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Ein toller neuer Mitbewohner!

Danke für deine Worte, Tabula Rasa. Es erleichtert mich, dass ich nicht die einzige bin, die solche Erfahrungen gemacht hat und dass ich nicht wie jemand rüberkomme, der sich naiv reingestürzt hat in die Katzenhaltung.

Es stimmt, obwohl ich mit Katzen groß geworden bin, habe ich mir selbst Ratgeber gekauft, im Internet recherchiert und mit erfahrenen Katzenhaltern geredet. Ich war zu den Anlaufstellen immer ehrlich und habe direkt gesagt, dass das meine ersten eigenen Katzen wären und ich deswegen Anfängerin bin und dem entsprechend einer Katze mit schwerer Geschichte kein gutes Zuhause bieten könnte, weil ich da ganz eindeutig meine Grenzen für mich erkannt und abgesteckt habe.

Habe heute mit meiner Mutter geredet und ihr alles erzählt. Sie hatte schon sehr viele Katzen in ihrem Leben, zum Teil ganz schwere Fälle und alle möglichen Geschichten - sie hat auch gesagt, dass ich sowas gar nicht vorhersehen konnte und auch nicht in der Lage bin, als "Erstling" solche Probleme zu bewältigen.

Ich habe da einfach der Pflegestelle vertraut und der Tierschutzverein (der übrigens privat ist) hat mir gesagt, dass die beiden nicht direkt von ihnen betreut werden, aber sie sich um die Vermittlung kümmern und auch nur Gutes von der Pflegestelle gehört haben und ich mir keine Sorgen machen soll - einen 15 Jahre alten Siamkater hatten sie noch für mich, der aber ein extremes Ruhebedürfnis hat und für eine junge Frau in einer WG und mit öfteren Besuch von Freunden nicht geeignet ist. Dann meinten sie auch, dass sie sonst NUR Freigänger vermitteln und keine Wohnungskatzen - weil das für die meisten Tiere schlimm ist und sie deswegen nur Vermittler sind, wenn es um Wohnungskatzen-Fälle geht.

Mit einem zweiten privaten Tierschutzverein stand ich auch noch in Kontakt. Aber die haben seit 3 oder 4 Wochen nichts mehr von sich hören lassen, obwohl sie meinten, sie hätten mehrere Katzen für mich und melden sich wieder bei mir auf jeden Fall für Kennenlern-Termine und ich habe dann mehrmals dazwischen angerufen und nachgefragt, da haben sie zum Teil schon genervt reagiert, obwohl ich höflich zu einer humanen Zeit angerufen habe, nachdem ich über eine Woche auf Rückmeldung gewartet habe ... dann wurde ich vertröstet und wieder vertröstet ...

Als dann der andere Tierschutzverein (der mir die beiden Katzen vermittelt hat) dann spontan gesagt hat, dass es zwei dringende, aber sehr liebe und einfache Fälle zu vermitteln gibt, dachte ich mir "Warum nicht, bevor du jetzt noch mehr Wochen wartest und vertröstet wirst? Und du hast ja gesagt, dass du noch nicht viel Katzenerfahrung hast."

Meine Mama hat gesagt, ich soll nicht aufgeben. Und dass es nicht an mir liegt oder einer Unfähigkeit. Und wenn die Wunden verheilt sind, kann ich ja nochmal versuchen, mir eine oder zwei nette Katzen zuzulegen, mit denen ich eine schöne Zeit verbringen kann, ohne mich so sehr überfordert und ausgelaugt zu fühlen und die dann für mich wunderbare Wegbegleiter und Gefährten werden. Aber ich habe jetzt echt Panik, dass ich WIEDER dann über den Tisch gezogen werde. Ich meine, man kann ja tatsächlich vieles nicht vorhersehen und am Ende sitzt da WIEDER ein Tier, das mich total überfordert. Und wie soll ich bitte erkennen oder dem vorbeugen, dass man mir erneut problematische Tiere aufschwätzt, unter dem Deckmantel dass es Anfänger-Tiere sind, die kaum Probleme machen? Noch mehr reden? Die Katze zehnmal auf der Pflegestelle besuchen? Wobei ich bei Letzterem glaube, dass es egal ist, ob man da zweimal hingeht oder zehnmal - im Endeffekt wird man ja doch nicht sehen, welche Macken die Katzen haben oder welche Probleme sie machen, weil man nur einen Ausschnitt bei den Besuchen sieht und man auch hier viel schönreden kann.

