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Du hast nicht studiert , dann bist du auch gesellschaftlich nichts wert !

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Also ich gehöre ja zu den Leuten die nie eine Uni von innen gesehen haben, meine Freunde haben alle studiert und sind jetzt auch alle fertig. Jetzt kommen wir zu meinem Problem:
Während des Studiums war man immer gut und auch vorzeigbar. Jetzt ist es eher so man geht nicht mehr auf Parties , sondern sitzt bei Freunden zu Hause, da sitzen dann meistens noch andere Pärchen, meistens auch Lehrer. Da wird dann geredet, jeder erzählt wie toll ersit, wie stressig sein Job ist, wo der nächste Urlaub hingeht und was man denn noch für einen Kochkurs besuchen will. Aus der Anlage tönt Cafe del Mar Musik und ich beginne mich dann immer zu Tode zu langweilen. Dazu gibt es dann Sushi und Wein, früher gab es Pizza und Bier.
Der Raum füllt sich dann so langsam mit akkustischer leere und alle verabschieden sich, müssen wir unbedingt wieder machen, Küsschen Küsschen und leck mich am A****.
Ich glaube ich werde mittlerweile nur noch eingeladen, weil mir keiner sagen will das ich gar nicht mehr dazu gehöre. Dann wird man auch so Sachen gefragt wie, sag mal " Wie bist denn du mit deinem Leben zufrieden, mir würde das ja nicht genügen ?".
Naja wer des ganze mal Bildlich sehen will. wie das abläuft, dem lege ich folgendes Video und Lied ans Herz.

YouTube - Kettcar - Am Tisch
 
Jetzt ist es eher so man geht nicht mehr auf Parties , sondern sitzt bei Freunden zu Hause, da sitzen dann meistens noch andere Pärchen, meistens auch Lehrer. Da wird dann geredet, jeder erzählt wie toll ersit, wie stressig sein Job ist, wo der nächste Urlaub hingeht und was man denn noch für einen Kochkurs besuchen will. Aus der Anlage tönt Cafe del Mar Musik und ich beginne mich dann immer zu Tode zu langweilen. Dazu gibt es dann Sushi und Wein, früher gab es Pizza und Bier.
Der Raum füllt sich dann so langsam mit akkustischer leere und alle verabschieden sich, müssen wir unbedingt wieder machen, Küsschen Küsschen und leck mich am A****.


Hallo Commander Perkins,

ich verstehe den Titel Deines Themas nicht so recht.

Du kennst also ein paar Leute, über längere Zeit, die sich inzwischen weniger draußen, sondern mehr zuhause treffen und dabei über Themen reden, die Dich nicht interessieren.

Wieso bist Du dann derjenige, der "gesellschaftlich weniger wert" ist?


Menschen entwickeln sich im Lauf ihres Lebens - oft in unterschiedliche Richtungen. Freundschaften leben von Präsenz, Vertrauen und (als anregend empfundener) Kommunikation.


Diese Leute sind nicht mehr an den Orten präsent, wo Du sie gern präsent hättest.

Du empfindest ihre Kommunikationsthemen nicht länger als anregend.

Umgekehrt dürfte es sich ähnlich verhalten, sonst würde man Dir ja auch nicht solche Fragen stellen von wegen "" Wie bist denn du mit deinem Leben zufrieden, mir würde das ja nicht genügen ?."


Also was willst Du noch mit diesen Leuten?

Warum suchst Dir keine neuen Freizeitpartner, die Dich an die Orte begleiten, wo Du gern hingehst und mit denen Du über Dinge reden kannst, die Dich interessieren?

Grüsse,
Kyle
 
Ok, es geht um Menschen die man über einen langen Zeitraum lange begleitet hat, die jetzt ein anderes Leben führen und vor einem halben Jahr noch ganz andere Menschen waren.
Was das studieren angeht, so habe ich oft gemerkt wie man als Nichtstudent bzw Nicht Akademiker ausgegrenzt wird. Mag aber auch daran liegen das in der Stadt in der ich wohne der Studentenanteil sehr groß ist, ich mag diese Stadt aber und möchte sie nur ungern verlassen.
 
