Ein freund hat sich von einem Zug überfahren lassen

S

Schlaflostraurig

Gast
Diesen Montag hat sich ein guter Freund von mir Umgebracht er hat sich unter einer Brücke gestellt und sich von einem Güterzug überfahren lassen.

Für mich ist das ein schlimmes erlebnis da ich nicht verstehen kann warum er das getan hat er hat doch noch am Samstag mit mir meinen Geburtstag gefeiert.

Er hatte zwar Probleme aber keine die man nicht lösen hätte können wir haben die stillen hilfeschreie einfach nicht ernst genommen.

Für mich ist das schlimste der Gedanke nichts getan zuhaben ich stell mir jede nacht vor wie er auf die Gleise geht.

Ich frag mich jedesmal was er dabei gedacht hat vllt hat er es sich sogar vorher überlegt das er das doch nicht will.

Er war so ein fröhlicher mensch wir hatte noch Pläne mit einander wollten einen Film machen mit ein Paar freunden.

Ich hätte noch sogern mit ihm geredet. Manchmal denk ich darüber nach und wünschte ich wäre dort gewesen um ihn von denn gleisen zu holen ihn zu reten und ihn zu vernunft zu bringen

An dem Tag als ich es erfahren hab ist Mir die ganze zeit das Lied von Farin Urlaub - Sonne im kopf geschwirt da er ziemlich großer ärzte fan war

danke das ihr das hier gelesen habt
 

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soulfire

Aktives Mitglied
Hallo Du,

ja, das ist mit das schlimmste, wenn sich jemand nahe-stehendes das Leben genommen hat: die Vorstellung, wie er sich wohl gefühlt haben mag, einsam? Verzweifelt? Allein? Oder leer?
Und die Frage, ob man irgendetwas hätte ändern, tun, verhindern können hätte.

Seit 10,5 Monaten frage ich mich das.

Und wenn ich probiere, das rational anzugehen, dann komme ich immer zum selben Schluss:

ich konnte es nicht verhindern, weil sie nicht wollte, dass jemand es verhindert.
Sie hat nicht angerufen.
Sie hat nicht gesagt: mir gehts heute nicht gut.
Sie ist zu keiner Freundin gefahren.
Sie wusste, dass niemand in eines Menschen Herz sehen kann, wenn er es nicht will. Wenn man nicht gerade zusammenseitzt.

Ich wünsche mir, dass sie die Entscheidung bewusst getroffen hat. Dass da keine, aber auch wirklich gar keine Zweifel waren.
Dass sie erleichtert war, weil sie wusste, dass sie jetzt geht, dass der Kampf, den Leben für sie oft bedeutet hat, zu Ende ist.
Ich wünsche mir, dass sie nichts mehr gespürt hat, vor allem keine Reue.

Nur so kann ich mit ihrer Entscheidung weiterleben.

Dir ganz viel Kraft.
 
D

desira drake

Gast
hallo !

mein bester freund hat sich vor vielen jahren genauso "überraschend" umgebracht, ich vermisse ihn heute noch, aber fühl dich nicht schuldig - niemals - er wollte gehen und dieses recht steht ihm zu.

lass ihn gehen und behalte ihn in guter erinnerung und vielleicht unternimmst du ein paar dinge in der zukunft die ihr ansonsten gemeinsam gemacht hättet - im andenken an ihn !

viel kraft

kitty
 

polgara

Aktives Mitglied
hallo,

zwei Freunde meines Sohnes haben sich auch das Leben genommen.
Was soll man da raten...

Bei der einen Beerdigung haben sich ganz viele Freunde in Anzüge gepackt und durften einen Song, den der Freund mochte dort spielen.

Ich hoffe immer, dass auch so schreckliche Ereignisse einen Sinn haben.

Vielleicht könnt ihr als zurückgebliebene Freunde eine Art TRauerfeier für den verlorenen Freund feiern und gemeinsam Anschied nehmen.

Ansonsten heilt nur die Zeit die Wunden bei einem Todesfall...

