_Tsunami_
Urgestein
Gar so viel hab ich gar nicht dazu zu sagen. Es sind interessante Ziele, sehr herausfordernd und sehr wichtig..
Das einzige, was mich daran stört, ist der Absolut-Anspruch.
Wenn Menschen zB Opfer von Gewaltverbrechen, Missbrauch,.. werden, dann können sie danach oft nicht mehr so ein inneres Erleben haben wie sie es gerne hätten; auch wenn sie wirklich daran arbeiten mit Traumatherapie,..ohne die Schuld jemals wieder im Außen, bei anderen Menschen oder den Umständen zu suchen.
Warum bzw. wie soll man für etwas die volle Verantwortung übernehmen, das nicht mehr in der eigenen Hand liegt?
Oder die kompromisslose Wahrheit -
vielleicht ist man manchmal emotional gar nicht imstande, die kompromisslose Wahrheit zu verkraften..
Das, was @kasiopaja im andern Thread mit der 'gnadenlosen Wahrheit' geschrieben hat, stimmt auch irgendwie..
'Niemals, Alles, Jemals, Immer' das sagt sich so leicht, aber ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss, finde ich
Dabei zweifle ich das Prinzip, zB von Selbstverantwortung gar nicht an. Was da alles möglich ist, sieht man ja auch zB an Viktor Frankls 'Ja zum Leben'
Insofern es die Aussage der KI betrifft, so würde ich sagen, dass das Wort 'jemals' einfach so verwendet wurde, wie die Sprache uns heutzutage zur Verfügung steht. Es ist also eher eine Grundsatzaussage, keine Aussage mit Absolutheitsanspruch. Das heißt, es geht nicht um eine Aussage mit vollumfänglicher Validität, die in jedem Falle gilt.
Und ich denke, das gilt allgemein für sehr viele Aussagen: Es wird allgemein davon ausgegangen, dass bei einer Aussage diverse Extrem-, Ausnahme- oder Sonderfälle nicht berücksichtigt sind.
Wie du selbst schon gesagt hast, kann es ja gar nicht sein, dass diverse Aussagen auch in gleichem Maße oder überhaupt für bspw. Babys, schwerkranke Menschen oder Menschen auf dem Sterbebett gelten. Es wäre wohl einfach nur zu viel Aufwand bei einer Aussage auch alle möglichen Ausnahmefälle zu berücksichtigen bzw. auszuformulieren. Bei einer wissenschaftlichen Arbeit oder Dissertation mag es erforderlich und Umstand sein, auch alle Eventualitäten weitgehend zu berücksichtigen bzw. auszuformulieren, aber im Allgemeinen formuliert auch die KI so nicht. Wenn man aber andere Anforderungen stellt bzw. Aussagen der KI hinterfragt, kann sie das Gesagte/Geschriebene meiner Erfahrung nach auch mühelos ausführen, ergänzen bzw. ganz anders formulieren.
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Ganz allgemein heißt es ja auch: "Ausnahmen bestätigen die Regel."
Je nach Fall mag das so zutreffend sein.
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Was es nun noch die Wahrheit und Ehrlichkeit betrifft, da ist es wohl ganz gut, wenn beides bei einem vorliegt. Zum einen würde ich sagen, dass Ehrlichkeit nicht zuletzt ein Weg zur Wahrheit ist, und wenn man nicht ehrlich zu sich selbst ist, ist sowieso alles sehr zweifelhaft. Wie sehr man aber andere an der persönlichen Wahrheit und Ehrlichkeit teilhaben lässt, das ist die andere Sache. Salopp gesagt, so wie ich anderen keine Lüge aufbinden muss, so muss ich anderen auch die Wahrheit nicht aufbinden. Im Zweifel tut's vielleicht auch einfach das Schweigen, ein Themenwechsel oder irgendwas anderes.
Wenn man etwas nicht sagen bzw. keine klare Stellung beziehen möchte, könnte man sich vielleicht auch ein Beispiel an so manchen Politikern nehmen.
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