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Drogen

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...also soll das eine Art "Wachrütteln" sein, wenn du von Schuld schreibst?!

Vielleicht bist du einfach zu befangen, was dieses Thema angeht, da du eben selbst unter dem Verhalten einer (geliebten) süchtigen Person gelitten hast.
Aus dir spricht evtl. zu sehr dein eigener Frust oder Schmerz.

Für Leid gibt es soweit ich das weiß kein (allgemeingültiges) Messverfahren.

Betroffene und Angehörige leiden, wer dafür verantwortlich ist spielt für die Gesundung nicht die vordergründige Rolle, es sei denn es geht darum sich von bestimmten Menschen fernzuhalten. Das gilt für Angehörige, die drohen durch den Kontakt mit "dem Süchtigem" auch krank zu werden, wie auch für den direkt Betroffenen, der dann evtl nicht gesund werden kann. (vllt weil das Umfeld irgendwie eine Mitschuld trägt <bspw. triggert>oder das Umfeld den Konsum weiter unterstützt oder gar provoziert)
Bei der Schuldfrage, so meine ich, geht es eben nur darum wovon man sich fern halten sollte. Und dann erst kann die Verarbeitung und Therapie beginnen...und da ist Schuld dann fehl am Platz, weil es nur eins macht:
Ein schlechtes Gewissen/Schuldgefühle und das belastet und Belastung kann zu erneutem Konsum führen, so lange jmd noch nicht stabil ist vor allem.
Die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht ändern. Und die Kraft wird in der Gegenwart benötigt.

so denn....

Und damit ein Süchtiger nicht wieder rückfällig wird, muss man ihn immer nur in "Watte" packen oder wie darf ich das verstehen?

Ich bin Motorradfahrerin und bevor ich losfahre, ziehe ich mich dementsprechend an. Wenn ich dann einige Motorradfahrer sehe, die im kurzen Hößchen fahren und bei einem Unfall sich wundern, das man vom Bein nur noch den Knochen sieht, dann habe ich damit kein Mitleid. Warum denn auch, jeder Motorradfahrer weiß über die Risiken, wenn man so fährt.

Wenn Jemand eine Skipiste benutzt, die wegen Lawinengefahr gesperrt ist und dann von einer Lawine verschüttert wird, wer hat daran denn Schuld?

Wenn ich mir jeden Tag ne Pulle Schnaps kaufe und mich volllaufen lasse um meinen Frust oder was weiß ich zu verdrängen bzw. einen gewissen Kick zu haben, dann darf ich mich nicht beklagen, das ich irgendwann ein Alkoholproblem habe und nicht mehr ich den Alkohol sondern der Alkohol mich unter Kontrolle hat. Aufklärung gibt es inzwischen ja schon genug. Und das noch keiner seine Probleme - egal welcher Natur sie sind - weggesoffen und dadurch gelöst hat, dürfte ja wohl auch Jedem klar sein oder? Und soviel Verstand um zu wissen, wo ich die nächste Pulle her bekommen, ist komischerweise noch vorhanden.

Bei allen Beispielen habe ich die Verantwortung für mein Handeln, weil ich die Konsequenzen kenne.

Kein Anderer hat Schuld, wenn ein Mensch aus freien Stücken Drogen und Alkohol nimmt oder in anderer Weise verantwortungslos und leichtsinnig handelt. Das hat auch nichts mit Vorwürfen und Beleidigungen zu tun. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Gast,

schau mal hier: Drogen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Da werden Kinder zerstört, die ihr Leben lang darunter leiden. Teilweise werden diese später selbst süchtig oder landen bei einem suchtkranken Partner

Eine von fast jedem Süchtigen aus freien Stücken selbstgemachte "Krankheit". Denn die Wenigsten wurden wohl gezwungen sich mit Alkohol und Drogen dicht zu machen! Also erzähl mir hier nichts von Ursprung, Wirkung und Gründen.

Bin ich jetzt blöd, oder widerspricht sich das jetzt ?
Frag nur mal so...
 
Ich habe hier mal etwas kopiert, was hier auch schon mehrfach gesagt wurde. Hier spielt auch noch der eventuelle Erbfaktor eine Rolle.


