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Eigentumswohnung oder Miete? Was ist besser

  • Starter*in Starter*in Koelner
  • Datum Start Datum Start
K

Koelner

Gast
Hallo
was meint ihr ist besser eine Eigentumswohnung zu kaufen, oder eine Mietswohnung zu mieten?
Was sind so eure Erfahrungen mit Eigentumswohnungen bzw. Mietwohnungen??
 
Koelner meinte:
Hallo
was meint ihr ist besser eine Eigentumswohnung zu kaufen, oder eine Mietswohnung zu mieten?
Was sind so eure Erfahrungen mit Eigentumswohnungen bzw. Mietwohnungen??


Hallo Koelner,

ich denke das ist eine Frage des Alters und der finanziellen Ausgangssituation.

Ich bewohne z.B. eine 4-Zimmerwohnung mit 100 qm Wohnfläche. Zahle mit Umlagen 620 € Miete. Das ist im Jahr ein Betrag von etwas über 7.200 €. Macht in 10 Jahren 72.000 € eher etwas mehr wegen Erhöhungen. Da ich 50 bin, werde ich mit Sicherheit bis zu meinem 80. Lebensjahr, falls ich das erreiche, weniger Miete zahlen, wie für den Ankauf einer vergleichbaren Eigentumswohnung, die mich räumlich und finanziell bindet.

Denke, das ist alles eine Frage des persönlichen Geschmackes. Vor diesem Hintergrund käme für mich zum jetzigen Zeitpunkt eine Eigentumswohnung nicht in Frage.
 
Hallo Koelner,

wenn ich das nötige Kapital im Rücken hätte, würde ich mich sowieso eher für ein Haus entscheiden, als für eine Eigentumswohnung. Da habe ich doch mehr Entscheidungsgewalt was z.B. Sanierung etc. angeht. In einem Haus mit mehreren Eigentümern wird in der Eigentümerversammlung entschieden, was am Haus gemacht wird, z.B. neue Fenster, Streichen der Front, Dach- u. Heizungserneuerung etc.. Wenn dann die Finanzen gerade nicht so flüssig sind, muss man sich wieder erneut belasten. Da hat ein Bekannter gerade schlechte Erfahrungen mit gemacht. Beim Haus muss zwar auch saniert werden, es hört ja irgendwie nie auf, aber man entscheidet den Zeitpunkt ganz alleine für sich.

Wenn das nötige Kapital nicht vorhanden ist, würde ich mich in jedem Fall heute für eine Mietwohnung entscheiden. Keiner weiß, wie es weitergeht, so dass man schneller in der Schuldenfalle sitzt, als einem lieb ist.
 
man sollte aber vielleicht auch mal bedenken, daß die Miete, die man bezahlt eigentlich ja "verlorenes" Geld ist, während man die Eigentumswohnung ja als Vermögen besitzt.
 
Was besser ist hängt davon ab, wie man sich sein Leben vorstellt - hat man schon immer im Ort gelebt und steht es fest, dass man immer dort bleiben wird? Oder kann man nicht ausschließen, dass man vielleicht für eine neue Liebe oder einen neuen Job nicht doch weggehen würde? Wie hoch ist die Belastung eines Kaufes - also kann man sie auch tragen, wenn man finanziell mal schlechter dasteht? Prinzipiell bieten die eigenen vier Wände natürlich mehr Freiraum (Parkettboden z.B. käme für mich in einer Mietswohnung nie in Frage).
Am Beispiel von mir: Ich wollte nie etwas Eigenes haben, weil ich Abtragungszeiten von 30 Jahren noch zu weit gegriffen fand (bin 27) - wer weiß denn, was das Leben noch bringt... nun kam es so, dass ich in eine völlig andere Ecke von Deutschland ziehen wollte. Da wo ich bisher wohnte, zahlte ich 600€ Miete für 2 Zimmer, 58qm. Da wo ich hinwollte, gab es kaum was zur Miete, also beschäftigte ich mich mit Kauf. Das Haus, welches mich interessierte: 100qm Wohnfläche, mehrere Nebengebäude, 4000qm Grundstück. Monatliche Belastung: 360€ + NK. Da ich mit meinem Freund zusammenzog und dessen Miete (380€, 1 Zimmer, 35qm) dann auch wegfallen würde, ergab sich eine Kostenersparnis von 620€ abzgl. der Hausnebenkosten. Da habe ich dann ehrlich gesagt nicht mehr lange überlegt. Jetzt kann ich schalten und walten und umbauen wie ich will, kann die monatliche Belastung jederzeit tragen und wenn ich mal hier weg müsste und das Haus nicht vermietet bekäme, bleibt lediglich ein jetzt-brauch-ich-einen-4oo-Euro-Nebenjob-Risiko.

