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Ein großer Teil deutscher Schüler versagt kläglich

  • Starter*in Starter*in EuFrank
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Was ihr schreibt, klingt ja alles so traurig. Und das im Jahr 2010. Unglaublich...

Mein Sohn ist inzwischen 29 Jahre alt. Als er 10 war, habe ich mich von seinem Vater getrennt. Manche Männer trennen sich ja dann nicht nur von der Frau, nein, sie lassen sich auch von den Kindern scheiden. Armutszeugnis!!!!

Nach der Trennung ging ich sofort wieder arbeiten. Habe ganz genau darauf geachtet, dass Junior zur Schule geht, Hausaufgaben macht und auch eine entsprechende Ausbildung absolviert. Und das habe ich auch ohne seinen Vater geschafft, ganz alleine.

Natürlich liegt es mit an den Eltern was aus den Kindern wird. Auch der Umgang prägt stark.

Manchmal frage ich mich wozu überhaupt Kinder in die Welt gesetzt werden, wenn es keinen mehr interessiert was aus ihnen wird. Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Das scheinen viele zu vergessen.

Wenn wir unseren Kindern keine entsprechende Bildung bzw. Ausbildung zukommen lassen, müssen wir im Alter verhungern. Auch wenn wir 45 Jahre gearbeitet haben.
 
Das stimmt. Aber jedes Bildungsangebot muss auch angenommen werden bzw. auch von den Eltern mit dafür gesorgt werden, dass es angenommen wird.

So wie es bei Dir offensichtlich der Fall war.
 
Das macht Deutschland mit Absicht. Schließlich braucht man ja auch "dümmere" für die Billigjobs und am Band. Deshalb gibt man das Geld lieber den Banken, statt es in Bildung zu investieren.

Ich persönlich finde diese Aussage nicht so ganz korrekt. Wir brauchen keine "Dümmeren" - davon haben wir genug - wir brauchen engagierte Menschen. Warum? Weil gerade diese Hilfstätigkeiten insbesondere am Band immer weniger werden. Im Zuge von Qualitätsverbesserungen (auch bedingt durch mehr Garantieleistungen und Verbraucherrechte) und internationalem Wettbewerb hinsichtlich Ländern mit weitaus niedrigerem Lohnniveau werden diese kontinuierlich wegrationalisiert.
Diese Entwicklung spiegelt sich nicht nur seit Jahren immer wieder in Äußerungen verschiedener Politiker wieder. Sie ist seit jahrzehnten Gang und Gäbe. Ferner brauchen wir keine "Dümmeren", weil Menschen, die interessiert und engagiert sind, auch die Gesellschaft und die Politische Landschaft prägen.

Mir persönlich gefällt das Wort Dumme Menschen in dieser Diskussion nicht. Ich möchte an die Worte von "Forest Gump" erinnern, der da sagte: "Meine Mutter hat immer gesagt: Dumm ist nur wer Dummes tut." Dummerweise wird dieses und ähnlich geartete Worte von Menschen sehr häufig benutzt, um sich damit selbst und somit als Hilfebedürftig zu kennzeichnen. Das finde ich sehr schade und auch völlig unproduktiv.

Mal angenommen, man würde unser Bildungssystem mit Geldern vollpumpen, dann glaube ich, würde sich wenig ändern. Weil bei einem sehr großen Teil der Bevölkerung dieses Bildungssystem gar nicht ankommt, weil Bildung nicht als Chance die man nutzen könnte, sondern als Übel angesehen wird. Es käme vermutlich allenfalls den Menschen zu Gute, die von sich aus Interesse an Bildung haben.
 
Ich habe gehört, dass jeder fünfte 15jährige in Deutschland kaum lesen und rechnen kann! In Hamburg gehört sogar jeder Dritte zu diesen "Risikoschülern".

In Berlin bleibt mehr als ein Viertel der Hauptschüler ohne Abschluss usw...

Decken sich Eure Erfahrungen mit diesen Werten? Das ist doch eine Katastrophe, oder? Was läuft hier falsch? Wo liegen die Ursachen und was kann man besser machen?

Wenn ich so die Jugendlichen anschaue hm ... Den meisten ist alles egal, sie saufen sich lieber voll,gehen feiern und rauchen weil sie denken sie sind cool
Was danach mal sein wird ist ihnen egal, naja ist ihr Leben wenn sie später mal arbeitslos sind werden sie es schon merken
 
Wer kinder haben möchte ist auch in der Pflicht den Kindern den richtigen Weg zu weisen. Ob ich Geld habe oder nicht, daran kann eine gute Erziehung nicht liegen.

Ich bin das letzte Kind von 12 Kindern. Wir waren arm, sehr arm sogar. Aber dafür alle sehr glücklich. Jeder hat einen Beruf gelernt, jeder hat sogar inzwischen ein Haus gekauft oder gebaut.