Kinder von alkoholkranken Eltern haben eine erhoehte Gefaehrdung selber eine Suchterkrankung zu entwickeln. Dies haengt wahrscheinlich mit mehreren Faktoren zusammen:
Vererbung (Hereditaet) : Untersuchungen haben gezeigt, daß es eine bestimmte erbliche (genetische)Tendenz = Veranlagung oder Disposition für die Entwicklung von Alkholismus geben kann. Dies gilt etwas staerker fuer die Soehne von alkoholkranken Vaetern als fuer ihre Toechter. Es ist letztlich nicht definiv zu sagen, wieviel groesser das Risiko fuer diese Kinder ist. Aber dennoch muss man davon ausgehen, dass im Zusammenwirken mit weiteren psycho-sozialen Bedingungen ein groesseres Risiko (und auch frueherer Einstieg in Suchtprobleme) moeglich ist. Einige Studien sprechen über eine höhere Gefahr von ungefähr 50%. Man geht davon aus, dass bestimmte Persoenlichkeitseigenschaften (Traits) genetisch mitbestimmt sind und ebenso einen Einfluss auf die Suchtentwicklung haben. Daneben diskutiert die Forschung, dass durch Auffaelligkeiten im Belohnungssystem des Gehirns eine Suchtentwicklung ausgeloest werden koennte oder andere Patienten zur Selbstmedikation (z.b. bei nicht erkannten Hyperaktivitaetssyndrom) Alkohol oder andere Drogen zur Beruhigung einsetzen. Mehr.
Einfluß des Milieus : Wenn man in einem Umfeld aufwaechst, in dem viele Leute Alkohol konsumieren, leidet darunter auch ein Kind. Diese Kinder fuehlen sich haeufig weniger als Persoenlichkeit geschaetzt und beachtet und lernen fruehzeitig, dass Alkohol als (natuerlich ungeeigneter) Problemloeser oder zur Beeinflussung der Stimmung ueblich ist. Stattdessen lernen sie aber keine geeigneten Moeglichkeiten mit Problemen umzugehen. Eine unglückliche Kindheit kann so eine Rolle in der Entwicklung von Alkoholproblem in der Jugend und fruehem Erwachsenenalter spielen
Gewohnheit und Vorbildfunktion : Wenn schon die Eltern wiederholt und ohne Mass zu Alkohol greifen oder ueber den Freundeskreis oder bestimmte Werbungen Alkohol beworben wird, ist es schwer fuer einen Jugendlichen sich dagegen abzugrenzen. Vielmehr wird es fruehzeitig zur Selbstverstaendlichkeit Alkohol zu trinken. Ein schlechtes Vorbild (Modell) von Eltern spielt also ebenfalls eine grosse Rolle
Alkoholismus und Vererbung

Ich denke, was Du vergißt, ist dass die Wurzeln der Süchte schon häufig (nicht immer) recht früh treiben. Und einem Jugendlichen oder Kind da Vorwürfe zu machen, weil es noch nicht die Reife eines Erwachsenen Menschen hat, ist nicht legitim.
Und selbst ein Erwachsener muss da schon eine Disposition zu haben.
Und Vorwürfe und Schuldgefühle gegenüber meinen Freunden und Familie hatte ich so stark, dass ich nicht mehr leben wollte.
Und Du vergisst auch, dass Sucht nunmal nichts mehr mit Willensfreiheit zu tun hat. Denn ansonsten wäre es keine Sucht. Bitte überdenke Deine Haltung nochmal, denn sie ist unausgereift und schlichtweg nur emotional geleitet.
Gruß
 
Ich habe hier mal etwas kopiert, was hier auch schon mehrfach gesagt wurde. Hier spielt auch noch der eventuelle Erbfaktor eine Rolle.




Ich denke, was Du vergißt, ist dass die Wurzeln der Süchte schon häufig (nicht immer) recht früh treiben. Und einem Jugendlichen oder Kind da Vorwürfe zu machen, weil es noch nicht die Reife eines Erwachsenen Menschen hat, ist nicht legitim.
Und selbst ein Erwachsener muss da schon eine Disposition zu haben.
Und Vorwürfe und Schuldgefühle gegenüber meinen Freunden und Familie hatte ich so stark, dass ich nicht mehr leben wollte.
Und Du vergisst auch, dass Sucht nunmal nichts mehr mit Willensfreiheit zu tun hat. Denn ansonsten wäre es keine Sucht. Bitte überdenke Deine Haltung nochmal, denn sie ist unausgereift und schlichtweg nur emotional geleitet.
Gruß

okay, dann erkläre mir doch bitte mal, ab wann man von Sucht reden kann. Beginnt eine Sucht nicht schleichend? Vielleicht sehe ich es wirklich zu engstirnig, weil ich auch mit Drogen konfrontiert wurde und immer Nein gesagt habe. Und ich fühlte mich auch oft als Kind, Jugendliche und auch als Erwachsene S**** und schwach und trotzdem blieb ich bei meinem Nein, weil ich immer viel zu viel Angst vor Drogen hatte, von klein auf.

