_Tsunami_
Urgestein
Ich denke, dass wir erst durch Selbstkritik bzw durch das selbst-bewußt - werden uns selbst annehmen können. Das eine geht ohne das andere nicht.
Ja, das denke ich auch. Selbstkritik ist vielleicht etwas zu negativ konnotiert, das Wort Kritik alleine. Kommt sicherlich auch darauf an, wie Kritik geäußert und empfunden wird - kann ja auch vollkommen vermessen und/oder unangenehm sein.
Besser wäre vielleicht, davon zu sprechen, sich in bestimmten Aspekten in Frage zu stellen, anstatt zu sagen "Passt schon alles so.", was ja nicht zuletzt Stillstand bzw. das Beibehalten des Status Quo bedeutet, und das mag je nach Fall so sein, oder eben auch nicht.
Wie du aus meiner Sicht auch ganz richtig sagst, ohne ein gewisses Maß der Selbstbewusstwerdung, oder nennen wir es einfach Selbstreflexion, kann man ja gar nicht so genau wissen, was man an sich selbst überhaupt annimmt oder auch nicht annimmt.
"Passt schon alles so" ist aus meiner Sicht vielfach eine sehr gewagte Einschätzung. Klingt so, als wäre schon alles erreicht, und es gäbe nichts mehr zu tun bzw. zu verändern.
Und ja, teils liegt wohl der Gedanke nahe, dass man andere Menschen und Dinge verändern müsste und sollte, nur sich selbst nicht.
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