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Dürfen die das? Marktforschung nervt!

Hatte ich eine Zeit lang auch. Hab auf irgendwelche "Haben Sie Zeit für . . ."-Fragen immer nur "Nein" gesagt und aufgelegt oder gleich wortlos aufgelegt. Irgendwann hat's dann aufgehört.
 
Das Ding ist ja, dass ich niemals in meinem Leben an Gewinnspielen teilgenommen habe, für die ein Anruf notwendig gewesen wäre, oder die Herausgabe meiner Telefonnummer. Ich habe auch nie telefonisch für irgendwas gevotet. Selbst wenn ich Verträge abschließe, lese ich mir genau durch, was die mit meinen Daten machen und ganz besonders mit meiner Telefonnummer. Die einzigen Leute, die die haben sind meine Eltern, meine Freunde und diverse Arbeitgeber. Deswegen wundert es mich ja so, dass diese "Marktforschungsinstitute" auf einmal bei mir anrufen. Und gleich zwei verschiedene.

Klar haben die irgendwoher meine Nummer, müssen sie ja haben. Die Frage ist unter den oben genannten Voraussetzungen nur, woher. Den ersten Nervensägen kaufe ich ja noch halbwegs ab, dass die durch Zufall an meine Nummer gekommen sind, indem sie irgendwelche Zahlen eingetippt haben. Aber bei den zweiten?

Meine Schlussfolgerung ist also diese - nachdem ich nicht zweimal an einen Zufall glaube - dass irgendwer meine Nummer freigegeben hat. Und wenn es nur das erste Institut war, dass an die Kollegen was weitergereicht hat. Es geht mir einfach ums Prinzip, auch wenn ich gerade sicherlich sehr kleinlich wirke.

Ein früherer Kollege meinte mal, dass sich auch bei diesen Umfragen die Bundesnetzagentur darum kümmert, wenn die einen einfach so anrufen, weil die das eigentlich nicht dürfen. Aber andererseits können doch nicht alle Umfrageergebnisse aus Belästigungen resultieren? 😕

War gerade eben noch verabredet und als ich nach Hause kam, hat mein Anrufbeantworter geblinkt. Jetzt haben die Kasper schon wieder Abends angerufen :mad:. Genauso wie am Wochenende. Da bin ich meistens weg oder schalte den Anrufbeantworter an, weil ich meine Ruhe haben will.
 
Hallo Findefuchs,

nein, die müssen deine Nummer nirgendwo "herhaben" - diese Nummern werden von Computerprogrammen automatisch generiert. Da wählt auch keine Person sondern die Nummer wird einem Interviewer über einen sog. Dialer zugespielt. Der Interviewer weiß weder Deinen Namen noch sonst etwas über Dich. Daher werden auch Geheimnummern und Nummern, die in keinem Verzeichnis stehen, angewählt.

Das ist ein völlig seriöses Verfahren und legal. Ebenso legal ist es, z.B. Kundenbefragungen durchzuführen. Z.B. wenn du Abonnent einer Zeitung bist, oder wenn du ein neues Auto gekauft hast oder ..... Das steht auch in den Verträgen drin.

"Meine Schlussfolgerung ist also diese - nachdem ich nicht zweimal an einen Zufall glaube - dass irgendwer meine Nummer freigegeben hat. Und wenn es nur das erste Institut war, dass an die Kollegen was weitergereicht hat."

Sorry, aber das ist - sofern es sich um Marktforschung handelt - nicht zutreffend. Da werden keine Nummern untereinander weitergeben/verkauft.