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
mein jüngerer Bruder hat sich mit 20 Jahren auch vom Zug überfahren lassen, obwohl er in ärztlicher Behandlung war. Das ist inzwischen fast 20 Jahre her und trotzdem denke ich sehr oft an ihn und manchmal noch, ob ich etwas hätte anders machen können als ich es damals getan habe. Was mir mit der Zeit immer klarer geworden ist: Er selbst hat die Hauptverantwortung dafür und - wie hier schon geschrieben - auch das Recht gehabt, seinem Leben ein Ende zu setzen, nachdem ihm niemand bei seinen wirklich drastischen Beschwerden helfen konnte. Was mir auch ein wenig geholfen hat war, dass ich mich in einem Verein ehrenamtlich engagiert habe, der sich um Suizidgefährdete kümmert - und ich habe später selbst eine psychologische Ausbildung gemacht und vielleicht inzwischen dem einen oder anderen geholfen, dass es nicht so weit kommt.
Ich wünsche dir, dass du diesem Tod für dich einen Sinn geben kannst - vielleicht nicht gleich aber mit den Jahren. Und dass du dir ein paar Momente in Erinnerung rufst, die für euch gut und merkenswert waren.
Gruß, Werner
 

Kathamaus

Aktives Mitglied
Hallo

es ist schrecklich sowas zu lesen ...

Auch wenn es weh tut , dass er auf diese Art und weiße sein Leben beendet hat , akzeptiere es ...
Ich weiß , es ist leicht gesagt ... aber er wird seine Gründe gehabt haben ... Fühl dich nicht schuldig.
Behalte ihn so wie du ihn kanntest in guter Erinnerung.

Im leben gibts Momente , an denen einfach nichts mehr geht und so der einzigste Ausweg noch ist ....
Wenn dieser gewählt wird , sollte man es einfach akzeptieren ...

Und denk dran ,

Tod ist jemand erst , wenn er vergessen wurde.

ich wünsch dir viel Kraft , mit dem Erlebnis klar zu kommen
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

ich vermute dein Freund war depressionskrank. Sehr viele Jugendliche mit Problemen zu Hause oder in der Schule oder auch aufgrund einer erblichen Vorbelastung (oft sind es viele Auslöser) erkranken an dieser Krankheit. Insgesamt trifft es statistisch gesehen jeden 2ten bis 3 ten Menschen einmal in seinem Leben ggf psychisch krank zu werden, was man oft gar nicht so richtig erkennen kann, denn die Erkrankten verbergen ihre Depressionen oft sehr gut. Du solltest auf jeden Fall mal mit anderen Freunden oder in der Schule mit einem Vertrauenslehrer oder deinen Eltern oder einem Psychologen drüber reden.

Nicht alle Dinge im Leben haben einen Sinn...man kann manchen Dingen ggf. einen Sinn geben. Der Sinn des Todes deines Freundes könnte ggf. sein zu erkennen wie wertvoll das Leben an sich ist und wie zerbrechlich es manchmal sein kann. Das Leben ist ein wertvolles Geschenk mit dem man achtsam umgehen muss. Gerade in der Sturm und Drangzeit der Pubertät neigt man ja manchmal zu Ausschweifungen jeglicher Art...daher sollte der Tod eines Nahestehenden ein wenig Mahnmal dafür sein besser auf sich auf zu passen, als man es oftmals vielleicht tut. Und es sollte eine Lehre nach sich ziehen dass man immer offen über seine Probleme reden sollte...nie alles in sich einschließen, denn dann wird man depressiv und manchmal damit verbunden selbstmord gefährdet.
Um gesund zu bleiben muss man sich um seine Gesundheit kümmern. Depressionen tauchen dort auf, wo viele Auslöser, zu viele Auslöser auf einander treffen..Z.b. mangelnder Schlaf, zu viel Stress (endogen also von innen her durch schilddrüsenfehlfunktion, Hormonstörungen od.ä. ausgelöst oder exogen, Schule, Elternhaus etc.) , zu wenig Sport (normal und gut sind täglich 2-3 Stunden! Couchpotatoes werden depressiv und kommen manchmal suizidal drauf...die Hirnchemie ist dann gestört etc.) Drogenmissbrauch, zu wenig Seelenhygiene (= quatschen mit Freunden...auch mal über Intimes und Privates nicht nur über Mädels und Sex & Drugs & Rockn Roll etc. sondern sich mal auskotzen über Gott und die Welt oder Eltern, Lehrer etc.)