Ach, es ist so traurig. Gerade eben waren die beiden zwei kleine Teufel - jetzt liegen sie friedlich bei mir, ganz brav und ruhig und die Katze "redet" die ganze Zeit mit mir. 😱
 
Weißt Du, Findefuchs, wenn ich so über diese Geschichte nachdenke und das rekonstruiere > alte Dame > Demenz > Tod > Katzen werden andauernd verschoben (warum?) . . und dann das Verhalten Deiner Katzen, die sich aufführen, als hätten sie in einem Rudel gelebt und nicht genug zu essen bekommen. Frag doch einfach mal ganz gezielt beim nächsten Mal, ob die Katzen aus einem Fall von Verwahrlosung oder gar Animal Hoarding stammen und man meinte, sie Dir einfach aufs Auge drücken zu können, weil sonst niemand sich diese Aufgabe (solche Tiere zu resozialisieren) antuen wollte? Ich würde diesen Verdacht auch ruhig jedem mitteilen, mit dem Du in Kontakt trittst. Das was da mit Dir gemacht wurde ist eine Sauerei! Leider eine, die weit verbreitet ist und immer wieder gute, neue Tiereltern so sehr vergrätzt, dass sie nie wieder Tiere aus Pflegestellen oder Heimen aufnehmen mögen, aus Angst wieder so herein zu fallen.

Es gibt viele private Tierschutzvereine für Katzen. Ich würde mich an Deiner Stelle nicht scheuen gleich mehrere zu konsultieren, bis Dir jemand aktiv helfen mag. Auch eine erfahrene Catsitterin könnte Dir helfen, die kleinen Rabauken etwas zu mäßigen, indem sie Dich öfter mal besuchen kommt. So etwas wird in aller Regel privat und kostenlos vermittelt bei sogenannten "Notfellchen", was Deine ja nun definitiv sind. Nur zu, erzähle diese Geschichte und hol Dir allen Beistand den Du bekommen kannst. Schäm Dich bloß nicht, denn schämen, das müssen sich nur die verantwortungslosen Leute, die diese Tiere unbedingt loshaben wollten und Dich jetzt höchstwahrscheinlich noch anlügen. Die werden nicht umsonst keine Schutzgebühr genommen haben. So dreist, eine zu nehmen, das waren sie dann doch nicht. Ein letzter Rest Anstand. :mad:

Ach Mensch . . wenn Du Unterstützung bei Suche nach Beistand brauchst, dann sende mir mal eine PN mit Deinem Wohnort und ich schaue mal ob ich etwas auftuen kann. LG TaRa
 
Hi Findefuchs, mich beschleicht gerade eine ganz böse Vorahnung.

Du schriebst, die Katzen würden nur über den Tierschutzverein vermittelt, aber eigentlich nur aus Gefälligkeit, wenn ich das richtig verstanden habe. Die "Pflegestelle" hat sich an den Tierschutzverein gewandt und der hat als Kontaktstelle fungiert, mehr vermutlich nicht.

Ich hoffe, die Pflegestelle nimmt die beiden Katzen zurück. Man hat sie dir ja mehr oder minder "geschenkt". Ich hoffe, ich täusche mich.
 
Hi Findefuchs, mich beschleicht gerade eine ganz böse Vorahnung.

Du schriebst, die Katzen würden nur über den Tierschutzverein vermittelt, aber eigentlich nur aus Gefälligkeit, wenn ich das richtig verstanden habe. Die "Pflegestelle" hat sich an den Tierschutzverein gewandt und der hat als Kontaktstelle fungiert, mehr vermutlich nicht.

Ich hoffe, die Pflegestelle nimmt die beiden Katzen zurück. Man hat sie dir ja mehr oder minder "geschenkt". Ich hoffe, ich täusche mich.

Der Ablauf war so: Die entfernten Verwandten der verstorbenen Dame haben sich der Katzen angenommen. Und dann den Tierschutzverein um Hilfe gebeten, was die Vermittlung angeht. Die Katzen waren dann bei den entfernten Verwandten in Pflege - sie waren kein für den Verein eingetragener Pflegeplatz, der ständig in Kontakt mit dem Verein steht.