"Ein früherer Kollege meinte mal, dass sich auch bei diesen Umfragen die Bundesnetzagentur darum kümmert, wenn die einen einfach so anrufen, weil die das eigentlich nicht dürfen. Aber andererseits können doch nicht alle Umfrageergebnisse aus Belästigungen resultieren? 😕"

Doch, das dürfen die, wenn sie Marktforscher sind. Aber nur die dürfen das. Illegal sind vorgetäuschte Umfragen, die leider immer wieder vorkommen. Die erkennst Du daran, dass sie ihren Namen nicht sagen, dir keine Stelle/Telnr nennen, wo du dich informieren kannst und vor allem dir etwas verkaufen wollen. Über diese Zeitgenossen sollte man sich bei der Bundesnetzagentur tatsächlich beschweren. Und nein, Umfrageergebnisse resultieren nicht alle aus Belästigungen. Es gibt auch Menschen, die sich davon weder belästigt noch verfolgt fühlen.

Wenn Du bei der Bundesnetzagentur anrufst, werden die klären, ob es sich um Mafo handelt oder nicht. Falls nicht, werden sie das verfolgen. Falls das Mafo Institut unseriös arbeitet auch. Hier kannst Du Dich informieren und dort gibt es auch ein Beschwerdeformular:
Initiative Markt- und Sozialforschung e.V.: Vorgetäuschte Umfragen

"Jetzt haben die Kasper schon wieder Abends angerufen :mad:. Genauso wie am Wochenende. Da bin ich meistens weg oder schalte den Anrufbeantworter an, weil ich meine Ruhe haben will."

bevölkerungsrepräsentative Befragungen werden tagsüber bis abends 21 Uhr und am WE zu bst. Zeiten durchgeführt, weil die Leute dann eben zuhause sind. Das musst Du kein bischen persönlich nehmen 😉 Es reicht ein einfaches nein, möchte nicht teilnehmen, fertig.

Übrigens ist es ein ziemlich harter Job als Interviewer in einem Institut zu arbeiten. Das sind keine Kriminellen, die dir was andrehen wollen, es ist Mafo Instituten nämlich verboten etwas zu verkaufen, sondern einfach Leute, die Umfragen durchführen und damit ihr Geld verdienen.


Gruß Adele
 
Ich habe eine Zeitlang immer wieder die unterschiedlichsten nervigen Anrufe bekommen. Marktforschung, Gewinnspiele, Umfragen. Aber auch anonyme Anrufer, Schweiger und Stöhner.

Ich lasse jetzt immer den Anrufbeantworter an. Da sprechen, fragen, stöhnen die nicht drauf.

Der AB läuft auch wenn ich zuhause bin. Meine Freunde wissen das und sprechen drauf, so daß ich die Gelegenheit bekomme zu hören, wer dran ist und abnehmen kann.

Hat sich für mich als das beste Mittel herausgestellt, da ich keine Lust habe, mit nervigen Institutionen überhaupt zu kommunizieren.

Das machen wir ganz genauso! Das ist die einzige Methode, die Spreu vom Weizen zu trennen. Früher hatten wir alle halbe Stunde unerwünschte Anrufe: Marktforschung, Werbung, Gewinnspiele, Lotto. Manchmal waren das auch Automaten. Das war zermürbend, zumal, wenn man auf einen wichtigen Anruf wartete. Heute stehen wir auch nicht mehr im Telefonbuch. Einzelne dreiste, unerwünschte Anrufe kommen noch immer, und wir haben die Nummer gesperrt. Dann haben wir mal nachgeguckt in der FritzBox: die hatten wieder und immer wieder angerufen, das ist an Dreistigkeit und Frechheit nicht zu überbieten. Das ist eine ganz neue Art von Wirtschaftskriminalität, die sich da ausbreitet, man muss da konsequent gegen angehen. Inzwischen sind "kalte Arufe" strafbar, wenn man das nachweisen kann, bekommen die eine hohe Geldstrafe. Und mit unterdrückter Rufnummer anrufen dürfen die auch nicht!
Ganz übel ist, dass gezielt ältere Menschen abgezockt werden. Alte Menschen sind einsam, freuen sich riesig über jede Ansprache, sind ganz anders erzogen, rücken sofort Kontonummer und Bankdaten raus. Leute, wehrt euch ganz entschieden gegen solche Machenschaften! Datum, Uhrzeit notieren, Namen des Anrufers und ab an den Verbraucherschutz! Niemals persönliche Daten angeben, nichts beantworten! Wenn jemand behauptet, er sei ein Enkel, Neffe, Behörde, dann sagt, ihr ruft sofort zurück und informiert umgehend die Polizei!
 
