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Ein toller neuer Mitbewohner!

Was aber die Beziehung gerade allgemein am meisten belastet: Diese absolute Gier. Wahnsinn. Sie fressen oft, als ob sie Angst hätten, nie wieder was zu bekommen. Und schlingen erstmal brutal alles runter, mit ganz wenig kauen. Essen ist im Moment ihr hauptsächlicher Dreh- und Angelpunkt.

Was schlimm ist: ich kann sie nicht unbeaufsichtigt in die Küche lassen. sie durchsuchen alles nach Essen. Zum Glück können sie keine Schubladen öffnen. Aber gestern hat der Kater eine Packung Reis runtergeholt und aufgerissen.

Ich habe eine Packung Leckerli für beide gekauft. Ich habe sie unbeaufsichtigt stehen lassen und die Katze hat sie sich geschnappt und versucht aufzubeißen, als ich kurz was erledigt habe. Deswegen durchwühlen sie wahrscheinlich auch die kleinen Papiereimer mit Schwingtür: es könnte ja was zum Fressen drin sein.

Es ist echt nervig. Man muss immer ein Auge auf sie haben. Ich muss die Küche zuschließen, weil sie sonst nur Unsinn anstellen würden.

Diese Katzen mussten hungern (oder haben ein Darm- bzw. Verdauungsproblem s. u.). Stell ihnen überreichlich Futter hin und lass es stehen. Selbst wenn sie sich die erste Zeit gnadenlos überfressen, das legt sich recht schnell. Noch etwas, das reguläre Katzenfutter (trocken und nass), das es im Handel zu kaufen gibt, ist selbst im höherpreisigen Niveau absolut ungeeignet zur Fütterung reiner Fleischfresser, wie Katzen es nun einmal sind. Der Fleischanteil ist um Längen zu niedrig und müsste als absolutes Minimum 50-60% betragen!

Wenn Deine Beiden das Gleiche haben wie meine ehemaligen Tiger, dann können sie andere Füllstoffe nicht verdauen und verhungern Dir vor vollen Näpfen. Das würde diese Gier ebenfalls erklären. Trochenfutter schadet im Übrigen massiv dem Organismus von Katzen und ist ein Garant für exorbitante Tierarztkosten im Alter. Ich habe eine Katze vor Jahren damit regelrecht umgebracht, schlicht aus Unwissen heraus und weil das Tierchen das Trofu doch sooo gerne gegessen hat, bis zum völligen Nierenversagen und dem anaphylaktischen Schock. 🙄

Wenn Du magst, dann belies Dich mal gründlich:

Artgerechte Katzenernhrung

Haus-Tier-Wir: Artgerechte Ernährung

Ftterungsmethoden

- -

Wenn Du spezielle Fragen hast oder Futterempfehlungen brauchst (möglichst günstig an ordentliches Futter zu kommen oder zum Thema Verdauungsprobleme bei Katzen, wofür ich mittlerweile fast schon Experte bin, weil meine Beiden ihr Leben lang Probleme damit hatten und dennoch 15 & 18 Jahre wurden), kannst Du mir gerne auch eine PN schicken oder hier einfach nachfragen, ich lese ja interessiert mit. ;-)
 
Sie haben aus einer Schublade in Folie gepackte Schokolade rausgezogen und aufgerissen. Ich durfte dann Folie aus dem Maul der Katze rausholen, weil sie es sonst verschluckt hätte. Hat schon geröchelt.

Weil ich es eben erst lese: Haben sie die Schokolade gefressen? Falls ja, bitte genau beobachten, denn Schokolade ist giftig für Katzen! Falls sie Vergiftungserscheinungen zeigen (übermäßiges Trinken, Zittern, Übergeben) dann müssen sie zum Tierarzt!