Ich habe studiert und bin deshalb für manche weniger Wert.
- So ist´s im Leben.
Wer seine Freundschaft zu mir von einem vorhandenen oder nicht vorhandenen akademischen Grad abhängig macht, kann mir ´mal gestohlen bleiben.
Arroganzen und Großmünder, die kann es auf allen Seiten geben.
- Nimm´s nicht so schwer.
Gerade nach einem beruflichen Erfolg und einem damit ggf. verbundenen sozialen Aufstieg, verlieren manche den Boden unter ihren Füssen. - Die landen auch noch auf dem Boden der Tatsachen. - Gerade in heutigen Zeiten wieder.

Alles Gute!
Liebe Grüsse!
Landkaffee
Mein Mann ist übrigens Nicht-Akademiker. Mein Beziehungspartner zuvor hat seinen Doktortitel, was für meinen dann bald Ehemann erst irritierend war. Er hatte Sorge, er sei mir ggf. nicht genug. - Das ist zum Glück lange vorbei. Unser Bekanntenkreis geht durch fast alle Berufsbereiche. Wichtig ist der Mensch!
Lese gerade, Du kommst aus Münster. MS ist aber auch speziell. Die meisten Studies kommen da sowieso nicht aus der Stadt, sondern sind nur solange da, bis sie ihren Abschluss haben. - Dann geht´s eh´weg. Das ist anders, als wenn Du bleiben willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, es geht um Menschen die man über einen langen Zeitraum lange begleitet hat, die jetzt ein anderes Leben führen und vor einem halben Jahr noch ganz andere Menschen waren.

Hallo Commander Perkins,

das hat aber dann weniger mit dem akademischen Grad zu tun.

Manche Menschen lassen z.B. ihre bisherigen Kontakte komplett links liegen, kaum daß sie eine neue Beziehung gefunden haben.

Andere melden sich spätestens mit dem ersten Kind ab und machen nur noch in Familie.

Wieder andere mutieren zu Worcoholics (das meint nicht nur Führungskräfte), oder entwickeln plötzlich ihre Hobbies und Interessen (z.B. politisch) auf eine so extreme Weise, daß man mit ihnen über nichts anderes mehr reden kann.

Wie gesagt:

Menschen entwickeln sich im Lauf ihres Lebens und gerade nach Schule / Ausbildung / Studium kann es zu erheblichen Richtungswechseln kommen.

Gibt es nicht auch Menschen, an denen Dir vor einigen Jahren noch viel lag - und die Dich heute nicht mehr interessieren?


Wie auch immer:

Ich finde, schon aus Selbstachtung solltest Du Kontakte meiden bzw. abbrechen, die nicht von Respekt getragen sind. Die Frage, wie Du mit Deinem Leben zufrieden sein kannst, gepaart mit der Bemerkung, "mir würde das nicht genügen" zeugt von großer Takt- und letztlich auch Respektlosigkeit.

Ich würde das übrigens auch offen ansprechen und sagen, daß Dich diese Frage sehr verletzt. Ob das demjenigen eigentlich bewußt sei? Und falls ja, was er damit bezwecke?


Die Antwort solltest Du allerdings aushalten können...

Grüsse,
Kyle
 
Vielleicht sollte ich wirklich all diesen Menschen den Rücken kehren und mich auf das was ist konzentrieren und nicht auf Dinge die eh heute keinen Wert mehr haben.
 
Um das ganze etwas zu differenzieren:
nur weil jemand nicht studiert hat, ist er nicht automatisch weniger wert, dumm oder sonst irgendwie zurückgeblieben.
Manche legen eben auch einfach auf andere Dinge im Leben mehr wert oder es hat sich halt nicht so ergeben.
Studium heisst nicht automatisch 'intelligent', schließt es natürlich nicht aus. Gibt aber auch unstudierte, die viel wissen und können.

Es gibt welche, die sich auf den kleinsten Titel schon wunder was einbilden und andere, die ein Diplom haben und das nciht raushängen lassen.

Ich selbst habe nicht studiert, hatte dazu auch keine Ambitionen, habe studierte und nicht studierte Freunde. Und ich kann nicht sagen, dass die studierten sich als was besseres hervorheben wollen.

