AW: halbes jahr drogentherapie für die katz
Zum Einen bitte ich Dich mir nicht das Wort im Mund zu verdrehen. Ich habe hier keinen Süchtigen beleidigt, als azsozial hingestellt oder verurteilt. Und nur weil ich persönlich weder ein Alkohol- bzw. Drogenproblem habe, heißt das noch lange nicht, das ich nicht betroffen bin.
Ich war mit einem Menschen verheiratet, der drogen- sowie alkoholabhängig war/ist. Und für die Angehörigen ist es die Hölle. Die zerbrechen eher daran als der Süchtige selber.
Du beschreibst hier alles, was durch Drogen einfacher wird/ist. Ist es wirklich so einfach? Ziemlich kurzsichtige Ansicht. Und Du hast Recht, man kann nein zu Drogen sagen, auch wenn alle um mich herum Drogen nehmen. In den meisten Fällen werden die Drogen anfangs freiwillig genommen, egal ob man die möglichen Konsequenten kennt oder nicht. Man geht das Risiko mit der ersten Einnahme ein, abhängig zu werden und wenn man es dann ist, beklagt man sich, das man da nicht mal eben so einfach rauskommt, wie man da so einfach reingerutscht ist.
Es gibt viele Menschen, die am Leben verzweifeln aber das heißt noch lange nicht, das Alle diese Menschen sich deshalb mit Drogen oder Alkohol dichtmachen.
Und verurteilen tue ich hier Niemanden, ich habe nur kein Mitleid dafür, da es zum größten Teil selbstgemachte Leiden sind. Mir tun die Angehörigen nur leid, die unter solchen Problemen oft genug vorher zerbrechen als der Süchtige.
wenn hier jemand die Worte der andere verdreht bist das leider du. Und deine Ehrlichkeit und Direktheit, empfinde ich mit Verlaub eher als emotional und agrumentationslos.
Mal abgesehen davon, dass du nicht auf die Argumente anderer eingehen kannst obwohl wir deine Sichtweise offenkundig ja akzeptieren, formulierst du alles ein bisschen zu subjektiv, was bestimmt mit deiner Erfahrung mit Suchtkranken zu tun hat. Trotzdem solltest du dir darüber klar werden, dass du hier viele mit deinen Verurteilungen (und ja das tust du sobald du das wort schuld in den mund nimmst) persönlich angreifst.
Du hast recht, ich habe die Seite der Angehörigen suchtkranker nicht beleuchtet, aber ich finde nicht dass das Leid des Suchtkranken oder der Angehörigen dessen in irgendeiner form vergleichbar ist. Daher ist es meiner meinung nach gewagt zu behaupten 'die angehören würden mehr durchmachen müssen'.
Ich mein, ich stimme dir schon zu, es kann ein grausames Unterfangen sein mit einem massiv Suchtkranken leben zu müssen, aber die behauptung, nur die Angehörigen würden daran zerbrechen ist völlig absurd. Der Abhängige ist bereits gebrochen. Er kann nicht mehr.
und ich habe niemals behauptet, dass drogen das Leben in irgendeiner Form vereinfacht. da hast du mich gewaltig missverstanden. Ich sage, es ist leicht jemanden zu verurteilen, der Drogen nimmt. Und es ist leichter Drogen zu nehmen als sich mit seinem Seelenschmerz auseinander zu setzen. das ist eine komplett andere Aussage als 'drogen vereinfachen das leben!' also aufpassen was geschrieben wurde.
Damit wollte ich nämlich nur zum Ausdruck bringen, dass die Menschen die zum Alkohol oder dergleichen greifen, meistens einfach nicht mehr wissen wohin mit ihren Gedanken, ihren Gefühlen und ihrem Schmerz.
und da wären wir beim thema: keiner hat behauptet, dass ALLE menschen, die schlimmes erlebt haben, Drogen nehmen. das hast du auch mehr oder weniger in den falschen hals bekommen. Es ist nur sogar wissenschaftlich belegt, dass Menschen, die offenkundig mehr Schmerz in ihrem Leben erfahren mussten, einfach mehr dafür prädestiniert sind in den Drogen und Alkoholsumpf abzurutschen. von mehr war hier nicht die rede. Es gibt auch Drogensüchtige, denen nie irgendetwas schreckliches widerfahren ist.
Trotzdem hat jeder seine Gründe.
Sucht ist eine Krankheit.
und wie jede Krankheit hat diese ihren Ursprung,ihre Gründe und ihre Wirkung.
Und nicht jeder Drogensüchtige ist an seinem Schicksal selber schuld. Wenn wir so anfangen würden zu urteilen und argumentieren, würde ich sagen, dass du auch kein Mitleid verdienst, wenn du das nächste mal eine Erkältung hast oder eine Blinddarmentzündung. Schließlich wusstest du ja was die Folgen sind, wenn du keinen Schal trägst bei 10 grad minus.
Ich weiß nicht warum du so viel zorn in dir trägst, aber vielleicht schreibst du das einfach mal auf ein Blatt Papier und spielst damit Handball. Aber solche teilweise beleidigenden Statements wie du von dir gegeben hast, verdient der TE und die anderen Betroffenen, die sich den Thread hier durchlesen nicht.