Ich bin gerade echt verzweifelt und überfordert. 🙁

Kann ich verstehen. Versuch Dich zu entspannen, Du tust Dein Bestes, mehr geht nicht. Ich habe bei dieser krassen Gier den Verdacht, dass sie tatsächlich die Getreideunverträglichkeit haben, die meine auch hatten. Die haben Unmengen von Futter verschlungen und sind dennoch fast verhungert. Bis ich umgestellt habe.

Einige Tipps:

I. Küche konsequent schließen.
II. Dich unbedingt belesen, welche Lebensmittel und Zimmerpflanzen für Katzen giftig sind.
III. Dir bereits jetzt einen Tierarzt suchen, bestenfalls einen mit Notdienst und Hausbesuchsservice.
IV. Dir bitte mal etwas von diesem Futter bestellen (Oder im Laden direkt kaufen, falls Ihr einen Fressnapf habt bei Euch, das Zeug ist deren Eigenmarke und deshalb bezahlbar.): https://www.fressnapf.de/c/katze/fuettern/nassfutter/?q=:topSeller:brand:brand156

Das füttere ihnen mal und dann schaust Du ob die Gier noch immer so groß ist. Stell ihnen ruhig jede Menge hin und dann schau was passiert. Wenn die Gier nachlässt, dann haben wir das Problem erkannt und ich kann Dir behilflich sein, wenn Du magst. LG TaRa
 
Weil ich es eben erst lese: Haben sie die Schokolade gefressen? Falls ja, bitte genau beobachten, denn Schokolade ist giftig für Katzen! Falls sie Vergiftungserscheinungen zeigen (übermäßiges Trinken, Zittern, Übergeben) dann müssen sie zum Tierarzt!

Ja, bitte beachten liebe Findefuchs, das ist wichtig! Hab mir schonmal wegen recht vielen M+Ms die mein Kater erwischt hatte, die Nacht um die Ohren geschlagen weil ich ihn beobachtet habe.


Tabula Rasa meinte:
Kann ich verstehen. Versuch Dich zu entspannen, Du tust Dein Bestes, mehr geht nicht. Ich habe bei dieser krassen Gier den Verdacht, dass sie tatsächlich die Getreideunverträglichkeit haben, die meine auch hatten. Die haben Unmengen von Futter verschlungen und sind dennoch fast verhungert. Bis ich umgestellt habe.

Einige Tipps:

I. Küche konsequent schließen.
II. Dich unbedingt belesen, welche Lebensmittel und Zimmerpflanzen für Katzen giftig sind.
III. Dir bereits jetzt einen Tierarzt suchen, bestenfalls einen mit Notdienst und Hausbesuchsservice.
IV. Dir bitte mal etwas von diesem Futter bestellen (Oder im Laden direkt kaufen, falls Ihr einen Fressnapf habt bei Euch, das Zeug ist deren Eigenmarke und deshalb bezahlbar.): https://www.fressnapf.de/c/katze/fuettern/nassfutter/?q=:topSeller:brand:brand156

Das füttere ihnen mal und dann schaust Du ob die Gier noch immer so groß ist. Stell ihnen ruhig jede Menge hin und dann schau was passiert. Wenn die Gier nachlässt, dann haben wir das Problem erkannt und ich kann Dir behilflich sein, wenn Du magst. LG TaRa

Getreide kann jede Katze fast nicht verwerten, sie ist ja ein Carnivore, also Fleischfresser. Deswegen auch oft die total überhöhten Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung...und ja das Futter ist gut, ich habs vom selben Anbieter allerdings das Premiere, Kein Zucker oder Getreide drin, ausreichend Zusatzstoffe und sieht auch recht lecker aus, das würde ich auch essen wenn ich sonst nichts mehr daheim hätte 😀

Liebe Grüße Lynx
 
Ein bisschen Getreide vertragen sie schon und brauchen es sogar. In den Mägen der Nager und Vögel, die sie fressen, befindet sich Getreide.

Mein Kater hat selten, aber dennoch hin und wieder, Gier auf Brot. Und dann kriegt er auch welches.

