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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Globale Schuld eines Menschen ist ein schwieriges Thema. Hängt dieses Thema nicht von dem Weltbild des einzelnen Menschen ab? Habe "ich" ein Weltbild, welches mich und mein Handeln bestätigt und für gut heisst, so werde "ich" zum dem Begriff "globale Schuld" keinen Bezug finden.

Wenn "ich" jedoch ein Weltbild habe, welches auch mich selbst und mein Handeln in Frage stellt, dann wird die Frage nach globaler Schuld schon interessanter. Jedoch möchte ich nicht über globale Schuld diskutieren, wenn es nicht auch eine Lösung dieser globalen Schuld gibt.
 
Eine "universelle" Schuld existiert nicht, kann gar nicht existieren, weil dem Universum die Existenz des Menschen/aller Menschen einfach pottegal ist. Und auch "globale" Schuld gibt es (potentiell) noch gar nicht so lange, noch vor ein paar hundert Jahren endete die Welt für die meisten Menschen irgendwo am sichtbaren Horizont, die einzigen mit weiterem Zugriff und Einfluß (und damit der Möglichkeit, "schuldig" an irgendwas zu werden) waren die jeweiligen Fürsten, Händler, Kolonisten und andere Personen mit Kontakten in ferne Städte oder Länder.
 
Ich habe mal von einer Frau gehört, die sich ein ganzes Zimmer voll von irgendwelchem bunten Nippes (Schlüsselanhänger und ähnliches) bestellt hat, um es auf eBay zu verkaufen und damit sich selbst und ihr Kind durchzubringen. Sie fragte um Rat. Was für ein Wahnsinn.
 
Einzelhändler tun doch genau das, sie kaufen vom Großhändler billig ein und geben es etwas teurer an den Endverbraucher weiter. Wenn sie meint, mit ihrem Nippes die ideale Kundschaft zu treffen, die nicht selber billig beim Großhändler ordert - warum nicht? Wer sagt, daß nur Lidl und Aldi Einzelhandel treiben dürfen? Sofern sich die Dame mit Gewerbebetrieb beim Finanzamt anmeldet, ist alles in Ordnung, denn "Gewinnerzielungsabsicht" mit Merkmal der "Wiederholung" ist gegeben, ergo Gewerbe. Und anmeldungs- und steuerpflichtig.
 
Einzelhändler tun doch genau das, sie kaufen vom Großhändler billig ein und geben es etwas teurer an den Endverbraucher weiter. Wenn sie meint, mit ihrem Nippes die ideale Kundschaft zu treffen, die nicht selber billig beim Großhändler ordert - warum nicht? Wer sagt, daß nur Lidl und Aldi Einzelhandel treiben dürfen? Sofern sich die Dame mit Gewerbebetrieb beim Finanzamt anmeldet, ist alles in Ordnung, denn "Gewinnerzielungsabsicht" mit Merkmal der "Wiederholung" ist gegeben, ergo Gewerbe. Und anmeldungs- und steuerpflichtig.

Das Blöde ist halt nur, wenn man darin seine letzte Hoffnung und Geld setzt, und dann zusätzlich zu den finanziellen Sorgen und Existenzängsten noch ein Zimmer voll mit Sachen hat, die man nicht los wird.
 
Globale Schuld eines Menschen ist ein schwieriges Thema. Hängt dieses Thema nicht von dem Weltbild des einzelnen Menschen ab? Habe "ich" ein Weltbild, welches mich und mein Handeln bestätigt und für gut heisst, so werde "ich" zum dem Begriff "globale Schuld" keinen Bezug finden.

Wenn "ich" jedoch ein Weltbild habe, welches auch mich selbst und mein Handeln in Frage stellt, dann wird die Frage nach globaler Schuld schon interessanter. Jedoch möchte ich nicht über globale Schuld diskutieren, wenn es nicht auch eine Lösung dieser globalen Schuld gibt.

Gibt es nicht ein einheitliches "gut" und "falsch"?
 
Gibt es nicht ein einheitliches "gut" und "falsch"?

Wenn ich nichts übersehen habe, dann gibt es auch ein einheitliches "gut" sowie ein einheitliches "falsch".
Aber das bedeutet nicht, dass jeder Mensch dieses für alle geltende "gut" oder "falsch" als solches erkennt.

Schau', woran erkennt ein Mensch, ob etwas "gut" oder "falsch" ist?

Der Mensch erkennt es daran, dass dieses Etwas eben gut oder falsch ist.
Die Schwierigkeit liegt ggf. in der Wahrnehmung.
Das ist jetzt alles sehr abstrakt.

Ein Beispiel:
Liebe ist gut. Monika ist ein geliebter Mensch. Weil sie auf Grund ihrer Kindheit eine gestörte Beziehung zu sich selbst hat, tut sie sich schwer, die Begriffe "ich" und "Liebe" zu kombinieren. Wird sie geliebt, kann es durchaus sein, dass sie es nicht erkennt oder zumindest sich damit schwer tut.
 
Aus meiner Sicht ist es eine Frage des Prinzips. Dass ich viel Geld habe, ein Studium und einen Sportwagen, macht mich nicht unbedingt zu einem guten Menschen.

Schon mal das Buch "Der gute Mensch von Szechuan" gelesen?
 
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