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Ein Thread für unser Ungeborenen Babys

Ich bekam eine SMS in der stand:

"mein Bruder hat gesagt, ich kann´s in Holland noch wegmachen lassen"

es wegmachen lassen?:wein:

Also hat sie sich entschieden, den kleinen Phil gemeinsam mit einem "Arzt" im 5. Monat in Holland umzubringen.


Wahnsinn, ich konnte nicht mal ein Kind "wegmachen" lassen, das durch Vergewaltigung gezeugt wurde....
Ich liebe mein Kind und könnte mir ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen....
Und ich leide heute leider immer noch unter den verlorenen Föten/Embryonen.
Das älteste der Embryonen war 3 Monate alt! Es wäre von meinem leib. Bruder gewesen und man weis nicht, ob es vielleicht krank gewesen wäre?
Na ja, mein Sohn, der lebt ist auch krank, aber dafür kann ich nix....
Manches Mal denke ich mir, vielleicht war es gut so, dass ich keine 4 fache Mama bin? Wer weis! Leiden tue ich trotzdem, denn man macht wohl keinen Unterschied, ob gewollt oder ungewollt.....
Ich kenne eben nicht, wenn man ein gewolltes Kind bekommt....vielleicht liegt es daran....

Mein Beileid an alle, die ähnliche Erlebnisse machten mussten!
Egal ob gewollt oder ungewollt, wir haben ein kleines Leben verloren.....
 
oh jeh, ein hartes Thema!
Und ich bin dankbar, daß es hier so vorsichtig behandelt wird...
niemand, aber auch niemand hat das Recht darüber zu urteilen, ob eine Frau ihr Kind abtreiben muß oder nicht!
Schlimm wenn gewollte Ebrios sterben, da ist das Mitgefühl der Menschen schon eher klar. Obwohl dies auch zu den Tabu-Themen der Gesellschaft gehört...
Bei der Abtreibung allerdings, scheint niemandem klar zu sein, daß die Menschen meistens aus Verzweiflung handeln und alles nur keine Verurteilungen brauchen können.
Ich selber spreche nach Jahren fast nie darüber, damals haben alle Menschen mit denen ich gesprochen habe, entweder gesagt ich müsse abtreiben, oder ich solle das Kind bekommen.
Das erschwert die Entscheidung - was ja nicht unbedingt verkehrt ist- aber vor allem hat es bei mir die Trauer und mein gesundes Selbstmitleid erschwert. Eigentlich rechtfertige ich mein Handeln von damals immer noch nur vor mir selbst und ansonsten ist da Leere.
Der Ansatz hier, wirklich mal um diese Kinder zu trauern, ist wunderbar...
 
Hallo
es ist wirklich traurig was euch passiert ist und tut mir sehr leid.

Einfach als Gedankenanstoss, Sternenkinder werden ja immer häufiger thematisiert, es gibt schon Initiativen damit sie z.B. auch beerdigt werden können.
Aber was ist mit Frauen in meiner Situation? Meine Babys warten in meinem Körper drin darauf, zu wachsen und zu Kindern zu werden. In Gedanken sind sie bei mir.
Aber sie werden nie zur Welt kommen. Mein Freund hat ein medizinisches Problem (schlechtes Spermiogramm) und als dies klar wurde, jegliche Behandlung abgebrochen und mir gesagt, dass er eigentlich nie Kinder wollte. Zudem sei er sich unsicher bezüglich unserer Beziehung, er sieht mich im Moment - und das heisst seit Monaten - eigentlich mehr als gute Freundin, es gibt also auch keinen Sex mit der kleinen Chance dass noch ein Wunder passieren könnte. Vielleicht trennen wir uns in nächster Zeit.
Ich bin 38 Jahre alt und glaube nicht wirklich daran, dass ich in der "passenden" Zeit einen neuen Partner finde, mit dem ich eine Familie gründen werde.
Meine Kinder werden einfach nie geboren werden, ich verstehe nicht mal warum, ich darf nicht um sie trauern, helfen kann mir auch niemand.
Ich wünsche euch allen viel Glück und dass ihr noch die Geburt eines Kindes erleben dürft. Wenn ihr einen Partner habt der euch liebt, dann seid dankbar dafür.
 
