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Dringend SchulPraktikum Schaffe es nicht - Schuldgefühle, Angst, Hilfe!

Ich würde erstmal die Ursachen der Angst herausfinden...
Du schreibst dass du sie in der Schule nicht hast.
Na da hast du auch Mitschüler um dich die du kennst, denen du vertraust. Das System Schule kennst du jetzt 11 Jahre. Praktikum ist etwas komplett anderes. Du bist gezwungen selbst etwas zu leisten, du hast niemanden von deinen Freunden um dich rum, sondern musst deine Mitarbeiter um Hilfe bitten, du lernst ein ganz neues Berufsfeld kennen, klar dass das Panik und Hilflosigkeit auslösen kann.
Ist es das? Horch mal in dich hinein und beobachte dich.

Den FOS-Sozizweig hab ich auch hinter mir und pflegerisch/erzieherisch ist soweit korrekt, allerdings kann man es auch mit dem LEhrer absprechen. Wäre z.B nicht ein Behindertenheim entspannender für dich?
Sagt dir die Theorie eigentlich zu, also interessiert es dich? WEnn nicht, wäre ein Zweigwechsel wirklich das beste, denn du musst ja noch 1-2 JAhre durchhalten..

Du machst dir auch irgendwie selbst das Leben schwer, oder?
Falsche Scham bringt dich nicht weiter. Wenn dich keiner ernst nimmt dann fragst du wohl die falschen Leute..hier im Forum nimmt man dich schließlich ernst.

Man ist mit einer Therapie also "gebrandmark"? Könntest du bitte mal deine Mutter fragen, ob ich mich nach mehreren Therapien, einem Klinikaufenthalt und einer Heilpädagogischen Tagesstätte sowie eine Klasse wiederholt & jetzt ein Studium abgebrochen, am besten gleich aufhängen sollte? 🙄😕

LG und viel Kraft

Das das alles "Neu" und anders ist etc. kann eig. nicht das Problem sein. Im gerade im Altenheim wissen die das ich da Probleme hatte und nehmen extresmst rücksicht auf mich, und haben mich sogar von den unangenehmen arbeiten befreit. Ich hab keine Ahnung woher die Panik kommt.

Mit den Lehrern hab ich schon x-mal gesprochen. Aber nachdem ich netterweise ins altenheim "versetzt" wurde sagen die jetzt nur: da musst du durch ne alternative gibts jetz nicht mehr"

Die Theorie sagt mir sehr zu, interessiert mich auch enorm. Was einen ZWeigswechsel angeht, in mathe bin ich extrem schlecht (9. Klasse wegen Mathe 6 im Zeugnis wiederhohlt), Wirtschaft ist das selbe in grün, und Werken etc. fehlt es mir auch an begabung. (mir fallt "Kunst" ja schon schwer)
ZWeigwechsel ist für mich keine Alternative.

Eig. wollte ich Sozial Zweig -Fachgebundenes Abi und dann mit FOS 13 Allgemeines Abi und Philosophie und anglistik studieren.

Das mit den "richtigen/Falschen" Leuten ist schwierig. Ich weiß schlichtweg niemanden an den ich mich wenden könnte. Telefonseelsorge oder dieses Forum sind zwar durchaus hilfreich, aber es ist eben ein unterschied ob man mit jmd aus der nähe redet/sich trifft, oder mit unbekanten die man vermutlich nie treffen wird schreibt.


Und das mit dem gebranntmarkt: Wenn man erstmal einen Überweisungsschein vom Arzt ausgefüllt bekommen hat hat man es tatsächlich schwerer bestimmte Berufe zu ergreifen (eben BSP Lehrer, Polizist o.Ä.).
Das waren jdnfalls die worte von meiner mum, und mein hausarzt scheint ähnlich zu denken... aufs "aufhängen" sprech ich meine mum mal nicht an (bin nicht gut auf sie zu sprechen) aber aufhängen ist doch ein sehr unschöner Tod =P

Danke übrigens für deine und eure lieben antworten und hilfen
 
...
Und das mit dem gebranntmarkt: Wenn man erstmal einen Überweisungsschein vom Arzt ausgefüllt bekommen hat hat man es tatsächlich schwerer bestimmte Berufe zu ergreifen (eben BSP Lehrer, Polizist o.Ä.).
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Das ist ja Quatsch.

Woher soll jemand, bei dem Du Dich bewirbst, davon wissen? Selbst bei staatlichen Stellen haben die keine Ahnung davon.
 
