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Die "Psychologie / Psychiatrie" - eine neue Religion ?

Politisches Machtinstrument mit Sicherheit - die Weltherrschaft der Psychologie ist Fakt.

Schon Dolferl wusste, wofür das gut sein kann. 🙄
 
So ist es. Und am Ende meucheln wir wieder unser eigen Volk darnieder. 😉

Na ja, erst noch paar andere Völker...🙂
 
Monk, dieses Video... diese ewig iterierte Litanei vom "Aufwachen" und "Finden der Wahrheit" - das ist Religion. Zu denken man hätte eine absolute Antwort. Weltherrschaft - das einzige, was die Welt beherrscht, ist der Zufall, die noch unergründete Natur der Dinge. Sich einzubilden, jemand könne Herr dieses Zufalls werden, ist maßlose Übertreibung. Menschen kaufen und konsumieren heute mehr. Steckt da eine Verschwörung hinter? Werden wir dumm gehalten, um mehr wertloses Zeug zu erwerben? Nein, es wird einfach ewig viel mehr billig produziert - natürlich auf Kosten anderer. Wir haben Arbeitslager in Afrika, Südamerika und (aktuell noch) in China und Indien. V.a. bei den Beispielen Afrika und Südamerika hat man schnell Assoziationen zu den Konzentrationslagern des zweiten Weltkriegs. Ist das alles eine große Verschwörung? Nein, das nennt man Hegemonie. Moderne Sklaverei. Aber Sklaverei gab es schon immer und sie hat sich immer auf wirtschaftliche und somit auch militärische Unterschiede gestützt. Da gibt es keine Verschwörung.
Eine Sache hat sich jedoch in den letzten 200 Jahren geändert: jeder darf das kritisieren, ohne dafür sein Leben riskieren zu müssen. Es gibt immer noch Zensur, Diskriminierung und Ausgrenzung, aber auch diese Faktoren werden kritisiert. Nur viele verstehen Kritik falsch. Kritik heißt nicht "ich weiß es besser als du". Eine gute Kritik versteht, wo das Problem liegt, wie es sich entwickelt hat und wie man die Entwicklung in eine andere Richtung lenkt. Die Richtungen, die einem da offen stehen, sind vielfältig.
 
Um heraus zu finden wie freu wir wirklich denken und fühlen dürfen und daraus aus handlungen abzuleiten.
Hört sich nach pubertärer Krawallbürstung im Sinne von Grenzen austesten an. Wobei da eigentlich nicht der Sinn darin besteht, diese Grenzen niederzureissen, sondern sich ganz handfest deren Stabilität zu versichern. Oder eben die Krise in der Mitte des Lebens - wozu lebt man? Woher kommen wir, wohin gehen wir hin und vor allem: Wo kriegt man die nächste Mass? (Frei nach Bruno Jonas)
meist poste ich aber zu der Zeit antifeministisches in Netz😀😀😀
Das hat doch auch was von Ideologie. (Schkandal !!! 🙄)
 
Politisches Machtinstrument mit Sicherheit - die Weltherrschaft der Psychologie ist Fakt.

Schon Dolferl wusste, wofür das gut sein kann. 🙄

Da versteht wenigstens mal EINER wie der Fragesteller das meinte.

Igdwie nehmen hier alle die Fragestellung zu wörtlich und legen jedes einzelne Wort auf die Waagschale.
Kommt mir igdwie auch so vor, als wenn man hier dringend das Bedürfnis hat jemanden nicht leiden zu WOLLEN.
Aus welchen Gründen auch immer.

Also ich denke, ich versteh schon, wie Monk das meinte. (Kann auch nicht wirklich glauben, daß igdwie alle hier das ned verstehen..vielmehr wollen sie es wohl ned.) Und ich nehme auch ganz schwer an, daß er das Wort Religion als Metapher genutzt hat, um in den Raum zu stellen und eine Diskussion darüber zu starten, wie weit unsere Gesellschaft mittlerweile der ganzen Thematik gegenübersteht. Und da finde ich, ist dieser Thread mittlerweile ein herrliches Beispiel dafür, wie sehr die Psychatrie Einzug in unsere Köpfe gehalten hat, wie unkritisch und selbstverständlich wir diese mittlerweile annehmen und diese gar nicht mehr grossartig hinterfragt wird.

(Dazu sei gesagt, daß ich nur die ersten 10 Seiten des Threads gelesen habe, den Rest nur überflogen. Ob es sich doch noch in die vom TE erhoffte Richtung gewandelt hat, weiß ich demnach - noch - nicht.)

Auch wenn die Psychatrie ein genauso wissenschaftlich hinterfragtes, medizinisches Gebiet ist wie jede andere Fachrichtung der Medizin, finde ich dennoch, daß sie ein Gebiet ist, bei dem es sehr viel öfter zu Fehldiagnosen kommt, als in anderen Fachrichtungen. Ich finde daß die Psychatrie in gewisser Weise schon eine sehr gefährliche Thematik darstellt, die umso gewissenhafter und kritischer betrachtet gehört.

