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Haubenmeise
Gast
Ich hab das Problem, das ich mich mit den Problemen anderer befasse. An sich eigentlich kein Problem, nur was ist wenn man über Monate und Jahre Lösungen erarbeitet und sich am Ende, wenn das Problemkind schon lange nicht mehr da ist herausstellt das es einfach nur sein Charakter war😕
puh....da muss ich jetzt auch mitpiepsen, also: es gibt tatsächlich die unterschiedlichsten Charaktere. Mit manchen kann man besser, mit anderen nicht so gut. Da sitzen wir alle im selben Boot. Mir scheint es so, dass du allerdings im Boot sitzen bleibst, sogar beide Ruder in die Hand nimmst und dann die Richtung wendest, obwohl der zweite im Boot schon von Bord gegangen ist. Nun frag ich mich, was dich dazu führt, in so einer Leerbootkonstellation zu verharren, wenn der andere charakterlich schon deutlich macht, dass er keinen Bock mehr hat und von Bord springt. Siehst du nicht genau hin? Siehst du nur das, was du sehen möchtest? Den "befreiten" Partner an deiner Seite in der Zukunft, aber nicht die Tatsache, nämlich das leere Boot? Wie sieht es aus mit Grenzen ziehen? Und spüren, was dir gut tut, und was nicht? Du hast nämlich auch das recht zu sagen: Nein, damit beschäftige ich mich nicht. Außerdem kannst du niemals die Lösung für einen anderen Menschen wissen. Wenn das so einfach wäre, würden wir alle auf einander hören und gut wärs
Noch was, hab ja auch die anderen Antworten gelesen. Du bist wirklich eine starke Frau😀
Scherz beiseite, was ich schon erkennen kann ist - nenn es gesund oder Interessenslosigkeit, oder gesunde Interessenslosigkeit gg - dass es anderen ab einem bestimmten Punkt zu anstrengend wird. Hier gibt es halt unterschiedliche Leistungsniveaus und unterschiedliche Leistungsbereitschaft.
Das heisst, es gibt Menschen, die mit den Thematiken, die dich beschäftigen wirklich nicht mehr klarkommen, weil sie das Wissen nicht haben und nicht dazulernen wollen oder welche, die das Wissen hätten, sich aber nicht mit dir beschäftigen wollen. Da könntest du auch konkrete Fragen stellen.
Noch eine Variante wären Menschen, die das Wissen nicht haben, das auch wissen und äußern können, sich in ihrem Selbswert dennoch nicht gemindert fühlen, und gerne mehr wissen wollen würden. Dann, um die Palette der Möglichkeiten um ein weiteres Exemplar zu ergänzen, welche, die zwar ihr Wissen bereichern wollen,aber nicht mit dir.
Die Unterschiede findest du heraus durch konkretes Fragen und auf dein Gefühl hören.
Weiters könntest du die Sichtweise in Betracht ziehen, dass du dich um andere kümmern kannst bzw. logischere Zusammenhänge von Problemen erkennen kannst, die für andere im Dunkeln beleiben würden, es weiterhin zu praktizieren, weil du es kannst.
Wenn es dir gut dabei geht und du nicht deine eigenen Emotionen dabei übersiehst oder durch das Helfen in den Hintergrund schiebst, dann würde ich dir den Beruf des Psychoanalytikers empfehlen 😀
Und wenn du möchtest, dass man sich mit dir in dem Maße beschäftigt und auseinander setzt wie du es mit anderen tust ( ich glaube, das dein Handeln eigentlich der unausgesprochene Wunsch dessen ist, was du dir für dich wünscht) und man hypothetisch davon ausgehen könnte, dass man alles, was man tut, für sich selbst tut, schließt sich der Kreis und du kannst dich glücklich schätzen la la la
Noch was: Such dir Menschen, die sich mit Themengebieten beschäftigen, von denen du überhaupt keine Ahnung oder nur geringes Vorwissen hast. Achte darauf, dass sie sich ihren Themen mit derselben Passion widmen wie du dich deinen. Und dann lass dir was von ihnen beibringen und erklären 😀