Sie meinte, dass es deswegen auch keine Schutzgebühr gibt, weil es kein offizielles Tier von ihnen ist. Die Katzen wurden nicht von ihnen vermittelt, aber über sie. Aber sie hat auch sofort gesagt, dass ich sie auf dem Laufendem halten soll, auch wenn es Probleme gibt oder etwas nicht funktioniert, weil sie sich trotzdem um die Vermittlung und den Kontakt gekümmert haben.

Als ich die Katzen besucht und später auch mitgenommen habe, hat mir derjenige, der sie gehabt hat, seine Kontaktdaten gegeben und gemeint, ich soll mich jederzeit melden, wenn was ist und er will auch, dass ich ihm regelmäßig Bericht erstatte, wie es den Katzen geht. Und ich dachte irgendwie, wenn er sie nur loshaben wollen würde, dann würde er ja nicht wollen, dass man ihn immer wieder informiert und sich bei ihm meldet.

Blöd, ich weiß. 🙁 Ich war nicht misstrauisch genug. Sonst bin ich das, ehrlich! Aber wenn es um Katzen geht, anscheinend nicht.

Ich habe mir als Kompromiss erst überlegt, dass ich der einmalige Pflegeplatz für die beiden sein könnte, bis sie jemanden finden, der sie fest übernimmt. Aber auf der anderen Seite ... am Ende bin ich dann schuld, wenn bei der nächsten Stelle was schief läuft und ehrlich gesagt, wer nimmt schon Katzen freudig an, wo man sagt, dass die ein gestörtes Fressverhalten haben, gerne alles zerlegen und bevorzugt Packungen zerstören, Müll ausräumen und fressen und überhaupt alles, was ihnen unter die Nase kommt oder nur im Ansatz nach Essen aussieht. Und ehrlich MÜSSTE ich da sein, wenn sich jemand für sie interessieren würde.

Meine andere Überlegung war, einen anderen Tierschutzverein um Hilfe zu bitten, wenn alle Stricke reißen und der Tierschutz sagt, dass es mein Ding ist und ich die Katzen behalten oder eine andere Stelle für sie finden muss und die Pflegestelle die Katzen nicht mehr zurück haben will. Aber dann habe ich Angst, dass mir keiner dort hilft (haben ja genug eigene Tiere zu vermitteln und Probleme) oder man mir nicht glaubt, weil ich ja auch diese ganzen Geschichten erfinden könnte, nur damit ich die Katzen bequemer wieder loswerden kann. Weil fast hört es sich ja klischeehaft an, was schiefläuft und bekommt man ja auch leider immer wieder von Leuten mit, die ihre Katzen wirklich unter falschen Tatsachen wegbekommen wollen.

Und dann ja ... könnte auch der andere Verein, mit dem ich in Kontakt stand, es mir schlichtweg übel nehmen, dass ich mir jetzt von einem anderen Verein ein Tier geholt habe und sich dann denken "Warum soll ich jetzt ihre Probleme lösen, wenn sie vorher mit uns in Kontakt gestanden hat, aber sich dann doch woanders Katzen besorgt hat?"
 
Hallo Findefuchs,

zunächstmal muß ich sagen das ich es klasse finde das Du Dir Katzen geholt hast. Habe den Thread hier weitestgehend gelesen, alles in allem dann sehr traurig zu lesen das die Miezen anstrengender sind als gedacht, und das Du Dich überfordert fühlst. Das wünscht man sicher niemanden der sich einer Verantwortung stellt und nur Gutes im Sinn hat!

Es sind hier viele Mutmaßungen darüber zu lesen warum Deine Katzen sich so "krass" verhalten, um dem einen Punkt hinzuzufügen, eine weitere Spekulation miteinzubringen würde ich sagen das Deine Katzen unter erheblichem Stress leiden.
An diesem "Leiden" hast Du keine Schuld, einen Schuldigen gibt es einfach nicht bei jeder Unzulänglichkeit!

