Ich war da. War zwar eine halbe Stunde zu spät, aber das hat wohl niemanden so wirklich gestört. Der Abend lief unter dem Motto "Ich will leben, wirklich leben!". Das Referat beinhaltete nicht viel Neues, aber war "okay" für mich. Für andere Anwesende war es wahrscheinlich gehaltvoller. Die Leute und Gespräche waren symphatisch. Sie waren wohl einigermaßen erstaunt darüber, dass mein Deutsch nicht schlecht ist und ich konfirmiert bin. Wie ich ihnen aber sagte, hat das nicht unbedingt viel zu bedeuten.
Insgesamt war es ein schöner Abend, bei dem ich tatsächlich sehr herzlich mit in die Runde aufgenommen wurde.
Im Übrigen nachfolgend noch die Internetseite der besagten evangelisch-freikirchlichen Gemeinde:
Gemeinde Hasenheide
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So ganz allgemein würde ich sagen, dass auch Teil einer Freundschaft, Partnerschaft, Familie oder Gemeinde zu sein, Glück bedeuten KANN. Das wird sicherlich bei jedem ein wenig anders sein und hängt aus meiner Sicht nicht zuletzt von der Gesinnung bzw. Wertesystem des/der Beteiligten einer Gemeinschaft - im weitesten Sinne - ab. So eine evangelische Gemeinde scheint mir aus der jüngsten, aber auch aus älteren Erfahrungen heraus nicht die schlechteste Wahl zu sein, wobei es da sicherlich auch Unterschiede gibt.
Wenn ein anderer "das Zepter nicht richtig schwingt", muss man das wohl selber tun.
Oder anders ausgedrückt: "Mach's besser. Wenn andere nicht lernen wollen, dann lerne Du."
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Alternativ und assoziativ fallen mir noch die Aleviten ein, die ich auch sehr symphatisch fand. Ein essentieller Text ihres Glaubens wie folgt:
1. Das Universum ist die sichtbare Gestalt Gottes.
2. Rituelle Gebete machen keinen Menschen besser.
3. Die Taten zählen, nicht die Worte.
4. Betet nicht mit den Knien, sondern mit dem Herzen.
5. Das wichtigste Buch zum Lesen ist der Mensch.
6. Glücklich ist, wer die Gedankenfinsternis erhellt.
7. Ermögliche den Frauen eine gute Bildung.
8. Es gibt kein Gegeneinander von Gott und Mensch, sondern ein Miteinander in tiefer Verbundenheit.
9. Rost glüht nicht von selbst, sondern durch das Feuer.
10. Der Verstand sitzt im Kopf, nicht in der Krone.
11. Was Du suchst, findest Du in Dir selbst, nicht in Jerusalem, nicht in Mekka.
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WENN man nun
1. Das Universum ist die sichtbare Gestalt Gottes.
und
11. Was Du suchst, findest Du in Dir selbst, nicht in Jerusalem, nicht in Mekka.
genauer bzw. gemeinsam betrachtet, dann entbehrt das einer gewissen Logik nicht. Denn wenn das Universum die sichtbare Gestalt Gottes ist, dann ist auch der Mensch eine sichtbare Gestalt Gottes, woraus sich ergibt, dass der Mensch Gott auch und insbesondere in sich selbst findet. Geht man jetzt noch davon aus, dass Gott = Liebe ist, so ergibt sich, dass man Liebe auch und insbesondere in sich selbst findet.
Religion, Philosophie, Physik, Mathematik - faszinierend.
Der Rest ist Geschichte.