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Ein Thread für unser Ungeborenen Babys

Ein wichtiger Thread, Vermisst, denn diese Kinder - man nennt sie Schmetterlingskinder - werden meist von der Gesellschaft gar nicht als wirkliche Kinder einer Familie wahrgenommen.

Doch in den Herzen derer, die ein Kind bereits in der Schwangerschaft verloren haben aus welchen Gründen auch immer, bleibt dieses Kind und man geht innerlich seinen möglichen Weg, den es vielleicht hätte nehmen können, mit...

Nein, Gott sei Dank musste ich das nie erleben, aber ich musste um meine Tochter seinerzeit einige Wochen bangen - ein ganz klein wenig war dies ein Ahnen, wie es sein muss und ich habe diese Zeit nie vergessen, auch wenn sie gut endete.

Ja, dieser Thread ist ganz, ganz wichtig - ein thread gegen das Vergessen und um diesen Ungeborenen, die ja doch bereits fertige Menschlein waren, ihren Platz im eigenen Leben zu geben und so aufarbeiten zu können.

Alles Liebe euch, denen dies widerfahren ist - ich werde hier oft mitlesen und bin in Gedanken und im Gebet bei euch.

Christa


Kleiner Nachtrag:

Hier ein link dazu:

http://www.schmetterlingskinder.de/
 
Zuletzt bearbeitet:
@ vermisst

desira hat Recht , Kinder die nie das Licht der Welt erblicken durften heißen auch Sternenkinder.
Ich habe mich mal zwangsläufigerweise mit dem Thema auseinandersetzten müssen.
Ich hatte mal Kontakt zu einer Seite, wo Mütter durch Abtreibung Ihre Kinder verloren haben. Ich selber habe noch kein Kind verloren,
aber die folgende Liste habe ich für Menschen aufbewahrt , die sie vielleicht mal benötigen werden.




  • Weine und trauere um dein Kind wie "verrückt" - lass den Schmerz freien Lauf, dann wird er leichter.
  • Akzeptiere, dass dein Kind tot ist.
  • Gib deinem Sohn oder deiner Tochter einen Namen und beerdige das Kind. Stell dir in deinen Gedanken einfach vor, wie du es begraben möchtest. Tu es in deiner Vorstellung und lasse es damit los.
  • Schreibe deinem Kind einen Brief oder Gedicht, in dem du zum Ausdruck bringst, was dir für das Kind empfindest und was du denkst..
  • Gib deiner Trauer Ausdruck, indem du z.B. eine Kerze anzündest, mit Menschen darüber sprichst, mit Menschen darüber weinst.
  • Werde ehrlich zu deinen Freundinnen
  • Schreibe über einen längeren Zeitraum für dich auf, was du denkst, fühlst und empfindest, wenn du an dein Kind denkst. Du wirst feststellen, dass Veränderungen in dir stattfinden und die Trauer nach läßt.
  • Schauen dir andere Erfahrungsberichte an. Du wirst dich sicherlich in dem einen oder anderem Bericht erkennen.
Ich wünsche mit dieser Liste anderen weiter helfen zu können, da es bestimmt sehr schmerzhaft ist , ein Kind zu verlieren.
 
Und wieder hat es eines nicht geschafft.....
Ich trauere um den lieben (Florian solte er heißen)
Du wurdest nur 5 Monate alt, im Bauch deiner Mama...
Es tut mir unendlich leid für deine Mama... :wein:
Ich hoffe du bekommst ein eig. Grab...
 
