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drogen....

  • Starter*in Starter*in kummermaus2000
  • Datum Start Datum Start
Hallo Germ

Wie sprechen hier von einem Mann, der zweimal in der Woche mit Kokain abdreht und nicht von einem Heroinabhängigen. Der Mann wird keine intensiven Entzugserscheinungen bekommen. Kokain puscht auf und sorgt für ein übersteigertes Selbstbewußtsein. Er wird sich über den langen Zeitraum auf seinen Lebenswandel eingestellt haben und sich vermutlich über einen längeren Zeitraum daran gewöhnen müssen, wie ein Leben ohne Kokain aussieht, evtl wird er zuerst auch mit Depressionen zu tun haben. Natürlich wird er dabei den Wunsch verspüren, sich Kokain zu besorgen und sich diesen Weg zu ersparen.

Ich sehe es wie sexy-hexy, dass er sich am besten für eine stationäre Therapie entscheiden sollte. Und kummermaus2000 sollte wissen, was auf sie zukommt, und sich nicht zu sehr engagieren. Vielleicht einen Weg finden, nicht immer für ihn da zu sein, aber erhalten zu bleiben, wenn er die Therapie erfolgreich durchzieht - wenn sie eine Beziehung mit ihm überhaupt noch will.

Günter
 

Hallo Günter,

schau mal hier: drogen..... Hier findest du vielleicht was du suchst.

brauche dringend einen rat.
seit geraumer zeit nimmt mein mann heimlich kokain zu sich (ca 4 jahre).jetzt wollte ich mich deshalb trennen,möchte ihn aber nicht seinem schicksal überlassen,da ich ihn sehr liebe.er hat 2 kinder mit mir,wir sind seit 7 jahren zusammen......
was soll ich tun?soll ich ihm alle kontakte nehmen und mit ihm wegziehen und parralel dazu mit ihm zu einer therapie gehen?würde das was bringen (er sagt er tut es)?
bitte helft mir!!!!

dann macht das genauso denn deine liebe wird ihm sicher die nötige kraft geben
 
dr house,ich glaube,niemand kann damit umgehen......
also sein verhalten hat sich stark geändert.....das ist ja das schlimme......im moment so ca 2x die woche....🙁


also ich habe früher,als ich noch jung war,auch alles mögliche genommen,habe lsd,pillen,speed,koka genommen.ich weiss auch,was für ein teufelskreis das ist,aber wir sind jetzt fast 30.......er muss doch mal zu verstand kommen.wir hatten damals zusammen aufgehört,aber seit ca 4 jjahren hat er wieder angefangen.
wir haben 2 kinder,er bleibt nächtelang weg,ballert sich voll,geht nicht zur arbeit (er ist zwar chef,aber trotzdem..)
wo soll das denn enden????

Hallo Kummermaus,

das was du hier beschreibst ist schon sehr bedenklich, alleine kommt er da nicht mehr raus und hinzu kommt noch, dass er seine Selbstständigkeit stark gefährdet.
Eben, weil er keinen Druck verspürt, kann er tun und machen was er will.
Laß mich raten, wenn du ihn drauf ansprichst, dass er doch arbeiten müßte, kommt so ein Satz wie , "ja das kann ich Morgen auch noch erledigen, heute ist nichts zu tun". Oder so ähnlich.

Mein Ex war/ist auch Kokain abhängig, ich habe 7 ...nein fast 8 Jahre versucht ihm zu helfen, mit Liebe, mit Verständnis, ich war sogar bei einer Drogenberatung und habe mich mal schlau gemacht , wie ich ihm den helfen kann. Die Antwort war, nur er selber kann sich helfen, nur er , wenn er will.
Ich glaube schon, dass er wollte, aber der Zwang dieses Zeug zu nehmen , war viel stärker. Stärker als ich. Stärker als unsere Liebe.
Nach ein paar Jahren habe ich aufgegeben, habe resigniert, habe ihn gelassen.
Und das war das Ende unserer Liebe, trotzdem bin ich noch 3 Jahre bei ihm geblieben, weil ich immer dachte, wenn ich gehe oder vielmehr er, dann wird es mit ihm nur noch schlimmer und das wollte ich ihm nicht zumuten.

Letzendlich, habe ich mir was zugemutet, ich hatte die Hölle, jeden Tag war er anders drauf.
Diese Droge hat ihn so agressiv gemacht, dass ich nur noch Hass empfand, seine verbalen Sprüche die so heftig waren, haben mich immer so getroffen , dass ich selber an mir zweifelte, meine Selbstachtung hatte ich verloren, mein Selbstbewußtsein, sogar an meinem äusserlichen Aussehen. Ich war ein Wrack.
Dann war er wieder zu Tode betrübt , hat geweint, hat gebettelt,hat sich mir vor die Füße geworfen und gesagt, er will damit aufhören.Ich hatte wieder Mitleid mit ihm, wollte ihm glauben.
Es war immer ein Hin und Her und das hat mich fertig gemacht.