du verwechselst da glaub ich ein paar dinge...

marktforschung und rentnern müll aufschwatzen und kontodaten entlocken sind zwei verschiedene sachen.
und wenn sie oft anrufen ist das auch kein wunder. wenn niemand drangeht wählt das system später nochmal die nummer an, solange bis verweigert wurde, ein termin abgesprochen wurde oder man die befragung durchgeführt hat.
wenn jeder nicht angenommene anruf aus dem system fiele wäre es ziemlicher quatsch.
normalerweise brauch man bei marktforschung nur zu verweigern und die nummer wird (von dem institut) aus dem pool entfernt.
ohne diese anrufe hat man nunmal keine wahlprognosen et etc...

und da es ein callcenter ist kann (abhängig vom system) die nummer auch nicht immer angezeigt werden.
 
Danke Gast Adele für deine ausführliche Antwort! Jetzt habe ich etwas Licht ins Dunkel bekommen, vor allem wie diese Institute arbeiten. Also kann man tatsächlich zufällig zweimal per Computer meine Nummer generieren?

Ich weiß, wie anstrengend es ist, am Telefon zu arbeiten. Ich bin ja auch zum Teil für Beratungsgespräche im sozialen Bereich zuständig gewesen und war dort Ansprechpartnerin für Rückfragen oder Beschwerden etc. (nichts verkaufen) und das war schon sehr stressig. Und damals als Azubi saß ich auch phasenweise an der Kundenhotline und nach einer Woche war ich echt geschafft.

Ich will den Leuten auch nicht ans Bein pissen. Ich sage denen auch immer ruhig und sachlich, dass ich nichts will. Aber da einem als Außenstehenden die Unterschiede nicht so ganz klar sind (zumindest mir), wird man halt irgendwie unruhig, wenn sowas passiert und ja, auch verärgert, wenn dann ein paar Wochen später schon wieder ein anderes Institut dran ist. Da ist es wirklich sehr doof, dass die unseriösen Anrufer den Marktforschungsinstituten die Arbeit erschweren und durch ihr Verhalten auch den Ruf versauen. Du hast nämlich auch ganz recht, es gibt einige Anrufer, die vorgeben solche Institute zu sein und es nicht sind.


@ hilaria

Also ich spreche in meinem Thread explizit von Marktforschung und keine betrügerischen Lotteriehotlines oder Anbieter für irgendwas. Aber weiß einer zufällig, ob man solche Lotteriegesellschaften und unseriösen Anbieter auch bei der Bundesnetzagentur melden kann? Meine Großmutter wird nämlich leider ständig von denen belästigt und wie du schon ganz richtig angemerkt hast, aus Höflichkeit lässt sie sich dann immer irgendeinen Mist andrehen oder zuschicken und versteht einfach nicht, dass Kaltaquise verboten ist. 🙁

Sie hat dann immer total Angst und ist nervlich phasenweise echt durch, wenn die ihr dann angebliche Mahnungen schicken oder Druck machen, dass sie was unterschreibt. Mein Vater oder ich kündigen das dann immer von ihr oder dröseln die Geschichte auf. Und die erzählen zum Teil echt einen gigantischen Mist und lügen ohne Ende :mad:. Ich mache da meiner Oma auch keinen Vorwurf, in ihrem Alter muss man da nicht immer den ganzen Durchblick haben.

