Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigene Schuld - fremde Schuld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich kenne keine eigene Schuld in meinem Leben. Die Schuld bedarf immer zweier Meinungen. Was interessiert mich die Schuld des Anderen, wenn ich keine Schuld darin erkennen kann? Nichts zu vergeben und weiter meines eigenen Schrittes folgend.

Erkenne ich meine Schuld, dann ja, allerdings bis jetzt noch nicht geschehen.

Hey, das ist ein erfrischender Beitrag von Dir. Dein Pragmatismus ist bestechend.
Würde Dein Pragmatismus auch funktionieren, wenn Du Dich weigerst, Schuld zu erkennen?
Gleichgültigkeit als Lebensprinzip. Die Kunst, sich abzuschotten.

Wenn Du Dich in einem geschlossenen Raum befindest, keine Luft herein lässt. Dann sorgst Du
ganz praktisch dafür, dass der Gestank der Straße nicht ins Zimmer kommt. Ebenso wenig kommt
aber auch keine frische Luft ins Zimmer. Irgendwann wird Dir die Luft ausgehen, Du wirst ersticken.

LG, Nordrheiner
 
Nordrheiner

Deine Argumentation ist im Allgemeinen nicht schlecht, aber immer, wenn es um Gott geht, wird deine Argumentation vollkommen aggressiv, unlogisch und diffus. Akzeptiere einfach, dass Gott für dich die absolute Wahrheit ist, aber diese, deine Wahrheit in keinster Weise für andere gelten muss.

---

Wenn man es genau nimmt, dann ist es mit höchster Wahrscheinlichkeit dein höchstpersönlicher Gottesglaube, welcher es nicht zulässt, dass du selbst nicht verstanden wirst und andere dich nicht verstehen. Ich sage es ungern, aber ich glaube, dass du noch eine Menge zu lernen hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nordrheiner

Deine Argumentation ist im Allgemeinen nicht schlecht, aber immer, wenn es um Gott geht, wird deine Argumentation vollkommen aggressiv, unlogisch und diffus. Akzeptiere einfach, dass Gott für dich die absolute Wahrheit ist, aber diese, deine Wahrheit in keinster Weise für andere gelten muss.

Guten Morgen, Tsunami,

wenn ich mir so Deinen Beitrag durchlese, dann fehlt mir der Hinweis, wo Du "vollkommen aggressiv etc....." festgestellt haben willst. Ich denke eher, dass Du Dein Empfinden mitteilst. Und Dein Empfinden ist offensichtlich negativ. Die Ursache dieser negativen Empfindung suchst Du außen, bei mir. Dort wirst Du sie aber nicht finden.

Das Akzeptieren, was Du von mir forderst, ist Dein persönliches Problem. Der absoluten Wahrheit steht die Unverbindlichkeit gegenüber. Diese drückt sich aus z.B. in "alles ist irgendwie richtig und auch gleichzeitig falsch".
Ich nenne das Orientierungslosigkeit. Wenn Du einen Menschen in einer fremden Großstadt aussetzt, ohne Straßenkarte und lässt ihn suchen, ohne genau zu sagen, nach was er suchen soll, dann sind alle Wege richtig wie
auch falsch. Und immer wenn dieser Mensch etwas gefunden hat, überlegt er, ob es das ist was er hat finden sollen.
"Aber nein, das kann es auch nicht sein." Und irgendwann wird dieser Mensch entweder hoffnungslos oder aggressiv oder beides.
 
Viel Wasser ist über die Mühlenräder geflossen. So ist das immer.

Mir scheint es so, dass du es ausfechten möchtest, es wirklich wissen möchtest. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Ich bin bereit, wenn du es bist.
 
Aus Deinem eigenen Faden "was ich denke" Dein Beitrag 48:

"Prinzipien sind Gold oder auch Diamanten wert. Nicht irgendwelche Prinzipien, sondern jene, welche durch Wissen, Gewissen, Gefühl, Verstand und Erkenntnisfähigkeit nicht gebrochen werden können."

Diesen Gedanken finde ich sympathisch. Bei der Suche nach absoluter Wahrheit scheinst Du auf dem richtigen Weg zu sein. Schauen wir mal. Nenn' mir die Prinzipien, die Du meinst.
 