Auch finde ich, daß mittlerweile jeder kleinste Kram psychologisiert wird. Mein Sohn gehört zum autistischen Spektrum (zusätzlich mit angeblichem AD(H)S). Deswegen sind wir sehr viel mit ihm unterwegs, bei Psychiatern und Neurologen und ich habe mittlerweile eine langjährige Erfahrung mit der Thematik und was mir da bisher alles untergekommen ist...

Wie oft ich schon erlebt habe, daß es Psychiater gibt, die ja eigentlich viel mehr über ASS wissen müssten als ich, wirklich NULL Plan hatten und die ihr 'Wissen' das über die typischen Rainman-Klischees nicht hinaus ging -wohl eben aus diesem Film bezogen haben. Welcher, wie man mittlerweile weiß, sehr wenig mit der Realität eines Autisten zu tun hat - die Vorlage für Rainman - Kim Peek war ein Inselbegabter (Savant).
Wir haben so viele verschiedene Diagnosen gehört und was mir als Mutter von 1 großen Kind und 2 Kindern, die generell häufig zu Ärzten müssen (beides extreme Frühchen) - ganz besonders aufgefallen ist:

Heutzutage - im Gegensatz noch zu der Zeit wo meine große Tochter klein war - wird jeder kleinste Kram, jedes kleinste Abweichen von der (vermeintlichen) Norm psychologisiert und es kommt dann zu 90% das Wort AD(H)S.
Was ich ganz besonders schlimm finde, sogar wirklch traurig finde, ist die Tatsache, daß alle meine Kinder sich für bestimmte Dinge ganz besonders interessieren - wie jedes andere Kind doch auch oder nicht? - ABER (und das folgende ist es was ich traurig an der Sache finde):

Mein Sohn steht ganz besonders auf Dinos und beschäftigt sich sehr gerne damit. Meine Mittlere liebt Drachen und Tiere ganz besonders, beide haben zu ihren Lieblingsthemen selbstverständlich auch ein grosses Wissen.
Das was sie nicht so mögen damit beschäftigen sie sich eben ein bissl weniger. Kennen wir das nicht alle?????
Und lobt Ihr nicht Eure Kinder, wenn sie etwas ganz besonders interessiert. Findet Ihr es nicht toll, wenn Eure Kinder Gebiete haben, die ihnen Spass bereiten? Fördert Ihr sie nicht auch in diesen Gebieten?

Nun, dann sage ich Euch aber jetzt folgendes: Es gibt Neuropädiater und Pädagogen, die das seeeehr bedenklich finden. Und nur aufgrunddessen, daß meine Tochter immer mal Phasen hat wo sie sich z.B. dann mal eine Zeit besonders für Vögel interssiert, dann für Mäuse, dann nach einigen Monaten sind dann doch wieder die Fledermäuse toll... so war ich auch als Kind.. so ist jedes Kind. Jeder Mensch hat Vorlieben und Dinge die er nicht so gerne macht.

Es gibt aber Pädagogen in der Frühförderung (wegen der extremen Frühgeburt bekommt sie die) die fragen: 'Oh Gott, interessiert sie sich immernoch so für Vögel? Sie malt IMMERNOCH nicht so gerne????'

Und dann 4 Wochen später nimmt mich besagte Person wieder beiseite und fragt mich in so 'nem verschwörerisch/besorgten Ton: 'Ich habe beobachtet, daß ihre Tochter (4Jahre zu dem Zeitpunkt) wirklich seeeehr viel zu naturwissenschaftlichen Themen weiss.'

Ich ganz freudig und stolz: 'Ja sie mag eben alles was damit zu tun hat und wir haben viele Bücher zu dem Thema und wir begrüssen das ja auch. Sie ist extrem neugierig, und wenn wir spazieren gehen in der Natur, dann machen wir da immer ein richtiges Spiel draus.'

Sie: 'Ahaaaa ... achso ja okay, dann ist das verständlich. Aber das sollten sie einfach mal lassen. Sie kennt noch sehr wenige Buchstaben, kann nur ihren Namen lesen und sie zählt erst bis 30 .. die Zahlen erkennt sie auch nur von 0-10. BITTEEE, fördern sie sie in SOLCHEN Dingen. Ausserdem ist es psychologisch gesehen fragwürdig, wenn bestimmte Themen so hervorgehoben werden und auffällig, wenn DAZU ein überdurschnittliches Wissen vorliegt, und in anderen Bereichen aber wieder weniger. Das muss ausgeglichen sein.' (Meine Tochter wusste definitiv nicht weniger zu Themen wie Zählen, Buchstaben, etc. sogar im Gegenteil.)

Bis dahin hatte ich gedacht, daß meine Tochter, die zu dem Zeitpunkt gerade mal 4 war, ein sehr schlaues und sehr neugieries Kind ist und ich habe sie mit Freuden in allem gefördert was ihr Spass machte. Denn alles andere kommt noch früh genug, wo sie auch pauken muss, was sie ned so doll findet.
Ich habe auch nicht gedacht, daß man mit gerade 4 schon so ein schulisches Wissen haben muss. Ich konnte noch GAR nicht zählen oder kannte nicht 1 Buchstaben, als ich in die Schule kam.