Und auch mit dem Alkohol kann ich es nicht nachvollziehen. Ich habe in jungen Jahren auch gerne mal einen drauf gemacht, aber mir ging es den nächsten Tag immer schlecht danach und das war für mich schon Grund genug, die Finger vom übermässigen trinken zu lassen. Man kennt doch die Gefahren von Alkohol und Drogen, was diese anrichtigen können. Die Konsequenten sind durch diese Suchtmittel auf lange Sicht gesehen doch viel schlimmer zu bewältigen, als Probleme zu lösen und

ach egal... ich wollte hier sicher Niemanden anmachen bzw. niedermachen. Mir fehlt einfach nur das Verständnis, weil ich eben auch die Kehrseite sehe. Und für die Angehörigen von Süchtigen ist es häufig wirklich die Hölle. Das kann vielleicht kein Süchtiger verstehen, so wie ich die Süchtigen nicht verstehen kann.
 
Hallo,

sorry wenn ich jetzt mal versuche einwenig zu deeskalieren 😛 und etwas neues in die Runde werfe!

Was ist wenn ein Kind eine Sucht vereerbt bekommt ,oder einfach nur eine Krankheit wie ADHS.
Das Kind dann in jungen Jahren Ritalin bekommt,es dadurch ruhiger und erträglicher wird ,aber nach absetzten der "Droge" sich etwas verändert hat bzw eine Art Sucht entstanden ist.

Habe schonmal davon gehört das Leute die Ritalin bekommen haben eher zu einer Sucht tendieren ,als Leute die nie damit in berührung kamen?!
 
Hallo Gast,
Du sagst, der Süchtige hätte die Wahl und die Entscheidungsfreiheit sich gegen oder für eine Sucht zu entscheiden. So wie du nein zu Drogen sagst, kann er es auch. Und du warst mit jemandem zusammen, der ein Suchtproblem hatte.

Den Angehörigen kann man auch wunderbar vorwerfen, dass es selbstgemachtes Leid ist, was sie erleben. Man muss nur die Worte, die du für die Süchtigen verwendest ein klein wenig abändern.

Die Angehörigen haben die freie Wahl und Entscheidung mit ihm zusammen zu leben und haben jederzeit die Möglichkeit sich zu trennen oder zu distanzieren. Obwohl jeder weiß wohin das führen kann, bleiben sie beim Süchtigen. Offenbar haben sie nicht die Stärke Nein zu der Beziehung zu sagen um sich zu schützen. Mit deinen Worten: du hast dich doch freiwillig für dein Leid entschieden statt dich zu trennen. Liebe ist etwas anderes als Drogen? Klar sehe ich auch so, aber es geht hier um den freien Willen und den haben die Angehörigen auch, sie könnten den Süchtigen loslassen, wie man so schön sagt.

Wenn du das - du hast dich freiwillig für dein Leid entschieden - für dich so nicht annehmen kannst, warum sollte es für den Süchtigen gelten?

Es ist im übrigen nicht meine Sicht, dass sich jemand wirklich frei und freiwillig dafür entscheidet. Deine Sicht ist mir zu hart und lässt sich im übrigen gegen jeden anwenden, der Entscheidungen mit negativen Folgen getroffen hat, obwohl er es hätte besser wissen und machen können. Wenn du mehr Aufmerksamkeit für die Angehörigen möchtest, dann doch bitte nicht, indem du gegen die Süchtigen hackst. Das bringt doch nichts.

Gast 2
 
Gast ach egal... ich wollte hier sicher Niemanden anmachen bzw. niedermachen. Mir fehlt einfach nur das Verständnis meinte:
ich kenne beide Seiten und ich habe für beide Seiten Verständnis.
Bin durch beide Höllen gegangen.

Wo bleibt dein Verständnis für die Süchtigen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und damit ein Süchtiger nicht wieder rückfällig wird, muss man ihn immer nur in "Watte" packen oder wie darf ich das verstehen?

Ich bin Motorradfahrerin und bevor ich losfahre, ziehe ich mich dementsprechend an. Wenn ich dann einige Motorradfahrer sehe, die im kurzen Hößchen fahren und bei einem Unfall sich wundern, das man vom Bein nur noch den Knochen sieht, dann habe ich damit kein Mitleid. Warum denn auch, jeder Motorradfahrer weiß über die Risiken, wenn man so fährt.

Wenn Jemand eine Skipiste benutzt, die wegen Lawinengefahr gesperrt ist und dann von einer Lawine verschüttert wird, wer hat daran denn Schuld?