Aber natürlich muss man genau auf die Futterzusammensetzung achten. Zucker zum Beispiel geht gar nicht. Trockenfutter würde ich nicht als Alleinfutter anbieten, Kater werden davon gern nierenkrank.

Wenn sie nicht aufhören zu wühlen und zu suchen, würde ich tatsächlich für die Anfangszeit rund um die Uhr Futter stehen lassen. Auch dann, wenn sie sich komplett überfressen und dann übergeben. Das sollte sich mit der Zeit legen und dann kannst Du versuchen, Fütterungszeiten einzuführen.
 
Getreide kann jede Katze fast nicht verwerten, sie ist ja ein Carnivore, also Fleischfresser. Deswegen auch oft die total überhöhten Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung...

Schon klar. Allerdings gibt es davon noch die Steigerung, nämlich nicht nur das nicht Verwerten, sondern die Unverträglichkeit. Diese führt dazu, dass selbst das bisschen Fleisch, das in dem konventiellen Futter drin ist, nicht mehr ordentlich verstoffwechselt wird und das Tier regelrecht verhungert, während es frisst wie ein Scheunendrescher und dauernd Mörderhunger schiebt. Würde auch passen, dass sie schlingen bis zum Kotzen und dann trotzdem weiterfressen. Meine Beiden (es waren Geschwister) hatten das und es war eine Katastrophe, bis ich rausfand woran es lag.

Andere Möglichkeit wäre noch, dass sie in einer Sippe gehalten wurden, in der sie derartig niedrig in der Rangfolge waren, dass sie nie an die Näpfe durften und ständig Kohldampf geschoben haben. Aber egal wie, gutes Futter ist eh nie verkehrt und spart im Endeffekt noch jede Menge Tierarztkosten ein. Einen schönen Abend noch allerseits. 🙂
 
Wie immer: Herzlichen Dank für eure Antworten!

Um es auf den Punkt zu bringen: ich kann nicht mehr. 🙁

Ich kann die Katzen definitiv nicht allein lassen.

Ich war kurz bei meinen Eltern (für nur 2-3 Stunden) und habe alles abgesperrt und weg getan. Die Katzenklos waren tadellos sauber, hab frisches Wasser hingestellt, Spielzeug hin und die Katzen noch gefüttert.

In dieser Zeit haben sie trotzdem alles zerlegt, was ging. Die Unordnung war heftig. Sie haben schon wieder Plastik und Verpackungen aufgerissen - weiß nicht, ob sie was gefressen haben. Irgendwo (keine Ahnung wo, ehrlich!) haben sie eine Tafel Schokolade aufgetan, die auch aufgerissen, alles verteilt und ich konnte nicht rekonstruieren, ob sie was gefressen haben oder nicht (war ja alles verteilt und verschmiert ...). Wenn es ihnen schlecht geht, packe ich sie und fahre sofort zum Nottierarzt.

Ich habe jetzt über eine Stunde mit meiner Mitbewohnerin die Wohnung aufgeräumt und nochmals erneut sorgfältig alles weggesperrt und weggepackt und im Endeffekt einen einzigen "gefahrenfreien" Raum für die Katzen leergeräumt - der Rest MUSS abgesperrt bleiben und sie dürfen auch nirgendwo anders unbeaufsichtigt hin --> sonst zerlegen sie wieder alles.

Das geht so nicht. Ich muss arbeiten und habe auch Termine. Mir ist klar, dass Katzen auch mal was ankratzen, dass sie haaren oder Sachen runterschmeißen, wenn sie wo rumklettern oder spielen. Aber ich muss mich doch darauf verlassen können, dass ich meine Katzen mal für eine oder zwei Stunden allein lassen kann, ohne dass sie mir was kaputt machen oder zerlegen ...

Ich kann doch nicht immer alles akribisch absperren und wegsperren und vor allem, die Katzen einsperren, wenn ich aus dem Haus gehe.