Am 28.2.2010 haben wir erfahren, dass wir ein Baby bekommen.
Wir konnten beide unser Glück nicht fassen, denn obwohl das Kleine nicht geplant war, war es von Herzen gewollt. Allein schon deshalb, weil es fraglich war, ob ich überhaupt so ohne weiteres ein Baby bekommen könnte, weil ich krank bin. Umso größer war unsere Freude. Mein Mann lief wie auf Wolken und war total fürsorglich und rücksichtsvoll. Beim 2. Ultraschall konnten wir dann sogar das Herzchen schlagen sehen. Unsere Familien haben sich so sehr für uns gefreut und wollten alle daran teilhaben...es war rührend. Meine Mutter war sofort mit meinem Vater losgezogen und hat sich in Möbelhäusern schonmal Kinderzimmer angeschaut 🙄 Ganz die werdende Oma! Mein Vater hatte da etwas mehr mit zu kämpfen, dass seine "kleine Tochter" (ich bin 27) demnächst selbst eine Mami sein würde.

Auf einmal sah man überall Babys und Kinderwagen, Babykleidung und Spielsachen und jedes Mal lächelten wir uns versonnen an. Es war eine sehr emotionale Zeit, weil wir uns einander nie so nah gefühlt haben, wie in dieser Zeit; aus 2 entsteht 1! Unglaublich!

Die Schwangerschaftszeichen waren heftig: Erst lachen, dann heulen, ständig übel und kotzen, extreme Geruchsempfindlichkeit (ich dachte, die Nachbarn kochen den ganzen Tag nur im mich zu ärgern 😀) und und und, machten erst erfassbar, was da in meinem Körper geschieht. Wir fingen sogar schon an, Namen auszusuchen: Lilly für ein Mädchen und Leon für einen Jungen. So albern es klingen mag, aber ich habe schon mit dem Würmchen gesprochen. Man fügt sich sehr schnell in die Rolle als werdende Mutter.

Am 23.3. war dann der Termin, um den Mutterpass anzulegen. Mein Arzt wollte noch einen Ultraschall machen und da sagte ich schon zu ihm, ob denn das Herzchen schlägt, da ich es nicht sehen konnte. Da wurde klar: das Baby ist tot. Blutuntersuchungen und ein weiterer Ultraschall 2 Tage später gaben dann die endgültige Gewissheit: das Baby ist tot und muss aus dem Bauch geholt werden. Ich habe kaum aufhören können zu weinen. Ich habe Kerzen angezündet und gebetet, doch das konnte es nicht ungeschehen machen.

Das Prozedere des "Kind holens" zu beschreiben erspare ich mir.

Seitdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht an unser Kleines denke. Wenn ich allein bin, weine ich ein wenig vor mich hin, weil es noch so weh tut. Aber ich will mich nicht hängen lassen, denn ich weiß, dass mein Mann auch sehr darunter leidet. Meine Mutter, mein Bruder und meine Schwägerin haben bitterlich geweint, als ich ihnen am Telefon davon erzählen musste. Noch ein Grund, stark zu sein. Mein Mann und ich haben viel darüber gesprochen und sind sehr offen damit und miteinander umgegangen, was uns, in unserer Beziehung noch mehr zusammen geschweißt hat.
Mein Arzt sagt, darüber hinweg kommen wir erst, wenn es irgendwann dann klappt. Aber die Frage ist, ob ich nochmal schwanger werden kann und ob wir es so schnell wieder wollen, denn noch so ein Erlebnis, wäre erstmal zu viel für uns.

Wir versuchen uns nicht zu verkriechen, aber wenn wir die Möglichkeit haben, verbringen wir die Zeit lieber nur zu zweit. Das tut uns im Moment ganz gut.

Trotzdem kann ich unser Baby nicht loslassen.
Dazu hatte ich es schon viel zu lieb.

"Wenn uns die Menschen, die wir lieben genommen werden, können wir sie trotzdem behalten, indem wir nie aufhören, sie zu lieben."

Das musste ich einfach mal runter schreiben.
Danke fürs zuhören.