Und das mit dem gebranntmarkt: Wenn man erstmal einen Überweisungsschein vom Arzt ausgefüllt bekommen hat hat man es tatsächlich schwerer bestimmte Berufe zu ergreifen (eben BSP Lehrer, Polizist o.Ä.).
Na und? 😉 Sind die sogenannten "Verbeamtungsberufe", denn die Jobs, die Du anstrebst? Willst Du unbedingt Lehrer, Polizist oder Justizvollzugsbeamter werden? Und wer wird heute schon noch verbeamtet?
Und überhaupt: wenn man Leute aus einer Vielzahl von Berufen ausschließen würde, nur weil sie irgendwann mal ein Problem mit ihrer Psyche hatten (und in einer Therapie an sich arbeiteten), dann würde es bald überhaupt keine Arbeitnehmer mehr geben!
Im Laufe seines Lebens auch mal eine oder mehrere Therapie-Phase👎 durchzumachen gehört heutzutage doch schon fast zum Normalfall. Darüberhinaus ist es ein Zeichen sozialer Reife und Zielstrebigkeit, wenn man versucht an sich selber etwas zu verbessern, zu wachsen und "stärker" zu werden.

Du schreibst Du hast Panik im Altenheim. Wie äußert sich das? Und wann? Wenn Du die Station morgens oder mittags betrittst?
Während Deines Arbeitstages? Am Ende der Schicht? Wenn Du zu einem Bewohner ins Zimmer gehst?
Oder eher beim Zusammensein mit Deinen Kollegen im Dienstzimmer?
Wovor hast Du Angst? Vor Fehlern?
Vor dem Urteil der anderen? Dem Urteil Deiner Kollegen? Oder dem der Bewohner?
Ich schäm mich wenn ich mich wieder von meinem Arzt krank schreiben lasse wegen dieser panik.
Glaube mir...Ärzte haben da schon ganz andere Dinge gesehen und gehört! 😉
Ich schäm mich dann auch meiner mum gegenüber.
Du schreibst also, dass Du Dich schämst und Schuldgefühle hast. Hierzu sei anzumerken, dass Scham und Schuldgefühle nicht dieselbe Ursache haben.
Scham spürt man meistens dann, wenn man soziale Normen verletzt (oder sich das einbildet). Wenn man beispielsweise nackt durch den Einkaufsdistrikt seiner Stadt spaziert...😱

Gehört es denn nun tatsächlich zu einer sozialen Norm seine Fähigkeiten im Altenheim unter Beweis zu stellen? Eigentlich doch eher nicht, oder? Ich kenne mehrere Leute, die dort Praktika oder ein Freiwilliges Soziales Jahr begonnen haben und aufgaben.
Man verletzt keine sozialen Normen bzw. Regeln, wenn man an seine Grenzen kommt -egal ob es sich um ein Praktikum oder um Schulleistungen handelt.

Schuldgefühle haben oft einen komplexeren Ursprung: man will an ein Ideal heran reichen - ein Ideal wie man in der eigenen Vorstellung sein sollte. Wie würdest Du denn gerne sein?
Stark? Selbstbewusst? Mutig?
Weißt Du,...es ist schön, wenn man Ideale anstrebt. Doch wenn man solche Eigenschaften noch nicht hat, dann ist das alles andere als das Ende der Welt.
Sehe es doch mal so: Du bist offensichtlich ein sehr sensibler Mensch. Der Minuspunkt an Deiner Feinfühligkeit sind Ängste.
Der Pluspunkt ist der, dass Du wahrscheinlich nie einer dieser Ellenbogen-Manager sein wirst, die andere Menschen ausbeuten oder der Kollege, der durch seine cholerischen Anfälle Angst und Schrecken unter seinen Mitarbeitern verbreitet.
Du schreibst sehr positiv über das Altenheim (dass die Leute dort geduldig mit Dir sind), anstatt das Heim und die Leute dort zu kritisieren! Und sehr, sehr viele Leute neigen dazu, erst einmal andere zu kritisieren, bevor sie über sich selbst nachdenken (sofern sie das überhaupt tun).
Ich möchte mich nicht kitschig anhören, doch Du hast das Herz offensichtlich am rechten Fleck! 🙂
Jede Eigenschaft hat zwei Seiten. Fast jede. Die problematische Seite der Feinfühligkeit ist oft Angst. Die positive ist die, dass man einen Beitrag zum Zusammenhalt zwischen den Menschen leistet. Vielleicht noch nicht, wenn man ganz jung ist. Doch eines Tages später, wenn man älter wird. Feinfühlige Menschen haben oft viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für andere. Deshalb: fühle Dich bitte nicht schuldig!! Du bist gut so wie Du bist! 🙂
Es geht jetzt "nur" noch darum Dein eigenes Leben leichter zu machen. Damit Du Dir nach der Schule -mit all den tollen Seiten, die Du hast- einen Platz in der Welt schaffen kannst. Und eine Therapie könnte dabei durchaus helfen.
 
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