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wgproblem

Mitglied
Ich muss mal erzählen, dass mir von meinen Kommilitonnen gewaltig auf den Senkel geht.

Wir kennen uns jetzt 3 Wochen durch die Erstsemesterwoche.
Am Anfang ging es nur ums saufen und man hat sich in der WhatsApp-Gruppe ständig dazu irgendwo verabredet.
Ich habe das einfach ignoriert.

Diese Gruppe wurde aber eigentlich dazu gegründet, sich mit dem Studiumsthema Jura zu befassen.

Nun dachte ich, wenn man in der Gruppe nach Parties und Sauftouren fragen kann, dann kann man ja auch mal fragen,
ob jemand weiß, wo man Nebenjobs bekommt, warum meine Adresse noch nicht anerkannt worden ist und ob sich jemand mit dem Bafög auskennt.
Das gehört schließlich auch zum Studieren und auch teilweise zu Jura, je nach Themenschwerpunkt.

Dann musste ich mir aber anhören, dass seien meine privaten Probleme und ich soll das alleine lösen, weil das keinen interessiere.


Da ist mir einfach der Kragen geplatzt und ich habe in mehr oder weniger ähnlichen Worten geschrieben,
dass ich mich nur für meine Behinderung (Autismus) entschuldigen kann (was ich laut Etikette nicht mal müsste).
Ich habe erklärt, dass ich manche Sachen nicht wahrnehme, aber das ist ja laut denen schließlich mein Problem, deshalb bin ich darauf nicht weiter eingegangen, weil es eh keinen Zweck hätte.
Das einzig harte, was ich wirklich geschrieben habe, war, dass ich keine Lust mehr habe mit Nichtautisten zu arbeiten, weil es immer dieselbe Aussage ist:"Das ist dein Problem."
(Ja, mit psychisch Behinderten kann man so ja umgehen. Wenn jemand im Rolli sitzt, ist das aber politisch inkorrekt.)

Dann habe ich noch geschrieben, dass BaföG kein persönliches Problem ist, sondern eigentlich ein Gesetz, dass Jurastudenten kennen sollten, weshalb eine Fallübung mal nicht schlecht wäre.

Zum Schluss habe ich noch geschrieben, dass jemand ganz schön schwach sein muss, wenn er einen behinderten Komilitonnen niedermachen kann, aber sich von ihm die Studienverordnung vorlesen lassen muss, in der es um manche interessante Aspekte ging und dieser behinderte Kommiliton extra 5 Jahre auf Alkohol verzichtet hat und mit Drogensüchtigen in einen Becher gepinkelt hat, um nicht in eine Behindertenwerkstatt abgeschoben zu werden, weil er sich seinen Traum auf ein Studium und ein normales Leben nicht kaputt machen lässt.
Aber als Nichtbehinderter dann dies nicht schaffen beweist eigentlich nur, dass eher der andere ein Problem hat.

Da die Herrschaften das aber wahrscheinlich nicht sehr interessiert, habe ich auch das nicht weiter ausgeführt, sondern eine passende Verlinkung für etwaige Interesse hinzugefügt. Dann kann ja jeder selber entscheiden, was er damit macht.


Zum Abschluss blieb mir leider nur noch zu sagen, dass ich den Damen und Herren mit meiner Behinderung nicht die Saufabende vermiesen möchte, weil einige Personen wohl eher ohne Menschen mit Behinderung besser gesellig trinken könnten. Sowas ist ja schließlich normal und damit menschlich korrekt.

Dann habe ich die Gruppe verlassen, weil ich den typischen Verlauf eines solchen Mobbinganfangs zu genüge kenne.
Bei etwaigen Fragen zum Studium wende ich mich nun an das Prüfungsamt, da diese Gruppe ihren Zweck m.E. verloren hat, wenn man darin keine Fragen bezüglich des Bafög stellen darf, wenn doch das Saufen interessanter ist.

Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, sich nicht verabreden zu dürfen, es geht darum wichtige Themen zu unterdrücken, die alle betreffen könnten. Bafög kriegen bestimmt fast alle, Wohnungswechsel haben auch 90% mitgemacht und ob jemand irgendwo Stellen kennt.

Ich habe evtl. auch mal unwichtige Sachen reingeschrieben, aber dann dürfte man sich auch nicht mehr darin verabreden, sondern müsste das gesondert privat machen. Das gehört nämlich sicherlich auch nicht zum Studium.