Wenn ich mir jeden Tag ne Pulle Schnaps kaufe und mich volllaufen lasse um meinen Frust oder was weiß ich zu verdrängen bzw. einen gewissen Kick zu haben, dann darf ich mich nicht beklagen, das ich irgendwann ein Alkoholproblem habe und nicht mehr ich den Alkohol sondern der Alkohol mich unter Kontrolle hat. Aufklärung gibt es inzwischen ja schon genug. Und das noch keiner seine Probleme - egal welcher Natur sie sind - weggesoffen und dadurch gelöst hat, dürfte ja wohl auch Jedem klar sein oder? Und soviel Verstand um zu wissen, wo ich die nächste Pulle her bekommen, ist komischerweise noch vorhanden.

Bei allen Beispielen habe ich die Verantwortung für mein Handeln, weil ich die Konsequenzen kenne.

Kein Anderer hat Schuld, wenn ein Mensch aus freien Stücken Drogen und Alkohol nimmt oder in anderer Weise verantwortungslos und leichtsinnig handelt. Das hat auch nichts mit Vorwürfen und Beleidigungen zu tun. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich.

wer schuld hat ist doch nicht wirklich die frage. die frage die wichtig wäre, ist- wie kam der süchtige zum drogenmissbrauch und wie komt er daraus?
ich selbst bin beispielsweise mit 13 jahren!!!!! an den alkohol gekommen. das mileu in dem im ich groß wurde hat mich dahingehend gefördert,ähnlich wie bei sir monday....dann wurde ich vergewaltigt, ich hatte imanden mit dem ich reden konnte. da half mir der alkohol alles zu verdrängen.
nein ich war mir nicht bewusst was ich tat. es half mir auch nimand. ich soff viele jahre dann.wie gesagt mein umfelt war so das es kaum auffiel. erst in meinenzwaniziger jahren wurde mir bewusst, was ich tat. ich landete auch bei einem alkoholiker-partner. erst dann sah ich bewusst was ich mir all die jahre antat.
ich befreite mich von meiner sucht,trennte mich vom partner und lebe heute seit 18 jahren drogenfrei.
ja ich trug verantwortung,aber erst als ich reif dazu war- oder meinst du als kind mit 13 jahren war mir klar war ich tat?


viele meiner damaligen freunde,auch mein bruder landeten bei harten drogen.auch ihr schicksal begann in jungen jahren,wo sie für sich selbst mit verantwortung tragen, überfordert waren. ich lebte auch in dieser szene und ich habe es eigentlich nur geschafft, nein zu sagen zu härteren drogen,weil jemand auf mich aufpasste....
so gelangen vile,nicht alle aan die sucht. ich denke auch das bestimmte genetische dinge mitverantwortlich sind.
viele sind garnicht aufegklärt darüber, was drogen anrichten,ich zumindest wuste nichts, denn alle in meiner umgebung haben zum beispiel alk getrunken...meine damalige sicht war, das es normal ist. und es half mit die schlechten dinge tragen zu können. nicht verrückt zu werden oder am schmerz zugrunde zu gehen. so kann ich heute meiner sucht noch dankbar sein, denn sie half mir eine zeitlang mich nicht vom schmerz überrannt zu werden....wer weiss was geschehen wäre, hätte ich nicht den ausweg für mich gewählt.

mitleid ist auch meiner meinung nach nicht angebracht,dennoch mitgefühl.
wer selbst nicht süchtig war/ist,kann bei dem tehma immer leicht sagen,selbst in schuld.

klar, ab einem bestimmten punkt sage ich auch, nein derjenige weiss alles und ist sich bewusst, wenn er dann nicht die nötigen mittel umsetzt um zu gesunden, ist er selbst verantwortlich. doch schuld? schuld ist nicht wichtig.


angehörige sind natürlich die gearschten,doch im ernst, wer bei einem alkoholiker landet hat doch schon vorher auch ein problem gehabt. ich könnte auch sagen-diese menschen sind selbst in schuld, wenn sie einen alkohloliker auswählen, wie würde dir das gefallen?
warum hast du dich nicht selbst geschützt vor dem alkoholiker oder drogenabhängigen,warum wähltest du ihn zum partner....

ich denke auch, du hast ihn nicht begleitet,denn sonst hättest du verständnis...wer mal mit drogenabhängige zu tun hatte,kann eigentlich verständnis entwickeln, nur wer nicht hinsieht,erkennt nichts ausser seine eigene wut und trauer.

eine frage noch- rauchst du vieleicht?
 
