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DURCHGEFALLEN - 15 Minuten Fahrprüfung

Hallo!

Ich finde auch, dass du absolut nicht versagt hast. Du bist durch eine Fahrprüfung gefallen, was jedes Jahr tausenden von Menschen passiert.
Das ist ärgerlich, das fühlt sich auch beschissen an, aber es ist nicht der Untergang der Welt und kein Versagen von dir.

Dir wurde ja derart viel Druck aufgebaut, dass es kaum verwundert. Und wenn diese Prüfung bei deinem Vater so einen hohen Stellenwert hat, dass er nicht mehr mit dir spricht, hat er wohl selbst einige Probleme mit sich.

Ich würde dir auch raten, ein paar private Stunden zu nehmen. Und vor allem vor der nächsten Prüfung keinem etwas zu sagen. Vor allem nicht deinen Eltern. Dann machst du nämlich eine Prüfung und musst dich hinterher keinem erklären. Die müssen gar nicht wissen, wann du das wieder versuchst. Vielleicht nimmt das auch deutlich Druck von dir.

Kopf hoch, eine Freundin von mir ist zwei Mal durch die praktische gerasselt. Und fährt heute sehr sicher, als hätte sie das schon immer gemacht 🙂 .

Alles Gute!
 
Hallo!
Ich bedanke mich vielmals für Eure Tipps, Stories und lieben Worte (obwohl ich mich selbst nicht als Gefahr für den Straßenverkehr bezeichnen würde - aber hey jedem seins). Ich stimme Euch zu, dass ich definitiv standhafter und entspannter werden sollte rund um das Thema Fahren, schließlich soll es ja Spaß machen. Im Nachhinein hat das Weinen nichts als puffige Augen bewirkt, daher versuch ich meine Emotionen runter zu schalten und positiver an die Sache zu gehen. Ich glaube nach einer Pause werde ich bestimmt wieder die bereits empfundene Passion zum Fahren wiederfinden. Bis dahin konzentriere ich mich auf persönliche Meilensteine und das Studium.

Wer weitere Tipps, Tricks oder einfach Stories teilen möchte, ist herzlich willkommen!

Dankeschön 🙂)
 
Merkwürdig Reaktion.
Du denkst zu viel und machst dich runter. Die Durchfallquote ist sehr hoch, entspanne dich.
(Warum wolltest du den Führerschein? Weil alle den machen?)
Ich wollte emanzipiert sein und beispielsweise mich selbst nach Hause Fahren können nach einem langen Abend. Irgendwann wird's auch unangenehm zu Fragen, ob mich jemand mitnehmen kann (z.B. weil die Bahn nur noch jede halbe Stunde kommt und es dunkel draußen ist).
 
Huhu,

das erinnert mich an meine Ausbildung.
Mit Abstand der Beste in Programmierung. Bei der schriftlichen IHK Prüfung sowas von durchgefallen.

Shit happens. Heute kann ich darüber lachen.
Und es gibt viel viel schlimmeres.

Also besteht Du einfach. Fertig 😎 OK?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie komme ich mit dem Gefühl klar versagt zu haben? Wie komme ich zurück ins Autofahren und meine Angst zu überwinden? Wie lernt man vorausschauend zu denken?

Hi Boba,
vorausschauend denken sollte da nicht das Problem sein.
Dazu sollte man als Studentin in der Lage sein und ich denke, das bist du auch.

Dein Problem sind wohl eher die Versagensängste, die dann wiederum dazu führen, dass du nicht so klar denken kannst, wie du es normalerweise vermagst, und dann in der Fahrprüfung "dumme" Sachen machst, die du im Unterricht nie gemacht hast.

Wie bist du denn sonst so mit "Versagen" im Leben umgegangen oder kennst du das überhaupt?
Schonmal die Erfahrung gehabt in der Schule/Studium eine 5 oder 6 als Note zu kassieren?
Ich kenne das aus der Schulzeit, dass Durchfallen in einer Prüfung gerade für die Leute ein riesen Drama mit Tränen war, die gewöhnlicherweise Bestnoten abgeliefert haben.
Dabei können gerade die sich doch mal einen Ausrutscher leisten- heulen müssten eigentlich diejenigen, die ständig solche miesen Noten kriegen, aber die hats nicht gekratzt, die waren das ja gewohnt und haben mehr als einmal gemerkt, dass davon das Leben auch nicht zuEnde ist.

Also je länger man immer super "performt" , desto größer ist dann der Schock, wenn man es mal nicht tut.
Von daher vermute ich, dass du da früher immer eher auf der Erfolgsstraße unterwegs warst und sich daher so ein Druck aufgebaut hast, das nun auch weiter zu "liefern" - auch für deinen Vater, der da wohl auch nix anderes gewohnt ist und jetzt am Rad dreht.
Da solltet ihr beide mal überlegen, was ihr da eigentlich für Ansprüche habt.