Es liegt immer an jedem Menschen selbst was er aus seinem Leben machen möchte. Die Einen wollen halt lieber auf der Couch liegen und faulenzen, die Anderen haben Glück und erben einiges und es gibt welche, die einfach einen Plan haben.

Ich bin 1957 geboren, meine Geschwister während des Krieges bzw. danach. Wie gesagt, meine Eltern waren sehr arm. Wie fast alle aus dieser Generation.

Mein Sohn ist heute 29. Ich habe alles gegeben was ich konnte - wohlgemerkt ich als Alleinerziehende Mutter - er ist heute ein erfolgreicher junger Mann mit sehr guter Berufsausbildung und geht seinen Weg.

Es gibt Menschen die etwas länger brauchen... Ich glaube auch nicht daran, dass die heutige Jugend schlechter ist als zu meiner Zeit. Sie ist einfach nur anders. Natürlich liegt es auch mit an den Eltern was und wie sie es vorleben.
 
Ich kann das nicht leiden, wenn an den jungen Menschen immer wieder kritisiert wird. Die heutige Jugend ist nicht besser und nicht schlechter als früher. Viele haben nur vergessen, dass auch sie mal jung waren.

Die Zeiten haben sich verändert. Heute ist dies trendy und morgen das schon wieder out. Für die Jugend ist es auch nicht immer einfach. Es liegt ein enormer Druck auf den Kids. Das hat es zu meiner Zeit so nicht gegeben.

Alle, die auf die Jugend von heute schimpfen, sollen mal an ihre Jugendzeit denken. Wenn ich von den 60igern ausgehe, da gab es Rock & Roll. Bill Harley hat die Möbel zerschlagen und die Gitarren - James Dean wußte auch nicht was er tat. Dann kamen die 68iger mit der Studentenbewegung und das legendäre Woodstock, dann die 70iger mit ihrem Flower Power. In jeder Ära waren Drogen und Alkohol vorhanden.

Alle die, die jetzt so tun als wären sie immer anständig und brav gewesen. Als hätten sie immer nur gelernt bzw. studiert. Ja, ja, ja... die waren ja alle immer nur zu Hause gesessen und haben Däumchen gedreht.

Alles zu seiner Zeit. Die heutige Jugend wird über die morgige genau das Gleiche erzählen!!!
 
Vielleicht gibt es so etwas wie eine Schere zwischen dumm und klug (platt ausgedrückt).

Viele Jugendliche kommen mir in mancher Hinsicht viel fitter vor als zu meiner damaligen Zeit. Sie haben heute auch mehr Möglichkeiten und nutzen sie. Sie sind irgendwie gewitzter geworden.

Dann gibt es aber auch solche "grottigen" Leute, die wie hier im Thread beschrieben, nicht die Fläche eines Tischs in den Abmessungen 1 * 1,5 m ausrechnen können. Der Anteil dieser "Volldummies" scheint gestiegen zu sein. So was hat es zB in den 70ern nicht gegeben.

Eine Erklärung dafür wäre, dass man sich heute nicht mehr um die Jugendlichen kümmert, jedenfalls um einen nicht kleinen Teil. Diese Jugendlichen haben sich abgekoppelt aus der (sozialen) Kontrolle der Erwachsenen. Sie machen, was sie wollen und die Eltern haben keinen Einfluss mehr auf sie. Sie (die Eltern) sind rat- und hilflos. Und dies sind häufig die Unterschichteltern, die mehr und mehr verwahlosen. Das Präkariatat greift eben auch auf die Kinder der Eltern über. Diese Verfallsprozesse konnte man eigentlich schon länger kommen sehen.

Sie sind auch Ausdruck einer egozentrischen Gesellschaft, die mehr und mehr das Gemeinsame, das Gemeinwohl und das Soziale verdrängt hat. Zurück bleibt das Individuum, dem es nur noch um sein eigenes Wohlergehen geht.

 
@ EuFrank... sag mal geht's noch?

Solche Dummies hat es schon immer gegeben. Nur sind sie vielleicht nicht so aufgefallen. Medien, Internet etc. etc. trägt auch einen Teil Schuld dazu bei.

Diese Verallgemeinerung der Jugend gegenüber finde ich auf deutsch gesagt, echt zum Kotzen.

Ich kenne sehr viele junge Menschen die richtig taff sind und sehr gut lebensfähig. Es gibt auch sehr viel ältere die die Weisheit nicht mit den Löffeln gefressen haben und denen "Looser" auf der Stirn geschrieben steht.

Die Hauptsache du kannst die Fläche eines Tisches abmessen bzw ausrechnen.
Die Hauptsache du bist kein Volldiummie...

Ja, ja in den 70gern hat es so etwas nicht gegeben. Das ich nicht lache!!!!

Träum weiter...
 
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