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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Es könnte auch eine Schuld sein, Liebe nicht richtig zu verstehen.

Es fällt mir schwer, bei Nicht-Verstehen ohne Differenzierung von Schuld zu sprechen. Geht es um ein Kann-Verstehen sowie um ein Möchte-Nicht-Verstehen sowie um Starrsinnigkeit, am Nicht-Verstehen festhalten zu wollen??

Jetzt, Nordrheiner, könnte es einigermaßen interessant werden, weil sich die Möglichkeit ergibt, Glaube mit Wissenschaft zu fusionieren.

Wie meinst Du das?
 
A

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Re: Eigene Schuld - fremde Schuld
Nein.

Ich erachte es als falsch, das Erreichen "meiner" Bestimmung davon abhängig zu machen, dass mir ein anderer soweit entgegenkommt, wie ich es gerne hätte.

Und auf der anderen Seite hat niemand es nötig, sich um irgendeiner aufgepfropften angeblichen Bestimmung willen demütigen zu lassen oder sich selbst zu demütigen. Wenn irgendeine (angenommene) überirdische Macht will, daß eine Bestimmung erfüllt werden müßte, müßte sich diese Macht eben selbst drum kümmern, daß alles seinen Gang liefe. (Erinnert mich an den Film "Der Plan", in den ich im Kino "passend" ganz (un?)plangemäß hineingeriet. 🙂)
 
Es fällt mir schwer, bei Nicht-Verstehen ohne Differenzierung von Schuld zu sprechen. Geht es um ein Kann-Verstehen sowie um ein Möchte-Nicht-Verstehen sowie um Starrsinnigkeit, am Nicht-Verstehen festhalten zu wollen??



Wie meinst Du das?

Nun, Liebe ist etwas, was vielen Menschen nicht unbekannt ist. Viele Menschen halten Liebe sogar für das Größte im Leben, andere natürlich auch nicht, klar.

Und sprechen wir von Liebe, so landet man schnell bei partnerschaftlicher Liebe - also Sex oder Seelenverwandtschaft. Darüber hinaus haben wir aber beispielsweise auch die Tierliebe, die Menschenliebe, die Gottesliebe, die Fortschrittsliebe oder die Naturliebe.