Wir halten fest: Die Katzen waren in Besitz einer alten Dame, möglicherweise haben sie dort ihr gesamtes Leben verbracht. Dann mußten die Katzen dort weg, sie haben aus ihrer Sicht eine nicht nachvollziehbare Odyssee durchmachen müssen, wurden, wie Du ja auch geschrieben hast, erstmal im Bekanntenkreis der Pflegestelle rumgereicht. Das niemand sonst schlechte oder ungewöhnliche Erfahrungen mit den Tieren gemacht hat wird sicherlich am zeitlichen Faktor liegen.
Einschätzungen von "fachlicher" Seite, wie eben die des Tierschutzvereines der mit vermittelt hat spiegeln letztlich meist auch nur das wider was Denen zugetragen wurde. Außerdem arbeiten auch dort nur Menschen, und wenn man denen dort glaubhaft machen konnte, oder auch durch kurze persönliche Treffen Beweise für gewisse Verhaltensweisen der Katzen bestätigen konnte, so sind dies alles letztlich nur Momentaufnahmen.

Das mag kein Katzenfreund gern hören, aber Katzen sind letztlich eher umgebungsbezogene Tiere und eben nicht, auf Menschen fixierte Tiere wie z.B Hunde. Was Deinen Katzen fehlt ist ihr zuhause, die für sie bekannte und vertraute Umgebung.
Aus der wurden sie herausgerissen.
Das Verhalten Deiner Katzen empfinde ich selber als überhaupt nicht tragisch, es ist vielmehr nachvollziehbar. Katzen welche in Tierheimen abgegeben werden, die, anhand von Schilderungen der Vorbesitzer lieb, zutraulich und verschmust beschrieben wurden, werden in der neuen Umgebung nicht selten entweder lethargisch oder agressiv, beides abnorme Verhaltensweisen die eben nur mit der Umstellung, für das Tier als Zwang empfunden, zu tun hat.

Eine Lösung dieses "Problems" hat dabei vor allem mit Deiner Nervenstärke (Gelassenheit) und mit Deiner Geduld zu tun.

Ich weiß, leicht gesagt, vor allem wenn man sich doch gern etwas anderes, vertrauteres wünschen würde. Liebevollen Umgang usw.!
Nun, ganz sicher bist Du nicht weniger "gut" oder liebevoll wenn Du den Katzen ihre Zeit, ihren Freiraum geben würdest. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen das Deine Katzen sich eingewöhnen werden, und zu ihren "alten" Qualitäten zurückfinden werden, alles nur eine Frage der Zeit^^

Tipps, Ratschläge verallgemeinernd geben zu wollen ist nie leicht, wenn überhaupt möglich.
Raten würde ich Dir lediglich, Deine Wohnung so zu gestalten das die Katzen kein Unheil anrichten können. Mitunter bedeutet sowas krasse Veränderungen für einen selber, aber letztlich gibt es auch hierbei keine Ausreden, so man es denn "will"!
Womit ich aber nicht sagen möchte das Du Dich bis zum letzten aufopfern mußt. Sollte es echt nicht mehr gehen, Du wirklich am Rande eines Nervenzusammenbruches sein, dann solltest Du auch über die Alternative des "Weggebens" nachdenken.
Besonders wenn dies eben Deine ersten Katzen sind.

Hätte ich einen Wunsch frei dann würde ich mir für Dich wünschen dass Du die Kraft, innere Ruhe und Geduld aufbringen kannst die es hier offensichtlich braucht. Tiere "ticken" leider völlig anders als oft erwünscht, und manches wird vom Menschen leider auch oft unterschätzt.

Das ein Tierschutzverein Dich bei Deinen Problemen nicht unterstützt, oder man Dir u.U nicht mal "glaubt", sowas ist keine Seltenheit, besonders, und in zunehmender Art auch, seit sich so ziemlich jeder Fuffu-Verein dem "Tierschutz" widmen darf. Die Anzahl der selbstgerechten Fachleute steigt genauso rapide an wie es die Zahl verhaltensgestörter Hunde und Katzen tut. Längst kein Schelm mehr wer dabei keine Zusammenhänge vermutet...