Es wird immer schlimmer und ich habe so das Gefühl, dass diese penetrante Suche nach Essen, diese Gier, das Müllfressen, die Sachen kaputt machen oder alles in Unordnung zu bringen schon Störungen oder Probleme sind, die ich als Katzenanfängerin nicht lösen kann ...

Und das bin ich. Ich bin zwar mit Katzen aufgewachsen, aber hatte immer eine sehr katzenerfahrene Mutter da, die sich um die Erziehung etc. hauptsächlich gekümmert hat. Und zum ersten Mal eigene Katzen zu haben, ist dann etwas völlig anderes.

Ich habe das auch von Anfang an sofort klargestellt und gesagt, dass dies meine ersten Tiere wären. Ich habe auch gesagt, dass ich in einer WG lebe, dass ich immer wieder Freunde zu Besuch habe etc. und gefragt: was ist die Vorgeschichte der Katzen, haben sie Eigenarten usw. und kommen sie mit meiner Lebenssituation zurecht (ich meine, ist ja was anderes, als Katze bei einer Rentnerin zu leben, die zurückgezogener lebt oder bei jemanden wie mir)

Sie wurden mir als Tiere "verkauft", die absolut unkompliziert und anfängergeeignet wären, ganz lieb, ohne Ticks oder störende Eigenarten und sehr anpassungsfähig. 🙁

Zur Vorgeschichte wurde mir gesagt, dass sie davor bei einer alten Frau gelebt haben, die dann entweder Demenz oder Alzheimer hatte und dann gestorben ist. Erst haben Nachbarn abwechselnd die Tiere zu sich genommen, dann entfernte Verwandte - wo es aber auch nicht auf Dauer ging, weil sie entweder Hunde hatten, keine Katzen wollten oder beruflich so eingespannt sind, dass sie so oft unterwegs sind für längere Zeit, dass Haustiere keinen Sinn machen würden. Sie hatten dann keine konstante Bezugsperson und waren oft allein - aber laut der Pflegestelle waren das "nur" 6-8 Wochen (davor waren sie bei der alten Frau) und haben keinerlei Schäden davongetragen. 🙄

Ich habe dann in meiner Verzweiflung die Pflegestelle kontaktiert - und die Probleme auf den Tisch gebracht und gefragt, was ich tun könnte. Da hieß es "Komisch, das haben die NIE bei uns gemacht." usw.

Ich habe gesagt: es geht mir um das Wohl der Tiere. Ich fühle mich nicht in der Lage, das in den Griff zu bekommen oder ihnen so helfen zu können, wie sie es verdienen. Wahrscheinlich brauchen sie doch eine "reizärmere" Umgebung. Vielleicht jemand, der definitiv den ganzen Tag da ist. Vielleicht kennen sie nur zwei Extreme: Entweder völlig allein oder jemand, der immer nur da ist und kommen nicht damit klar, dass jemand sich kümmert, aber auch mal weg muss.

Es ist im Moment weder für die Katzen, noch für mich ein Zustand, der uns beide glücklich macht. Und ja, ich fühle mich gerade wie ein MONSTER, weil ich mir eingestehen muss, dass ich das nicht hinbekomme und ich an meine Grenzen stoße und den Katzen nicht helfen oder das Zuhause bieten kann, das sie glücklich macht. Die Pflegestelle will mir nicht helfen bei meinen Problemen, kann mir keinen Rat geben ("Leider wissen wir auch nicht, was man da machen könnte ...") und ich denke, es braucht Zeit, diese Probleme zu beheben - und da ich arbeite und Termine wahrnehmen MUSS, ist das immer ein Russisches Roulette, ob sie mir nicht doch wieder was zerlegen, kaputt machen oder Zeug fressen, das sie nicht fressen sollen.