Meine Schwester hingegen ist gerade dabei ein Haus zu kaufen, das sie monatlich 1000€ + Nk kostet und sie gehört wahrlich nicht zu den Spitzenverdienern. Sie wird immer darauf angewiesen sein, dass sie mit ihrem Freund zusammenbleibt und keiner von beiden den Job verliert. Das wiederum wäre mir persönlich echt zu riskant. Dann lieber Miete, den Freiraum jederzeit, überall hinziehen zu können und beim Vermieter meckern zu können, wenn die Flurbeleuchtung nicht funktioniert.

Gel06
 
mikenull meinte:
man sollte aber vielleicht auch mal bedenken, daß die Miete, die man bezahlt eigentlich ja "verlorenes" Geld ist, während man die Eigentumswohnung ja als Vermögen besitzt.

Alles richtig, aber brauche ich hier in De dieses Vermögen?

In den USA bekomme ich ein schönes Häuschen für ca. 70.000 $. Die paar Hektar Land drumherum, die habe ich schon. Und wenn pensioniert, dann gehts übern den Teich.

Gruß
 
Hi,

Eigentum oder nicht, ist eine Glaubensfrage.

Die Einen wollen unbedingt etwas Eigenes, weil es für sie eine gewisse Sicherheit bietet. Und in Gegenden, in denen die Immobilienpreise vielleicht noch etwas steigen (Ballungsräume) kann das auch eine ganz gute Geldanlage sein.

Andererseits kann man langfristig mit einer geschickten Anlage des gleichen Geldes vielleicht mehr Dividende herausholen, als man Miete bezahlt. In diesem Falle wäre Eigentum, rein finanziell gesehen, die schlechtere Wahl.

Ich persönlich würde mir niemals eine selbstbewohnte Eigentumswohnung zulegen. Das würde mich viel zu lange an einen bestimmten Ort binden, ohne mir wesentliche Vorteile gegenüber einer Mietwohnung zu bieten. Und stell Dir mal vor, Du finanzierst eine Wohnung, musst die nächsten 20 Jahre abbezahlen und hast dann besch... Nachbarn!

Das kann Dir bei einem Haus zwar auch passieren, aber da sind sie zumindest ein paar Meter entfernt.

Gerhard
 
Ich hab in erster Linie dran gedacht, daß ich im Alter ( ahem.. ) im eigenen Haus oder der Eigentumswohnung mietfrei wohne. Also nicht auch noch von der Rente eine hohe Miete zahlen muß.
Eine Eigentumswohnung halte ich persönlich auch nicht für attraktiv. Da kannste ja nicht einfach einen Balken raussägen, wenn Dir das Wohnzimmer zu klein erscheint. Und außerdem, lieber Störer, wollen wir auch nicht alle in die USA - erstens wegen Bushens und außerdem gibt´s anderswo auch noch billige Häuser.
 
mikenull meinte:
Ich hab in erster Linie dran gedacht, daß ich im Alter ( ahem.. ) im eigenen Haus oder der Eigentumswohnung mietfrei wohne. Also nicht auch noch von der Rente eine hohe Miete zahlen muß.
Eine Eigentumswohnung halte ich persönlich auch nicht für attraktiv. Da kannste ja nicht einfach einen Balken raussägen, wenn Dir das Wohnzimmer zu klein erscheint. Und außerdem, lieber Störer, wollen wir auch nicht alle in die USA - erstens wegen Bushens und außerdem gibt´s anderswo auch noch billige Häuser.

Hallo Mike,

bis dahin hat es ausgebusht. Und ich habe viele Verwandte dort wie z.B. meine Schwester. Und wer weiß, wie es in 14 Jahren hier ist.

Gruß
 

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