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Die Logik vom Glücklichsein

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Irgendwie bist du ja schon eine „Kümmertante“ 😉
Ist jetzt nicht böse gemeint.
Haha.....leider wahr....
:smiley_emoticons_smilina:

Wenn ich etwas mehr Zeit habe..schreibe ich mal mehr dazu in meinem Faden.
 
Habe einen neuen Lehrer für Mathe, bzw. überhaupt einen Lehrer für Mathe. Auch so ein Knallertyp, mit viel Humor. War früher wohl mal Arzt.

Mir wurde heute das Rechnen mit Abakus erklärt - gewissermaßen der Taschenrechner für Blinde. War aber vielleicht nur eine Einführung, und irgendwie kann ich mir fast kaum vorstellen, dass es heutzutage nicht vielleicht bessere Methoden gibt. Vielleicht ein Taschenrechner mit Sprachausgabe?

Und dann haben wir noch Kopfrechnen gemacht, was vielleicht etwas weniger anspruchsvoll klingt, als es war.

~~~

Wie dem auch sei, Feierabend. Muss mich jetzt wohl mal den Aufgaben außerhalb meines Lehrgangs zuwenden.
 
Das mit der Projektarbeit - mittwochs steht immer Projektarbeit auf dem Stundenplan - läuft recht gut. Ich glaube, es ist ganz gut bzw. eine Erleichterung, dass sie in der Gruppe Grundrehabilitation mich als "Gucki" dabeihaben. Fast kommt es mir so vor, als hätten die Lehrer dort das bei der zeitlichen Vorgabe für den Projektauftrag einkalkuliert. Ansonsten hielte ich die zeitliche Vorgabe fast für ein wenig knapp.

Das Thema ist Lerntechniken. Ein wichtiges und spannendes Thema, wenn man mal so darüber nachdenkt, bzw. sich da einarbeitet.

Der Vorteil für die Gruppe ist einfach, dass ich trotz belastendem Sehen einen besseren "Überblick" habe und ein paar Dinge in kürzerer Zeit erledigen kann, als es es für meine blinden bzw. fast blinden Kollegen möglich ist. Ich meine, die können ihren Monitor halt nur bedingt oder gar nicht sehen, und müssen das alles mit Tastenkombinationen navigieren, welche sie ja gerade erst lernen.

Wie die eine Recherche im Internet machen sollen, erachte ich doch als einigermaßen fraglich. Also mache ich eben die Recherche/Zuarbeiten/Materialsammlung und arbeite das so auf, dass es hoffentlich so halbwegs blindengerecht ist. Ist zwar auch für mich anstrengend, aber eben besser machbar. Passt schon.
 
Ist das hier eigentlich dein Thread, Tsunami, oder ein Plauderthread für alle? Frage, weil ich nicht OT schreiben möchte.

Es stimmt, dass ich der Fadeneröffner bin, und mich auch deswegen wohl öfter mal melde, aber abseits dessen, kommt's, wie's kommt.

Wäre wohl ganz gut, wenn der Fokus auf das Glücklichsein beibehalten wird, aber das kann ja ein recht weitläufiges Thema sein.

Ich meine, die Logik vom Glücklichsein kann ja auch sein, Problemsituationen zu benennen und auf deren Bewältigung hinzuarbeiten.

Und Plaudern, well, vielleicht gehört auch das zur Logik vom Glücklichsein. Kommt wohl immer auf die jeweilige Situation an, und wie es sich ergibt.
 
Ich persönlich finde es ja auch recht produktiv bzw. interessant, sich über "Glücksstrategien" auszutauschen, und das mag je nach Fall auch was mit Philosophie oder ganz persönlichen Lebenssituationen zu tun haben.
 
Ich schiebe einfach mal - alle Jahre wieder, lol - eine kleine Zitatesammlung passend zum Thema ein:


Alle Menschen wollen glücklich sein.

-- Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), Philosoph, Zitat aus: "Nikomachische Ethik"


Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.

-- Sokrates (469 - 399 v. Chr.), Philosoph


Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.

-- Carmen Sylva (1843 - 1916), Schriftstellerin und Königin


Was wir brauchen, um glücklich zu sein, ist wenig. Aber wir steigern Bedingungen für Glück ins Endlose und beklagen unser Unglück.

-- Kristiane Allert-Wybranietz (1955 - ), deutsche Schriftstellerin


Glück ist nicht eine Station, wo man ankommt, sondern eine Art zu reisen.

-- Margaret Lee Rumbeck (1905 - 1956), amerikanische Schriftstellerin


Leider erkennen viele Menschen erst im Unglück, dass sie vorher glücklich waren.

-- Bertrand Russell (1872 - 1970), Philosoph, Zitat aus: "Eroberung des Glücks"


Wenn ich mit intellektuellen Freunden spreche, festigt sich in mir die Überzeugung, vollkommenes Glück sei ein unerreichbarer Wunschtraum. Spreche ich jedoch mit meinem Gärtner, bin ich vom Gegenteil überzeugt.

-- Bertrand Russell (1872 - 1970), Philosoph, Zitat aus: "Schriften"
 
Was mich unglücklich bzw. betrübt macht, ist, wenn ich sehe, wie meine blinden Kollegen gewissermaßen alles neu lernen müssen, und es ihnen sichtlich schwerfällt.

Zuletzt traf ich bspw. eine blinde Kollegin nach ihrem "Mobi-Training" (Mobilitätstraining) im Fahrstuhl und sah, wie sie ihren Langstock bzw. Blindenstock zusammenfaltete, was ihr sichtlich unvertraut war. Und ich dachte mir, "dass das alles nicht wahr sein kann". Sie hat wohl noch eine sehr eingeschränkte Sehkraft, aber wird auf absehbare Zeit wohl vollkommen blind sein.
 
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