Ich habe zur vorherigen Pflegestelle gesagt, dass ich auf keinen Fall voreilig die Flinte ins Korn werfen will, weil ich auch nur das Beste für die Katzen möchte und mir etwas an ihrem Wohl liegt. Aber dass ich mir dann auch irgendwann eingestehen muss, wenn es gar nicht mehr geht, dass ich an meine Grenzen stoße und etwas passieren muss. Und wir uns dann eine gemeinsame Lösung überlegen sollten - immerhin kommen die Katzen ja von ihnen.

Ich will auf jeden Fall den Tierschutzverein, der das vermittelt hat, mit ins Boot holen. Mal um Rat fragen und auch sagen, dass es im Moment heftig ist und wenn es so weitergeht, für mich nicht tragbar ist und für die Katzen alles andere, als ein schönes Leben ist, wenn man sie immer nur beaufsichtigen oder wegsperren muss. 🙁 Und dass vielleicht eine ganz andere Lebenssituation oder ein Halter/Pflegestelle mit Katzenerfahrung ihnen ein besseres Leben geben kann oder ihnen bei diesen Problemen helfen und besser damit umgehen kann ...

Ich fühle mich gerade ganz, ganz mies. Will die Katzen nicht hängen lassen. Aber ich kann sie nicht ständig überwachen und ich habe Angst, dass sie irgendwann doch etwas aufbrechen, oder etwas mal doch im Stress liegen bleibt, oder man unbeabsichtigt aus Zerstreutheit eine Tür offen lässt und sie dann Plastik fressen oder viel Schokolade oder ihnen was im Hals stecken bleibt an Verpackung - und sie dann elendig zugrunde gehen. Allein die Müllfresserei ist ja ungesund und kann tödlich enden.

Und ja, sie machen mich so verdammt sauer, wenn ein absolutes Chaos um sie herum ist und sie dich ansehen, als wären sie das nie gewesen. Und es ist nicht entspannt - man muss erst alles wegsperren, Katzen wegpacken, dann alles absichern usw. und wenn man wiederkommt, alles kontrollieren - und zwangsläufig aufräumen.

Und ich kann auch nicht von meiner Mitbewohnerin verlangen, dass sie ständig auch alles überwacht, absperrt, mit aufräumt etc. - es sind meine Katzen. Ich habe mir sehnlichst ein Haustier gewünscht, nicht sie.

Werde morgen auf jeden Fall beim Tierschutzverein anrufen. Die meinten ja, dass ich sie darüber unterrichten soll, wie es mir ergeht - egal wie gut oder schlecht das alles ist. Vielleicht gibt es eine Lösung oder ich bekomme Rat, oder ich kann etwas aufatmen, weil ich weiß: wenn es gar nicht mehr klappt, gibt es eine erfahrene gute Pflegestelle, wo sie unterkommen können und die mit ihnen richtig umgehen kann, bis man sie weitervermitteln kann und sie landen nicht auf der Straße. Oder im Tierheim, wo sie mit lauter anderen Katzen zusammen sind und sich vielleicht noch unglücklicher fühlen.

Jaja, ich weiß: mir ist klar, dass ich dumm und naiv war, die Katzen zu mir zu holen. Aber andererseits ... ich habe viele Fragen gestellt, war dort länger, sie waren so lieb, es hat gefunkt und dann meinte die Pflegestelle noch, dass sie tolle, unkomplizierte Katzen sind, die ihnen nie Probleme gemacht haben - ich dachte, es passt. Vielleicht bin ich auch nicht geeignet, Katzen zu verstehen oder mit ihnen umzugehen - gibt ja auch solche Leute.

Ich weiß, dass ich die Katzen im Stich lasse und wahrscheinlich voreilig und naiv war ... mir geht es jetzt echt sehr, sehr mies und gar nicht gut. 🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Findefuchs,

es muss dir nicht mies gehen. Die beiden Katzen bringen eine Problematik mit, mit der du nicht rechnen konntest. Als Anfängerin in Sachen Katzen glaub ich dir gerne, dass du damit überfordert bist.