Was die "Fresssucht" Deiner Katzen betrifft: Auch das kann im Stress begründet sein. Zum anderen ist es allerdings auch nicht ungewöhnlich Katzen 4x am Tag etwas zu fressen zu geben. Abhängig dann auch von der Menge als auch der Qualität des Futters. Portionsbeutel werden meist von Herstellern "durchschnittlichen" Futters angeboten, dementsprechend ist es nicht selten dass Katzen davon mengentechnisch gesehen mehr benötigen. Ob man das dann auf 2,3,4 oder mehr Mahlzeiten verteilt sollte die Katze entscheiden können, nicht der Mensch. Hauptsache Mensch erhöht nicht die Menge 😉

So nebenbei mal noch als Tipp: "Verfressene" Katzen kann man auch hervorragend mit Trockenfutter und Thunfisch (im eigenen Saft) von ihrer Maßlosigkeit "heilen"! Wobei als Menge dann 60-70g TroFu und 1 Dose Thunfisch (Lebensmittel wohlgemerkt, kein Katzenfutter) für eine durchschnittlich schwere Katze als Tagesration ausreichend sind. Thunfisch sättigt sehr gut, ist hochwertiger als jedes Nassfutter, und mit dem TroFu bekommt die Katze was es noch an Mineralien etc. benötigt.
Allgemein sollte man beim Katzenfutter auch nicht an der falschen Stelle sparen, falls es die Katze mag darf auch ruhig höherwertiges Nassfutter gekauft werden. Je geringer die Qualität des Futters ist desto mehr wird die Katze benötigen um "satt" zu werden.
Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Katzenhaltern die ein Futter "verteufeln". Letztlich sollte immer die Katze darüber entscheiden können was "gut" und was "schlecht" ist. Meine z.B mögen absolut kein Nassfutter der Marke Schesir, durchaus ärgerlich wenn Mensch doch viel höhere "Ziele" oder Wünsche hat 🙂
Wasman auch immer zumindest mal versucht haben sollte ist, Futter für die Katz selber zu kochen, zuzubereiten usw.
Längst nicht jede Katze steht drauf, was aber nicht sonderlich schlimm ist, kann Mensch im Zweifelsfall ja die Portion auch selber futtern.

Übrigens ist es eine Geschichte aus dem Reich der Märchen und Sagen dass Schweinefleisch "tödlich" sein kann. Tödlich verläuft wohl die Aujeszky-Krankheit (ugs. auch Pseudotollwut genannt), doch eine Erkrankung würde voraussetzen dass eine Katze (genau wie Hunde) Fleisch eines kranken Schweins zu sich nimmt oder Kontakt zu kranken Schweinen hat. Setzt man eine Krankheit voraus dann dürfte sich weder Mensch noch Tier von Fleisch ernähren! Pseudotollwut ist im übrigen hierzulande eine meldepflichtige Krankheit, Deutschland selber ist seit 2004 Pseudotollwut-frei!!
Eine "Gefahr" für Haustiere ergibt sich außerdem viel öfters durch Freilauf in Gebieten mit Wildschweinbeständen. Denn eingeschleppt wird das Virus meist durch Wildschweine. Hausschweine welche infiziert werden zeigen nach kurzer Zeit extreme Symptome die einer schweren Lungenentzündung ähnlich sind, "Warnsignale" die jeder Bauer ebenfalls recht schnell wahrnimmt. Ich selber habe den letzten Ausbruch der aujeszkyischen Krankheit 2001 mitbekommen. Die Sicherheitsmaßnahmen die damals ergriffen wurden ähnelten irgendwie ein wenig dessen was man im Fernsehen nach Fukujima gesehen hat. Ausser das in Japan niemand "gekeult" wurde!

Doch selbst wenn ein erkranktes Tier in die Nahrungsmittelkette gelangen würde, das Virus wird bei Temperaturen oberhalb von 85°Celsius abgetötet!
Es gibt übrigens auch sehr wohl Tierfutter (sowohl für Hunde wie auch für Katzen) welches Schweinefleisch enthält. Schweinefleisch ist sehr gut verträglich und wird nicht selten bei Futterallergien, zur Ausschluß-Diät und zur Gweichtsreduktion empfohlen (z.B Exclusion Diet Hypoallergenic Maintenance oder Animonda Integra Sensitive). Leber in Nassfuttern für Katzen stammt ebenfalls nicht selten vom Schwein.

Aber wie schon richtigerweise hier geschrieben wurde sollte man Fleisch immer zumindest vorher dünsten oder dampfgaren bevor man es verfüttert. Völlig unabhängig davon von was für einem Tier das Fleisch kommt!