Du benutzt an einer Stelle auch das Wort "perfekt". Du musst nicht perfekt sein und du darfst auch mal durch die praktische Fahrprüfung fallen, wie es über 30% aller Leute tun. Durch die theoretische fallen sogar über 40 Prozent.
Also du bist da bei weitem nicht die Einzige, die eben noch nen 2. Anlauf braucht.

Zu viele Fahrstunden würde ich nun an deiner Stelle gar nicht mehr nehmen, sondern ich würde sehen, dass ich möglichst schnell wieder in die Situation komme, vor der du Angst hast, und das ist ja nicht das Autofahren an sich, sondern die Prüfungssituation.
Ich denke je länger du da wartest, desto mehr kannst du dich in deine Angst reinsteigern und desto eher hast du dann wieder ne Blockade.
Also würde ich sagen, wenige Fahrstunden um die Routine zu halten, aber nächste Fahrprüfung dann so bald wie möglich.
 
Hi,

das es kein schönes Gefühl ist durch die Prüfung gefallen zu sein, kann ich gut verstehen. Aber mehr ist ja gar nicht passiert.

Dein Vater ist vielleicht im ersten Moment wütend gewesen, da nun weitere Kosten auf ihn zukommen. Wenn ich richtig verstanden habe, dann finanzieren ja deine Eltern den Schein? Ist ja ne Menge Geld. Vielleicht einen Nebenjob suchen, damit du alles selbst bezahlen kannst, dann ist der Druck da schon mal weg.

Und niemanden erzählen wann du die Prüfung hast, das kann auch schon eine Menge Druck rausnehmen.
 
Ich stand damals auch sehr unter Stress und habe aus diesem Grund niemandem von der Prüfung erzählt (außer meiner Mutter aber jemand musste mich damals noch in der Schule entschuldigen).
Ich bin in der Prüfung dann zielstrebig in eine Straße reingefahren, die aufgrund von parkenden Autos verengt war. Der Gegenverkehr hatte eindeutig Vorfahrt aber ich war in dem Moment irgendwie total verballert und habe das einfach nicht registriert.
Bei den Theoriefragen sollte ich bloß den Scheobenwischen anbekommen und hab erstmal so ziemlich alles andere angemacht. Im Nachhinein lustig und ich habe auch bestanden. Damals der Horror. Was ich damit sagen will: alles gut, Nervosität und auch Fehler sind normal 🙂
 
Hi Boba,
vorausschauend denken sollte da nicht das Problem sein.
Dazu sollte man als Studentin in der Lage sein und ich denke, das bist du auch.

Dein Problem sind wohl eher die Versagensängste, die dann wiederum dazu führen, dass du nicht so klar denken kannst, wie du es normalerweise vermagst, und dann in der Fahrprüfung "dumme" Sachen machst, die du im Unterricht nie gemacht hast.

Wie bist du denn sonst so mit "Versagen" im Leben umgegangen oder kennst du das überhaupt?
Schonmal die Erfahrung gehabt in der Schule/Studium eine 5 oder 6 als Note zu kassieren?
Ich kenne das aus der Schulzeit, dass Durchfallen in einer Prüfung gerade für die Leute ein riesen Drama mit Tränen war, die gewöhnlicherweise Bestnoten abgeliefert haben.
Dabei können gerade die sich doch mal einen Ausrutscher leisten- heulen müssten eigentlich diejenigen, die ständig solche miesen Noten kriegen, aber die hats nicht gekratzt, die waren das ja gewohnt und haben mehr als einmal gemerkt, dass davon das Leben auch nicht zuEnde ist.

Also je länger man immer super "performt" , desto größer ist dann der Schock, wenn man es mal nicht tut.
Von daher vermute ich, dass du da früher immer eher auf der Erfolgsstraße unterwegs warst und sich daher so ein Druck aufgebaut hast, das nun auch weiter zu "liefern" - auch für deinen Vater, der da wohl auch nix anderes gewohnt ist und jetzt am Rad dreht.
Da solltet ihr beide mal überlegen, was ihr da eigentlich für Ansprüche habt.

Du benutzt an einer Stelle auch das Wort "perfekt". Du musst nicht perfekt sein und du darfst auch mal durch die praktische Fahrprüfung fallen, wie es über 30% aller Leute tun. Durch die theoretische fallen sogar über 40 Prozent.
Also du bist da bei weitem nicht die Einzige, die eben noch nen 2. Anlauf braucht.

Zu viele Fahrstunden würde ich nun an deiner Stelle gar nicht mehr nehmen, sondern ich würde sehen, dass ich möglichst schnell wieder in die Situation komme, vor der du Angst hast, und das ist ja nicht das Autofahren an sich, sondern die Prüfungssituation.
Ich denke je länger du da wartest, desto mehr kannst du dich in deine Angst reinsteigern und desto eher hast du dann wieder ne Blockade.
Also würde ich sagen, wenige Fahrstunden um die Routine zu halten, aber nächste Fahrprüfung dann so bald wie möglich.
Tatsächlich habe ich das nie wirklich bedacht. Ohne jetzt überheblich zu klingen, aber ja ich habe noch nie wirklich schlecht performt. Danke dir für die Erkenntnis 🫶
 

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