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okay, dann erkläre mir doch bitte mal, ab wann man von Sucht reden kann. Beginnt eine Sucht nicht schleichend? Vielleicht sehe ich es wirklich zu engstirnig, weil ich auch mit Drogen konfrontiert wurde und immer Nein gesagt habe. Und ich fühlte mich auch oft als Kind, Jugendliche und auch als Erwachsene S**** und schwach und trotzdem blieb ich bei meinem Nein, weil ich immer viel zu viel Angst vor Drogen hatte, von klein auf.

Und auch mit dem Alkohol kann ich es nicht nachvollziehen. Ich habe in jungen Jahren auch gerne mal einen drauf gemacht, aber mir ging es den nächsten Tag immer schlecht danach und das war für mich schon Grund genug, die Finger vom übermässigen trinken zu lassen. Man kennt doch die Gefahren von Alkohol und Drogen, was diese anrichtigen können.
Hallo,

leider kann ich Dir die Frage, ab wann man von Sucht reden kann nicht beantworten. Denn ob ein Mensch süchtig ist oder nicht, zeigt sich in dem Moment wo er soziale (Arbeit, Familie, Freunde) psychische (Depressionen, Suizidgedanken,...) oder körperliche Probleme (Leber, Bauchspeicheldrüse, Tremor,...) bekommt und trotz besseren Wissens (Dein Stichwort!) nicht mehr in der Lage ist, sich gegen den Stoff zu entscheiden (sofern wir jetzt nur von stofflichen Süchten sprechen). Das wäre eine Theorie. Bei den Anonymen Alkoholikern spricht man sogar davon, dass nur der Alkoholiker es selber wissen kann (diese Philosophie ist schwer zu verstehen, aber sie ist logisch). Die WHO hat wieder eine andere Definition. Und es gibt Menschen, die behaupten, dass jemand süchtig ist, wenn er so und so viel benötigt/trinkt. Wobei es aber wieder Menschen gibt, die jeden Abend trinken (das berühmte Glas Wein), aber meiner Definition nach keine Alkoholiker sind, solange sie sich und andere damit nicht belasten. Aber habe ich damit jetzt Recht?😕

Du schreibst, Dir wurde schlecht und Du ließt es sein. Mir wurde beim ersten Mal auch schlecht aber trotzdem habe ich es faszinierend gefunden. Und da ist der Unterschied. Denn ich hatte schon eine Disposition zu Alkohol. Du nicht! Glückspilz!:daumen:

Ich war 14 und bezüglich Alkohol nicht aufgeklärt. Von einer Sucht habe ich dann erst 11 Jahre später gesprochen, als ich merkte, dass mir alles entglitt. Aber andere haben schon vorher erkannt, dass mit mir etwas nicht stimmte.

Ich habe bei Dir den Verdacht, wie Gast Nummer2 es schon schrieb (schöner Beitrag!), dass Du auch abhängig bist. Und zwar coabhängig.
Denn wenn DU mit einem alkoholkranken Partner zusammengelebt hast, bleibt dieses kaum aus. Und Deine Wut, Deine Unverständnis sind typische Anzeichen dafür. Es zeigt, dass Du hilflos warst und Dich überhaupt nicht gesund mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Du warst vernünftig und hast DIch getrennt, das ist gesund, aber Deine Emotionen scheinen da noch Achterbahn zu fahren, kann das sein?

Es würde mich auch ehrlich interessieren, wie alt Du bist. Denn das was Du schreibst, hat auch die 15 jährige Tochter von befreundeten trockenen Alkoholikern gesagt. Sie hat zum Glück nie mitbekommen müssen, dass ihre Eltern abhängig waren, da sie sie erst nach der Trinkzeit bekommen haben. Sie weiß es, aber argumentiert, wie Du. Aber wir sind da sehr gelassen und nehmen uns viel Zeit, ihr zu erklären, dass Menschen nicht alle gleich sind und das der freie Wille auch nicht immer frei ist. Das man Fehler machen kann, die nicht wieder rückgängig zu machen sind.

Ich glaube auch persönlich an Schicksal (höhere Macht) und ich kann DIr sagen, dass meine Alkoholsucht heute sehr viel Sinn macht, denn es führte dazu, dass ich sensibler und offener Im Umgang mit Menschen wurde.

Und noch eine Frage an Dich: denkst Du auch, dass HIV, Obdachlosigkeit, und mangelnde Bildung selbst verursacht sind? Die Frage hat Dir auch schon eine Userin indirekter gestellt. Ich weiß, das ist jetzt eine böse Frage, aber ich möchte Dir einfach klar machen, dass Sozialisation, Vererbung, Talente, Glück nicht immer gleich verteilt sind.
LG
 
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