LG Maus82
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte noch etwas ergänzen.
Ich habe dem Baby einen Brief geschrieben, um meinen Gedanken und Gefühlen einen Raum zu geben. Als ich diesen gerade gelesen habe, fiel mir ein Absatz auf, der mir in meiner Trauer sehr geholfen hat:

" [FONT=&quot]Weißt du, dein Onkel hat etwas sehr schönes gesagt. Er sagte, dass deine Seele den Körper verlassen hat, weil irgendwas damit nicht in Ordnung gewesen ist. Und wenn ich irgendwann wieder schwanger werde, wird eben genau DEINE Seele wieder in den neuen Körper einziehen, sofern dieser dann gesund ist. Also habe ich dich nicht verloren, sondern muss nur noch etwas länger auf dich warten. Das ist ein Gedanke, der mir viel Trost gespendet hat. Dennoch weine ich fast jeden Tag um dich. Du fehlst mir sehr und du fehlst deinem Papa. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, es zerreißt mich, doch dann versuche ich mich an dem Gedanken festzuhalten, dass ich dich irgendwann wiederbekomme und du dann gesund sein kannst!"
[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]
Das hat mir sehr geholfen und hilft mir immer noch, wenn ich traurig bin. Vielleicht hilft es ja noch anderen, die gegen diesen Schmerzankämpfen müssen.

Liebe Grüße
Maus82
[FONT=&quot] [/FONT]
 
ich möchte auch gerne die geschichte von mir und meinem kleinen engel erzählen...

Am 25.03.10 habe ich erfahren dass ich schwanger bin . Mein FA hat dies durch einen schwangerschaftstest festgesellt. im US konnte man allerdings nichts sehen.Ich hatte von anfangan angst um mein kleines.
Meine Schwangerschaft began mit KA besuchen. Mein FA hatte den verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft.Das war ein schock für mich. ich wurde gleich ins Krankenhaus eingewiesen.Aber ihc war voller Hofnung.Ich wuste das etwas in mir wuchs und ich wollte es behalten.
Im Krankenhaus wurde ich nocheinmal gründlich durchgecheckt.
Beim Vaginal US konnte man einen kleinen Punkt in der Gbärmutter sehen. Ich war in einem sehr frühen stadium der ss. Die darauffolgenden Tage musste ich jeden tag zur Kontrolle ins KA.
Von tag zu Tag wuchs der kleine punkt. Ich war endlos stolz auf das was in meinem körper passierte.Ich war so glücklich.Das kind war kein wunschkind.Aber von tag zu tag verstärkte sich mein wunsch darauf Mutter zu werden.Es war einfach ein Unglaubliches gefühl.
An abtreibung dachte ich keine sekunde.
Nach ca 2 wochen konnte die Ärzte im KA mich wieder zurück an meinen FA überweisen.
bei dem ersten Termin meines FA konnte ich zum ersten mal richtig das herzchen von meinem kleinen embryo sehen. Ich freute mcih so unglaublich dolle.In meinem kopf war nurnoch das kind. ich malte mir alle möglichen sachen aus. überlegte mir namen und was ich alles mit meinem kind unternehmen würde.

Schon bald beganngen die unangenehmen sachen der ss.
Ich wurde launisch ...
Übelkeit begleitete mich rund um die uhr...
meine nase wurde empfindlich...
ich bin dann zu meinem FA zur Kontrolle gegangen.Er hat mir homöopatische mittel aufgeschrieben.
beim US sah er allerdings wieder kein kind in der gebärmutter. so wie am anfang. er erklärte mir gleich das es öffter mal passieren kann das des kind abgeht.
er suchte aber weiter nach dem kind. Per Vaginal US hatte er das kind dann auch gefunden. Mir viel ein stein vom herzen.
Das herzchen schlug noch munter.Ich war so glücklich.

tage vergingen. die übelkeit hörte nciht auf. ich wollte ien neues medikament haben. also ging ich wieder zum FA .
ich bekam ein neues medikamein und im US war alles in ordnung. Das Herzchen schlug und mein Kind war gewachsen.Ich konnte sogar schon den kleinen kopf erkennen.