Jugendliche sind ohnehin in einer Stressphase...körperlich-hormonell + gesellschaftlich (wegen Erwachsenwerden und damit verbundenen Pflichten, Neuordnung des Lebens, abkoppeln vom Elternhaus, Beruf suchen etc....)und daher auch oft depressionsgefährdet. Irgendwo steht jeder irgendwie mal mehr, mal weniger unter Druck nur geht jeder anders damit um.

Wir Menschen sind sozial gestrickt, d.h.brauchen den ständigen Austausch mit anderen Menschen...man nennt das Seelenhygiene...und das bedeutet zu lernen offen über seine Gefühle, Probleme zu reden. Face to face..nicht nur im Internet. Ich finde es sehr gut dass du den schritt in ein anonymes Internetforum gemacht hast, aber du solltest auch vor Ort mal mit Leuten die du kennst und denen du vertraust mal über solche Themen, die jeden Menschen berühren und was angehen reden. Drüber reden ist sehr wichtig, und richtig trauern ist auch wichtig, damit man die Dinge des Lebens allgemein und v.a. solche Schockerlebnisse irgendwie verpackt kriegt und ein wenig einordnen kann.

Alles Gute!
Tyra
 
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F

fire

Gast
Diesen Montag hat sich ein guter Freund von mir Umgebracht er hat sich unter einer Brücke gestellt und sich von einem Güterzug überfahren lassen.

Für mich ist das ein schlimmes erlebnis da ich nicht verstehen kann warum er das getan hat er hat doch noch am Samstag mit mir meinen Geburtstag gefeiert.

Er hatte zwar Probleme aber keine die man nicht lösen hätte können wir haben die stillen hilfeschreie einfach nicht ernst genommen.

Für mich ist das schlimste der Gedanke nichts getan zuhaben ich stell mir jede nacht vor wie er auf die Gleise geht.

Ich frag mich jedesmal was er dabei gedacht hat vllt hat er es sich sogar vorher überlegt das er das doch nicht will.

Er war so ein fröhlicher mensch wir hatte noch Pläne mit einander wollten einen Film machen mit ein Paar freunden.

Ich hätte noch sogern mit ihm geredet. Manchmal denk ich darüber nach und wünschte ich wäre dort gewesen um ihn von denn gleisen zu holen ihn zu reten und ihn zu vernunft zu bringen

An dem Tag als ich es erfahren hab ist Mir die ganze zeit das Lied von Farin Urlaub - Sonne im kopf geschwirt da er ziemlich großer ärzte fan war

danke das ihr das hier gelesen habt
Hallo, ich weiss was du meinst weil ich das selbe durch lebe wie du..meine freundin hat sich am 28.1.2009 erhängt ihr ging es nicht gut und wahr jahre lang psychosisch depressiv sie rief mich an dem tag noch an u ich konnte hören es ging ihr nicht gut aber da hab ich egoistisch nur an mich gedacht und die familie gibt mir auch die schuld wie ich selber auch,sie fragte mich vor 2.mon ob ich den traurig wäre wenn sie tot wäre u jetzt glaube ich das das ihre ankündigung wahr,, aber mir gings auch nicht gut weil ich in der fahrprüfung durchgefallen wahr u sagte zu ihr ich will mit niemandem reden sehen oder hören,und nun bereue ich das sehr sie hatte sich 2.std später erhängt und nun ist sie tot und ich bin auch seelisch u körperlich auch tot,seid dem ist nix mehr wie es wahr alles ist zerstört...kannst du verstehen wie ich mir die frage stelle wie soll ich weiter leben können omg alles ist kaputt!!!