Ich denke ja nach wie vor, dass es auf der Pflegestelle sehr wohl Probleme gab, denn es ist absolut ungewöhnlich Katzen in diesem Alter dreimal täglich zu füttern.

Ich drück dich mal, wenn ich darf.
 
Es ist im Moment weder für die Katzen, noch für mich ein Zustand, der uns beide glücklich macht. Und ja, ich fühle mich gerade wie ein MONSTER, weil ich . .

So, liebe Findefuchs, jetzt holst Du mal ganz tief Luft und sagst laut S T O P P! Du verhälst Dich ganz sicherlich NICHT wie ein Monster, sondern im Gegenteil, sehr verantwortungsbewusst, wenn Du in der Lage und Willens bist, Dir eine Überforderung einzugestehen und Hilfe zu holen. Dafür solltest Du Dich nicht runtermachen, sondern im Gegenteil stolz auf Dich sein.

Ja, hol Dir Hilfe. Und versuche das mit dem anderen, von mir verlinktem Futter dennoch einmal, wenn Du magst. Das könnte u. U. Wunder wirken und schadet in keinem Falle.

Es tut mir sehr leid, dass Dein Traum nun so entgleist, aber sieh es einmal so - wenn Du das bewältigen wirst und das wirst Du irgendwie, so oder so, dann wird Dich das festigen und stärker machen, falls Du das irgendwann mal (wieder) brauchen wirst.

Mach Dir keinen Kopf wegen der Katzis. Du tust was Du kannst, mehr geht nicht und sie hätten es deutlich schlechter erwischen können (und haben das bereits in der Vergangenheit, sonst wäre das Verhalten nicht so extrem). Ganz lieben Gruß, lass den Kopf nicht hängen, Du machst das gut bisher, glaub mir. Du konntest nicht ahnen was auf Dich zukommt und normal ist das definitiv auch nicht. Es liegt NICHT an Dir!
 
Danke für eure lieben Worte. 😱

Ich bin ja sonst ein sehr gefasster Charakter, der auch einsieht, dass man sich manchmal trennen oder lösen muss, weil es einfach besser so ist - und dass es auch immer der bessere Weg ist, seine Grenzen einzusehen und zuzugestehen, als weiterzumachen, weil das oft noch mehr Schaden anrichtet oder noch weniger hilft.

Aber gerade bin ich echt am weinen und sooo verdammt traurig. Und fühle mich trotzdem, als würde ich sie im Stich lassen und auch zu den Leuten gehören, die sie enttäuschen, weil ich sie vielleicht oder sehr wahrscheinlich abgeben muss. Ich bin gerade echt fertig.

Ich habe heute schon so viel aufgeräumt und geputzt wegen ihnen - gestern auch und habe alles so sorgfältig weggepackt und weggesperrt - und dann komme ich heim, totales Chaos und das hat mich einfach nur fertig gemacht.

Weil sie ja auch einfach lieb sind. Sie gehen anstandslos aufs Klo (war meine größte Sorge, dass sie das nicht checken oder aus Frust wohin pinkeln und Häufchen setzen), sind Nachts still und wecken mich nie, auch wenn sie hungrig sind und warten brav, bis ich aufgestanden bin. Aber ich fühle mich jetzt schon nach drei Tagen ausgelaugt und an meinen Grenzen - ständig muss ich aufpassen, aufräumen, kann sie nicht alleine lassen, immer wieder machen sie was kaputt oder zerlegen es oder fressen wie Irre Müll und Verpackungen ... Ich habe mich gestern dabei ertappt, dass ich mir dachte "War es vielleicht doch ein Fehler?". Seit Freitag sind sie da - und es gab bisher keinen Tag, wo es einfach nur schön mit ihnen war, ohne größere Vorkommnisse.