Die Übelkeit verwanderlte sich nach und nach in schmerzen ... Ich bekam leichte schmierblutungen.
ich fing sofort an zu weinen.ich hatte fürchterliche angst um mein kind und war am nächsten tag gleich wieder bei meinem FA. er erklärte das so etwas häufig vor kommt und das besonders bei jungen faruen.ich bin erst 17 jahre alt.
Im Us war auch alles oke. mein Partner war bei mir und sah auch zum ersten mal das herzchen richtig schlagen und den embryo in seiner größe.

Die blutungen tauchten tage danach wieder auf.Ich versuchte das zu ignorieren und sagte mir , dass dies bald aufhört und das des blut villt von meiner zyste kommt.
es blutete weiter. ich ging zum arzt ... Alles war oke. ich war in der 8 woche. das herz schlug. mein kind war gewaschen. ich vertraute auf die worte meines FA.

die blutungen verschwanden mit meiner übelkeit. ich dachte das meine ss jetzt richtig los ginge da mcih schon die schlimmen ss symtome verließen .
ich ließ mir 2 wochen zeit zum arzt zu gehen.
Ich bekam aber plötzlich starke rückenschmerzen und übergab mich öffters. ich hatte auch durchfall. das fand ich dann merkwürdig . ich ging gleich zum meinem FA.
der taste mich ab. der Muttermund war geschlossen. das gab mir hofnung.
wir gingen dann zum US.
Ich lag auf dem Matte und hab in das gesicht meines Arztes geschaut.ich kannte den gesichtsausdruck. es war der selbe wie damals wo er nichts in meiner gebärmutter sah.
und als ich auf den monitor schaute sah ich ein Embryo ohne herzaktionen.
Mein kind war gestorben .

im KA bestätigte man den befund dann auch noch !
Ich war am boden zerstört...
Am nächsten tag fand dann die ausschabung statt.

seidem vergeht keine sekunde in der ich nicht an mein kind denke.
ich war voler hoffung und glück.doch es wurde brutal von der natur zerstört.
dennoch habe ich die hofnung auf ein neues kind. und cih weiß das genau die selbe seele in den neune körper einziehen wird.
das nimmt mir ein stück die trauer. ich freue mcih auf das wiedersehen und hoffe das mir dies nie wieder geschieht.
ich liebe mein kind .. und ich warte solange bis ich es wieder in mir tragen darf.

ich wünsche allen denen das selbe wie mir ist viel kraft diese schwere zeit voller trauer und sehnsucht durch zu stehen.
ich habe große sehnsucht nach meinem kind.

viel kraft an euch alle ... ♥
 
Mein Beileid an alle. Ich wünsche euch viel Kraft um mit einer gesunden Trauer damit umgehen zu können. Bleibt in Gedanken immer bei euren Sternenkindern. Ganz liebe Grüße
 
Auch mein Beileid an alle die so etwas erleben mussten.
Ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen als den Verlust eines Kindes, egal ob geboren oder ungeboren.

@spoony
als ich deine Beitrag las musste ich sofort an die Geschichte von Tim denken. Es tut mir Leid für dich...
 
@Spoony: Als ich deine Geschichte las, musste ich gleich wieder weinen! Wie furchtbar egoistisch, eiskalt und herzlos muss man sein im 5. Monat das Kind "wegmachen zu lassen"? Erst zu einem "Etwas" degradiert und dann auch noch getötet. Ich schicke dir ein riesen Bündel Kraft. Vergiss den kleinen Phil nicht, aber verlier nicht deinen Lebensmut!

Ganz ganz viele liebe Grüße
Maus82
 
@Spoony
Unglaublich. Ich kann nichtnachvollziehen wie eine Mutter sowas machen kann.Ich weiß es gibt mütter die keine Muttergefühle entwickeln (besonders wenn es kein wunschkind ist) aber im 5 monat kann man sowas doch nicht mehr machen. dann wenigstens autragen .. es gibt so viele möglichkeiten ..adoption usw.

ich wünsche dir auf deinem weiteren lebensweg alles gute ... 🙂
 

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