Aus Deinem eigenen Faden "was ich denke" Dein Beitrag 48:

"Prinzipien sind Gold oder auch Diamanten wert. Nicht irgendwelche Prinzipien, sondern jene, welche durch Wissen, Gewissen, Gefühl, Verstand und Erkenntnisfähigkeit nicht gebrochen werden können."

Diesen Gedanken finde ich sympathisch. Bei der Suche nach absoluter Wahrheit scheinst Du auf dem richtigen Weg zu sein. Schauen wir mal. Nenn' mir die Prinzipien, die Du meinst.

Ich könnte Bände und Bücher darüber schreiben. Wenn man so will, dann ist es ein Gott, aber nicht der Gott, an den du glaubst.

---

Dein Gott baut auf Christentum und der Bibel. Mein Gott jedoch baut auf allen Menschen und dem gesamten Kosmos. Das ist der kleine, aber feine Unterschied.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nordrheiner,

Du schreibst:

"Dein Beitrag könnte die Vorlage geben für einen Rundbrief an evang. und kath. Landeskirchen.
Es kämen vermutlich zwei Reaktionen: a) danke für den Hinweis. Wir müssen unser Denken und Handeln besser aufeinander abstimmen. So ihnen ein konkreter Fall bekannt ist, bitten wir um Mitteilung, damit wir der Sache nachgehen können.
b) Unsinn. Wir verbitten uns jede Kritik. Wir befinden uns auf dem Boden des Evangeliums und müssen uns keine Vorwürfe machen.

Was meinst Du, Burbacher, könnten sinngemäß so Antworten ausfallen?"

Interessante Frage, interessanter Gedanke.
In meiner Kirche schreiben sie gerne Denkschriften, groß aufgemacht, meist lange und heftig diskutiert.
Sie befassen sich mit den übergeordneten, so scheinbar wichtigen Fragen. Darüber lässt sich gut diskutieren.
Wenn es dann aber konkret wird, wenn da ein Mensch steht und bohrend fragt, wird es nicht selten seltsam ruhig.

Das lässt für mich zwei Antworten zu:
Entweder sie wollen sich nicht stellen, oder sie haben keine Antwort und scheuen das Eingeständnis.

Ich mache das mal an einem historischen Geschehen deutlich.
Schon relativ bald gab es nach 1945 Bekenntnisse, Gedanken zu Schuld und Verantwortung für die Zeit zwischen 1933 und 1945. Ich erinnere an Martin Niemöller.

Irgendwann habe ich mich schon als junger Mensch gefragt, warum in meiner Umgebung, in meinem Heimatort so viele Persönlichkeiten herumliefen und wieder das Sagen hatten, die schon vor 1945 nicht ohne Einfluss waren.
Da gab es groteske Geschichten, manchmal zum Lachen komisch, wenn der Hintergrund nicht so ernst gewesen wäre.

Da tauchten Fotos auf von einer lokalen Persönlichkeit in einer braunen Uniform. Jetzt war der Mensch wieder ganz vorne und hatte erheblichen Einfluss, noch Jahrzehnte lang. Auf die Frage, wie er in diese Uniform gekommen sei, wurde ernsthaft die Antwort kolportiert, er habe mal sehen wollen, wie dieser Zwirn ihm stehe.

Es gab keine Diskussion. Die Sache wurde abgelegt.
Und schließlich hatten doch viele... Wer wollte den ersten Stein werfen, ohne selbst getroffen zu werden?

Die Diskussion um die Kollektivschuld hatte für mich einen bis heute sehr einsichtigen Grund: In der Masse von Mittätern relativiert sich die Schuld des Einzelnen. Dass es ohne die vielen Tausende, ja Millionen Mittäter nicht möglich gewesen wäre, das ganze Volk ins Unrecht zu setzen, hörte ich nicht.

Steht ein Einzelner vor Gericht, ist es in der Regel leicht, ihm oder ihr ein konkretes schuldhaftes Handeln nachzuweisen. Hat das Gericht aber eine Gruppe von Beschuldigten zu verurteilen, gibt es in der Regel immer wieder Menschen, die sich - obwohl selbst beteiligt - zu Lasten anderer reinwaschen.