Klar, dass sich Menschen, die auch beruflich in die gleiche Richtung etwas machen, auch über diese Themen sprechen und ein anderer dort nicht mitreden kann, der da nicht so tief mit der Materie vertraut ist. Das hat aber nichts mit Studium oder Uni zu tun.

Was die zweite Thematik betrifft, die Du ansprichst, geht es Dir ja darum, dass Du Dich bei Deinen Freunden so nicht wohl fühlst.

Menschen verändern sich über die Jahre/ Jahrzehnte. Manchmal entwickeln sie sich in so unterschiedliche Richtungen, dass das Gemeinsame irgendwo verloren geht.

Durch Arbeit, Familie, Haushalt usw. geht oft Zeit für Freunde oder aber auch andere Hobbies verloren, das heißt aber nicht automatisch, dass einem die Personen deswegen nicht mehr wichtig sind.

Eine Frage nach der Zufriedenheit zu stellen und gleichzeitig abwertend anzuschließen, dass einem selbst das nicht genügen würde, ist etwas taktlos. Aber ob das nun wirklich böswillig gemeint war oder nur ungeschickt ausgedrückt/ gedankenlos, kann ich Dir aus der Entfernung nicht sagen.

Mitunter liegt es auch an uns selbst, wie wir einen Satz auffassen wollen. Wenn Du selbst der Auffassung bist, dass man ohne Studium nichts wert ist, legst Du jedes Wort, das in diese Richtung gehen könnte auf die Waagschale.
Jemand, der sich nicht ständig damit beschäftigt, kommt vielleicht gar nicht auf den Gedanken, dass Du das, was er sagt, in diese Richtung auslegt.

Nimm einfach den Satz 'Du siehst heute aber gut aus', wieviele Interpretationsmöglichkeiten fallen Dir dazu spontan ein?
- er meints ernst
- er versucht sich einzuschleimen, um irgendwas zu bekommen
- er lügt
- er meints ironisch
- er verspottet mich und freut sich zudem über meine vermeintliche Blödheit, dass ich ihm das abkaufe
... die Liste lässt sich auch noch weiterführen.

Jedenfalls glaube ich nicht, dass sie Dich nur einladen, weil sie Dir nicht sagen wollen, dass Du unerwünscht bist. Wer würde sie daran hindern, einfach ihre Treffen ohne Dich abzuhalten und Dir nichts davon zu sagen?

Hast Du schon mal mit ihnen darüber gesprochen?

Ob es bei euren Treffen wirklich so oberflächlich und steril abläuft, wie in Deinem Videobeispiel, kann ich natürlich nicht feststellen.
Dazu kann ich nur sagen, dass ich soetwas nicht unter Freundschaft verbuchen würde, eher unter einer weitläufigen Bekanntschaft, die auch vorher nie einer tiefen Freundschaft gleich kam.
 
Freundschaft lebt auch durch gemeinsammes Tun.
- Das ist nicht vom Bildungsgrad abhängig.

Liebe Grüsse!
Landkaffee

Gesellschaftlicher Wert... Kommt ja auch immernoch darauf an, in welcher Gesellschaft Du Dich privat befindest. ;-)
 
Hallo,

auch wenn ich dein Problem ernst nehme, musste ich laut loslachen. 😀

Ich glaub, das ist auch so ne Lehrersache. Mein Vater meinte mal : Lehrer haben alle einen Klatsche, sonst wären sie nicht Lehrer geworden. (Er ist selber Lehrer und ich will auch Lehrerin werden.) Er meinte das im sozialen Verhalten und nicht auf die Berufseignung bezogen.

Habe auch ne Menge Lehrer in der Familie und im Bekanntenkreis und konnte mir richtig vorstellen, wie das läuft. mein Ex-Freund war nämlich auch kein Student (Es ist aber wegen was anderem auseinander gegangen). Er hat ne Ausbildung gemacht zum Informatikaufmann und ständig kamen die Fragen, ob er danach denn noch studieren wolle, ob ihm denn das reichen würde...

Wer bestimmt denn was reicht? Solange es finanziell stimmt und man nicht unterfordert ist, ist doch alles paletti, oder? Und selbst wenn man unterfordert ist, aber die Arbeit eben als Arbeit sieht und nicht als Lebenserfüllung, ist das doch auch okay.
liebe Grüße
 
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