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Du hast nicht studiert , dann bist du auch gesellschaftlich nichts wert !

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Das ist gar nicht immer so einfach. Mir ist schon klar dass ein Uni-Student Themen wesentlich exzessiver behandelt, dafür ist meine "Weiterbildung" eben ziemlig praxisorientiert und nicht Theorie bis an die Decke.

Ich weiß auch, dass genug Studis gibt, die abbrechen oder danach auch nicht den erhofften Job finden.

Dennoch muss ich dir sagen, dass es vor einigen jahren noch nicht so war mit den Vergleichen und Statussymbolen. Und das sage ich als jemand der gar nicht in der Zeit gelebt hat.

Ich frage mich auch, wo ist der Mensch heute geblieben?
 
...Ist genau so, wie wenn ich einem Beamten sagen würde, sie gehören zu der arbeitenden Sorte, weiter so! Schließlich ist das doch deren Job und nicht wie manch ein Beamter faul rumzuhängen. 🙂

Auch das geht: Als das Grünflächenamt hier in der Nähe einen Park wunderschön umgestaltet hat, habe ich auch im Namen meiner Nachbarn eine Mail geschrieben und ihnen dafür gedankt, dass sie etwas wirklich Schönes geschaffen haben. Was meinst du wie die sich gefreut haben! Sonst bekommen sie immer nur Beschwerdebriefe.

Ich meine, man sollte die Leistungen seiner Mitmenschen viel mehr würdigen, wenn sie es verdienen. Es gibt viel zu viele, die nur auf Kosten der anderen leben.
 
Ich habe eher die Erfahrung gemacht, wenn man ein ordentliches Handwerk gelernt hat, man gesellschaftlich und lohnmäßig viel mehr wert ist. Weil man echt gebraucht wird. Als in das Heer der Studienabgänger sich einzureihen und als Sachbearbeiter gerade noch unterzukommen und zu einem Butterbrot arbeitet.


.
 
Ich mache in meinem Umfeld, vor allem in meiner Familie, genau die gegenteilige Beobachtung.

Als Student ist man scheinbar nichts wert und bekommt nur uralte Vorurteile zu hören

- Studenten bekommen hinterher keinen Job
- So viele Studenten müssen viele Jahre studieren und dann finden sie hinterher doch keinen Job
- Da studiert man Philosophie und wird doch nur Taxifahrer
- Studenten sind alle faul
- Studenten kosten dem Staat nur
- Studenten wissen nicht wie man richtig arbeitet
- Studenten sind Fachidioten, die nur die Theorie kennen und nicht die Praxis

etc...bei uns in der Familie wird nur "richtige Arbeit" gelobt.
Als Student weiß man ja nichts "vom richtigen Leben", ist völlig weltfremd und ein Theoretiker der keine Praxis kennt.
🙄

Und bei Freunden die nicht studiert haben/kein Abi haben gilt man automatisch als "Schlaukopf" oder "Einstein" und wird bei allem möglichen gefragt.
Weiß man es, heißt es: "Tja, die hat Abi! Die ist so ein Schlaukopf!"
Weiß man es nicht, was ja auch mal vorkommen kann, denn schließlich weiß Niemand alles und jeder macht mal Fehler, heißt es: "Ja nee die studieren und wissen das trotzdem nicht!"

Ich werde diskriminiert weil ich Immatrikulationshintergrund habe!
 
Ich habe studiert - und? Bin ich deshalb etwas wert? Nein.... Nur ein Stück Sch****, das eine Hochschule von innen gesehen hat...:wein:
 
naja, wie schonmal früher im Thread festgestellt, ist es weniger die gesellschaftliche Akzeptanz des Einen oder Anderen, sondern vielmehr das eigene Selbstwertgefühl, dass uns uns schlecht fühlen lässt.

Ich hab beides: einen gelernten Beruf und viele Jahre drin gearbeitet und dann studiert und in diesem Beruf gearbeitet. Weder von der einen noch von der anderen Warte aus habe ich mir Gedanken um meinen gesellschaftlichen Wert gemacht. Nicht, dass ich vor lauter selbstbewusstsein überlaufe, diese Mängel machen sich aber woanders fest.

Ich weiß nur eins: von einem Umfeld, in dem man sich nicht wohlfühlt und in dem man nicht geschätzt wird, sollte man sich lösen.
 
Ich habe studiert - und? Bin ich deshalb etwas wert?



Hallo Christa,

wieso solltest Du denn deshalb etwas wert sein?

Ich meine - jenseits des Jobmarkts...


Sympathie ist wohl eher eine Frage der persönlichen Ausstrahlung.

Und letztere kann bei jemand, die sich selbst einredet, sie sei "nichts wert" schwerlich eine positive sein. Das gilt für lustige Studentinnen ebenso wie für stramme Handwerkerinnen.
 
Es kommt auch darauf an, wo man sein Abitur gemacht hat. Ich finde, das Abi wird heute einem zu schnell hinterher geworfen, das Abi auf der IGS und Waldorfschule kann man jedenfalls vergessen, das ist fast Hauptschulniveau 😀 und diese Abiturienten haben es oft schwer auf der Uni, weil sie da nicht mehr viel verstehen 😀.Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
 
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