtiere" als solche auf, als dass sie auf der Straße landen und ihnen dort dann etwas passiert oder sie verhungern müssen oder krank werden. Auch ist mir klar, dass es meistens besser ist, die Tiere von solchen Menschen wegzunehmen, die schon bereit sind, dafür zu lügen, dass sie wegkommen, als diese Leute zu zwingen, die Tiere zu behalten ... Aber ich würde mir irgendwie trotzdem in irgendeiner Art und Weise etwas mehr Hilfe erhoffen, als ein "Wir sind total voll, Tschüss." oder "Da machen Sie es sich aber sehr leicht. Die armen Tiere! Einfach abschieben."
Und ja, ich komme mir verarscht vor. Ich bin frustriert und ausgelaugt. Die Katzen haben mir heute wieder total viel abgefordert. Ich bin jeden Tag unter der Woche damit beschäftigt zu telefonieren, Anzeigen zu posten, Aufrufe zu starten und rumzumailen. Und im Moment muss ich fast meinen ganzen Alltag auf die Katzen ausrichten, anders geht es nicht. Ich habe dieses Level, von dem komme ich nicht mehr runter und es macht mich langsam aber sicher fertig.
Wenn wenigstens ein "Happy End" in Sicht wäre, nämlich dass ich die beiden in X Tagen/Wochen in ein schönes Zuhause oder zu einem tollen Pflegeplatz geben kann. Allein ein Pflegeplatz würde mir so viel Druck rausnehmen und ich könnte etwas entspannter nach einem Zuhause für die beiden suchen.
Sie haben es nicht verdient, sie auszusetzen und das werde ich nicht tun. Das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Und tja, trotzdem gibt es diese Momente, wo sie mich so fertig machen und mir den letzten Nerv rauben, dass ich mir denke "Tja, schön blöd, deine Gutmütigkeit, Findefuchs. Jetzt bleibst du vorerst auf denen sitzen, darfst für das Tierheim noch ca. 200 Euro abdrücken und die Vorbesitzer, die reiben sich die Hände und sind fein raus und lachen vermutlich noch über deine Naivität und Gutmütigkeit. Und andere spazieren einfach ins Tierheim, sagen es sind angebliche Fundtiere, obwohl es ihre eigenen sind und bezahlen keinen Cent dafür und bekommen sofort, ohne Umschweife einen Platz."
@ Trampelzwerg
Also, der mögliche Pflegeplatz meinte, dass die Katze erstmal gepäppelt werden muss. Sie ist in einem schlimmen Zustand. Und dann bleibt sie dort, bis sie vermittelt ist. Und ja, ich mache mir keine Illusionen ... alles ist voll mit Inseraten und Katzen, Katzen, Katzen ... mir wurde zwar angeboten, dass die beiden zu der Pflegestelle können, wenn die Katze vermittelt worden ist, aber ich denke, die nächsten Monate wird das auf keinen Fall was.
Und sicher, ich bin froh, dass es solche Leute gibt, die sich Notfällen annehmen und die Katze hat es sich mehr als verdient, dass man sich um sie kümmert - aber trotzdem musste ich schlucken, weil es ein großer Rückschlag für mich war.
Die anderen Tierschutzvereine haben keine freien Stellen. Keine Pflegeplätze oder sonstiges. Die zwei Vereine, die mich wirklich unterstützen und mich nicht verurteilen oder bequatschen, haben selbst keine freien Pflegeplätze oder vermitteln Katzen nur aus dem Ausland. Und trotzdem helfen sie mir sehr, weil sie sich umhören und immer wieder nachfragen, wie es mir geht.
Habe gerade noch in ein paar Facebook-Gruppen Inserate geschaltet und mir Adressen aus dem Internet besorgt von weiteren Tierheimen und Tierschutzvereinen in der Umgebung. Die sind zwar weiter weg, aber gut, das muss ich in Kauf nehmen.
Ich werde die Katzen auf gar keinen Fall an die nächstbesten Leute abgeben und auch nur unter der Bedingung, in Kontakt zu bleiben und regelmäßig benachrichtigt zu werden, wie es ihnen geht ... aber ich fände es einfach erleichternd und wichtig, dass irgendeine Perspektive mal entsteht oder sich mehrere Interessenten auftun, die ein Herz für die beiden hätten.