Wie auch immer man Liebe für sich selbst definiert, so ist es auch Behandlungsthema von Wissenschaft und Glaube. Das meinte ich.

~~~

Oder anders, fortführend und als Frage ausgedrückt: Siehst du in Sachen Liebe Schnittmengen zwischen Wissenschaft und Glaube?
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder anders, fortführend und als Frage ausgedrückt: Siehst du in Sachen Liebe Schnittmengen zwischen Wissenschaft und Glaube?

Diese drei Begriffe bringe ich in folgenden Zusammenhang:

1. Wissenschaft: Es geht nur um den Bereich, der in den Wissenbereich gehört. Entweder wollen wir das Wissen durch neue Fakten erweitern oder lernen, mit bestehenden Fakten umzugehen. Bereits bei der Liebe und beim Glauben wird es schwierig, mit reinem Faktenwissen zu operieren. Wir können Gehirnströme oder Erregungszustände des Körpers messen, aber haben wir damit bereits die Liebe oder den Glaube vollständig erfasst? Es geht in Wissenschaften immer dann um harte Fakten, wenn wir messen, wiegen und berechnen können. Und ich würde von 'weichen' Fakten sprechen, wenn wir auf Fakten treffen, die jedoch nicht messbar sind, sich nicht berechnen oder wiegen lassen.

Egal ob es sich um harte oder weiche Fakten handelt, immer kommt unsere Interpretation hinzu.
Nehmen wir das Gesetz der Schwerkraft. Es ist ein Gesetz der Physik, welches uns nichts über seinen Sinn verrät. Wir stellen uns darauf ein, wenn wir z.B. Flugzeuge bauen oder Brennstoffe als Antrieb verwenden. Ob es aber sinnvoll oder für den Menschen gut ist, die Schwerkraft mittels Flugzeuge zu überwinden, wird von der Physik nicht beantwortet. Auch sagt uns die Physik nichts darüber aus, welche Zielflughafen angeflogen werden soll.

2. Liebe: Liebe dringt für mich in alle Bereiche des menschlichen Lebens ein und damit nicht nur in die, die sich messen oder berechnen lassen. Wenn Wissenschaften das Flugzeug sind, so ist Liebe der Antrieb (= der Sprit).

3. Glaube: Bewegt man sich in den verschiedenen Religionen, also in Lebensformen, die durch Menschen nach menschlichen Kriterien vorstrukturiert sind, so ist der Glaube mechanische Einstellungen am Flugzeug,
- die es zum Absturz bringen können
- am Zielflughafen die Landung verhindern
- das Flugzeug solange in der Luft halten, bis der Sprit ausgeht
- und im besten Fall eine sanfte Notlandung ermöglichen.

Bei den meisten Menschen ist ein Glaube vorhanden, der in der Praxis keine Bedeutung hat. Dies ist in meinen Augen dann der Fall, wenn z.B. jemand sagt "ich glaube an Gott" - dies aber in seinem Leben Null Auswirkung hat. Von seinem Handeln her unterscheidet er sich in Nichts von den Menschen, die nach ihren Aussagen an das Nicht-Vorhandenseins von Gott glauben.

Wenn ich von Glaube (für mich) rede, dann meine ich eine Beziehung zwischen Gott und mir, in die sich kein Mensch reindrängt. Ich bin dann wie ein Passagier im Flugzeug, wie alle anderen Passagiere auch. Auch habe ich nicht mehr oder weniger Ahnung vom Flugzeug, wie die meisten Passagiere. Durch meinen Glauben angeregt, trage ich im Flugzeug einen Fallschirm. Viele Passagiere finden das überflüssig, unnütz denn "wir haben doch einen guten Piloten". Andere lachen ....

Na ja, ich denke, dass ich ein Passagier bin, der durch seinen Beitrag mit dazu beiträgt, dass das Flugzeug Sprit tanken konnte. Das wäre dann meine Verbindung (Schnittmenge) von meinem Glauben und Liebe.

So, das ist mein Versuch, die drei Begriffe miteinander in einen Zusammenhang zu bringen. Ich weiß, der Versuch ist sicherlich kritikwürdig und nicht perfekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, man kann immer noch das eine oder andere verbessern.

Ich habe das lange nicht mehr getan, aber ich werde jetzt mal in meinen "Hardcore-Modus" schalten. Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern damit, dass ich präzise und gerecht sein will.
 
Diese drei Begriffe bringe ich in folgenden Zusammenhang:

1. Wissenschaft: Es geht nur um den Bereich, der in den Wissenbereich gehört. Entweder wollen wir das Wissen durch neue Fakten erweitern oder lernen, mit bestehenden Fakten umzugehen. Bereits bei der Liebe und beim Glauben wird es schwierig, mit reinem Faktenwissen zu operieren. Wir können Gehirnströme oder Erregungszustände des Körpers messen, aber haben wir damit bereits die Liebe oder den Glaube vollständig erfasst? Es geht in Wissenschaften immer dann um harte Fakten, wenn wir messen, wiegen und berechnen können. Und ich würde von 'weichen' Fakten sprechen, wenn wir auf Fakten treffen, die jedoch nicht messbar sind, sich nicht berechnen oder wiegen lassen.

Gut formuliert. Gleichfalls ist jedoch wichtig, zu beachten, dass Wissen einen Unterschied macht. Alleine schon dann, wenn du dazwischen differenzierst, weniger oder mehr zu wissen. Natürlich macht das einen Unterschied.

Egal ob es sich um harte oder weiche Fakten handelt, immer kommt unsere Interpretation hinzu.
Nehmen wir das Gesetz der Schwerkraft. Es ist ein Gesetz der Physik, welches uns nichts über seinen Sinn verrät. Wir stellen uns darauf ein, wenn wir z.B. Flugzeuge bauen oder Brennstoffe als Antrieb verwenden. Ob es aber sinnvoll oder für den Menschen gut ist, die Schwerkraft mittels Flugzeuge zu überwinden, wird von der Physik nicht beantwortet. Auch sagt uns die Physik nichts darüber aus, welche Zielflughafen angeflogen werden soll.

Das ist nur teilweise richtig. Du vermischst hier ganz gewaltig verschiedene Dinge. Erstmal überwindet niemand die Gesetze der Schwerkraft oder der Aerodynamik. Du kannst dich höchstens anpassen, das ist alles. Und über Sinn haben wir da noch gar nicht gesprochen.

2. Liebe: Liebe dringt für mich in alle Bereiche des menschlichen Lebens ein und damit nicht nur in die, die sich messen oder berechnen lassen. Wenn Wissenschaften das Flugzeug sind, so ist Liebe der Antrieb (= der Sprit).

Klingt für mich jetzt nicht besonders fundiert, aber auch gerade deswegen stelle ich keine Frage dazu.

3. Glaube: Bewegt man sich in den verschiedenen Religionen, also in Lebensformen, die durch Menschen nach menschlichen Kriterien vorstrukturiert sind, so ist der Glaube mechanische Einstellungen am Flugzeug,
- die es zum Absturz bringen können
- am Zielflughafen die Landung verhindern
- das Flugzeug solange in der Luft halten, bis der Sprit ausgeht
- und im besten Fall eine sanfte Notlandung ermöglichen.

Bei den meisten Menschen ist ein Glaube vorhanden, der in der Praxis keine Bedeutung hat. Dies ist in meinen Augen dann der Fall, wenn z.B. jemand sagt "ich glaube an Gott" - dies aber in seinem Leben Null Auswirkung hat. Von seinem Handeln her unterscheidet er sich in Nichts von den Menschen, die nach ihren Aussagen an das Nicht-Vorhandenseins von Gott glauben.

Wenn ich von Glaube (für mich) rede, dann meine ich eine Beziehung zwischen Gott und mir, in die sich kein Mensch reindrängt. Ich bin dann wie ein Passagier im Flugzeug, wie alle anderen Passagiere auch. Auch habe ich nicht mehr oder weniger Ahnung vom Flugzeug, wie die meisten Passagiere. Durch meinen Glauben angeregt, trage ich im Flugzeug einen Fallschirm. Viele Passagiere finden das überflüssig, unnütz denn "wir haben doch einen guten Piloten". Andere lachen ....

Na ja, ich denke, dass ich ein Passagier bin, der durch seinen Beitrag mit dazu beiträgt, dass das Flugzeug Sprit tanken konnte. Das wäre dann meine Verbindung (Schnittmenge) von meinem Glauben und Liebe.

So, das ist mein Versuch, die drei Begriffe miteinander in einen Zusammenhang zu bringen. Ich weiß, der Versuch ist sicherlich kritikwürdig und nicht perfekt.

Okay, klingt alles nett? ... Aber du meintest ja selbst, dass das Ganze gewisse Lücken aufweist.
 
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Schau', Nordrheiner, aus meiner Sicht widersprechen sich Wissenschaft, Glaube und Liebe nicht. Man muss nur erkennen, was das jeweilige ist.

Wozu ist es da?
 
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