Es muß nicht genauso bei dir sein, aber ich wollte dir mal meine Geschichte erzählen.
Und ich wollte dir sagen :" Pass auf dich und deine Kinder auf ". Vielleicht schafft er es, wenn du ihm hilfst, vielleicht ist noch Hoffnung bei euch, was ich dir von Herzen wünsche. Aber sollte seine Sucht, auf deinen Rücken und der , eurer Kinder ausgetragen werden, dann sieh zu das du schnell handelst und nicht so lange wartest wie ich es getan habe.

Viel Glück !!!

ullibo
 
Zuletzt bearbeitet:
danke ersteinmal für die zahlreichen antworten.

ich habe mir selbst erstmal eine auszeit gegönnt,14 tage noch,und dann werd ich mich entscheiden,wie es weitergeht,denn es ist nicht das einzigste,aber schlimmste problem......

mal sehen........
 
Ich hab meinen Rat geschrieben.
Nochmals:

Wer freiwillig mit einem Kokainsüchtigen und einem
Kind zusammenlebt, denen sollte das Jugendamt
sofort das Kind wegnehmen.

Ich habe nie behauptet, dass meine Meinung immer
angenehm wird. Die Wahrheit ist manchmal unbarmherzig
und schmerzhaft.

Das Kind muss aus dieser Drogenhölle sofort heraus.
Ich hoffe, dass diese Sätze Mitmenschen aus deinem
Bekanntenkreis lesen und unverzüglich das Jugendamt informieren.

.
 
Hallo kummermaus2000

Schön, dass Du noch einmal geschrieben hast.

Ich glaube, dass Du jetzt weder auf Deine Liebe vertrauen, noch Dein Kind beim Jugendamt abliefern solltest.

Was würdest Du machen, wenn Du etwas ganz neues in Deinem Leben in Angriff nehmen willst? Vielleicht einen Gartenteich anlegen. Du würdest Dich zuerst informieren, um einen Überblick zu bekommen, vielleicht im Internet, oder mit Hilfe von Büchern.

Am meisten wird Dir aber der Rat von Menschen helfen, die einen Gartenteich erfolgreich angelegt haben, von Menschen, die damit gescheitert sind, und von Fachleuten, die sich mit Gartenteichen auskennen.

Falls Du Dich entscheidest, das gemeinsam mit Deinem Mann durchzuziehen, solltest Du Dich entsprechend möglichst mit Menschen austauschen, die sich mit genau Deiner Situation auskennen. Idealerweise mit Lebensgefährten von Kokainabhängigen, die Deinen Weg schon hinter sich gebracht haben - erfolgreich und nicht erfolgreich - und mit Beratungsstellen. Je mehr Meinungen Du dabei einholst, desto genauer kannst Du die Chancen und die Tücken eines solchen Versuchs abschätzen. Und Du solltest den Kontakt zu solchen Menschen halten. Du wirst eine lange Zeit vor Dir haben, bis sich die Situation bei Deinem Mann (vielleicht) stabilisiert hat.

Günter
 
danke!!!!!!

da hast du recht günter.

im moment sieht´s gut aus,wenn man das so sagen kann.er hat sogar mit rauchen aufgehört.das hat er bisher supergut durchgezogen.
ich hoffe,er ist auf dem richtigen weg.
 
Ich hab meinen Rat geschrieben.
Nochmals:

Wer freiwillig mit einem Kokainsüchtigen und einem
Kind zusammenlebt, denen sollte das Jugendamt
sofort das Kind wegnehmen.

Ich habe nie behauptet, dass meine Meinung immer
angenehm wird. Die Wahrheit ist manchmal unbarmherzig
und schmerzhaft.

Das Kind muss aus dieser Drogenhölle sofort heraus.
Ich hoffe, dass diese Sätze Mitmenschen aus deinem
Bekanntenkreis lesen und unverzüglich das Jugendamt informieren.


ich finde,du übertreibst wirklich sehr!!!!!drogenhölle,so habe ich das nicht beschrieben und so ist es auch nicht.zu hause nimmt er schon mal gar nichts und er kommt auch zu hause nicht herein,das weiss er!!!!!!

du solltest mal sehen,das ich absolut keine drogen nehme,nicht mal rauche oder trinke.ich achte sehr darauf,das meine kinder nicht mal in die nähe von zigaretten oder ähnlichem kommen.