Hallo ihr alle

Ich bin zwar keine Mutter, die ein Kind verloren hat, aber ich bin eine Schwester. Eine Zwillingsschwester, um genau zu sein.
Meine Mutter wusste nicht, dass sie schwanger war, als sie eines ihrer Babys verloren hat. Es war in einem frühen Stadium. Ich weiss nicht genau, wie es passierte, denn wir reden nicht wirklich darüber. Alles, was ich weiss, ist, dass meine Mam plötzlich grosse Schmerzen im Bauch hatte, sie zum Arzt gegangen ist und der Arzt festgestellt hat, dass sie wahrscheinlich gerade ein Kind verloren hat. Als er dann genauer untersucht hat, hat er nicht nur festgestellt, dass ich noch da war, sondern auch, dass meine Mam eine Infektion hatte, die für mich gefährlich geworden wäre, wenn sie nicht bald entdeck worden wäre. Ich weiss nicht warum, aber der Gedanke daran, dass mein Zwilling mir so irgendwie das Leben gerettet hat, macht mich stolz auf ihn.
In meiner Familie reden wir nie darüber, das macht mich traurig. Es ist so, als wäre mein Bruder, ich weiss dass er ein Junge war, das spüre ich irgendwie, kein Teil von uns, als hätte es ihn nicht gegeben.
Er hätte Christian geheissen. Das weiss ich, weil meine Mutter mich Christian genannt hätte, wäre ich ein Junge gewesen. Ich mag den Namen. Er passt zu ihm.
Für mich ist er ein Teil von meinem Leben
Liebe Grüsse
Maja-Lynne
 
welch ein thread... man traut sich kaum, eine "neue seite" aufzuschlagen, weil alles so vorsichtig, behutsam, voller liebe geschrieben wurde...

ich war auch einmal schwanger, mein damaliger war wohl zuerst etwas von der rolle... er war damals in unserem haus in frankreich, und ich rief ihn morgens um 4 an, um es ihm zu sagen. er meinte ... "echt"... das war alles.
ich ging dann zum arzt, um mir die ss bestätigen zu lassen. 3 wochen später war ich nicht mehr schwanger, es wurde ein gendefekt bei mir entdeckt, welcher zwar bei mir nicht sichtbar ist,aber der fötus war bereits in dieser kurzen zeit so degeneriert, dass er keine überlebenschance gehabt hätte.
ich habe dann abgetrieben, aber irgendwie denke ich selten an das "kind". ich habe statt dessen begonnen mich über die maßen zu hassen, weil ich eben keine richtige frau bin. also, äußerlich schon, aber ansonsten fühlte ich mich als ein wertloser gegenstand, ein ding halt.ich bin jetzt so weit, dass ich es nicht mehr aushalte. die gebärmutter, "mein organ des hohns", lass ich mir rausmachen.ich glaube, dann kapiere ich richtig, dass ich KEINE frau bin.allein der gedanke daran, die gm loszuwerden, erleichtert mich schon enorm!!
 
Heiiii....
es tut mir sehr leid was passiert ist!! *drückdich*.
Ich hoffe dass es mir auch gelingt behutsam und liebevoll zu schreiben...
Es tut mir sehr weh dein post zu lesen! Bitte, hass dich selber nicht so.
Ich kann dich ein kleines bisschen verstehen da ich auch keine Kinder habe (auch wenn ich theoretisch könnte... ich habe weiter oben meine Geschichte geschrieben warum es mit meinem Freund nix geworden ist und wie weh das tut). Ich weiss dass es nicht das gleiche ist da ich ja theoretisch noch Kinder haben kann - naja, wenn ich mich jetzt sehr beeile - daher behaupte ich gar nicht dass ich dich völlig verstehe.
Ich habe mich aber ganz viel im Internet und richtigen Leben ausgetauscht mit Frauen die keine Kinder haben können. Es ist so dass das Leben weiter geht und auch nochmal schön werden kann - auch wenn wir das jetzt gerade nicht so wahrnehmen können. Und es wird ein Leben als Frau sein. Frau sein ist mehr als Kinder zu haben.
Was dir passiert ist ist wahnsinnig traurig und du darfst auch verdammt traurig sein und auch wütend auf das Schicksal. Aber bitte bezieh doch das nicht so auf dich als Frau. Du bist kein Ding, sondern ein Mensch!!!! Du bist ein wertvoller Mensch der einen saufiesen Schicksalschlag erlitten hat. Ein Mensch der nicht auf der "eingespurten Normalbahn" sein Leben fahren wird, leider. Es ist gemein und schlimm, dass du da keine Wahl hast. Aber du hast ein Leben, als Mensch und nicht als Ding.
Das Leben der FRauen durchläuft viele Phasen... die alten Kelten und Germanen haben dies sogar als die drei Gesichter der Göttin beschrieben: Die Jung(e)frau - das Mädchen ohne sexuelle Erfahrungen, aber mit ihrer ganz eigenen Neugier und Schönheit. Die Frau als Mutter, mit ihrer eigenen Sexualität. Und die alte Frau - nicht mehr fruchtbar, und daher in den Augen der alten Heiden etwas unheimlich und ein Mahnmal des Todes ... aber auch sehr mächtig! (Ich steh nicht auf Esoterik aber ich finde das eine gute Metapher...).
Viele Frauen haben keine Kinder - aus verschiedenen Gründen.
Alle Frauen erleben irgendwann, dass sie keine Kinder MEHR haben: Weil die eigenen ausgeflogen sind und der Körper nicht zulässt, dass noch neue kommen.
Junge Frauen haben NOCH keine Kinder, und sind doch Frauen.
Und ganz, ganz viele Frauen haben Kinder - und fristen doch eigentlich leider ein Leben als "Ding", fremdbestimmt und festgefahren und ohne Sexualität....