Da ist es dann für unser Gerechtigkeitsempfinden, für unsere Rechtskultur von Bedeutung, wenn sich ein Gericht der Mühe unterzieht, Schuld zuzuordnen, ihr einen Namen zu geben.
Nicht eben: Wir waren doch alle... Da musste doch jeder sehen...

Sondern: Du hast konkret und am...
Du warst doch auch...

Wenn ich, um mein eigenes Versagen zu kaschieren, auf das Versagen anderer verweise, befreie ich mich nicht von meiner eigenen Tat. Befreiung ist erst möglich, wenn ich meine Verantwortung erkenne und bekenne.
Schuld ist immer persönlich und nur dann ist Vergebung möglich.

Ich reduziere auf ein Alltagsbeispiel:
Es ist viele Jahre her. In der Schule war mir meine Geldbörse abhanden gekommen. Ich konnte ziemlich genau sagen, wann und wo ich sie zum letzten Male wahrgenommen hatte.

Der Täter kam aus der Klasse. Diese schließlich wollte den Generalverdacht nicht auf sich sitzen lassen und lieferte den Täter aus. Das ermöglichte mir, wieder unbefangen vor meine eigene Klasse zu treten. Meine Einstellung zu meinen Schülern litt nicht weiter. Und mit dem Übeltäter war Versöhnung möglich.

Vielleicht macht dieses Beispiel die Zusammenhänge deutlich.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Christen, Gottesgläubige oder Religiöse sind nicht besser als alle anderen Menschen. Es sei denn, man wolle faschistisch sein.

Im Sinn und Wohlverfahren des Lebens darf sich jeder Christ oder Nicht-Christ gerne hinten einreihen. Ganz so, wie es sich gehört.

Weder Hitler, noch Gott erkürt ein Herrengeschlecht. Das ist einfach nur goßer Matsch in der Birne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Christen, Gottesgläubige oder Religiöse sind nicht besser als alle anderen Menschen. Es sei denn, man wolle faschistisch sein.

Im Sinn und Wohlverfahren des Lebens darf sich jeder Christ oder Nicht-Christ gerne hinten einreihen. Ganz so, wie es sich gehört.

Weder Hitler, noch Gott erkürt ein Herrengeschlecht. Das ist einfach nur goßer Matsch in der Birne.

Nein, Tsunami, das hat auch niemand gesagt. Wer hier gerade die Keule schwingt, bist Du. Und Du machst das in einer Art und Weise, die dich in den Zustand der Unfehlbarkeit hebt.
Wie war das noch mit dem "Matsch in der Birne"? Manche Argumente fallen unfreiwillig auf ihre Urheber zurück.
Schade.

Burbacher
 
Was Du nicht weisst, Friek, ist, dass es etwas gibt, was noch viel heilungskräftiger ist als Gerechtigkeit. Es ist Gottes Liebe. Gottes Liebe ersetzt alle Liebe, die uns von Menschen verweigert wurde ... und heilt unsere Verletzungen, die uns andere Menschen zufügten. An Gottes Gerechtigkeit können wir i.d.R. nur glauben, sie für wahr halten, dass sie eines Tages geschehen wird. Aber mit Gottes Liebe ist es anders. Wir können davon hören oder lesen. Wir können uns ihr aber auch öffnen und in uns erfahren, erleben. So wie ich.

Ich weiß genauso wenig wie du über die tatsächliche Beschaffenheit oder Existenz dieser Sache. Es handelt sich dabei immer noch um Glaubensfragen und nicht um Wissen. Auch du weißt erst mit Sicherheit was Sache ist wenn es vorbei ist.

Wenn Menschen sich nur mit Gerechtigkeit zufriedengeben, werden sie nicht glücklich, allenfalls zufrieden.

Eine echte Zufriedenheit ist sehr viel wert und alles was ich brauche. Niemand ist permanent glücklich. Das sind lediglich kurze Spitzen aber wenn dem kein zufriedenes Fundament zugrunde liegt, ist das nicht sonderlich viel wert in meinen Augen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben