Die Groko scheitert nicht an Hessen.
Die Groko scheitert an ihrer eigenen zu langem Amtsperiode.
Wer Soziales will, ist nach X Jahren SPD Regierungsbeteiligung enttäuscht.
Wer Konservatives will, ist nach X Jahren CDU Regierungsbeteiligung enttäuscht.
Das ist wohlbemerkt nicht die alleinige Schuld der beiden großen Volksparteien. Denn andere WOLLEN ja nicht regieren. FDP und AFD etwa begnügen sich meist damit aus zweiter Reihe zu meckern.
Würde bereits jetzt gewählt, dann käme die CDU laut „Politbarometer“ auf 28 Prozent (2013: 38,3) und die SPD auf 20 Prozent (2013: 30,7). Die Grünen erreichen demnach ebenfalls 20 Prozent (2013: 11,1), die AfD 12 Prozent (2013: 4,1), die FDP 8 Prozent (2013: 5,0) und die Linke ebenfalls 8 Prozent (2013: 5,2).
Alle gewinnen, nur die Groko Parteien verlieren je rund 10%.
Vielleicht ein Problem unseres Systems: In den USA etwa regiert wer am meisten Stimmen bekommt. In Deutschland reicht das nicht - selbst mit 49% musst du dir für jede politische Entscheidung Mehrheiten suchen oder eine Koalition eingehen. Das ist sehr demokratisch, ist aber auch schwierig wenn es keine klaren Mehrheiten gibt und 3+X Parteien sich zusammen tun müssen. Dann gilt: Je mehr Leute diskutieren, desto länger dauert ein Entscheidungsprozess und er wird nicht zwangsläufig besser.