Mir tut das auch so verdammt leid für sie und tut mir auch weh, dass sie sich durch ihre Vergangenheit gezwungen fühlen, immer zu ÜBERLEBEN. Ich meine, wie einsam und vernachlässigt müssen sie da gewesen sein, damit sie so geworden sind?

Und man sagt ja oft, wenn es um Tiervermittlung geht: "Ja, die Vorbesitzer haben sie leichtfertig abgegeben / Als es schwer geworden ist und sie nicht nur süß waren, wurden sie weggeben wie ein Ding" und ich will nicht so jemand sein, oder dass es so rüberkommt. Ich habe Angst, dass der Tierschutzverein das morgen nicht versteht. Die Pflegestelle hilft mir ja gerade null, von denen kommt immer nur, dass die Katzen das nicht bei ihnen gemacht haben und alles TOP war und sie auch nicht wissen, was man da tun könnte ... und fertig.
 
Noch etwas:

Jaja, ich weiß: mir ist klar, dass ich dumm und naiv war, die Katzen zu mir zu holen. Aber andererseits ... ich habe viele Fragen gestellt, war dort länger, sie waren so lieb, es hat gefunkt und dann meinte die Pflegestelle noch, dass sie tolle, unkomplizierte Katzen sind, die ihnen nie Probleme gemacht haben - ich dachte, es passt. Vielleicht bin ich auch nicht geeignet, Katzen zu verstehen oder mit ihnen umzugehen - gibt ja auch solche Leute.

Ich weiß, dass ich die Katzen im Stich lasse und wahrscheinlich voreilig und naiv war ... mir geht es jetzt echt sehr, sehr mies und gar nicht gut. 🙁

Du warst weder dumm noch naiv. Von meiner Warte aus, so wie ich das hier las, hast Du Dich weitaus besser vorbereitet als das sehr sehr viele Leute tun, die sich Katzen anschaffen. Was Du nicht wissen konntest, das ist, dass viele Tierheime und Pflegestellen, die die Tiere loswerden wollen, dazu neigen Dinge zu verschweigen. Ich habe damit auch bereits Erfahrung, als man mir im Tierheim eine halb wilde Katze als Wohnungstier verkaufte und ich dann ein Tier Zuhause hatte, das nicht einmal ein Bett kannte, sich tagelang hinter dem Sofa versteckte und jämmerlich weinte. Es brauchte mehrere Wochen und extrem viel Zuwendung um sie dazu zu überreden, sich halbwegs normal in der Wohnung zu bewegen und dann saß sie über Stunden "singend" in allen Tonlagen an der Wohnungstür und wollte raus.

Dass der Tierarzt Jahre später noch feststellte, dass sie deutlich älter sein müsste, als das Alter, das man mir damals im Tierheim angegeben hatte, das überraschte mich dann nicht mehr. Nein, Findefuchs, die Wahrscheinlichkeit, dass diese Probleme bereits länger bestehen, man Dir gegenüber jedoch nicht ehrlich war, die ist m. E. extrem hoch. Du hast nun wirklich alles getan um Dich gut vorzubereiten und Du hast auch keineswegs versagt. Versagt haben höchstens die Leute, die Dir solche Katzen vermittelten obwohl Du ehrlich warst und gesagt hast, dass Du mit so etwas nicht würdest umgehen können.

Es tut mir sehr leid für Dich, aber Du solltest Dir wirklich keine Vorwürfe machen! Würde jeder sich so gut vorbereiten wie Du und sich so verantwortungsvoll verhalten, dann säßen wesentlich weniger Tiere im Tierheim. Sollte der Tierschutzverein Dir nicht helfen wollen, dann wende Dich vielleicht einmal an einen privaten Schutzverein für Katzen und schildere Dein Problem. Und nimm kein Blatt vor den Mund, was die Art und Weise angeht, wie Du dann alleingelassen wurdest. Mich macht so etwas wirklich sauer, weil Du Dich jetzt schlecht fühlst obwohl Du alles richtig gemacht hast.
 

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