Gut, das nur noch im Allgemeinen, nicht das etwas falsch gesagt wird, oder gar verfälschend rüberkommt!

Dir Findefuchs wünsche ich alles Gute, auf das Du und Deine Miezen recht schnell den "richtigen" Zugang zueinander finden werdet,

auch in diesem Sinne,
freundliche Grüße
WestMann
 
Ballooon, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn deine Katzen Sachen mutwillig zerstören, um an Futter zu kommen und wahllos MÜLL und VERPACKUNGEN etc. fressen - würdest du das okay oder normal finden? Oder wenn du sie kurz für zwei oder drei Stunden allein lässt und dann alles zerlegt wird und du erstmal über eine Stunde aufräumen und noch intensiver alles wegpacken und wegsperren musst? Länger allein lassen kann ich sie nur, wenn ich sie einsperre. Und mit allein lassen meine ich auch, dass ich z. B. arbeite. Oder mal ein Buch lese. Also nicht ständig ein Auge auf sie habe.

Ich finde das alles nicht normal und auch nicht gut. Es geht mir nicht einmal nur um meine Nerven - ich habe auch Angst, dass sie irgendwann eine Verpackung ungünstig verschlucken und dann elendig ersticken. Oder die Müllfresserei irgendwann für einen Darmverschluss sorgt, sie krank macht oder den Magen kaputt macht ... Wie gesagt, ich bin so gut es geht immer hinterher und habe ein Auge auf sie, aber was mache ich, wenn ich mal aus Zerstreutheit oder aufgrund blöder Zufälle mal nicht für ein paar Minuten aufpasse oder vergesse, die Tür abzuschließen? Und ich kann nicht von meiner Mitbewohnerin verlangen, dass sie ebenfalls ständig wegen meinen Katzen alles abschließt, absichert, die Türen verschlossen hält und aufpasst, dass die Katzen nicht doch mal durch die Beine hindurch in die Küche entwischen.

Es liegt auch ganz sicher nicht an meiner Beziehung zum Essen - ich weiß ja, was Katzen an Nahrungsmengen eigentlich ungefähr brauchen und käme nie auf die Idee, meine Einstellung auf meine Haustiere zu übertragen. Ich habe auch zur Sicherheit nochmal mehrere Katzenhalter gefragt, wie die füttern und wie oft - und da kam nicht vier oder fünfmal am Tag dabei raus, so wie bei der Stelle, wo sie zuvor waren.

Ich weiß auch, dass es gierige Katzen gibt, verfressene Exemplare - aber wenn sich alles um Futter dreht, immer wieder akribisch danach gesucht wird und es der Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens ist und sie nicht mal Spielen sonderlich interessiert oder länger schmusen, sondern nur Essen und die Suche danach (auch wenn ich sie mehrmals am Tag gut gefüttert habe), dann finde ich das bedenklich.

Sie sind keine Kitten mehr, mir ist klar, dass sie nicht so verspielt sind und ich erwarte auch nicht von ihnen, dass sie jeden Tag spielend durch die Wohnung tollen - aber wenn das einzige größere Interesse Nahrung ist und die Suche nach Nahrung, macht mich das nachdenklich.

@ Gast

Danke für deine lieben und aufbauenden Worte. Ja, es ist eine verdammt schwere Entscheidung für mich und ich fühle mich nicht gut damit, in Betracht zu ziehen, sie wegzugeben.

Ich glaube ja mittlerweile, sie brauchen eine reizärmere Umgebung, mit jemandem, der immer Zeit hat und einen ganz festen und geregelten Tagesablauf hat - also wären vermutlich Rentner besser geeignet.

Ich arbeite zwar von Zuhause aus, muss aber oft zu Kundenterminen - und bin dann mehrere Stunden weg. Ich kann also nicht ständig und immer hier sein. Und muss schlichtweg mal einkaufen oder Arzttermine wahrnehmen. Während diesen Zeiten will ich mich darauf verlassen können, dass ich nicht zurückkomme und ein absolutes Chaos vorfinde oder sie schon wieder irgendeine Lücke im System entdeckt und für ihre ungute Fresserei benutzt haben.

Es ist traurig. Und schlimm, wenn ich kurz weg war und wieder heim bin, habe ich mich nicht (nur) auf meine Katzen gefreut, sondern hatte auch Panik, weil ich nicht wusste, was sie schon wieder gemacht haben. Jedes Mal war irgendwas. Und ich finde, man sollte sich darauf freuen, dass die Katzen einen begrüßen, man mit ihnen spielen und kuscheln kann oder man gemeinsam den Abend ausklingen lässt und nicht Angst haben, dass schon wieder Mist gebaut wurde oder sich Sorgen machen, ob sie nicht doch irgendwo eine Verpackung aufgerissen und gefressen haben - sie gehen ja an alles, was raschelt oder auch nur im Ansatz Essen sein könnte. Und das zerlegen und fressen sie dann, oder versuchen es.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hier das Verhalten der Katzen mit menschlichem Verhalten gleichgestellt wird... ich esse auch mehrmals am Tag, nehm´aber auf der Suche nach Essbarem nicht die Wohnung auseinander , stopf alles in mich rein was ich finde - sogar mit Verpackung - um es anschließend wieder auszukotzen.

Fuchsi, es tut mit leid, dass du so einen Stress mit deinen Katzen hast.

Du hast nun alles Erdingliche getan. Es wäre tatsächlich besser, wenn du die Katzen wieder abgibst. Du musst bei ihnen ständig auf er Hut sein,kannst sie nicht aus den Augen lassen und weißt nicht, was dich erwartet, wenn du nach Hause kommst. Normal ist das Verhalten deiner Katzen ganz sicher nicht.
Wer weiß, was es da für Vorgeschichten gab.
 
Danke für deine lieben Worte, sofia. 😱

Ja, ich fühle mich dem nicht gewachsen. Es war heute wieder anstrengend und der Tag ist nichtmal rum.

Mir selbst etwas zu Essen zu machen ist eine Prozedur. Das Wohnzimmer, wo die Katzen jetzt hauptsächlich sind, wird von einer Tür zum Gang getrennt. Am Ende des Ganges liegt die Küche, die ebenfalls eine eigene Tür hat. Allerdings hat das Wohnzimmer auf der anderen Seite, wo es Richtung Schlafzimmer, Bad und Klo geht nur einen Durchgang ohne Türe.

Wenn ich in die Küche will, muss ich total schnell sein - die Katzen flitzen dann extrem fix Richtung Küche oder entwischen unter den Beinen oder durch den Spalt, wenn man nicht total aufpasst. Wenn ich es nicht schaffe, rechtzeitig die Tür zu schließen, muss ich erstmal ewig lang damit verbringen, sie zurück ins Wohnzimmer zu bringen und dann die Tür zuzumachen. Wenn ich dann in der Küche bin und mir etwas zu Essen mache, schreien sie. Dann muss ich das Essen durch das Wohnzimmer transportieren, um in mein Zimmer zu kommen.

Das ist der schwierigste Teil. Denn sobald sie Essen wittern, rennen sie wie die Berserker hinter einem her und lassen sich nicht mehr abschütteln. Und dann ist es wieder ein Kampf und ich muss total aufpassen, weil sie Essen stehlen und ehe ich bis zwei zählen kann, wären sie an meinem Essen. Es sind ja zwei, wenn ich eine rausschmeiße aus meinem Zimmer, geht die andere dran.

Wenn ich sie im Zimmer lasse, während ich esse, komme ich nicht dazu. Die Katzen machen dann totalen Terror, maunzen rum, klettern rum, machen dann aus Frust Sachen kaputt, betteln extrem und steigen auf mir rum, versuchen an den Teller zu kommen etc. Sie hacken dann auch nach einem. Aus Frust denke ich und dann, um an das Essen zu kommen.

Ich verbringe also oft gut 15 Minuten damit, mein Essen in mein Zimmer zu bringen und dann dafür zu sorgen, überhaupt in Ruhe essen zu können - und selbst dann schreien sie vor der Türe herum, weil sie wissen, dass da Essen ist. Ganz egal, ob sie vorher ihre eigenen Mahlzeiten hatten.

Dann geht es weiter: ich habe ja gegessen, es riecht also danach und es könnte ja noch irgendwo etwas sein, also wird erstmal alles erneut abgesucht und probeweise irgendein Unsinn angeknabbert, um zu überprüfen, ob man das auch essen kann oder es etwas zu Essen sein könnte.
 

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