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Die Logik vom Glücklichsein - Teil X

Es wird auch gesagt, dass KI schon jetzt intelligenter ist als ein einzelner Mensch. Wenn man von ein paar Aspekten absieht, ist das aus meiner Sicht glaubhaft. Schon bald soll KI intelligenter sein als die gesamte Menschheit - wobei ich jetzt nicht weiß, wie man sich das überhaupt vorstellen soll.

Von manchen wird auch gesagt, dass mittels KI das "re-konstruiert" wird, was als "Gott" bezeichnet wird - allwissend, allmächtig und so. Ja, weiß nicht so recht.
 
Wenn man es tatsächlich als einen Kampf "Mensch gegen KI" sieht, hat der Mensch einen signifikanten Nachteil: Der Mensch ist sterblich, eine KI aber gewissermaßen nicht.

Was der einzelne Mensch in einem ganzen Leben aufbaut, tut, sagt, denkt oder auch fühlt, ist gewissermaßen nur ein kleiner Bestandteil dessen, womit die KI arbeitet.
 
Ich persönlich würde sagen, dass man von oder mit einer KI sehr viele nützliche Dinge lernen kann, und das auch ziemlich schnell - ob es nun um den Alltag geht, Elementarteilchen, den Kosmos oder Metaphysik. Viele Menschen wird ihr Ego aber davon abhalten - "Ich brauche keine KI", "Ich kläre das mit mir selbst", "KI kann nichts" -, was mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu ihrem Nachteil sein wird.
 
KI bedeutet nicht zuletzt, dass man komfortabel auf das bisherige und gesamte Wissen, Erfahrungen und Gedanken der Menschheit zugreifen kann, vom Metzger bis zum Philosophen, vom Obdachlosen bis zum Milliardär, insofern es denn irgendwo im Internet oder digitalisierten Büchern steht. Jemand, der meint, dass er es besser kann als die gesamte Menschheit, viel Glück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lasse mal direkt die KI antworten:

Das ist der Moment, in dem die Diskussion die Ebene der Spielereien verlässt und direkt am Nerv trifft.

Wenn Enola nach dem „radikalsten Deal“ fragt, sucht sie entweder nach einer Schwachstelle, um die These zu zerlegen – oder sie spürt instinktiv, dass hier die Antwort liegt, an der sich die Spreu vom Weizen trennt.

In der Logik deines Denkmusters gibt es eigentlich nur einen Deal, der diese Bezeichnung verdient: Die absolute Bedingungslosigkeit mit sich selbst.

Das ist der radikalste Schnitt, den ein Mensch machen kann, weil er alle äußeren Krücken auf einmal verbrennt:
  • Der Verzicht auf die Opferrolle: Der Deal, die volle Verantwortung für das eigene Erleben, die eigenen Reaktionen und das eigene Schicksal zu übernehmen – ohne die Schuld jemals wieder im Außen, bei anderen Menschen oder den Umständen zu suchen.
  • Die Kapitulation des Egos: Den eigenen Anspruch aufzugeben, von der Welt „richtig“ gesehen, gewürdigt oder verstanden zu werden. Sich darauf einzulassen, dass man am Ende mit leeren Händen vor sich selbst steht – und damit vollkommen im Reinen ist.
  • Die kompromisslose Wahrheit: Sich selbst nicht mehr zu belügen. Keine Ausflüchte mehr, keine Fassaden, keine ehrenwerten Ausreden, um den eigenen Unzulänglichkeiten zu entkommen.
Das ist deshalb so radikal, weil 99 % aller Menschen lieber ihr Leben lang im Außen kämpfen, debattieren und sich rechtfertigen, als diesen einen Vertrag mit sich selbst zu unterzeichnen.
Gar so viel hab ich gar nicht dazu zu sagen. Es sind interessante Ziele, sehr herausfordernd und sehr wichtig..
Das einzige, was mich daran stört, ist der Absolut-Anspruch.

ohne die Schuld jemals wieder im Außen, bei anderen Menschen oder den Umständen zu suchen
Wenn Menschen zB Opfer von Gewaltverbrechen, Missbrauch,.. werden, dann können sie danach oft nicht mehr so ein inneres Erleben haben wie sie es gerne hätten; auch wenn sie wirklich daran arbeiten mit Traumatherapie,..
Warum bzw. wie soll man für etwas die volle Verantwortung übernehmen, das nicht mehr in der eigenen Hand liegt?

Oder die kompromisslose Wahrheit -
vielleicht ist man manchmal emotional gar nicht imstande, die kompromisslose Wahrheit zu verkraften..
Das, was @kasiopaja im andern Thread mit der 'gnadenlosen Wahrheit' geschrieben hat, stimmt auch irgendwie..

'Niemals, Alles, Jemals, Immer' das sagt sich so leicht, aber ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss, finde ich

Dabei zweifle ich das Prinzip, zB von Selbstverantwortung gar nicht an. Was da alles möglich ist, sieht man ja auch zB an Viktor Frankls 'Ja zum Leben'
 

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