Ich weiß, die Leute hier betrifft das alle nicht.

Aber mich würde mal interessieren, wie ihr meine Reaktion fandet (Bitte beachtet, dass die Gegenseite nicht nur aus feindlich gesinnten Leuten besteht, sondern ich nur auf einen Kommentar reagiert habe.).


Zum Text:
Den Namen habe ich gewählt, weil sie hochnäsig sind, aber im Kopf nichts außer Alkohol haben.
Viele sind von der Sorte, die von Mami und Papi alles bekommen, aber selber nicht mal eine Dose öffnen können.
Ich wusste zwar, dass das im Studium auf mich zukommt, aber gefallen lassen muss ich mir das nicht.

Die besagte Person, die diesen Kommentar geschrieben hat, macht das Studium auch nur, weil ihre Mutter das so will. Es bedeutet ihr nichts. Ich nehm ihr das nicht übel, weil sie frisch von der Schule kommt, aber dass sie meine Belange als öde hinstellt, tangiert mich nun doch etwas zu sehr.

Die fettgedruckten Sachen dienen nur dazu, etwas deutlicher rüber zu bringen, sind aber keine persönliche Ansprache.

Ich habe mir dieses Studium hart erkämpft mit Abi nachmachen und Geld sparen.
Meine Eltern haben nicht so viel Geld und das Gesetz sieht alles eben etwas anders via Brutto.
Dies alles ist aber für mich kein Grund aufzugeben.
Aufgeber sind für mich Idioten, weil sie sich selbst die Chance nehmen.


PS: Sorry für kleine Schreibpatzer. Bin seit über fast 24 Stunden wach, weil ich wegen der Jobsuche um 4:30 Uhr aufstehen musste (schlechte Zugverbindung) und jetzt wieder nicht schlafen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es hat gesessen.

Die betreffende Person hat sich entschuldigt und alle, denen ich wichtig war, haben sich gemeldet.

Der Rest kann mir gestohlen bleiben.

Jetzt kann ich endlich in Ruhe meinen wohlverdienten Schlaf einnehmen.
Ich habe heute Gott sei Dank frei und kann daher selber entscheiden, wann ich zur Bibliothek gehe.
 
Du kannst dich mit solchen patzigen Nachrichten sehr leicht ins Aus manövrieren. Ich weiß nicht, ob eine Whattsapp-Gruppe im Studium unbedingt nötig ist. Vielleicht war den meisten eigentlich eher wichtig, eine Party- und Sauf-Gruppe zu bilden. Wenn dir die Gruppe nicht passt, kannst du doch ohne Probleme da wieder raus.

Auf deine Fragen hätte eigentlich nur jemand antworten sollen, der sich mit der Problematik Bafög usw. auskennt. Und wenn dann nur kommt "Das ist dein Problem" ist das ein bisschen schwach. Man hätte zumindest ein bisschen versuchen können, zu helfen, dann sagt man halt, dieses Amt ist dafür zuständig aber nachfragen musst du selber.

Ich sehe da noch kein Mobbing, um ehrlich zu sein. Hilfsbereitschaft aber allerdings auch nicht. Warum du dann deinen Autismus anführst, erschließt sich mir nicht. Die Leute in der Gruppe haben einfach keinen Bock, sich mit den Problemen anderer zu befassen, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind. Wie gesagt, wie ich dich verstanden habe, kam als Reaktion von der Gruppe nur "Interessiert uns nicht. Ist dein Problem!"

Es hat auch niemand Themen unterdrückt. Du musst für dich Sachen klären und die Gruppe war offensichtlich das falsche Forum dafür. Die Teilnehmer haben keinen Bock auf ernste Themen. Dann muss man halt einfach die Gruppe verlassen.

Eine Entschuldigung kam jetzt wahrscheinlich vor allem deshalb, weil deine Nachricht in der Gruppe schon sehr heftig war. Aber wie gesagt: mit so einer Reaktion manövrierst du dich selbst ins Abseits. Ich weiß von meinem Studium noch (ist länger her), dass wir Gruppenarbeiten hatten und auch zusammen gelernt haben, da ist so eine Ansage nach 3 Wochen im Erstsemester schon ziemlich heftig.
 
Dann musste ich mir aber anhören, dass seien meine privaten Probleme und ich soll das alleine lösen, weil das keinen interessiere.

Da ist mir einfach der Kragen geplatzt und ich habe in mehr oder weniger ähnlichen Worten geschrieben,
dass ich mich nur für meine Behinderung (Autismus) entschuldigen kann (was ich laut Etikette nicht mal müsste).
Lt Etikette muß man sich aber auch nicht wegen jedem Scheiß die Selbstgerechtigkeit aus allen Poren tropfen lassen und sich auf eine Weltreise durchs Dramaland begeben.

Sie hatten keinen Bock, sich mit deinen Themen zu beschäftigen. Punkt. Dass du Autist bist hat doch damit gar nichts zu tun. Man darf nämlich auch keinen Bock auf Themen haben, die auch nichtbehinderte Menschen aufgebracht haben.
Wenn du allerdings weiterhin bei jeder Kleinigkeit die Opferkarte spielst, dann stehst du irgendwann tatsächlich alleine da. und zwar nicht, weil du Autist, sondern unsympathisch bist. Korrelation und Kausalität sollte man schon auseinanderhalten.

Aufgeber sind für mich Idioten, weil sie sich selbst die Chance nehmen.
Bissel eindimensional gedacht - auch das Scheitern muss gelernt sein und beherrscht werden können. Ich muss nicht jeden Mist durchziehen, wenn sich herausstellt, dass eine Entscheidung dann doch in die falsche Richtung geht.
 
Ich finde das auch Asi von deinen Kollegen und traurig das sie ich hilfsbereit sind. Da verstehe ich deinen Frust. Du aber erhebst dich auch ganz schön und wirkst arrogant. Und bringst immer wieder deinen Autismus ins Spiel auch wenn der damit nichts zu tun hat. Weiß ist deine Wäsche auch nicht....
 
Ich finde, dass du total überreagiert hast. Dass die keinen Bock auf die Beantwortung deiner Frage haben, ist zwar nicht sonderlich nett, hat mit deinem Autismus aber nichts zu tun. Es hätte vollkommen gereicht, zu antworten, dass du es sehr schade findest, dass sie dir niemand beantworten will, weil sie auch für andere relevant sein könnten. Und damit Ende.

Wobei sie teilweise schon recht haben. Einen Nebenjob zu finden ist in der Tat deine Privatsache. Es gibt diverse Jobportale, die solltest du nutzen wie alle anderen auch. Schließlich sind deine Kommilitonen keine Arbeitsvermittlungsagentur. Warum deine Adresse noch nicht anerkannt wurde (was auch immer du damit meinst) kann dir ohnehin nur das Studentensekretariat beantworten. Und zu Bafög hättest du wie im restlichen Studium auch selber im Internet recherchieren können. Was nicht im Internet steht und somit selbst von dir gefunden werden kann, könnten deine Kommilitonen dir ohnehin nicht beantworten.

Ich finde es auch unter aller Kanone, dass du derart die Autismus-Karte ausspielst. Wenn du ständig nur Rücksicht für deine Befindlichkeiten einforderst, gleichzeitig jedoch keine Rücksicht darauf nimmst, dass andere den Umgang mit dieser Behinderung nicht gewohnt sind und diesbezüglich Fehler machen und dich versehentlich verletzen, machst du nur alle Autisten damit schlecht. Weil bei den anderen ankommt, dass diese generell unangenehme Genossen sind.

Ich hatte auch einen Autisten im Studiengang, der hatte glücklicherweise jedoch keinen solchen Zinnober veranstaltet. Der hatte uns nur einmal erklärt, dass er diese Behinderung hat, dadurch gelegentlich Dinge in den falschen Hals bekommt, sich für uns vielleicht komisch verhält, es aber nicht böse meint. Die Zusammenarbeit funktioniert nur dann, wenn Autisten UND Nichtautisten gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen. Der anderen Seite auch mal Fehler verzeihen. Im Zweifel einfach nochmals nachfragen, wie es gemeint war, anstatt direkt beleidigt zu sein und sich angegriffen zu fühlen. Dem anderen seine Sichtweise stattdessen zu erklären.

Sei mir nicht böse, aber als Nichtautist würde ich als dein Kommilitone künftig einen großen Bogen um dich machen, wenn es z.B. um Gruppenarbeit geht. Die Zusammenarbeit mit einem Autisten ist an sich schon anstrengend genug (weil man genauer kommunizieren muss, weil vieles nicht "selbstredend" ist). Wenn besagter Autist sich dann aber noch so aufführt wie du und wegen jeder (in Augen der Nichtautisten) Kleinigkeit derart in die Luft geht und überheblich wird, wäre es mir wirklich zu anstrengend. Ich hätte echt keinen Bock, ständig der Buhmann zu sein, weil ich versehentlich wieder mal in ein Fettnäpfchen getreten bin, ohne nachvollziehen zu können, wo diese Fettnäpfchen überhaupt liegen.
 
Klar, hat mein Autismus damit nichts zu tun.
Aber irgendwie doch, denn er ist ein Teil von mir.
Leider kapieren die Menschen immernoch nicht, dass es dafür keinen Ausschalter gibt.
Wenn andere einen Ausflug in ein Museum machen können Sie auch zu einem Rollifahrer nicht sagen, dass man den Rollstuhl dann keine Beachtung schenkt. Könnte ggf. problematisch werden.
Genauso kann man auch nicht sagen, man ignoriert jetzt einfach den Autismus und tut so, als sei er nicht da.
Und weil das die Leute nicht raffen, habe ich auch keine Lust mehr mit Nichtautisten zusammenzuarbeiten.
Dann machen wir eben 2 Menschenrassen draus. Was solls?

Da ich sowieso freiwillig in die Isolation gehe, weiß ich gar nicht, was sich die Leute hier erdreisten mir zu drohen, ich könnte einsam werden.
Bissl daneben mit der Logik. Wer in die Isolation geht, ist bereits einsam.

Gruppenarbeit gibt es in meinem Studiengang wohl eher selten. Ich habe den bewusst gewählt.


Falls ihr eine Möglichkeit gefunden habt, den Autismus einfach mal auszuschalten wie eine Lampe, dann könnt ihr ja damit ankommen, dass ich den Autismus einfach mal weglassen soll.
Anders wird das schlecht gehen. Bin ja kein Puzzle.



@Athanasia: Nö, muss man nicht. Ich muss mir aber auch nicht anhören lassen, ich würde nur Müll in die Gruppe posten, wenn es um Bafög und rechtl. Themen in einer Juragruppe geht, die anderen sich aber zum saufen verabreden.
Das hatte ich bereits aber schon erklärt.



Und da ich ja das komplette, inkompetente A******* zu sein schein, dass ihren Autismus nicht mal eben weglassen kann (was biologisch eben nicht geht!), war meine Entscheidung eben so wie vorher auch alleine weiterzuarbeiten wohl die beste.

Mein Abi habe ich auch alleine hinbekommen. Den Weg dazu hin, der rechtlich schwer war, ebenso.
Was kann ich denn schon von einem Haufen Schwarz-Weiß-Denker, der nicht mal die eigene Studienverordnung lesen kann oder will erwarten?
Vati und Mutti werdens mir bestimmt nicht in den A**** blassen. Die sind bei mir keine Anwälte.
 
Ist doch nicht wahr...

Jetzt hat er schon wieder mein Spüli benutzt, obwohl ich gesagt habe, er soll sich sein eigenes holen.:mad:

Ich teile ja gerne, aber ich kann nicht 2 Mietparteien, also mich und ihn, finanzieren.


Ich habe daher beschlossen erstmal gar nichts für den Haushalt zu kaufen.
Keine Müllbeutel, kein Spüli, kein Klopapier mehr und wenn hier der Dreck Stapelweise auftritt, so geht das nicht.


Ich hab zudem meinen Bafögbescheid erhalten. Mir stehen monatlich 142 Euro zu. Davon kann ich nie und nimmer seinen Haushalt auch noch mitversorgen. Das reicht ja nicht mal für die Miete.
Und meine Mutter wird sich bedanken, wenn sie ihn auch noch mitfinanzieren muss.
 
ich versuche es mal ass-gerecht zu formulieren:
- die anderen wollen in der Gruppe von niemandem was über Bafög hören, es
- ist egal, ob derjenige einen Asperger hat oder nicht
- Du diskriminierst die nicht Asperger, indem Du
- sie auf ein Merkmal reduzierst: nicht Asperger.
- das bildet nicht den gesamten Menschen ab und
- ist unfair den anderen gegenüber.
- kommunikativer Gegenwind bezieht sich meist auf das, was man sagt / tut, weniger auf
den Menschen.
- die Leute wollten Dich nicht als Person mobben, sondern Du hast den falschen Ort für Deine Fragen gewählt.
- was der falsche Ort ist, bestimmt die Gruppe, die Mehrheit.
 
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