Und ich muss leider sagen, daß ich solche und ähnliche Erfahrungen oft mache. Die einzigen Ärzte, bei denen ich noch ein Gefühl der Normalität bezüglich meiner Kinder empfinden kann und auch vermittelt bekomme, sind die, die schon älter sind. Alle jüngeren Ärzte/Pädagogen machen jeden Furz zu 'nem Problem. (Zumindest die, die ich kenne. Aber die meisten Mütter sind ja mittlerweile auch so.)
Jede kleinste Auffälligkeit wird psychologisiert - bewertet - ausgewertet !
Und igdwie kommts mir mittlerweile vor, daß jedes Kind auffällig ist, daß nicht 30 Minuten stillsitzen kann und nicht igdwie so einen Durschnitt von allem darstellt. Bitte von jedem etwas..nicht zu wenig..aber auch bloss ned zu viel... sonst stimmt da ganz doll was nicht.
Und dauernd hört man den Begriff AD(H)S.

Ich kann nachvollziehen was der TE schreibt und finde auch, daß das Gebiet Psychatrie einen Stellenwert in unserer Gesellschaft angenommen hat, der sehr bedenklich ist. Das ständig eingeordnet wird in normal und abweichend von der Norm.
Verhaltensweisen die früher noch einfach zum Temperament eines Menschen gehörten, werden jetzt psychologisiert.
Und ich finde es ganz schlimm sich anzumassen bestimmen zu können was normal ist und was nicht.

Solange ein Mensch sich oder anderen nicht aktiv und vorsätzlich an Leib oder Seele schadet ist er in meinen Augen okay und normal. Und so sollte das für jeden sein.

Was auch ein sehr gutes Beispiel ist, daß die Psychiatrie in keinster Weise mit anderen medizinischen Fachrichtungen zu vergleichen ist und nicht so sicher diagnostiziert, ist die Tatsache, daß bei psychiatrischen Gutachten komischerweise immer was anderes rauskommt. Je nachdem WER gerade beurteilt.
Und das ist doch ein UNDING! Wie kann man sowas ernst nehmen???? Wie kann man anhand solcher Gutachten, die dermassen unstet sind, wo der eine so auslegt und der andere so, URTEILE fällen???? Über Menschen bestimmen?

Viele Diagnosen sind einfach auf die persönliche/n Sichtweise, Erfahrungswerte, Deutungen des einzelnen Psychiaters bezogen.

ES GIBT Diagnosen - auch in der Psychiatrie - die zuverlässig sind. Aber es gibt zu häufig eben auch solche die es nicht sind. Die zu sehr vom persönlichen Urteil des Einzelnen abhängen und das darf nicht sein. Ich verstehe nicht wieso man nicht übereinkommt zu sagen, daß man in gewissen Fällen einfach noch keine sicheren Aussagen machen kann?

Wenn ein Mediziner einen Herzinfarkt vor Augen hat, wird er diesen anhand von typischen Merkmalen/Symptomen/Kriterien, in den allermeisten Fällen bestimmen können.

In der Psychatrie ist das zu oft nicht der Fall.
Und diese Tatsache finde ich sehr bedenklich bis gefährlich und ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, wie die Menschen mittlerweile so blind darauf vertrauen.

Durch die Erfahrungen, insbesondere mit meinem autistischen Sohn, bin ich zu folgender Aussage gekommen:

Psychiatrie = Die Krankheit liegt im Auge des (jeweiligen) Psychiaters.
(Nicht generell, aber wenn es um Diagnosen geht, zu denen der Arzt keine echten Fakten auswerten kann, sondern wo es nur um Verhaltensweisen & Befindlichkeiten geht, leider zu oft.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Meines Wissens entscheiden demnächst (bitte googeln) bei der Frage, ob ein psychisch gestörter/Kranker Straftäter weiterhin in Sicherungsverwahrung bleiben muß Juristen, nicht Psycholgen/Psychiater ob derjenige weiter eingesperrt wird oder nicht.

Das erinnert mich an die Sowjetunion.........
 
Meines Wissens entscheiden demnächst [...] Juristen, nicht Psycholgen/Psychiater
Schkandal!!! wenns früher anders gewesen wäre. Juristen (genauer: Richter) sind vom Gesetz für Entscheidungen vorgesehen.

Mag sein, dass man für Richter eine Zusatzqualifikation für solche Bereiche zur Voraussetzung machen könnte, aber selbst die höchste gerichtiche Instanz ist immer willkührlich, ausser man wendet das Ideal der Gerechtigkeit an und nicht des (fehlbaren) Rechts. Einbesseres Vorgehen gibt es nicht, die Alternative ist und bleibt immer das Recht des Stärkeren.
 
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