meinen kindern geht es sehr gut....und selbstverständlich soll das auch so bleiben.kinder haben auch seelen,das solttest du mal nicht vergessen.glaub mir,ich habe sehr viel verantwortungsbewusstsein,denn sonst würde ich mir keine gedanken um meinen mann machen,sondern den einfachen weg wählen,den ja fast alle wählen würden.......abhauen!!!klasse,das ist so richtig typisch deutsch,jemanden,wenn er hilfe benötigt,im regen stehen lassen......
was denkst du,warum es so viele drogenabhängige und tote gibt????weil menschen sich zurückziehen und sie sich selbst überlassen.....aber diese menschen haben tiefe innerliche probleme,nehmen daher ja erst drigen,was meist in der kindheit o.ä. liegt.sicherlich haben diese menschen auch eine teilschuld,aber das hast du auch,wenn du z.b. fallschirmspringen gehst und dabei abstürzt (vielleicht ein blöder vergleich,aber im grunde ähnlich)

menschen machen fehler,das ist ganz normal!!!!ich habe auch eine erkrankung,die nicht ganz einfach ist im alltag,habe viele schmerzen erleiden müssen,da hat er auch zu mir gestanden,hat mir ohne mit der wimper zu zucken IMMER zur seite gestanden,wo andere schon längst geflüchtet wären.wir haben schon harrte zeiten erlebt,soetwas werden die allermeisten niemals in ihrem leben erleben,was wir in 7 jhren durchgemacht haben.und,was soll ich sagen,es hat uns gestärkt.wir stehen füreinander ein,auch,wenn es mal probleme zwisc hen uns gibt.

ich betone nochmal:die kinder sind zu keiner zeit gefährdet!!!!!ihnen geht es sehr gut,für sie sieht es nur so aus,als wenn der papa viel arbeitet,was er auch tut!!!!!!keine sorge diebezüglich!!!!
 
Hallo kummermaus2000

im moment sieht´s gut aus,wenn man das so sagen kann.er hat sogar mit rauchen aufgehört.das hat er bisher supergut durchgezogen.
ich hoffe,er ist auf dem richtigen weg.
Das klingt doch schon sehr gut. Hoffentlich übernimmt er sich nicht, weil er jetzt alles auf einmal will. 😉

Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit Kokain. Ich weiß, dass er keine körperlichen Entzugserscheinungen bekommen wird, wie man sie bei Alkohol oder Heroin bekommen kann. Er muss lernen, die Gewohnheit loszuwerden, in bestimmten Situationen zur Droge zu greifen.

Es kann sein, dass es jetzt auf anhieb klappt. Alkoholiker gehen da die verschiedensten Wege. Manche hören von heute auf morgen auf und trinken diszipliniert nichts mehr, andere brauchen länger, und werden rückfällig. Manche suchen Halt in einer Gruppe, andere machen eine Therapie. Manche ersetzen sich den Alkohol durch Aktivitäten, oder indem sie sich auf Beruf oder Familie konzentrieren, andere verändern ihre Einstellung zu sich und ihrem Leben.

Bei Alkohol braucht das Ablegen der Gewohnheit Zeit. Ich weiß nicht, inwiefern ich das auf Kokain übertragen kann. Ich würde Dir raten, vielleicht ein Jahr kritisch und ein weiteres Jahr vorsichtig zu sein, ohne dabei Deine Zuversicht zu verlieren. Halt nicht voller Mißtrauen, aber auch nicht blauäugig. Und in der Zeit Kontakt zu anderen Betroffenen oder Beratungsstellen zu halten.

Alles Gute für Dich/Euch

Günter
 
Hallo - 4 Jahre sind definitiv keine kurze Zeit.

Das primäre Problem eines/r Süchtigen sind nicht die Drogen (egal ob Alkohol, Tabletten, Kokain, Heroin, etc) sondern der Umgang mit den Substanzen.

Eigentlich ist es ganz einfach:
wer kontrolliert Drogen konsumieren kann hat den Konsum im Griff.

Leider ist es in der Realität meistens umgekehrt und es entwickelt sich eine Abhängigkeit die immer mehr Raum im Leben des Konsumenten einnimmt.

Der Wunsch aufzuhören muss vom Konsumenten kommen und zwar aus freien Stücken ohne Optionen. Für die Familie, den Beruf, etc aufhören zu wollen klappt in den meisten Fällen nicht.

Es klingt brutal ist aber Realität, und wer sich mit der anlegt hat schon verloren.

Ist die Bereitschaft da mit dem Konsum aufhören zu wollen besteht eine realistische Chance es nach einer Entgiftung in einer stationären Einrichtung auch zu packen - helfen können da Selbsthilfegruppen, Therapien, etc. Welches die richtige Form ist muss jeder selbst für sich herausfinden.

Ich male nicht schwarz oder schwafel hier im Therapeutenjargon sondern spreche aus eigener Erfahrung.

Der Schmerz muss größer sein als die Angst vor dem was kommt.

Ich war 22 Jahre Konsumet und lebe seit 6,5 Jahren ein cleanes Leben.

Nur für Heute ist alles gut.
 

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