Probier das mal nicht nur von der medizinsch-körperlichen Seite anzukucken und zu bearbeiten. lass dir die Gebärmutter nur entfernen wenn das medizinisch unbedingt notwendig ist aber erkundige dich auch welche Folgen das haben kann, z.B. hormonell, psychisch, für die Sexualität....und vor allem: "Bearbeite" nicht nur deinen Körper sondern pflege auch deine Seele! Nimm dir Zeit zum Trauern, zum Herausfinden was dieses Erlebnis nun für dein weiteres Leben bedeuten kann, und - zum ganz langsam herausfinden, was dein weiteres Leben sein kann....Es steckt ja nicht nur ein körperliches PRoblem dahinter sondern war ja wohl auch ein Beziehungsproblem, so wie du schreibst...da bist du auf so vielen Ebenen verletzt worden. Schreib dich nicht ab, sondern bleib dran, auch mit den ganzen Negativen Gefühlen. Die kann man nicht mit der Gebärmutter herausschneiden! das Erlebnis wird da bleiben... schau auf dich, hol dir auch Hilfe und Unterstützung (professionelle oder bei Freunden, Familie, Pfarrer vielleicht, Selbsthilfegruppe... usw.) Ich wünsche dir alles Gute!!
 
hallo,
ich kann nicht beurteilen ob die Entfernung der Gebärmutter medizinisch sinnvoll ist. Aber ich hoffe du meinst damit nicht auch deinen Entschluss, dich selber als "Ding" zu betrachten! ICh wünsche dir, dass du ganz langsam so wie es zu dir passt, aus diesem tiefen Lich wieder rauskommst...!
Alles liebe
 
Für alle Mami's und Papi's mit Sternenkindern!


Heut' besuche ich mein Sternenkind,
denn ich vermisse es so sehr,
Bäume wiegen sich im Wind,
der ganze Platz ist menschenleer.

Von Weitem sehe ich das Ziel ,
umrahmt vom frischen Grün der Wiesen,
dreht sich keck ein Windradspiel,
Als wollte mich mein Sternenkind begrüßen.

Dann steh' ich still an jenem Ort ,
an meines Sternen-Babys Ruheplatz,
so nah und doch zugleich weit fort,
ist der geliebte kleine Schatz.

Tausend Bilder, tausend Träume ,
gehen mir durch Haupt und Herz,
nur die zeitlos alten Bäume,
sehen mich in meinem Schmerz.

Eines wird stets Trost mir sein ,
der Gedanke macht mir Mut,
dass mein Sternen-Baby nicht allein,
hier in seinem Bettchen ruht.

Sternenkinder ohne Zahl ,
sind an diesem Platz vereint,
fernab ird'scher Hast und Qual,
stets geliebt, vermisst, beweint.

So sehr auch dieser Ort bedrückt ,
wurde er mit ganzem Herzen,
voller Liebe ausgeschmückt.
Mit kleinen Engeln, Spielzeug, Kerzen.

All' Eure kleinen Sternenkinder,

sind ganz tief in Euren Herzen!

 

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