Die rufen ständig immer wieder an und vielleicht kann man da was machen, wenn man die mal bei der Bundesnetzagentur meldet?
 
du verwechselst da glaub ich ein paar dinge...

marktforschung und rentnern müll aufschwatzen und kontodaten entlocken sind zwei verschiedene sachen.
und wenn sie oft anrufen ist das auch kein wunder. wenn niemand drangeht wählt das system später nochmal die nummer an, solange bis verweigert wurde, ein termin abgesprochen wurde oder man die befragung durchgeführt hat.
wenn jeder nicht angenommene anruf aus dem system fiele wäre es ziemlicher quatsch.
normalerweise brauch man bei marktforschung nur zu verweigern und die nummer wird (von dem institut) aus dem pool entfernt.
ohne diese anrufe hat man nunmal keine wahlprognosen et etc...

und da es ein callcenter ist kann (abhängig vom system) die nummer auch nicht immer angezeigt werden.
Ich verwechsel das nicht, ich ordne das alles in die Kathegorie "unerwünschte Anrufe, Telefonmüll" ein. Wobei die reine Marktforschung ja noch harmlos ist. Früher habe ich da sogar mal mitgemacht. Marktforschung mag lästig sein, ist aber nicht, im Gegensatz den anderen von mir aufgezählten Dingen, kriminell.
 
Hallo Findefuchs,

immer gerne 🙂
es ist relativ unwahrscheinlich, aber ja, es kann sein, dass deine Nummer mehrmals zufällig generiert wurde - Zufall halt. kann auch sein, dass eine der Nummern aus einer Kundendatenbank kommt, z.B. weil du als Abonnent einer Zeitung befragt werden solltest. Das kann man so nicht beurteilen.

wie oft die Nummern angerufen werden, wird voreingestellt. Wird eine Nummer nicht erreicht kann man sagen, wie oft durchprobiert wird, und auch dass das an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten probiert wird. Welche Voreinstellung da gewählt wird, hängt von statistischen Größen ab - ist eine Frage der Qualtität der Stichprobe. .

"Aber weiß einer zufällig, ob man solche Lotteriegesellschaften und unseriösen Anbieter auch bei der Bundesnetzagentur melden kann?"

ja, kann man (und ich finde sollte man auch, denn das sind ziemlich miese Machenschaften, darum wurden sie ja auch verboten). Du kannst das Formular nutzen, was ich in dem Link gepostet habe. Die Bundesnetzagentur ist sehr interessiert daran und verfolgt das auch. Sie werden versuchen den Anbieter zu identifizieren und das abzustellen. Die sind nicht 100% erfolgreich, aber die Chancen sind doch recht groß. also einfach probieren, Adele
 
Also, findefuchs, du solltest das, was mit deiner Oma gemacht wird, auf jeden Fall der Bundesnetzagentur und dem Verbraucherschutz melden. Der Verbraucherschutz hat, soweit ich weiß, die Befugnis, das auf unrechtmäßige Weise erworbene Geld zurückzuholen. Wenn sowas systematisch gemeldet und verfolgt wird, kann man diesen Gaunern vielleicht mal das Handwerk legen.
 
@ fuchsi
wenn es das selbe institut ist das dich angerufen hat ist es normal. wenn der zufallsgenerator eine "aktive" telefonnummer generiert hat wird die natürlich mit gespeichert und dann bei anderen studien auch in den pool geworfen. wie du das im bereich marktforschung sofort beenden kannst hab ich dir schon in S geschrieben 🙂 kanns leide rnicht so öffentlich schreiben weil ich damit mein geld verdiene z zt 😀

das gleiche system sollte auch bei den anrufen deiner oma funktionieren. weiterhin ist der telefonverkaufsquatsch rechtlich ein fernabsatzgeschäft, das bedeutet man kann innerhalb von 2 wochen ohne angabe von gründen den kaufvertrag widerrufen. lass dir von deiner oma einfach sagen wann sie sich was hat aufschwatzen lassen und schick den leuten nen widerruf.


die zentrale für verbraucherschutz hat deutlich die legalität von marktforschungsanrufen hervorgestellt, wodurch die telefonverkäufe von grau in die dunkle zone gerutscht sind. grad die sollten bei drohungen mit anwalt/anzeige etc sehr schnell ne nummer löschen.

lg 🙂
 

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