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Die Logik vom Glücklichsein

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Fühle mich wie gerädert. Auch dieses Tastschreiben ist anstrengender als gedacht. Die Lehrerin, die das mit uns macht, hat Adleraugen. Sie sieht von der anderen Seite des Raumes, was bzw. wie jemand tippt. Falschen Finger benutzt, Tisch zu hoch eingestellt, Stuhl nicht richtig eingestellt, man sitzt nicht aufrecht genug, falsche Bildschirmhöhe, Tastatur nicht nah genug am Körper, etc. Und dann eben 90 Minuten lang Diktat, und das an vier Tagen der Woche. Neben der enormen Anstrengung für die Augen schmerzt mir mittlerweile der Rücken und die Handgelenke. Hammerhart.

Auch das mit der Leistungskontrolle in Mathe war wegen den Augen mal wieder sehr anstrengend. Inhaltlich war's okay. Ich glaube sogar, dass ich die Aufgaben alle fehlerfrei gelöst habe. Brauchte halt nur sehr lange dafür. Da ich aber irgendwie kein Zeitlimit hatte, war's in Ordnung. Hatte halt nur die Info bekommen, dass ich das mit dem Test am Donnerstag, also heute, machen soll. Und dann hat mir heute aber keiner gesagt, wann ich damit anfangen oder aufhören soll. Also habe ich das einfach in meine Blöcke ohne Frontalunterricht eingeschoben.
 
Was noch? Ich kann bei dem Lehrgang immer noch keine richtige Struktur erkennen. Habe das Gefühl, dass ständig was neu angepasst bzw. improvisiert wird. Das Beste wird sein, ich mache mir gar keinen Kopf darüber, sondern nur meine Aufgaben.

Eine Person dort sagte mir, dass ich schon mal im Bereich "VfA" (Verwaltungsfachangestellter) hospitieren kann, und fragte, was ich davon halte. Hab' zugesagt. Eine andere Person dort teilte mir mit, dass ich Kontakt zu jemandem aufnehmen könne, der die Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten fast beendet hat, und bereit ist, mir nähere Auskünfte dazu zu geben. Hab' zugesagt.

Hammerhart. Das ist alles irgendwie ein bisschen viel, aber vielleicht muss das einfach so sein.
 
Noch etwa 2 Monate bis mein Reha-Vorbereitungslehrgang beendet ist, und ich die Umschulung beginne, insofern ich den Lehrgang denn ausreichend gut schaffe und weiterhin eine Empfehlung ausgesprochen bekomme, die Umschulung zu machen.

Dann beginnt das "richtig harte Leben". Voraussichtlich eine Kursgruppe von 25 Mann stark. Nicht mehr so "kuschelig" wie meine beiden jetzigen Gruppen mit jeweils etwa 6 Personen. Und die Lerninhalte werden wohl auch deutlich komplexer sein.

Ich denke, ich werde die Leute aus meinem Lehrgang alle vermissen. Aber ich bin ja nicht ganz aus der Welt, womöglich nur ein paar Etagen tiefer.
 
Um aber euch und mir gegenüber ganz ehrlich zu sein, die Chance dafür, dass ich das mit der Umschulung schaffe, ist sehr, sehr gering, wenn das mit meiner Sicht nicht noch irgendwie ein bisschen besser wird.

Ich gestehe mir das zwar nicht gerne zu, aber trotz ganz anständiger Bewertungen robbe ich jetzt gewissermaßen schon wieder auf dem Zahnfleisch.

Ich habe einen Plan, aber ob ich den ausführen kann, ist eben die andere Sache.

~~~

Was mir doch sehr helfen würde, wäre das "Wunderglas" für mein linkes Auge. Dazu habe ich hier was auf meinem Tisch liegen, aber noch nicht ausprobiert.

Hier wird ja gerne mal gesagt, dass das gewiss keine Lösung ist, weil das ganze Problem doch mein Gehirn bzw. meine Psyche ist. Was mich etwas beruhigt, ist, dass die Experten bei meinem Lehrgang, die ja nun mal auf Sehen spezialisiert sind, und denen meine Befunde vorliegen, diese Einschätzung nur bedingt teilen, wenn überhaupt.

Mal schauen...
 
Übrigens, ich fände es auch ein bisschen "bitter" für mich, wenn ich jetzt ständig zu irgendwelchen Neurologen oder Psychologen gehen würde, und das gar nicht das Problem ist, bzw. dort keine Lösung zu finden ist.

Ich ziehe das in Erwägung, und werde das alles gerne erneut machen. Daran soll's nicht scheitern.
 
Sehen oder nicht sehen

Ja, Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und so.

Und ja, leider nicht gut mit dem neuen Glas, aber merklich besser, also weniger Belastung. Weiß nicht, ob noch was möglich ist, aber alleine, dass ich an diesem Punkt mit meiner Sicht angelangt bin, ist doch einigermaßen erstaunlich und erfreulich für mich.

Dass ich diese definitive Verbesserung bzw. Entlastung für mich auf das gerade eingebaute Glas zurückführen kann, und nicht denke, dass ein Neurologe oder Psychologe auch nur annähernd diesen Effekt hätte, muss ich vielleicht nicht extra erwähnen.

Mir fällt echt so eine kleine weitere Last von meinen Augen bzw. Gehirn - meinem gesamten Sehsystem.

Danke, Gott, oder wem auch immer ich dafür danken muss.
 
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