fire:(
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Fire,
ich fühle mit dir! Ich habe zu meinem Bruder gesagt, er bräuchte gar nicht mehr arbeiten kommen, wenn er immer so rumjammert - damals wusste ich noch nicht, WIE schlecht es ihm ging, ich dachte, es sei eine Marotte und er bräuchte mal einen kleinen Schubbs. Er hat mir zwar später, kurz bevor er sich das Leben nahm gesagt, das sei nicht so schlimm gewesen aber ich habe mir lange Vorwürfe gemacht, damals nicht gemerkt zu haben, wie sensibel und verletzlich er ist. Jetzt nach ungefähr 20 Jahren habe ich es für mich relativiert, was meinen eigenen Einfluss auch bei bester Einflussnahme betrifft: Es wären höchsten 20-30 Prozent gewesen und solange er seine 50% nicht einbrachte waren alle Mühen seiner Freunde und der Ärzte umsonst.
Ich wünsche dir, dass du etwas sinnvolles für dich aus dieser Erfahrung machst und jetzt nicht nochmal den "Fehler" machst, mit niemand darüber sprechen zu wollen ...
Gruß, Werner
 
F

fire

Gast
Hallo Fire,
ich fühle mit dir! Ich habe zu meinem Bruder gesagt, er bräuchte gar nicht mehr arbeiten kommen, wenn er immer so rumjammert - damals wusste ich noch nicht, WIE schlecht es ihm ging, ich dachte, es sei eine Marotte und er bräuchte mal einen kleinen Schubbs. Er hat mir zwar später, kurz bevor er sich das Leben nahm gesagt, das sei nicht so schlimm gewesen aber ich habe mir lange Vorwürfe gemacht, damals nicht gemerkt zu haben, wie sensibel und verletzlich er ist. Jetzt nach ungefähr 20 Jahren habe ich es für mich relativiert, was meinen eigenen Einfluss auch bei bester Einflussnahme betrifft: Es wären höchsten 20-30 Prozent gewesen und solange er seine 50% nicht einbrachte waren alle Mühen seiner Freunde und der Ärzte umsonst.
Ich wünsche dir, dass du etwas sinnvolles für dich aus dieser Erfahrung machst und jetzt nicht nochmal den "Fehler" machst, mit niemand darüber sprechen zu wollen ...
Gruß, Werner

hallo werner,

ich habe egoistisch gedacht u nun wurde es mir zum verhängnis,ich weis nicht wie ich damit umgehen soll mein leben läuft an mir vorbei u denke sehr stark daran auch da hin zu gehen wo sie jetzt ist,wir beide hatten immer zus gehalten warum hat sie das getan,ich hörte am tel.das es ihr n.gut ging aber das wahr n.das erstemal das ich das hörte,es wahr sehr oft so,wo soll man erahnan das sie sich umbringen wird.Ihre Mutter wahr bei ihr im Wohnheim an dem selben tag u fragte sie tochter wofür brauchst du das seil und sie sagte was geht dich das an mama,die mutter hätte es verhindern können sie sah wohl das die tochter irgentwas vor hat,das erz.mir ihre schwester,warum hat sie nicht im Wohnheim die betreuer verständigt oder uns..einen abschiedsbrief gabs nicht ausser das auf einem zettel stand das sie sich wünscht das ich mein führerschein schaffe..mein gott ich bin so am ende u traurig ich weiss nicht wie es weiter gehen soll,sie wahr der mensch der immer an meiner seite wahr und nun ist sie weg,ich weine jeden tag ich schlafe seid dem sehr viel aber bis ich dann auch eingeschlafen bin dauert das,früher konnte ich sofort einschlfen heute nicht mehr,habe schlfstörungen bek.nur wenn ich dann eingeschlfen bin,dann schlafe ich sehr lange.
Alles ist zerstört kaputt mein innerliches ist so leer und schwarz weiss nicht mehr weiter...gott und die engeln soll sie bitte bitte beschützen da wo sie jetzt ist..ich kann nicht mehr
 

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